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Mehrsprachige Erziehung in der Kita? Eine Analyse des Konzepts "One Person - One Language"

Título: Mehrsprachige Erziehung in der Kita? Eine Analyse des Konzepts "One Person - One Language"

Tesis de Máster , 2017 , 104 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Florence Lara (Autor)

Pedagogía - Pedagogía en educación Pre-escolar
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Im Rahmen dieser Masterarbeit wurde das Konzept „One Person – One Language“ untersucht. Dabei geht es um das Potenzial von mehrsprachigem pädagogischen Fachpersonal, welches in Kitas tätig werden könnte, um bei Kindern mit Migrationshintergrund die Erst- sowie Zweitsprache gleichermaßen zu fördern.

Hierbei müssen spezielle Rahmenbedingungen geschaffen werden, wie z.B. eine Schulung der Fachkräfte bezüglich interkultureller Arbeit, Spracherwerb und Mehrsprachigkeit. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, für die in der Konzeption verankerte Sprachförderung entsprechende Sprachförderkräfte sowie mehrsprachige pädagogische Fachkräfte einzusetzen. Dieses Konzept sollte als Bildungsaufgabe einen Platz im Bildungsplan finden. Hauptsächlich geht es bei diesem Konzept darum, die Erst- sowie die Zweitsprache gleichermaßen zu fördern. Das bedeutet, dass die Kinder auch in der Kita ihre Muttersprache sprechen dürfen und sollen. Denn nur so kann ein erfolgreicher Erwerb beider Sprachen ohne Sprachentwicklungsstörung und eine gesunde und stabile Persönlichkeitsentwicklung gewährleistet werden.

Hierbei gilt es zu betonten, dass eine gleichwertige Entwicklung der Sprachen nur in einem Umfeld möglich ist, in welchem die Sprachen auch tatsächlich als gleichwertig angesehen werden. Und hierfür ist wiederum die Grundeinstellung hinsichtlich fremder Sprachen und Kulturen von pädagogischem Fachpersonal in institutionellen vorschulischen Bildungseinrichtungen entscheidend. Denn diese hat maßgeblichen Einfluss auf die gesamte pädagogische Arbeit mit Kindern und auf die Kinder selbst. Aus diesem Grund muss der erste entscheidende Schritt bei pädagogischem Personal in Kitas selbst ansetzen. Und hierfür sind gezielte Leitlinien und Konzepte erforderlich, welche in der Bildungspolitik bestimmt werden müssen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. SPRACHERWERB UND MEHRSPRACHIGKEIT

2.1 Phasen der monolingualen kindlichen Sprachentwicklung

2.2 Bedeutung von Mehrsprachigkeit

2.3 Typen und Formen der Mehrsprachigkeit

2.3.1 Zweitspracherwerb

2.3.2 Doppelspracherwerb oder Bilingualismus

2.3.3 Sprachtrennungsregeln

2.3.4 Bedeutung der Erstsprache

3. BEDEUTUNG UND FUNKTION VON SPRACHE FÜR KINDER

3.1 Sprache und Identität

3.2 Kultur, Sprache und Identität

3.2.1 Bildungserfolg von Kindern mit Migrationshintergrund

4. MEHRSPRACHIGKEIT IN INSTITUTIONELLEN BILDUNGSEINRICHTUNGEN

4.1 Statistiken

4.2 Mehrsprachigkeit aus Sicht des pädagogischen Fachpersonals in Kitas und der Kinder

4.3 Sprachförderkonzepte und -maßnahmen in der Kita

4.4 Frühkindliche Bildung, Erziehung und Betreuung: Der pädagogische Auftrag der Kita

4.5 Bikulturelle Bildung als Konzept

5. DAS KONZEPT „ONE PERSON – ONE LANGUAGE“ IN DER KITA: MÖGLICHKEITEN UND GRENZEN DER UMSETZUNG

5.1 Beschreibung des Konzepts

5.2 Einsatz von ausländischen Fachkräften

5.3 Interkulturelle Erziehung: Voraussetzungen, Ziele und Grenzen

5.3.1 Elternarbeit

5.4 Qualitative Interviews mit Kita-Personal

5.4.1 Qualitative Befragung - Das Leitfadeninterview

5.4.2 Auswertungsmethode

5.4.3 Ergebnisse

6. AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die Masterthesis untersucht, inwieweit eine mehrsprachige Erziehung in Kindertagesstätten möglich ist und wie vorschulische Institutionen die kulturelle und sprachliche Vielfalt aktiv unterstützen können, anstatt sich ausschließlich auf die Förderung der deutschen Sprache zu konzentrieren.

