In dieser Hausarbeit wird der Ansatz der SPD für eine Beurteilung der Bürgerversicherung als Untersuchungsgegenstand herangezogen. Da die SPD ihre Forderung einer Bürgerversicherung sehr medienwirksam in die Öffentlichkeit getragen hat, wird angenommen, dass die Untersuchung des SPD-Konzepts die größte Relevanz hat.
Seit einigen Jahren kursiert in der Öffentlichkeit die Forderung nach einer Bürgerversicherung. Insbesondere von Parteien aus dem linken Spektrum (SPD, Grüne und Linke) wird diese Idee aufgegriffen. Mit der Implementierung einer Bürgerversicherung geht die Annahme einher, dass zum einen die Gesundheitsausgaben drastisch reduziert werden und zum anderen, dass die Aufhebung der sogenannten „Zwei-Klassen-Medizin“ zu mehr Sozialer Gerechtigkeit führt. Doch die Bürgerversicherung ist kein in sich abgeschlossenes Konzept. Vielmehr ist die Bürgerversicherung ein Bündel von unterschiedlichen Reformmaßnahmen. Aus diesem Grund muss sowohl zwischen den unterschiedlichen Maßnahmen als auch zwischen den daraus resultierenden unterschiedlichen Effekten differenziert werden.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einführung in das Thema
- 2. Darstellung des dualen Krankenversicherungssystems der GKV und PKV
- 2.1. Die Debatte über eine Bürgerversicherung ausgehend vom Status quo
- 2.1.1. GKV
- 2.1.2. PKV
- 2.2. Finanzierungsprobleme der GKV im Zuge des demografischen Wandels
- 2.1. Die Debatte über eine Bürgerversicherung ausgehend vom Status quo
- 3. Darstellung der Bürgerversicherung
- 3.1. Das Reformkonzept der SPD für eine Bürgerversicherung
- 4. Analyse des Reformkonzepts der SPD
- 4.1. Methodische Herangehensweise der Analyse
- 4.2. Durchführung der Analyse
- 5. Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich mit der Bürgerversicherung als möglicher Reform des deutschen Krankenversicherungssystems und untersucht, ob sie die Finanzierungsprobleme der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) lösen kann. Die Arbeit fokussiert dabei auf das Reformkonzept der SPD.
- Das duale Krankenversicherungssystem der GKV und PKV
- Die Finanzierungsprobleme der GKV im Zuge des demografischen Wandels
- Das Konzept der Bürgerversicherung
- Die Analyse des Reformkonzepts der SPD
- Die Frage, ob die Bürgerversicherung die Finanzierungsprobleme der GKV lösen kann
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 1: Einführung in das Thema
Dieses Kapitel führt in das Thema Bürgerversicherung ein, erläutert die Hintergründe der Debatte und stellt das Reformkonzept der SPD als Untersuchungsgegenstand vor.
- Kapitel 2: Darstellung des dualen Krankenversicherungssystems der GKV und PKV
Dieses Kapitel präsentiert die beiden Säulen des deutschen Krankenversicherungssystems, die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) und die Private Krankenversicherung (PKV), und beleuchtet die Debatte über eine Bürgerversicherung vor diesem Hintergrund. Des Weiteren werden die Finanzierungsprobleme der GKV im Zuge des demografischen Wandels dargestellt.
- Kapitel 3: Darstellung der Bürgerversicherung
Dieses Kapitel erläutert das Reformkonzept der SPD für eine Bürgerversicherung und stellt die wichtigsten Punkte dieses Ansatzes dar.
- Kapitel 4: Analyse des Reformkonzepts der SPD
Dieses Kapitel analysiert das Reformkonzept der SPD hinsichtlich seiner Auswirkungen auf die Finanzierungsprobleme der GKV.
Schlüsselwörter
Bürgerversicherung, GKV, PKV, Finanzierungsprobleme, demografischer Wandel, Reformkonzept, SPD, Zwei-Klassen-Medizin, Solidaritätsprinzip, Gesundheitsausgaben, Gesundheitsfond, Beitragsbemessungsgrenze (BBG), Zusatzbeitrag, Risikoselektion, Kontrahierungszwang.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Kern des Bürgerversicherungs-Konzepts der SPD?
Das Konzept sieht vor, das duale System aus Gesetzlicher (GKV) und Privater Krankenversicherung (PKV) zu überwinden. Alle Bürger sollen in eine gemeinsame Versicherung einzahlen, wobei die Beiträge auf alle Einkommensarten erhoben werden.
Soll die Bürgerversicherung die "Zwei-Klassen-Medizin" abschaffen?
Ja, das Hauptargument der Befürworter ist mehr soziale Gerechtigkeit. Durch die Einbeziehung aller Bürger in ein System sollen Unterschiede in der medizinischen Versorgung und bei Wartezeiten zwischen Kassen- und Privatpatienten minimiert werden.
Wie wirkt sich der demografische Wandel auf die GKV aus?
Eine alternde Gesellschaft führt zu steigenden Gesundheitsausgaben bei gleichzeitig schrumpfender Zahl an Beitragszahlern. Die Bürgerversicherung wird als ein Modell diskutiert, um die Finanzierungsbasis der GKV zu verbreitern.
Was bedeutet die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze (BBG)?
Im Rahmen einer Bürgerversicherung wird oft diskutiert, die BBG anzuheben oder abzuschaffen, damit auch Gutverdiener proportional zu ihrem gesamten Einkommen stärker zur Finanzierung des Gesundheitssystems beitragen.
Welche Kritik gibt es am Modell der Bürgerversicherung?
Kritiker befürchten eine Einheitsversicherung mit Qualitätsverlusten, den Wegfall des Wettbewerbs zwischen GKV und PKV sowie mögliche Mehrbelastungen für Arbeitgeber und Versicherte durch höhere Beitragssätze.
- Citar trabajo
- Stefan Metz (Autor), 2018, Das Finanzierungsmodell der Bürgerversicherung auf dem normativen Prüfstand, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/452707