Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Sociology - Work, Education, Organisation

Internationalisierung am Beispiel der Automobilindustrie

Title: Internationalisierung am Beispiel der Automobilindustrie

Diploma Thesis , 2005 , 89 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Ines Lühmann (Author)

Sociology - Work, Education, Organisation
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Das Goldene Zeitalter der westlichen Wirtschaft nach dem zweiten Weltkrieg ist eng mit dem Begriff des Fordismus, der an die Einführung der Fließbandproduktion in der Automobilindustrie durch Henry Ford anknüpft, verbunden. Die Volkswirtschaften der Nationalstaaten als Bezugsrahmen des wirtschaftliches Handelns waren relativ abgeschlossen und auf der Basis der standardisierten Massenproduktion und des Massenkonsums auf Kosten nicht erneuerbarer natürlicher Ressourcen organisiert.

Der Fordismus hatte seine Blütezeit in der Boomphase nach dem Zweiten Weltkrieg, die zeitlich mit dem vierten Kondratieff-Zyklus zusammenfiel, dessen Basistechnologien das Fernsehen, die Petrochemie und die Weiterentwicklung bestehender Innovationen wie dem Automobil, dem Flugzeug und von Kunststoffen waren.

Der Trend zur Globalisierung ist ohne Zweifel eine der wichtigsten ökonomischen und gesellschaftlichen Entwicklungen am Anfang des 21. Jahrhunderts. Die Globalisierung beeinflusst auch die Wettbewerbsfähigkeit nationaler Ökonomien und stellt sie vor neue Preiskonkurrenz und Rationalisierungsmaßnahmen. Meist sind es in den Unternehmen Kostensenkungen, die oft mit einem Verlust oder Abbau von Arbeitsplätzen verbunden sind. Auf der anderen Seite wurden die Kapitalmärkte und internationalen Finanzmärkte liberalisiert, was die Kapitalmobilität deutlich erhöht hat und Investitionen im Ausland wahrscheinlicher macht.

Das Zusammenwachsen der verschiedenen nationalen Märkte zu einem integrierten und homogenen Weltmarkt, und die Folgen dieses Prozesses werden seit einigen Jahren intensiv diskutiert. Dabei gehen die Bewertungen weit auseinander. Während die Mehrzahl der Ökonomen die positiven Seiten der Globalisierung betont - Abbau von Reglementierungen, Verbesserung der Ressourcenallokation, Wachstum und Wohlstandsmehrung auf weltwirtschaftlicher Ebene -, werden von anderer Seite vor allem negative Folgen befürchtet: Arbeitslosigkeit und Erosion der Sozialsysteme in den Industrieländern, Ausbeutung von Arbeitskräften und massive Umweltzerstörung in Entwicklungs- und Schwellenländern sowie insgesamt ein Verlust von staatlicher Souveränität und demokratischer Kontrolle gegenüber der Macht internationaler Unternehmungen.



Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Theoretische Vorklärung und Bezugsrahmen

