Die deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung von Geschlechtskrankheiten. Die DGBG in der Weimarer Republik


Hausarbeit (Hauptseminar), 2017
22 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die allgemeine Gesundheitsaufklärung in der Weimarer Republik
2.1 Ausgangssituation
2.2 Wie gestaltete sich die Gesundheitsaufklärung an Schulen?
2.3 Wie gestalteten sich die allgemeine Gesundheitsaufklärung, die Volksgesundheit und soziale Hygiene?
2.3.1 Soziale Hygiene
2.3.2 Volksgesundheit
2.3.3 Gesundheitsaufklärung

3 Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten
3.1 Wie ist die DGBG entstanden und was waren ihre Ziele?
3.2 Der Aufbau der DGBG
3.2.1 Wie war die DGBG von ihrer Gründung bis zum Ersten Weltkrieg strukturiert?
3.2.2 Wie war die DGBG während des Ersten Weltkrieges strukturiert?
3.2.3 Wie war die DGBG zur Zeit der Weimarer Republik strukturiert?
3.3 Wie ging die DGBG vor, um ihre Ziele zu erreichen?
3.4 Die weitere Entwicklung der DGBG

4 Zusammenfassendes Resümee

5 Bibliographie
5.1 Quellenverzeichnis
5.2 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Die Zeit der Weimarer Republik war eine Zeit vieler Änderungen, Neuerungen und Umbrüche; so auch in der Medizin. Sie brachte in der Politik, der Industrie und der Wissenschaft einen Modernisierungs- und Veränderungsschub unter anderem durch Ausbau der Sozialversicherungen, sozialer Dienste und Institutionen.[1]

Zu Beginn gab es einerseits mehrere größere Schwierigkeiten, die es zu bewältigen galt. Dazu zählten unter anderem die Inflation Anfang der 1920er Jahre, sowie die Weltwirtschaftskrise 1929.[2] Hinzu kommt, dass in demselben Zeitraum sowohl die Geburten- als auch die Mortalitätsrate stark zurückgingen.[3] Natürlich blieb auch die Medizin vom Zusammenspiel geburtenstarker Jahrgänge und eines stagnierenden zeitweise auch schrumpfenden Arbeitsmarkts, der immer weniger Bedarf an jungen Arbeitskräften hatte, nicht verschont. So kam es, dass die ‚Jungen‘ nur wenig Zugangschancen zum Arbeitsmarkt fanden[4]. Außerdem geriet die Schulmedizin, die schon vor und während des Krieges mit der Naturheilkunde in Konflikt stand, weiter in die Kritik, da sie die ethischen Grundlagen ärztlichen Handelns zugunsten wissenschaftlicher Ambitionen vernachlässige.[5]

Auf der anderen Seite gab es auch nach Kriegsende einige bedeutende Fortschritte in der medizinischen Forschung: z.B. die Entwicklung von Hormonpräparaten (bspw. Kortison), die Fähigkeit, Vitaminmangelkrankheiten behandeln zu können und die Herstellung eines Wirkstoffes gegen Geschlechtskrankheiten (Salvarsan).[6] Definitiv im Fokus des Fürsorgestaates standen zu dieser Zeit Prävention und Prophylaxe[7], was zum einen unter den Begriff der Sozialhygiene fällt, die sich als Teilbereich der Medizin versteht (umweltbezogener Gesundheitsschutz; Prävention von Infektionskrankheiten), zum anderen unter den Begriff der Gesundheitsfürsorge, die sich um die Früherkennung und Vermeidung von Krankheiten in der (armen) Bevölkerung bemühte.[8]

In diese Strömungen und Bestrebungen fiel auch die Zielsetzung der Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten (DGBG), die in dieser Arbeit genauer untersucht werden soll. Bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts hatte die Zahl Geschlechtskranker im deutschen Reich stark zugenommen. „Um 1900 wurden Geschlechtskrankheiten als eine Bedrohung für die Familie, für die Gesundheit der Bevölkerung, für die Nation und die >>Rasse<< wahrgenommen und in der >>“venerischen Durchseuchung“<< ein Zeichen für den physischen und moralischen Niedergang gesehen.“[9]

In dieser Arbeit sollen folgende Fragen eruiert werden: Hat die DGBG zur allgemeinen Gesundheitsaufklärung beigetragen? Falls ja, in welchem Umfang hat sie dazu beigetragen und wie? Zunächst werden die Ausgangssituation für den Wohlfahrtsstaat der Weimarer Republik, die Aufklärung in Schulen und die allgemeinen Maßnahmen für die Volksgesundheit herausgearbeitet werden. Anschließend wird auf die genauen Umstände der Gründung der DGBG, deren Entwicklung während des ersten Weltkrieges und – als Fokus – ihr Handeln zur Zeit der Weimarer Republik eingegangen werden, um abschließend alle Ergebnisse in einem Resümee zusammenzufassen und die Entwicklung der DGBG bis heute zu skizzieren.

