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Islamistischer Terrorismus am Beispiel "Islamischer Staat"

Titel: Islamistischer Terrorismus am Beispiel "Islamischer Staat"

Hausarbeit , 2018 , 23 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Daniela Mioc (Autor:in)

Theologie - Vergleichende Religionswissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In den Weltreligionen haben Grundhaltungen wie Frieden und Liebe, neben anderen Moralitäten, einen sehr hohen Stellenwert und werden Gläubigen schon seit jeher von religiösen Gelehrten, die die Glaubensinhalte der jeweiligen Heiligen Schrift vermitteln, für ein tugendhaftes und harmonisches Zusammenleben gepredigt. Die sog. „Goldene Regel“ stellt eine Gemeinsamkeit dieser Religionen dar und bedeutet für alle einheitlich kurz gefasst „Tue nicht anderen, was du nicht willst, dass sie dir tun.“

Dennoch kam es bereits im Jahre 1979 zum Auftreten religiöser (bzw. islamistischer) Gewalt, als bei der iranischen Revolution skrupellos das Ziel verfolgt wurde, den Iran in einen Islamischen Staat zu verwandeln. Seitdem vermehrte sich die Anzahl an Terrorübergriffen, Tyrannei und sonstigen Unruhen – jedoch lagen die Quellen und der Nährboden dafür meist in islamischen Ländern. So wurde im modernen Zeitalter alle Aufmerksamkeit auf den Islam gelenkt, da dieser zunehmend mit dem Terrorismus verbunden wurde und heute in dieser Hinsicht die umstrittenste Religion der Welt zu sein scheint. Dabei ist der weltbekannte Anschlag vom 11. September 2001, bei dem der (bereits verstorbene) islamische Fundamentalist Osama Bin Laden und seine damalige Terrororganisation „al-Qaida“ mit zwei Flugzeugen das berühmte World Trade Center in New York zu Sturz brachten, nur ein Beispiel für die enorme Machtfülle des religiösen Terrorismus.

Nach dem Zusammenbruch von al-Qaida ist jedoch der sog. „Islamische Staat“ entstanden. Er gilt als die bisher mächtigste und reichste salafistische Terrormiliz der Welt und gibt dem Schrecken und der Gewalt auf unserer Erde eine neue Dimension. Im Nahen Osten kontrollierte die Gruppe bereits weite Gebiete, jedoch sind auch andere Staaten auf ihrer Zielscheibe. Aber wie begründen die selbsternannten „Gotteskrieger“ ihre grausamen Handlungen und in welchem Ausmaß wird der Krieg tatsächlich geführt? Der Islamische Staat soll als Beispiel religiöser bzw. spezifisch islamistischer Gewalt durch die vorliegende Arbeit ausführlich demonstriert werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition des Terminus „Islamistischer Terrorismus“

3. Was ist der Islamische Staat?

3.1. Sein Ursprung und der Weg zur Entstehung eines Imperiums

4. Die Lehre des Dschihad als Missbrauch zur Legitimation von Terror

4.1. Der Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten

5. Hybride Kriegsführung beim Islamischen Staat

5.1. Kurze Definition des Terminus „Hybride Kriegsführung“

5.2. Hybride Kriegsformen: Erfolgreiche Strategien des IS

6. Gewaltpotential in Europa: Christen hängen sich dem IS an

7. Konfliktbewältigung mit dem IS – auch gewaltfrei möglich?

8. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert den „Islamischen Staat“ (IS) als zentrales Beispiel für modernen islamistischen Terrorismus. Ziel ist es, die Entstehungsgeschichte, die ideologische Legitimationsbasis des Dschihad sowie die spezifischen Strategien der hybriden Kriegsführung der Miliz zu untersuchen und dabei das Gefahrenpotential für Europa zu bewerten.

  • Strukturelle Organisation und Entstehung des IS
  • Theologische Instrumentalisierung des Dschihad zur Terrorlegitimation
  • Analyse hybrider Kriegsführungsstrategien (Terror, Cyberangriffe, Guerilla)
  • Konfessionelle Spannungen zwischen Sunniten und Schiiten
  • Gefahrenpotential durch Radikalisierung in Europa
  • Möglichkeiten der gewaltfreien Konfliktbewältigung

Auszug aus dem Buch

3. Was ist der Islamische Staat?

Wie bereits erwähnt wurde, handelt es sich beim „Islamischen Staat“ (oder kurz auch „IS“) um eine seit ca. 2003 terroristisch-salafistische Organisation aus geschätzt zehntausenden bis hunderttausenden islamistischen Anhängern und Mitgliedern, die sich zu einer radikalen Auslegung des Korans bzw. der Sunna bekennen. Zur weltweiten Errichtung des Kalifats zerstört und vernichtet die Gruppe kulturelles Erbe und tötet „Ungläubige“, also aus ihren Augen „Anti-Islamisten“.

