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Zentrale Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Darstellung von Geisteswissenschaftlicher Pädagogik anhand ausgewählter Einführungsliteratur - Hermeneutik

Title: Zentrale Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Darstellung von Geisteswissenschaftlicher Pädagogik anhand ausgewählter Einführungsliteratur - Hermeneutik

Term Paper , 2003 , 27 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Isabel Chowanietz (Author)

Pedagogy - Theory of Science, Anthropology
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In dem Seminar „Wissenschaftstheoretischer Richtungsstreit“ beschäftigten wir uns mit Sinn, Zweck und den verschiedenen Feldern der Wissenschaftstheorie. Das Wort >Wissenschaftstheorie< ist ein zusammengesetzter Begriff aus den Wörtern >Wissenschaft< und >Theorie<. Die erste Aufgabe im Seminar war somit, eine Definition dieser beiden Wörter zu finden und die Verknüpfung nachzuvollziehen. Bei meiner Recherche in einem Fremdwörterlexikon fand ich unter dem Stichwort Theorie folgenden Eintrag: „(…) 1. reine Erkenntnis ohne Rücksicht auf Anwendbarkeit; 2. wissenschaftliche Lehre, die zu einheitlicher Erklärung, Ableitung bestimmter Gegebenheiten aufgestellt wird; 3. bloß erdachte Gedankenbildung im Gegensatz zur Erfahrung“ (von Kienle 1982:451).Im Seminar wurde herauskristallisiert, dass ein Theoretiker jemand ist, der „schaut“ (aus dem griechischen theoria=schauen), wogegen ein Wissenschaftler jemand ist, der aktiv etwas tut und somit Erfahrungen sammelt. Die Theorie - so der allgemeine Tenor sei daher oftmals idealistisch oder scheitere an den Grenzen der Realisierbarkeit, was auch durch den Eintrag im Fremdwörterlexikon (s. Punkt 3) gestärkt wird. Daher wurde im Seminar besonders hervorgehoben, dass man auch als Theoretiker aktiv am Geschehen beteiligt sein sollte, und zwar als „kritischer Beobachter“. Der Begriff der Theorie war somit geklärt.
Das Wort >Wissenschaft< genauer zu erklären und zu erläutern stellte sich als komplizierter heraus und nahm in den Sitzungen mehr Zeit in Anspruch. Im Seminar fanden wir heraus, dass >Wissenschaft< im Allgemeinen etwas ist, das von einem Lehrstuhl aus gelehrt wird. Wissenschaftliche Erfahrungen sind somit abzugrenzen von so genannten Alltagserfahrungen, die als unreflektierte und unsystematische Erfahrungen gelten. Wir grenzten den Begriff weiter ein, indem wir >Wissenschaft< als eine bestimmte Tätigkeit bezeichneten, die in einem ausgegrenzten Kulturgebiet stattfindet. >Wissenschaft< wird überdies mit dem Ziel betrieben, ein bestimmtes Wissen zu erlangen. Bei der Ansammlung von Wissen handelt es sich um eine geistige und körperliche Tätigkeit mit dem Endziel, Wahrheit zu erlangen. Tätigkeiten sind in dem Sinne z.B. Experimente, Interviews oder das Sichten und Arbeiten von und mit Archivquellen. Das Wissen, das hierbei gewonnen wird, ist ein Wissen durch Erfahrung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2) Begriffsklärung: Was ist Hermeneutik?

3) Die Darstellung Geisteswissenschaftlicher Pädagogik bei König und Zedler

4) Die Darstellung Geisteswissenschaftlicher Pädagogik bei Gudjons

5) Die Darstellung Geisteswissenschaftlicher Pädagogik bei Zirfas und Wulf

6) Die Darstellung Geisteswissenschaftlicher Pädagogik bei Koring

7) Die Darstellung Geisteswissenschaftlicher Pädagogik bei Krüger

8) Die Darstellung Geisteswissenschaftlicher Pädagogik bei Bollnow

9) Stellungnahme

10) Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit setzt sich zum Ziel, zentrale Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Darstellung der Geisteswissenschaftlichen Pädagogik anhand ausgewählter Einführungsliteratur zu analysieren und diese Differenzen wissenschaftlich zu begründen.

  • Grundlagen und Definition der Hermeneutik
  • Vergleichende Analyse der Darstellung bei verschiedenen Fachautoren
  • Diskussion des Theorie-Praxis-Verhältnisses
  • Kritische Würdigung der Geisteswissenschaftlichen Pädagogik
  • Persönliche Stellungnahme zum Stellenwert hermeneutischer Ansätze

Auszug aus dem Buch

Die Darstellung Geisteswissenschaftlicher Pädagogik bei König und Zedler

Eckard König und Peter Zedler gehen davon aus, dass Wilhelm Dilthey (1833 – 1911) der eigentliche Begründer der „Geisteswissenschaftlichen Pädagogik“ ist, obgleich dieser die Pädagogik persönlich nie als geisteswissenschaftliche Disziplin deklariert hat. Nach König und Zedler sind die bekanntesten und damit wichtigsten Vertreter der „Geisteswissenschaftlichen Pädagogik“ Herman Nohl (1879 – 1969) und Eduard Spranger (1882 – 1963), zwei Schüler Diltheys, sowie die Nohl-Schüler Wilhelm Flitner (1889 – 1991) und Erich Weniger (1863 – 1961). Ebenso erwähnen sie Theodor Litt (1880 – 1962), den Nachfolger Sprangers als Professor für Philosophie und Pädagogik an der Universität Leipzig.