2 Die allgemeine Gesundheitsaufklärung in der Weimarer Republik

2.1 Ausgangssituation

Wie eingangs schon erwähnt fand in der Zeit der Weimarer Republik ein demographischer Übergang der Bevölkerung von hoher Fertilität und Mortalität zu einer wesentlich niedrigeren Geburts- und Sterberate statt.[10] Dies brachte – zusammen mit den Folgen des Ersten Weltkrieges – eine Verjüngung der Gesellschaft bei gleichzeitig stagnierendem Arbeitsmarkt mit sich. Ein Versuch, dem entgegenzuwirken, war die Einführung des Ruhestands ab 65, sowie die Leistungen für die Familie (u.a. Kriegswochenhilfe), da die Gesundheitssicherung in der Weimarer Republik zur Staatsaufgabe gemacht wurde.[11]

Zum Zwecke der umfassenden Gesundheitssicherung wurde zwar (noch) kein Gesundheitsministerium geschaffen, wohl aber ein Teilbereich im Ministerium des Innern für eben diese Aufgabe etabliert. Dieser ‚Gesundheitsdienst‘ sollte auf den Zusammenhang zwischen Lebensgewohnheiten, Wohnverhältnissen und Krankheiten hinweisen, hygienische Volksbelehrung und Aufklärung, sowie eine gesundheitliche Betreuung aber auch Überwachung durchführen.[12]

Wie weit diese Maßnahmen zur Sicherung der Volksgesundheit reichten, lässt sich gut am Beispiel preußischer Schulen beobachten. Dort stand vor allem die Verbesserung der Ernährungslage im Vordergrund, sodass man Schulspeisungen und eine tägliche Turnstunde zur Vorbeugung von Haltungsschäden einführte. Man versuchte aber auch den Fragen nach der Tuberkuloseverhinderung und -bekämpfung nachzugehen, indem man die schulärztliche Reihenuntersuchung (wie auch die schulische Zahnpflege) allmählich weiter ausbaute.[13]

2.2 Wie gestaltete sich die Gesundheitsaufklärung an Schulen?

Im praktischen Alltag der Schulrealität bedeutete dies „[…] sowohl Belehrungen über den Schutz vor Tuberkulose, über Sauberkeitserziehung und Körperpflege […]“[14] ; erzieherische Neuerungen, die bis in den Unterricht der BRD und die in ihm stattfindende Aufklärung nachwirken.[15] Bereits zu Beginn der Weimarer Republik gab es neue Richtlinien für die Schulärzte, die regelmäßig Rechenschaftsberichte mit Überblicken über Mängel, aber auch Fortschritte, die Ernährung der Schulkinder und die Zustände der Gebäude und Möbel betreffend abgaben.[16]

So wurde in der Reichsschulkonferenz 1920 in den Leitsätzen direkt als erstes festgehalten, dass der Schulgesundheitspflege „[…] ein gebührender Platz einzuräumen […]“ sei.[17] Zu diesem Zwecke sollten Schulärzte von Seiten des Staates angestellt und die schulärztliche Überwachung auch auf alle vorschulpflichtigen Kinder sowie alle Kinder jenseits des Schulalters, die sich in Vereinen zwecks körperlicher Ertüchtigung betätigen, ausgedehnt werden.[18]

Schon 1925 folgte ein Rundschreiben, in dem sich der Reichsinnenminister über die Verbreitung und Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten an Schulen erkundigte. 1926 fasste der Minister die Ergebnisse der Umfrage zusammen: in den meisten Fällen ließ sich ein Stagnieren oder Zurückgehen der Geschlechtskrankheiten beobachten; Besonders Syphilisneuerkrankungen in Städten sollen stark abgenommen haben, wohingegen in ländlichen Gebieten die Zahl Erkrankter zugenommen habe. Beides wurde auf die gute Gesundheits- und Sexualaufklärung sowie die verbesserten Behandlungsmethoden in Städten einerseits, auf Unkenntnis der Erkrankung und deren Übertragung auf dem Land andererseits zurückgeführt.[19]

