Der Unterrichtsentwurf beschreibt eine Unterrichtsstunde im Fach Sport. Mithilfe von Akrobatikübungen sollen die Zusammenarbeit und eigenständige Erarbeitung eingeübt werden.
Die Schüler führen die dynamischen Akrobatikelemente Raupe und Hängebrücke in einer Präsentation aus und verbinden weitere bereits bekannte akrobatische Elemente in der Kleingruppe miteinander.
Arbeitsauftrag: „Eure Aufgabe besteht jetzt darin, die Elemente „Raupe“ und „Hängebrücke“ zu fünft in einer Kür umzusetzen. Zusätzlich soll ein weiteres Element aus dem bisherigen Unterricht eingebaut und so umgebaut werden, dass alle daran beteiligt sind. (Betonung: Wichtig ist, dass alle Gruppenmitglieder in irgendeiner Form an allen Elementen beteiligt sein müssen und die Elemente zu fünft geturnt werden.“)
Inhaltsverzeichnis
1. Bedingungsfelder
2.1 Didaktische Überlegungen und Unterrichtsrelevanz
2.2 Verlauf der Unterrichtsreihe
2.3 Sachanalyse
2.4 Didaktische Reduktion
3. Lernziele
4. Methodische Überlegungen
5. Geplanter Unterrichtsverlauf
6. Anhang
6.1 Materialien
6.2 Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, durch die Einführung in die Gruppenakrobatik die Kooperationsfähigkeit und das körperliche Geschick der Schüler in einem koedukativen Sportunterricht zu fördern. Im Zentrum steht dabei die kreative Erarbeitung und Präsentation dynamischer Akrobatikelemente unter besonderer Berücksichtigung sozialer Sinnperspektiven.
- Förderung der Sozialkompetenz durch kooperatives Miteinander.
- Entwicklung von Kraft, Körperspannung und koordinativen Fähigkeiten.
- Einführung in die Sicherheitsaspekte der Akrobatik und das Helfen und Sichern.
- Kreative Gestaltung und Präsentation einer Gruppenkür.
- Multiperspektivische Vermittlung von Sportarten (Eindruck, Miteinander, Ausdruck).
Auszug aus dem Buch
2.4 Didaktische Reduktion
Die dynamische Akrobatik bietet eine Vielzahl an Grundelementen, die sich durch Variationen und Kreativität noch beliebig erweitern lassen. Aufgrund der höheren Komplexität durch die Dynamik und den nicht vorhandenen Vorerfahrungen der Schüler soll hierbei für beide Unterrichtseinheiten didaktisch reduziert werden. Gerade leistungsschwächere Schüler sollen durch die Auswahl nicht überfordert werden. Auch soll verhindert werden, dass es zu verstärkten und eventuell unangenehmen Körperkontakt (wie beispielsweise beim Doppelhäschen) kommt, was vielleicht von manchen Schülern als unangenehm empfunden werden kann. Daher wurden mit der Raupe und der Hängebrücke zwei Elemente im Unterricht ausgewählt, welche in der Einführungsstunde gut funktioniert und die Schüler motiviert haben. Bei beiden Elementen kann die Anzahl der Teilnehmer für eine mögliche Vertiefung beliebig erhöht werden.
Für den Unterricht werden die Stationskarten von Kruber und Kikow genutzt, welche sich im Unterrichtsverlauf bis jetzt als brauchbar erwiesen haben und bereits didaktisiert sind. So ist eine weitere Reduktion innerhalb der Übung nicht notwendig. Als mögliche Differenzierung für besonders leistungsstarke Gruppen soll zusätzlich die Stationskarte Kamel in der Hinterhand gehalten und bei Bedarf ausgeteilt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Bedingungsfelder: Beschreibung der Rahmenbedingungen des Sportunterrichts, der Lerngruppe und der räumlichen Gegebenheiten in der Sporthalle.
2.1 Didaktische Überlegungen und Unterrichtsrelevanz: Einordnung der Akrobatik in den Lehrplan und Begründung der Auswahl unter multiperspektivischen Ansätzen.
2.2 Verlauf der Unterrichtsreihe: Übersichtliche tabellarische Darstellung der 17 Unterrichtseinheiten von den Grundlagen bis zur Benotung.
2.3 Sachanalyse: Fachwissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Anforderungen der dynamischen Akrobatik an die Wahrnehmung und Motorik.
2.4 Didaktische Reduktion: Begründung der Auswahl spezifischer Akrobatikelemente zur Vermeidung von Überforderung und unangenehmem Körperkontakt.
3. Lernziele: Definition der Grob-, Minimal-, Maximal- und Feinlernziele im psychomotorischen, kognitiven und sozial-affektiven Bereich.
4. Methodische Überlegungen: Erläuterung der gewählten Erwärmungsmethoden und der methodischen Entscheidungen für den Hauptteil der Stunde.
5. Geplanter Unterrichtsverlauf: Detaillierter Zeitplan der Unterrichtsstunde inklusive Phasen, Inhalten, Sozialformen und Mitteln.
6. Anhang: Auflistung der verwendeten Materialien wie Stationskarten und des Literaturverzeichnisses.
Schlüsselwörter
Akrobatik, Gruppenakrobatik, Sportunterricht, Körperkontakt, Kooperation, Sinnperspektiven, Dynamische Elemente, Raupe, Hängebrücke, Körperspannung, Stützkraft, Gruppenkür, Sicherheit, Schulsport, Bewegungsgestaltung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit stellt einen Unterrichtsentwurf für den ersten Unterrichtsbesuch im Fach Sport zum Thema "Einführung in die Gruppenakrobatik" an einem Gymnasium dar.
Was sind die zentralen Themenfelder der Unterrichtsreihe?
Im Fokus stehen das kooperative Miteinander, der Aufbau von Vertrauen, die Entwicklung grundlegender Stützkräfte sowie die Sicherheit beim Helfen und Sichern.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtsstunde?
Die Schüler sollen die dynamischen Akrobatikelemente "Raupe" und "Hängebrücke" in einer Gruppenkür anwenden und mit bereits bekannten Elementen kreativ verknüpfen.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Vermittlung verwendet?
Es wird ein kompetenzorientierter Ansatz gewählt, der verschiedene Sinnperspektiven wie "Miteinander", "Ausdruck" und "Eindruck" integriert, um eine ganzheitliche Bewegungsförderung zu erreichen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der didaktischen Analyse, den Lernzielen, methodischen Überlegungen zur Erwärmung sowie dem konkret geplanten Stundenverlauf.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?
Kernbegriffe sind Gruppenakrobatik, Kooperation, Körperkontakt, Dynamik, Körperspannung und methodische Reduktion im Sportunterricht.
Warum wurde explizit die "Raupe" als Element ausgewählt?
Das Element funktionierte bereits in der Einführungsstunde gut, motivierte die Schüler und lässt sich hinsichtlich der Teilnehmerzahl in einer Gruppe flexibel gestalten.
Wie gehen die Schüler mit den motorischen Unterschieden innerhalb der Gruppe um?
Die Schüler schätzen ihre eigenen körperlichen Voraussetzungen und die ihrer Partner selbstständig ein, um die Rollen innerhalb der akrobatischen Elemente passend zu verteilen.
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- Andreas Bonß (Author), 2018, Das kooperative Erarbeiten und Präsentieren von Akrobatikelementen. Unterrichtsentwurf für den Sportunterricht in der 7. Klasse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/452500