In ihren Ausführungen in „Theorien der Erziehungswissenschaft“ (Weinheim 1989) beziehen sich König und Zedler auf Herman Nohl und seine Ansichten über die Geisteswissenschaftliche Pädagogik und stellen anhand seiner Arbeiten die Hauptthesen dar: Ausgangspunkt für die pädagogische Theorie in der Geisteswissenschaftlichen Pädagogik seien, laut König und Zedler anhand der Schriften Nohls, konkrete pädagogische Situationen. Nohl selbst schreibt von der Erziehungswirklichkeit als „aus dem Leben erwachsend“ oder „aus seinen Bedürfnissen und Idealen“, was meiner Meinung nach den Zusammenhang mit konkreten (pädagogischen) Situationen, insbesondere individuellen Situationen, verdeutlicht.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Definiert die Grundlagen der Wissenschaftstheorie und setzt den Rahmen für die Auseinandersetzung mit der Hermeneutik als wissenschaftliche Methode.

2) Begriffsklärung: Was ist Hermeneutik?: Erläutert den Begriff der Hermeneutik als Kunst der Auslegung und ihre Bedeutung für das pädagogische Verstehen.

3) Die Darstellung Geisteswissenschaftlicher Pädagogik bei König und Zedler: Analysiert die Hauptthesen von Nohl hinsichtlich der Erziehungswirklichkeit und der Bedeutung historischer Kontexte.

4) Die Darstellung Geisteswissenschaftlicher Pädagogik bei Gudjons: Beleuchtet Gudjons’ Sicht auf Dilthey als Begründer und die Funktion der Pädagogik als eigenständige Wissenschaft.

5) Die Darstellung Geisteswissenschaftlicher Pädagogik bei Zirfas und Wulf: Untersucht die Prominenz der Richtung im 20. Jahrhundert und den kritischen Umgang mit pädagogischen Normen.

6) Die Darstellung Geisteswissenschaftlicher Pädagogik bei Koring: Fokussiert auf Korings Interpretation der pädagogischen Praxis als Balanceakt zwischen Individuum und Kultur.

7) Die Darstellung Geisteswissenschaftlicher Pädagogik bei Krüger: Stellt das Verhältnis zur Reformpädagogik dar und ordnet die Vertreter der Richtung biographisch ein.

8) Die Darstellung Geisteswissenschaftlicher Pädagogik bei Bollnow: Diskutiert die Stufen der Erziehung und den Stellenwert der Kultur für die geisteswissenschaftliche Pädagogik.

9) Stellungnahme: Reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und zieht Vergleiche zu modernen Beratervariablen wie Empathie.

10) Literaturverzeichnis: Listet die verwendeten Quellen und die einführende Fachliteratur auf.

Schlüsselwörter

Geisteswissenschaftliche Pädagogik, Hermeneutik, Erziehungswirklichkeit, Wilhelm Dilthey, Pädagogischer Bezug, Theorie-Praxis-Verhältnis, Bildungsideal, Verstehen, Wissenschaftstheorie, Pädagogisches Ethos, Kulturpädagogik, Erziehungsgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie verschiedene erziehungswissenschaftliche Fachautoren die Geisteswissenschaftliche Pädagogik darstellen und welche Schwerpunkte sie bei der Analyse ihrer Vertreter setzen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Hermeneutik, der pädagogische Bezug, die Historizität von Erziehung sowie die kritische Auseinandersetzung mit dem Theorie-Praxis-Verhältnis.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel besteht darin, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Darstellung der Geisteswissenschaftlichen Pädagogik in der gewählten Einführungsliteratur herauszuarbeiten und die Abweichungen zwischen den Autoren zu begründen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Literaturanalyse, bei der hermeneutische Ansätze aus verschiedenen Standardwerken der Erziehungswissenschaft gegenübergestellt und reflektiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Analyse der einzelnen Autoren (König & Zedler, Gudjons, Zirfas & Wulf, Koring, Krüger, Bollnow) und deren Einschätzung zu Begründern und Zielen der geisteswissenschaftlichen Pädagogik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Geisteswissenschaftliche Pädagogik, Hermeneutik, Erziehungswirklichkeit, Pädagogischer Bezug und Theorie-Praxis-Verhältnis.

Welche Rolle spielt Wilhelm Dilthey in den Darstellungen?

Fast alle untersuchten Autoren stimmen darin überein, dass Wilhelm Dilthey als der eigentliche Begründer der geisteswissenschaftlichen Pädagogik anzusehen ist, da er die methodische Trennung zwischen Erklären und Verstehen etablierte.

Warum wird Bollnow als besonders hilfreich für den Verfasser hervorgehoben?

Der Verfasser sieht in der Arbeit von Bollnow die beste Klärung, warum die Geisteswissenschaftliche Pädagogik nach dem Zweiten Weltkrieg an Bedeutung verlor, und schätzt seinen Versuch, die Forschungsergebnisse in den historischen Kontext einzuordnen.

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Details

Title
Zentrale Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Darstellung von Geisteswissenschaftlicher Pädagogik anhand ausgewählter Einführungsliteratur - Hermeneutik
College
University of Lüneburg
Grade
2,0
Author
Isabel Chowanietz (Author)
Publication Year
2003
Pages
27
Catalog Number
V45271
ISBN (eBook)
9783638427043
ISBN (Book)
9783656621690
Language
German
Tags
Zentrale Gemeinsamkeiten Unterschiede Darstellung Geisteswissenschaftlicher Pädagogik Einführungsliteratur Hermeneutik Sozialpädagogik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Isabel Chowanietz (Author), 2003, Zentrale Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Darstellung von Geisteswissenschaftlicher Pädagogik anhand ausgewählter Einführungsliteratur - Hermeneutik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/45271
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