Die Verbreitung der Gonorrhöe habe bisher keine Änderung erfahren. Auch hier wurde die ärztliche Versorgung auf dem Land, aber auch der Hang zum Verschweigen, verantwortlich gemacht. Für die Heilungen wird das (relativ) neue Medikament Salvarsan (s. Einleitung) verantwortlich gemacht und auch darauf hingewiesen, dass die Salvarsanschäden an Häufigkeit und Intensität abgenommen hätten. In eben diesem Rundschreiben zitiert der Reichsinnenminister auch einen Landarzt, der die Kurpfuscher und deren Reklame als Ursache für die Verweigerung der ländlichen Bevölkerung, die ärztliche Behandlung anzunehmen, nennt.[20]

Ebenfalls 1925 erging ein Runderlass des Ministers für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung, in dem verpflichtende Lehrgänge für alle LehrerInnen angekündigt werden, die – nach mäßigem Erfolg der vorhergehenden Weiterbildung der Lehrkollegien bezüglich Hygiene – nun häufiger und leichter erreichbar angeboten werden sollten. In einem Zentralblatt von 1929 folgten dann Richtlinien für die gesundheitliche Belehrung der Lehrkollegien, die neben der Vermittlung von Grundlagen der Biologie auch Gesundheitslehre und –fürsorge umfassten.[21]

2.3 Wie gestalteten sich die allgemeine Gesundheitsaufklärung, die Volksgesundheit und soziale Hygiene?

2.3.1 Soziale Hygiene

Maßgebend für dieses Kapitel ist die Definition von Sozialhygiene nach Alfred Grotjahn, der 1920 den ersten Lehrstuhl für Sozialhygiene an der Universität zu Berlin erhielt.[22] Auch wenn er sich im Laufe seiner Tätigkeit der eugenischen[23] Richtung immer weiter annäherte, sodass er „[…] eine planmäßige Ausmerzung durch Verwahrung und Zwangsunfruchtbarmachung […]“ erblich Belasteter anstrebte[24], so hat er dennoch als einer der ersten den Zusammenhang von sozialem Umfeld eines Patienten und dessen Krankheitsverlauf hergestellt.[25] Daraus ergab sich eine Einbeziehung der Sozialwissenschaften in die medizinische Forschung.[26]

Grotjahns Hauptwerk „Soziale Pathologie“ (1923) ist für die neue Leitwissenschaft öffentlicher Gesundheitspflege entscheidend gewesen.[27] Das Wesen dieser sozialhygienischen Gesamtdisziplin sollte laut Grotjahn darin bestehen, alle Dinge des Lebens und der Umwelt hinsichtlich ihres Einflusses auf den Körper zu betrachten und – gemäß eben jener Betrachtungsweise – Maßnahmen zu finden, die nicht zwangsläufig rein ärztlichen Charakters sind, sondern des Öfteren in die Sozialpolitik und Politik hinübergreifen.[28]

Den Weg von der Nischenwissenschaft zur Leitwissenschaft konnte die Sozialhygiene nicht zuletzt auch dadurch antreten, dass im Artikel 119 der Weimarer Verfassung die Gesunderhaltung, Gesundung und soziale Förderung der Familie als Staatsaufgabe definiert wurde.[29] Um diesem Anspruch gerecht werden zu können, wurde 1922 das Reichsjugendwohlfahrtsgesetz verabschiedet (Inkrafttreten 1924), in dem unter anderem die Fürsorgeerziehung, die Jugendgesundheitsfürsorge und auch die Jugendfürsorge allgemein erstmals juristisch geregelt wurden.[30]

2.3.2 Volksgesundheit

Diese ersten Maßnahmen hatten jedoch einen schweren Start: Zum einen machte die desolate Finanzlage ein zentralisiertes Vorgehen fast unmöglich, zum anderen sorgte eine Zersplitterung der Gesundheitsfürsorgeverantwortlichen auf den unterschiedlichen Ebenen oftmals für eine Kompetenzüberschneidung, die die Effektivität erheblich minderte.[31] In manchen Fällen war es nötig, sich gegen konkurrierende Konzepte durchzusetzen und das Zusammenwirken aller medizinischer Instanzen anzumahnen.[32]