  • Grundlagen des kindlichen Spracherwerbs und der Mehrsprachigkeit
  • Wechselwirkungen zwischen Sprache, Identität und Bildungserfolg
  • Pädagogische Herausforderungen und Haltungen in Kitas
  • Analyse des Konzepts „One Person – One Language“
  • Empirische Untersuchung mittels qualitativer Leitfadeninterviews mit Kita-Leitungen

Auszug aus dem Buch

2.1 Phasen der monolingualen kindlichen Sprachentwicklung

Betrachtet man die Stadien des kindlichen Spracherwerbs, so ist der Schrei als erste Lautproduktion von primärer Bedeutung. Er stellt ein Warnsystem zur Überlebenssicherung dar und informiert über den Zustand des Säuglings. Vokalartige Grundlaute stellen den Ausgangspunkt vokaler Kommunikation dar. Diese Vorstufe des Spracherwerbs wird die Lallphase genannt. In dieser Phase können bereits Unterschiede beim Schreien des Säuglings wahrgenommen werden (Ringler & Küpelikilinc, 2004, S. 41). Während dieses in den ersten Wochen Grund- und Gurrlaute von sich gibt, treten nach circa sechs Wochen die ersten melodischen Modulationen sowie Anklänge an Vokale und weiche Gaumenlaute auf (Klann-Delius, 2016, S. 21f). Die Lautäußerungen werden im Alter von zwei bis drei Monaten differenzierter (Ringler & Küpelikilinc, 2004, S. 41), die neuronalen Strukturen entwickeln sich so weit, dass es mittlerweile erste Laute, meist Vokale und kurze Zeit später Silben produzieren kann (Stamm, 2010, S. 68). Diese Phase wird als stimmliche Expansion bezeichnet, denn hier wird das Potential des Stimmapparates ausprobiert, das Kind wiederholt Laute und reagiert immer mehr auf Sprachanregungen. Gegen Ende der Phase kann das Kind bereits einzelne Wörter erkennen. Mit circa sechs Monaten beginnt die Phase des Babbelns, die ersten Konsonanten werden systematisch gebildet und mit Vokalen kombiniert (Klann-Delius, 2016, S. 22).

Mit circa einem Jahr stellt das Kleinkind eine Verbindung zwischen dem Laut und dem Inhalt her, was als Ein-Wort-Phase bezeichnet wird. Die Laute werden zielgerichtet eingesetzt, wobei sich die Ein-Wort-Äußerungen immer auf eine Gesamtsituation beziehen (Ringler & Küpelikilinc, 2004, S. 41f). In diesem Zeitraum wird ein Wortschatz von etwa 50 Wörtern aufgebaut (Klann-Delius, 2016, S. 23). Das zweite Stadium der Syntaxentwicklung, die Zwei-Wort-Phase, setzt zwischen eineinhalb und zwei Jahren ein, wenn das Kind immer häufiger Wörter miteinander verbindet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die Relevanz der Migrationsdebatte und die Bedeutung von Sprache für die gesellschaftliche Teilhabe von Kindern.

2. SPRACHERWERB UND MEHRSPRACHIGKEIT: Darstellung der Entwicklungsphasen sowie Definitionen und Formen des simultanen und sukzessiven Spracherwerbs.

3. BEDEUTUNG UND FUNKTION VON SPRACHE FÜR KINDER: Analyse der engen Verknüpfung von Sprache, Identitätsbildung und kognitiver Entwicklung im Kindesalter.