Bereits 2015 kontrolliert und herrscht der IS mit hochgradiger Gewalt über große Gebiete, die von Aleppo im Norden Syriens bis an den Stadtrand von Bagdad reichen, allerdings soll sich dieses langfristig auf weitere Staaten wie z.B. Israel, Libanon, Palästina und Jordanien erstrecken. Die Gruppe hat zwar laut der Anti-IS-Koalition in den letzten Jahren einige Niederlagen erlebt, da sie durch Bekämpfungsmaßnahmen einige Teile Syriens wieder verloren haben, allerdings ist der IS mit seiner durchdachten Organisation und globalen Vernetzung immer noch in der Lage, „einen transnationalen Jihad (deutsch: Dschihad, meint den „Heiligen Krieg“) zu führen“. Die Terrormiliz ist durch eine hierarchische Ordnung strukturiert und arbeitet durch ein raffiniertes Management, die anhand der folgenden Darstellung veranschaulicht werden sollen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der religiösen Gewalt ein, thematisiert das Auftreten des Islamischen Staates und definiert den Forschungsrahmen.

2. Definition des Terminus „Islamistischer Terrorismus“: Das Kapitel erläutert den Terrorismusbegriff als psychische Wirkung und als strategisches Mittel nichtstaatlicher Akteure zur Zielerreichung.

3. Was ist der Islamische Staat?: Hier wird die Organisation als salafistische Terrormiliz beschrieben, inklusive ihrer internen hierarchischen Managementstruktur.

3.1. Sein Ursprung und der Weg zur Entstehung eines Imperiums: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung von der Gründung als „Tawhid wa Jihad“ bis hin zur Ausrufung des Kalifats nach.

4. Die Lehre des Dschihad als Missbrauch zur Legitimation von Terror: Es wird analysiert, wie der Dschihad theologisch umgedeutet wird, um Gewaltakte und Expansionskriege als gottgefällig zu rechtfertigen.

4.1. Der Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten: Das Kapitel beleuchtet die konfessionellen Differenzen zwischen Sunniten und Schiiten und deren Ausnutzung für politische Machtansprüche.

5. Hybride Kriegsführung beim Islamischen Staat: Hier wird der IS-Konflikt als hybride Kriegsführung eingeordnet, die reguläre und irreguläre Mittel kombiniert.

5.1. Kurze Definition des Terminus „Hybride Kriegsführung“: Es wird die Definition einer flexiblen Mischform aus offenem und verdecktem Konflikt dargelegt.

5.2. Hybride Kriegsformen: Erfolgreiche Strategien des IS: Dieses Kapitel analysiert konkrete IS-Strategien wie Propaganda, Cyberangriffe, Guerilla-Taktiken und Finanzierungsmethoden.

6. Gewaltpotential in Europa: Christen hängen sich dem IS an: Untersuchung der Radikalisierung westlich-christlicher Jugendlicher und der damit einhergehenden Sicherheitsgefahr.

7. Konfliktbewältigung mit dem IS – auch gewaltfrei möglich?: Kritische Diskussion über Ansätze zur gewaltfreien Konfliktlösung bei gleichzeitiger Notwendigkeit des Entzugs finanzieller Grundlagen.

8. Resümee: Zusammenfassende Bewertung der aktuellen Lage des IS und Plädoyer für internationale Kooperation und innermuslimische Reformation.

Schlüsselwörter

Islamistischer Terrorismus, Islamischer Staat, Dschihad, Kalifat, Hybride Kriegsführung, Salafismus, Radikalisierung, Sunniten, Schiiten, Guerilla-Taktik, Propaganda, Sicherheitspolitik, Konfliktbewältigung, Religionskrieg, Terrornetz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Islamischen Staat als Beispiel für modernen islamistischen Terrorismus und beleuchtet dessen Struktur, Ideologie und Strategien.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Neben der Entstehung der Miliz stehen die Instrumentalisierung des Dschihad, hybride Kriegsführung, konfessionelle Konflikte und die Radikalisierung junger Menschen in Europa im Fokus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Methoden des IS zu analysieren und zu prüfen, inwieweit auch gewaltfreie Wege der Konfliktbewältigung existieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer wissenschaftlichen Literatur- und Quellenanalyse, um die Strukturen und die ideologische Basis der Terrororganisation aufzuarbeiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehungsgeschichte, die theologische Legitimationsstrategie, hybride Kriegsmethoden und das Gewaltpotential in Europa.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die zentralen Schlagworte sind Islamischer Staat, Dschihad, Hybride Kriegsführung, Terrorismus und Radikalisierung.

Wie unterscheidet der Autor zwischen „Terror“ und „Terrorismus“?

Der Autor grenzt Terror als staatliche Repressionspolitik („von oben“) vom Terrorismus nichtstaatlicher Akteure („von unten“) ab.

Welche Rolle spielt das Internet bei der Radikalisierung laut Arbeit?

Das Internet wird als entscheidendes Medium identifiziert, über das der IS Kontakt zu orientierungslosen Jugendlichen aufbaut und gezielte Propaganda verbreitet.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Islamistischer Terrorismus am Beispiel "Islamischer Staat"
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Note
1,0
Autor
Daniela Mioc (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
23
Katalognummer
V452533
ISBN (eBook)
9783668852389
ISBN (Buch)
9783668852396
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Terrorismus Islam Islamistisch Islamismus Terror Terrororganisation IS Islamischer Staat Religiös Gewalt Friedensethik Frieden Muslime Koran Sunna Hybrid Krieg Kriegsführung Attentate Gewaltakt International
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniela Mioc (Autor:in), 2018, Islamistischer Terrorismus am Beispiel "Islamischer Staat", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/452533
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  23  Seiten
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