1.2 Fragestellung und Erkenntnisinteresse

2 Globalisierung der Märkte

3 Erläuterung zentraler Begriffe

3.1 Internationalisierung vs. Globalisierung

3.2 Internationale Unternehmung

3.3 Multinational / Transnational

4 Internationalisierung als neue Handlungsoption

4.1 Erarbeitung klarer Zielvorstellungen

4.2 Wahl der richtigen Internationalisierungsstrategie

4.2.1 Strategische Richtungen der Internationalisierung

4.2.2 EPRG-Modell

4.2.3 Triade-Modell

4.2.4 Globalisierung nach Porter

4.3 Wahl der geeigneten Form der Internationalisierung

4.3.1 Exportstrategie

4.3.2 Zusammenarbeit mit ausländischen Partnern / Kooperation

4.3.3 Direktinvestitionen

4.3.3.1 Lizenzvergabe / Franchise

4.3.3.2 Neugründung

5 Internationalisierungsprozesse in der Automobilindustrie

5.1 Motive und Ziele dieses Industriezweiges

5.2 Entwicklung des Produktionsstandortes BRD für die deutsche Automobilindustrie

5.3 Entwicklungsphasen der deutschen Automobilindustrie

6 Generelle Motive für Standortentscheidungen internationaler Automobilhersteller

6.1 Kriterien für Marktentscheidungen

6.2 Bedeutung der Determinanten Logistik und Transport

6.3 Konzerninterne Standortkonkurrenz durch Internationalisierung?

6.4 Einfluss eines investitionsfreundlichen politischen Klimas auf die Standortentscheidung

7 Konzerninternationalisierung am Beispiel des Volkswagen Konzerns

7.1 Historischer Abriss

7.2 Volkswagen als distributionsorientierter multinationaler Konzern

7.3 Volkswagen als produktionsorientierter Konzern

7.4 Der Übergang zu einem transnationalen Konzern

7.5 Globalisierung und Restrukturierung am Beispiel: Puebla / Mexiko

8 Fazit

Zielsetzung & Themen

Ziel der Arbeit ist es, den Prozess der Internationalisierung in der Automobilindustrie auf Basis der Fachliteratur zu analysieren und kritische Einflussgrößen für den Unternehmenserfolg zu identifizieren. Dabei wird untersucht, wie sich Unternehmen von nationalen Akteuren zu transnationalen Konzernen entwickeln.

  • Theoretische Grundlagen und Strategien der Internationalisierung
  • Methodische Ansätze wie das EPRG- und das Triade-Modell
  • Formen des Markteintritts: Export, Kooperation und Direktinvestition
  • Der Strukturwandel der Automobilindustrie am Beispiel des Volkswagen-Konzerns
  • Standortentscheidungen im globalen Wettbewerb

Auszug aus dem Buch

4.2.2 EPRG-Modell

Perlmutter zieht in die Betrachtung eines Multinationalen Unternehmens nicht nur objektive Faktoren ein, wie z.B. Strukturvariablen (Anzahl der ausländischen Niederlassungen, Beteiligungsverhältnisse, Organisationsstruktur usw.) und Leistungskriterien (absoluter oder zum Inland relativer Gewinn, Umsatz und Kapitaleinsatz im Ausland usw.). Seiner Meinung nach spielt vielmehr die Einstellung des Topmanagements eine dominierende Rolle für die Messung der Multinationalität von Unternehmen.

Die Einstellung des Management spiegelt sich in dem Führungskonzept eines Unternehmens wider, wobei Perlmutter vier Führungskonzepte unterscheidet:

• Ethnozentrisch ( Heimatland-orientiert )

• Polyzentrisch ( Gastland-orientiert )

• Regiozentrisch ( Region-orientiert )

• Geozentrisch ( Welt-orientiert )

Beim ethnozentrischen Führungskonzept werden Schlüsselpositionen in ausländischen Tochtergesellschaften bevorzugt durch Angehörige aus dem Stammland des Unternehmens besetzt. Sämtliche Aktivitäten, die sich fast ausschließlich auf Exporte beschränken, werden von der Zentrale des Stammlandes gesteuert und kontrolliert.

Diese Präferierung wird gewählt, da angenommen wird, dass Mitarbeiter aus dem Land der Muttergesellschaft intelligenter, fähiger und zuverlässiger sind. Vorurteile dieser Art resultieren aus einer mangelnden Kenntnis des ausländischen Arbeitsmarkts. Gefördert wird diese Einstellung durch Denkmuster, die im Management des Stammhauses vorherrschen. Es herrscht somit eine absolute Dominanz des Stammlandes.

Das polyzentrische Führungskonzept geht davon aus, dass sich die Kulturen in den verschiedenen Ländern so unterscheiden, dass sie nur schwer von Ausländern verstanden werden können. Das Management im Gastland wird mit ausländischen Mitarbeitern besetzt und lässt sie im Rahmen der konzerneigenen Zielsetzung weitgehend alleine entscheiden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung des Fordismus ein und erläutert die Bedeutung der Globalisierung als Herausforderung für die Automobilbranche.

2 Globalisierung der Märkte: Hier werden die veränderten geschäftlichen Umfeldbedingungen und der Druck zur Internationalisierung durch Sättigung der Binnenmärkte beschrieben.