4. MEHRSPRACHIGKEIT IN INSTITUTIONELLEN BILDUNGSEINRICHTUNGEN: Untersuchung statistischer Daten und der Haltung des pädagogischen Fachpersonals zur kulturellen und sprachlichen Vielfalt in Kitas.

5. DAS KONZEPT „ONE PERSON – ONE LANGUAGE“ IN DER KITA: MÖGLICHKEITEN UND GRENZEN DER UMSETZUNG: Kritische Evaluation der Umsetzungschancen und Schwierigkeiten des One-Person-One-Language-Ansatzes sowie Präsentation empirischer Interviewergebnisse.

6. AUSBLICK: Zusammenfassende Betrachtung der Notwendigkeit einer wertschätzenden Haltung gegenüber Herkunftssprachen zur Förderung eines positiven Selbstkonzepts.

Schlüsselwörter

Mehrsprachigkeit, Erstsprache, Zweitspracherwerb, Migrationshintergrund, Kindertagesstätte, One Person – One Language, Interkulturelle Erziehung, Bildungsauftrag, Sprachförderung, Identitätsentwicklung, Bilingualismus, Pädagogisches Fachpersonal, Inklusive Pädagogik, Sprachvermittlung, Kulturelle Identität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Möglichkeiten und Herausforderungen einer mehrsprachigen Erziehung in vorschulischen Bildungseinrichtungen für Kinder mit Migrationshintergrund.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Spracherwerb, der Bedeutung der Herkunftssprache für die Identität, der Haltung pädagogischer Fachkräfte und der Umsetzung spezifischer Förderkonzepte wie "One Person – One Language".

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu klären, wie Kitas die Vielfalt an Kulturen und Sprachen unterstützen können, um Kindern eine optimale sprachliche und persönliche Entwicklung zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine theoretische Fundierung durch Fachliteratur vorgenommen, ergänzt durch eine qualitative Forschung mittels Leitfadeninterviews mit Kita-Leitungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Spracherwerbstheorien, die Bedeutung der Herkunftssprache, aktuelle Konzepte der Kita-Arbeit sowie praktische Umsetzungsstrategien und deren Grenzen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Mehrsprachigkeit, Identitätsentwicklung, Sprachförderkonzepte, interkulturelle Pädagogik und Bildungserfolg.

Welches Konzept steht im Zentrum der empirischen Analyse?

Im Zentrum steht das Konzept "One Person – One Language", bei dem idealerweise pro Sprache eine spezifische Bezugsperson in der Kita agiert.

Welche größte Schwierigkeit sehen die befragten Fachkräfte bei der Umsetzung?

Die größten Hürden sind die Finanzierung, der Mangel an qualifiziertem mehrsprachigem Personal und der hohe organisatorische Aufwand bei heterogenen Gruppen.

Was betonen die Experten bezüglich der Erstsprache?

Die Experten sind sich einig, dass die Stärkung der Erstsprache essenziell ist, da sie die Basis für die Persönlichkeitsentwicklung und das Erlernen weiterer Sprachen bildet.

Wie bewerten die Interviewpartner die interkulturelle Arbeit in der Praxis?

Sie befürworten den interkulturellen Ansatz grundsätzlich, weisen jedoch auf Diskrepanzen zwischen dem pädagogischen Anspruch und den realen Rahmenbedingungen (Personalmangel, finanzielle Engpässe) hin.

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Detalles

Título
Mehrsprachige Erziehung in der Kita? Eine Analyse des Konzepts "One Person - One Language"
Universidad
Justus-Liebig-University Giessen
Calificación
1,0
Autor
Florence Lara (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
104
No. de catálogo
V452502
ISBN (Ebook)
9783668930759
ISBN (Libro)
9783668930766
Idioma
Alemán
Etiqueta
mehrsprachige erziehung kita eine analyse konzepts person language
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Florence Lara (Autor), 2017, Mehrsprachige Erziehung in der Kita? Eine Analyse des Konzepts "One Person - One Language", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/452502
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