Diese Problematik lässt sich auch in der Trinkerfürsorge beobachten, wo aufgrund mangelnder reichseinheitlicher gesetzlicher Rahmenbedingungen eine hohe regionale Differenzierung trinkerfürsorglicher Strukturen zu beobachten war.[33] Solche Trinkerfürsorgestellen waren nach (wie z.B. in Hamburg) zunächst nicht staatlich, bis Mitte der 1920er Jahre die Notwendigkeit staatlichen Eingreifens für eine kommunale Beteiligung sorgte, die den Handlungs- und Finanzspielraum jener Einrichtungen erweiterte.[34]

2.3.3 Gesundheitsaufklärung

Noch 1918 versammelten sich Ärzte in Berlin Charlottenburg und forderten die Schaffung eines unabhängigen ‚Ministeriums für Volksgesundheit‘, das von Fachleuten und nicht von Juristen und Bürokraten geleitet werden sollte.[35] Gleichzeitig mit dem Ministerium forderten die Versammelten, zu denen auch Grotjahn zählt, dass die Hilfeleistung für Familien und die werktätige Bevölkerung verstaatlicht werden.[36] Diese Forderung nach einem Reichsgesundheitsministerium wurde 1921 im Reichstag eingebracht, die aber aus verfassungsrechtlichen Gründen zurückgewiesen wurde. Auch 1923 konnte die Forderung nicht durchgesetzt werden, sodass man dazu überging, eine Erweiterung des Reichsgesundheitsamtes anzustreben.[37]

Zum Bereich der allgemeinen Gesundheitsaufklärung gehörten in der Weimarer Republik auch verstärkt Filme. Allein in den 1920er Jahren sind schätzungsweise über 500 Filme hergestellt worden, die die Sozialhygiene, die Medizin oder z.T. auch Eugenik zum Thema hatten. Der Öffentlichkeit wurden diese Filme während der breit angelegten Gesundheitsaufklärung vorgeführt, welche ihre Wurzeln bereits in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg hat, als man die Kindersterblichkeit senken und die Geburtenrate erhöhen wollte.[38]

Moderne Errungenschaften wie die Mikro- und Röntgenkinematographie boten die Möglichkeit zusammen mit den bereits bekannten Mitteln der Zeitlupe und des Zeitraffers dem Publikum elementare Lebensprozesse zu veranschaulichen, die vorher unvorstellbare Lebens- und Bewegungsvorgänge zeigten.[39] Diese Filme wurden auch gezielt gegen das sog. ‚Kurpfuschertum‘ (Heiler, die nicht den schulmedizinischen Ansatz vertraten) genutzt, aber auch um politische Stimmungen zu beeinflussen, indem bspw. die gesundheitlichen Auswirkungen eines Hungerstreiks mit den Folgen des Versailler Vertrages verglichen wurden.[40] Der Film ‚Olaf‘ (ein Aufklärungsfilm), der von der Gesellschaft zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten (DGBG) mitfinanziert wurde, wurde bis Ende 1927 ca. 27.000 Schülern gezeigt.[41]

Aber auch in der Realpolitik spielte die Volksgesundheit und Sozialhygiene eine immer stärkere Rolle. So warnte Benno Chajes (Landtagsabgeordneter in Preußen) bereits 1928 davor, die Volksgesundheit, trotz sinkender Sterberate, zu optimistisch zu beurteilen; vielmehr sollte die wirtschaftliche und soziale Situation der Bevölkerung berücksichtigt werden. Benno Chajes hatte an der Technischen Hochschule Berlin den Lehrstuhl für Sozialhygiene inne, arbeitete aber auch als Dozent an der Deutschen Gesundheitsfürsorgeschule und war außerdem als Spezialarzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten tätig, sodass er sich vor allem praktisch im Bereich der Geschlechtskrankheiten mit der sozialen Hygiene beschäftigte.[42]

3 Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten

Im folgenden Kern der Arbeit soll der Fokus auf die Entstehung und Zielsetzung, Aufbau, Vorgehensweise und letztlich die Entwicklung der Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten gelegt werden.

3.1 Wie ist die DGBG entstanden und was waren ihre Ziele?

Da gegen Ende des 19. Jahrhunderts die Zahl Geschlechtskranker zunahm[43], traf man sich bereits 1899 in Brüssel zur ersten internationalen Konferenz zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten.[44] Diese Konferenz war der Anstoß für die folgende Konferenz der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft 1901 in Breslau, einen deutschen Zweigverein der internationalen Brüsseler Gesellschaft zu gründen.[45]

[...]


[1] Wehler H.-U.: Deutsche Gesellschaftsgeschichte. Bd. 4: Vom Beginn des Ersten Weltkriegs bis zur Gründung der beiden deutschen Staaten. München 2003. S. 228.