3 Erläuterung zentraler Begriffe: Dieses Kapitel grenzt die Fachbegriffe Internationalisierung, Globalisierung, internationale, multinationale und transnationale Unternehmung voneinander ab.

4 Internationalisierung als neue Handlungsoption: Hier werden theoretische Strategien zur Internationalisierung, wie das EPRG-Modell und Porters Globalisierungsansatz, sowie verschiedene Markteintrittsformen erläutert.

5 Internationalisierungsprozesse in der Automobilindustrie: Dieses Kapitel beleuchtet die spezifischen Motive und Entwicklungsphasen der deutschen Automobilhersteller.

6 Generelle Motive für Standortentscheidungen internationaler Automobilhersteller: Fokus liegt auf den Kriterien für die Wahl von Produktionsstandorten, einschließlich Logistik und politischer Einflussfaktoren.

7 Konzerninternationalisierung am Beispiel des Volkswagen Konzerns: Eine detaillierte Fallstudie über den historischen Wandel von VW vom nationalen Exporteur zum global agierenden, transnationalen Konzern.

8 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Erkenntnisse über die Notwendigkeit flexibler Internationalisierungsstrategien in einem komplexen globalen Wettbewerbsumfeld.

Schlüsselwörter

Internationalisierung, Globalisierung, Automobilindustrie, Volkswagen, Standortentscheidung, Direktinvestition, Exportstrategie, EPRG-Modell, Triade-Modell, Wettbewerbsvorteile, Unternehmensführung, Markteintritt, Produktion, Wertschöpfungskette, Konzernmodernisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Strategien und Prozesse der Internationalisierung deutscher Unternehmen, mit einem spezifischen Fokus auf die Automobilindustrie und den Volkswagen-Konzern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Themen umfassen die theoretischen Grundlagen der Internationalisierung, verschiedene Eintrittsformen in Auslandsmärkte, Standortfaktoren sowie die spezifische Entwicklung deutscher Automobilkonzerne.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, eine Synthese der relevanten Einflussgrößen für den Erfolg einer Internationalisierung zu generieren und den Prozess an der Fallstudie Volkswagen zu veranschaulichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die durch die Fallstudie des Volkswagen-Konzerns und den Vergleich verschiedener theoretischer Managementmodelle ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Strategiemodelle (EPRG, Triade, Porter), die verschiedenen Formen des Markteintritts (Export, Kooperation, Direktinvestitionen) sowie die historische und strategische Transformation von Volkswagen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Globalisierung, Internationalisierung, Standortwahl, Automobilindustrie und transnationale Unternehmensführung.

Welche Bedeutung kommt dem Werk Puebla in Mexiko in dieser Arbeit zu?

Puebla dient als Fallbeispiel für die Restrukturierung eines Überseestandortes hin zu einem globalen Leitwerk für das Modell New Beetle, was den Übergang zum transnationalen Konzern illustriert.

Wie verändert sich die konzerninterne Standortkonkurrenz?

Die Arbeit zeigt, dass Standorte durch eine konzernweite Plattformstrategie vergleichbarer werden, was intensives Benchmarking ermöglicht und die Flexibilität innerhalb des Konzernverbunds erhöht.

Welche Herausforderungen identifiziert die Autorin für die Zukunft?

Herausforderungen sind insbesondere der zunehmende Preis- und Kostenwettbewerb, die Notwendigkeit der technologischen Spitzenposition und die Gefahr des Imageverlusts bei zu starker Plattform-Standardisierung.

Excerpt out of 89 pages  - scroll top

Details

Title
Internationalisierung am Beispiel der Automobilindustrie
College
University of Lüneburg
Grade
2,0
Author
Ines Lühmann (Author)
Publication Year
2005
Pages
89
Catalog Number
V45262
ISBN (eBook)
9783638426954
Language
German
Tags
Internationalisierung Beispiel Automobilindustrie Globalisierung Großen Drei Big Three Auto Volkswagen BMW Mercedes
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ines Lühmann (Author), 2005, Internationalisierung am Beispiel der Automobilindustrie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/45262
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  89  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint