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Form und Funktion der mittelalterlichen Frau Welt-Allegorie in "Der Welt Lohn" von Konrad von Würzburg

Title: Form und Funktion der mittelalterlichen Frau Welt-Allegorie in "Der Welt Lohn" von Konrad von Würzburg

Term Paper , 2016 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies
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Die Personifikation der Welt in dem Motiv der Frau Welt wird in der Forschung als allegorische Gestalt bezeichnet. An diesem Punkt soll diese Arbeit ansetzen. Denn die Frage danach, was sie zu jener macht und welchen allegorischen Gehalt sie hat, stellt sich, bevor eine Interpretation überhaupt möglich ist. Daher ist die Frage, der hier nachgegangen werden soll, welche Form die Allegorie der Frau Welt bei Konrads von Würzburg Der Welt Lohn aufweist und welche daraus resultierende Funktion sie für die gesamte Erzählung hat.

Das geplante Vorgehen beinhaltet zunächst eine Einführung in die Entwicklung des Motivs, um dann konkret in die Arbeit mit dem Allegorie-Begriff hinsichtlich Der Welt Lohn einzusteigen. Zuerst soll das weite Begriffsfeld der Allegorie durch das Legen von analyserelevanten Schwerpunkten eingegrenzt werden, um nach einer knappen Wiedergabe der Erzählung die Allegorie der Frau Welt mithilfe jener Kernaspekte zu untersuchen, was den Mittelpunkt der Arbeit darstellt. Daraufhin soll eine auf den erarbeiteten Ergebnissen basierende Thematisierung der Wirkungsabsicht der Erzählung Konrads folgen, um mit einem abschließenden Fazit enden zu können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das mittelalterliche Frau Welt-Motiv

3. Grundlegende Aspekte – Allegorie

4. Der Welt Lohn – Konrad von Würzburg

4.1 Frau Welt in Der Welt Lohn

4.2 Wirkungsabsicht der Gesamterzählung

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die spezifische Ausgestaltung und Funktion der Frau Welt-Allegorie in Konrad von Würzburgs Werk „Der Welt Lohn“. Ziel ist es, durch eine Analyse des allegorischen Gehalts sowie der erzählerischen Mittel aufzuzeigen, wie die Personifikation der Welt als „permixta allegoria“ zur Vermittlung einer christlichen Lehre und zur Aufforderung der Abkehr von weltlichen Dingen beiträgt.

  • Die Entwicklung des hochmittelalterlichen Frau Welt-Motivs.
  • Theoretische Grundlagen zur Definition und Funktion der Allegorie.
  • Strukturelle Analyse der Frau Welt-Darstellung in „Der Welt Lohn“.
  • Untersuchung der Wirkungsabsicht der Erzählung im christlich-ritterlichen Kontext.
  • Deutung der räumlich-körperlichen Inszenierung der Allegorie als Mittel der Erkenntnis.

Auszug aus dem Buch

4.1 Frau Welt in Der Welt Lohn

Dass es sich bei Frau Welt in Der Welt Lohn grundsätzlich um eine Personifikation der Welt handelt, wird aus dem Text relativ schnell ersichtlich. Dies liegt zum einen natürlich an der Vorstellung der Frau, die mit den Worten „diu Werlt bin geheizen ich, der dû nu lange hâst gegert“ endet. Dies bedeutet zugleich, dass sie selbst die Welt ist, sodass eine Abgrenzung zum Symbol gegeben ist. Sie steht nicht für die Welt, sondern sie ist die Welt, die auf den Ritter Wirnt von Grafenberg trifft.

Vielmehr kann ein Blick auf die These geworfen werden, dass die Allegorie sich aus einer Menge von Metaphern zusammensetzt. Doch diesbezüglich gibt die Beschreibung der Frau Welt ebenfalls wenig Hinweise. Eher kann von Merkmalen gesprochen werden die einen Symbolcharakter haben. Bei Betrachtung der Darstellung ihrer schönen Vorderseite wird deutlich, dass viele Superlative vorliegen, die letztendlich ihre Schönheit beschreiben. Diese sind jedoch nicht detailliert beschrieben: „ir antlütz unde ir varwe diu wâren beidiu garwe" oder „ir lîp gecleidet schône.“