[2] Prehler L.: Sozialpolitik in der Weimarer Republik. Düsseldorf 1978. S. 263.

[3] Wehler: Vom Beginn des ersten Weltkriegs bis zur Gründung der beiden deutschen Staaten, S. 231.

[4] Ebenda, S. 237.

[5] Hau, M.: Experten für Menschlichkeit? Ärztliche Berufsethik, Lebensreform und die Krise der Medizin in der Weimarer Republik. In: Frewer, A., Neumann, J. N. [Hg.]: Medizingeschichte und Medizinethik: Kontroversen und Begründungsansätze 1900–1950. Frankfurt [a. M.] 2001. S. 124f.

[6] Ackerknecht, E. H.: Geschichte der Medizin. Stuttgart ⁷1992. S. 162f.

[7] Schleiermacher, S.: Prävention und Prophylaxe. Eine gesundheitspolitische Leitidee im Kontext verschiedener politischer Systeme. In: Labisch A., Paul N. [Hg.]: Historizität. Erfahrung und Handeln - Geschichte und Medizin. Beiheft 54. Stuttgart 2004. S. 171.

[8] Vgl. Sachße, C., Tennstedt, F.: Der Wohlfahrtsstaat im Nationalsozialismus. Stuttgart Berlin [u.a.] 1992.

[9] Sauerteig, L.: Krankheit, Sexualität, Gesellschaft. Geschlechtskrankheiten und Gesundheitspolitik in Deutschland im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Stuttgart 1999. S. 89.

[10] So ging die Geburtenrate von durchschnittlich 3,5 Kindern pro Frau im Jahre 1870 auf durchschnittlich 2,4 Kinder pro Frau im Jahre 1925 zurück. Siehe hierzu: Stichnoth, H., Boll, Ch. [u.a.]: Gutachten für die Prognos AG. Geburten und Kinderwünsche in Deutschland. Bestandsaufnahme, Einflussfaktoren und Datenquellen. Mannheim (?) 2013. S. 13.

[11] Vgl.: Schleiermacher, S.: Entwicklung des Solidarsystems seit Bismarck. In: Dokumentation der 17. AKF-Jahrestagung. „Frauengesundheit: Kooperation zwischen Konkurrenz und Solidarität“. Berlin 2010. S. 3.

[12] Schleiermacher: Entwicklung des Solidarsystems seit Bismarck. S. 3.

[13] Apel, H.-J. [Hg.], Bennack, J.: Hygiene in preussischen Schulvorschriften. Eine Zusammenstellung unter besonderer Berücksichtigung der Rheinlande 1800–1945. Köln [u.a.] 1986. S. 20.

[14] Ebenda. S. 22.

[15] Siehe hierzu: Deutsches Gesundheitsmuseum: Lehrmittelkatalog. Köln 1965.

[16] Apel: Hygiene in preussischen Schulvorschriften. S. 22.

[17] Ebenda. S. 261.

[18] Ebenda. S. 261–265.

[19] Apel: Hygiene in preussischen Schulvorschriften. S. 266f.

[20] Ebenda. S. 268.

[21] Ebenda. S. 371–373.

[22] Vgl.: Grüttner, M. [u.a.]: Die Berliner Universität zwischen den Weltkriegen 1918–1945 [Bd. 2]. Berlin 2012. S. 108 und 121f.

[23] Eugenik meint dem Namen nach die ‚Lehre von der guten/edlen Abstammung‘. Seit Bestehen dieser Disziplin sucht man nach Möglichkeiten die Bevölkerung zu verbessern, indem i.d.R. „gute“ Menschen zur Fortpflanzung animiert, „schlechte“ Menschen aber daran zu hindern versucht (bspw. durch Zwangssterilisation). Siehe hierzu: Manz, U.: Bürgerliche Frauenbewegung und Eugenik in der Weimarer Republik. Königstein im Taunus 2007.

[24] Grotjahn, A.: Die Hygiene der menschlichen Fortpflanzung. Versuch einer praktischen Eugenik. Berlin/Wien 1926. S. 330.

[25] Grotjahn, A.: Die hygienische Forderung. Königstein am Taunus/Leipzig 1921. S. 6.

[26] Vgl.: Schleiermacher, S.: Entwicklung des Solidarsystems seit Bismarck. S. 4.

[27] Vgl.: Fehlemann, S.: Die Entwicklung der öffentlichen Gesundheitsfürsorge in der Weimarer Republik. Das Beispiel der Kinder und Jugendlichen. In: Woelk, W. [Hg.], Fehlemann, S.: Geschichte der Gesundheitspolitik in Deutschland. Von der Weimarer Republik bis in die Frühgeschichte der „doppelten Staatsgründung“. Berlin 2002. S. 69.

[28] Eckart, W. U.: Die Vision vom „gesunden Volkskörper“. In: Rößiger, S. [Hg.]: Hauptsache gesund: Gesundheitsaufklärung zwischen Disziplinierung und Emanzipation. Marburg/Köln 1998. S. 41.

[29] Fehlemann: Die Entwicklung der öffentlichen Gesundheitspflege. S. 69f.

[30] Ebenda. S. 72.

[31] Ebenda. S. 76f.

[32] von Schoultz, M. W.: Die Kommunale Vereinigung für Gesundheitsfürsorge im Ruhrgebiet 1919–1929. Möglichkeiten und Grenzen kommunaler Gesundheitspolitik in der Zwischenkriegszeit. In: Woelk, W. [Hg.], Fehlemann, S.: Geschichte der Gesundheitspolitik in Deutschland. Von der Weimarer Republik bis in die Frühgeschichte der „doppelten Staatsgründung“. Berlin 2002. S. 87.

[33] Hauschildt, E.: Ein neuer Zweig der Gesundheitsfürsorge in den 1920er Jahren. Die Trinkerfürsorge. In: Woelk, W. [Hg.], Fehlemann, S.: Geschichte der Gesundheitspolitik in Deutschland. Von der Weimarer Republik bis in die Frühgeschichte der „doppelten Staatsgründung“. Berlin 2002. S. 125.

[34] Ebenda. S. 130.

[35] Nemitz, K.: Die Bemühungen zur Schaffung eines Reichsgesundheitsministeriums in der ersten Phase der Weimarer Republik 1918 — 1922. Medizinhistorisches Journal (1981). H. 4. S. 425f.

[36] Ebenda. S. 427.

[37] Ebenda. S. 429f.

[38] Schmidt, U.: Sozialhygienische Filme und Propaganda in der Weimarer Republik. In Jazbinsek, D. [Hg.]: Gesundheitskommunikation. Wiesbaden 2000. S. 53.

[39] Schmidt: Sozialhygienische Filme. S. 55f.

[40] Ebenda. S. 56.

[41] Sauerteig: Krankheit, Sexualität, Gesellschaft. S. 216.

[42] Vgl.: Weder, H.: Sozialhygiene und pragmatische Gesundheitspolitik in der Weimarer Republik am Beispiel des sozial- und Gewerbehygienikers Benno Chajes (1880–1938). Abhandlungen zur Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften (2000). H. 87.

[43] Die Ursachen für eine Zunahme der Erkrankungen hier aufzuführen, würde zu weit führen. Es sei aber erwähnt, dass der Kampf gegen die Syphilis (die vorherrschende Geschlechtskrankheit) als Kampf gegen die Prostitution angesehen wurde. U.a. wurden Prostituierte gezwungen sich schmerzhaften Kuren zu unterziehen, um eine Ansteckung der Freier zu verhindern. Siehe hierzu: Haberfellner, B.: Syphilis und Aids im sozialhistorischen Vergleich. Über den gesellschaftlichen Umgang mit Geschlechtskrankheiten am Beispiel der Syphilis im 19./20.Jahrhundert und Aids seit den 80er Jahren. Wien 1997. S. 13–22. Und: Winkle, S.: Kulturgeschichte der Seuchen. Düsseldorf/Zürich 1997. S. 563.

[44] Borelli, S. [Hg.]: Geschichte der Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten. Berlin 1992. S. 19.

[45] Borelli: Geschichte der DGBG. S. 19.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Die deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung von Geschlechtskrankheiten. Die DGBG in der Weimarer Republik
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Historisches Seminar)
Veranstaltung
HS - Medizin in der Weimarer Republik
Note
1,0
Autor
Jahr
2017
Seiten
22
Katalognummer
V452490
ISBN (eBook)
9783668850880
ISBN (Buch)
9783668850897
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung von Geschlechtskrankheiten (DGBG), DSTIG, Medizin in den 1920er und 1930er Jahren, Aufklärung in der Weimarer Republik
Arbeit zitieren
Jonas Gehring (Autor), 2017, Die deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung von Geschlechtskrankheiten. Die DGBG in der Weimarer Republik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/452490

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