Es wird die Schönheit ihres Gesichtes und ihres Körpers sowie ihrer Kleidung beschrieben, jedoch nicht, warum sie dies sind bzw. wie dieser Anblick möglich ist. Letztendlich wird sie als die schönste und vollkommenste Gestalt, die man je gesehen hat, beschrieben. Nur ein Detail sticht hervor, nämlich „diu crône“, die sie trägt. Die Krone hebt einen Menschen in der Regel durch die Erhöhung des Hauptes und die Gestaltung dieses Kopfschmuckes von anderen ab und ist zudem selbstverständlich als Herrschaftssymbol anzusehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Frau Welt-Allegorie ein und definiert die zentrale Forschungsfrage nach der Form und Funktion der Allegorie in Konrad von Würzburgs Werk.

2. Das mittelalterliche Frau Welt-Motiv: Das Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung und die typische Doppelnatur des Frau Welt-Motivs zwischen höfischer Anziehungskraft und christlicher Verurteilung.

3. Grundlegende Aspekte – Allegorie: Hier werden theoretische Grundlagen zur Definition von Allegorie, Metapher und Symbol erarbeitet, um das methodische Rüstzeug für die Werkinterpretation zu schaffen.

4. Der Welt Lohn – Konrad von Würzburg: Dieses Kapitel liefert eine inhaltliche Einführung in die Erzählung und analysiert deren Aufbau sowie Entstehungskontext.

4.1 Frau Welt in Der Welt Lohn: Der Abschnitt untersucht die spezifische Personifikation der Frau Welt und ihre detaillierte, kontrastreiche Beschreibung in Konrads Werk.

4.2 Wirkungsabsicht der Gesamterzählung: Hier wird die Intention des Autors hinsichtlich der Abkehr von weltlichen Dingen und der Hinwendung zur göttlichen Seligkeit kritisch diskutiert.

5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und ordnet die Bedeutung der Allegorie für die Zeit des hohen Mittelalters sowie deren Nachwirkung ein.

Schlüsselwörter

Frau Welt, Konrad von Würzburg, Der Welt Lohn, Allegorie, Personifikation, mittelalterliche Literatur, höfische Dichtung, Kreuzzugthematik, Weltliches, Geistliches, Seelenheil, permixta allegoria, Zeichenhaftigkeit, christliche Tradition, Literaturwissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das mittelalterliche literarische Motiv der „Frau Welt“ anhand des Werkes „Der Welt Lohn“ von Konrad von Würzburg und untersucht, wie dieses Motiv als Allegorie funktioniert.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Allegorik in der mittelalterlichen Dichtung, die Personifikation weltlicher Ideale und der christliche Kontext der Weltverachtung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, welche Form die Allegorie bei Konrad von Würzburg annimmt und welche Funktion sie für die Gesamtaussage der Erzählung erfüllt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse angewandt, die begriffstheoretische Ansätze der Allegorieforschung mit der Textanalyse des Werkes „Der Welt Lohn“ verknüpft.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Vordergrund?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zum Allegorie-Begriff, die Analyse der Frau Welt-Figur und die Erörterung der Wirkungsabsicht der Erzählung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Frau Welt, Konrad von Würzburg, Allegorie, Personifikation, Weltverachtung und Literatur des Mittelalters.

Warum wird Frau Welt als „permixta allegoria“ bezeichnet?

Sie wird so bezeichnet, weil sie sich als Allegorie offenbart und dem Leser keine andere Deutungsmöglichkeit lässt, was für das Verständnis der erzählten Lehre zwingend ist.

Welche Bedeutung kommt den Tieren auf der Rückseite der Frau Welt zu?

Die Tiere wie Schlangen, Kröten und Würmer tragen eine starke negative Konnotation, die Sünde, Verfall und die parasitäre Natur des weltlichen Lebens versinnbildlichen.

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Details

Title
Form und Funktion der mittelalterlichen Frau Welt-Allegorie in "Der Welt Lohn" von Konrad von Würzburg
College
Christian-Albrechts-University of Kiel
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2016
Pages
19
Catalog Number
V452305
ISBN (eBook)
9783668850064
ISBN (Book)
9783668850071
Language
German
Tags
form funktion frau welt-allegorie welt lohn konrad würzburg
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2016, Form und Funktion der mittelalterlichen Frau Welt-Allegorie in "Der Welt Lohn" von Konrad von Würzburg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/452305
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