Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Sociology - Work, Education, Organisation

Welchen Einfluss hat die Bildung auf soziale Ungleichheit? Untersuchung der Zulassungskriterien von amerikanischen Eliteuniversitäten

Title: Welchen Einfluss hat die Bildung auf soziale Ungleichheit? Untersuchung der Zulassungskriterien von amerikanischen Eliteuniversitäten

Seminar Paper , 2018 , 11 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Pia Dong (Author)

Sociology - Work, Education, Organisation
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Wie haben sich die Zulassungsverfahren der Universitäten im Laufe der Zeit verändert und welche Auswirkungen hatte dies? Diese Arbeit beleuchtet die Auswahlmechanismen großer amerikanischer Universitäten aus soziologischer Sicht.

Für die Analyse werden die Eliteuniversitäten Yale, Harvard und Princeton herangezogen. Der Fokus soll dabei auf Betroffenen mit jüdischer Abstammung liegen, da jüdische StudentInnen in früher Zeit besonders von den Selektionsverfahren betroffen waren.

Laut einer aktuellen Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) steigt die soziale Ungleichheit in den Industrienationen stetig an. Die Vereinigten Staaten stellen hier keine Ausnahme dar, besonders der Hochschulausbildung kommt eine tragende Rolle zu. Eliteuniversitäten haben jedoch ihre eigenen Zulassungsverfahren und es wird ihnen ein gewisser Spielraum bei der Festlegung der Aufnahmebedingungen gewährt. Die Universitäten können ausselektieren und gewisse StudentInnen bevorzugen oder eben ausschließen und somit über sozialen Auf- oder Abstieg mitentscheiden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Soziale Ungleichheit

3. Das Zulassungsverfahren zu den „Großen Drei“

4. Soziologische Bewertung

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung der Zulassungsverfahren an den US-Eliteuniversitäten Harvard, Yale und Princeton („Großen Drei“) und analysiert diese aus einer soziologischen Perspektive unter besonderer Berücksichtigung der Auswirkungen auf jüdische Studierende.

  • Soziale Ungleichheit als gesellschaftliches Konstrukt und Bildungsfaktor
  • Transformation der Selektionskriterien von akademischer Leistung zu subjektiven Merkmalen
  • Strukturelle Machtmechanismen und institutionelle Interessen der Eliteuniversitäten
  • Theorien sozialer Mobilität im Kontext des Hochschulzugangs

Auszug aus dem Buch

Das Zulassungsverfahren zu den „Großen Drei“

Absolventen der „Großen Drei“ (Harvard, Yale und Princeton) sind in der amerikanischen Elite hochgradig überrepräsentiert. So haben einige spätere US-Präsidenten (zB. George W. Bush, John F. Kennedy oder Bill Clinton) ihren Abschluss an einer der drei großen Eliteuniversitäten gemacht, was u.a. auch die große Attraktivität dieser Universitäten ausmacht (Stichwohl 2009: 47, z.N. Karabel 2006).

Anfang der 1900er basierte die Auswahl der StudentInnen an den meisten angesehensten Universitäten in Amerika fast gänzlich auf den akademischen Leistungen der BewerberInnen. Dies änderte sich in den 1920er Jahren, als ersichtlich wurde, dass ein Auswahlverfahren welches sich auf akademische Kriterien festlegte, zu einer steigenden Zahl des Eintritts von „sozial unerwünschten Gruppen“, damals die Juden, führen wird. Zu dieser Zeit gewann die landesweite Bewegung der Beschränkung von Zuwanderung an Stärke und diese Veränderung war für die Präsidenten der „Großen Drei“ deswegen inakzeptabel. Dies war der Anstoß für die Neumodellierung des bestehenden Zulassungssystems. Um weiterhin die Kontrolle über die akademische Zusammensetzung der Lernenden behalten und ihre institutionellen Interessen wahren zu können, musste das bestehende Zulassungssystem der Noten, die messbar sind, ersetzt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle von Bildung bei der Entstehung sozialer Ungleichheit und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Zulassungsänderungen an den „Großen Drei“ für jüdische Studierende.

Soziale Ungleichheit: Dieses Kapitel definiert soziale Ungleichheit als gesellschaftliches Konstrukt und diskutiert theoretische Ansätze von der Antike bis zu modernen funktionalistischen Schichtungstheorien.

Das Zulassungsverfahren zu den „Großen Drei“: Hier wird der historische Wandel der Selektionsmechanismen von rein akademischen Noten hin zu subjektiven Kriterien wie „Charakter“ und „Führerschaft“ beschrieben, um bestimmte Bevölkerungsgruppen zu steuern.

Soziologische Bewertung: Dieses Kapitel analysiert die Machtverhältnisse und institutionellen Interessen der Universitäten unter Rückgriff auf soziologische Konzepte wie Bourdieus „Feld“ und die Theorien sozialer Mobilität.

Zusammenfassung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, wonach Zulassungsverfahren gezielt zur Wahrung institutioneller Positionen eingesetzt wurden und stellt den Bezug zur sozialen Mobilität jüdischer Gruppen her.

Schlüsselwörter

Soziale Ungleichheit, Bildung, Zulassungsverfahren, Eliteuniversitäten, Große Drei, Harvard, Yale, Princeton, Selektionskriterien, Affirmative Action, Soziale Mobilität, Bourdieu, Charakter, Jüdische Studierende, Strukturwandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die soziologischen Hintergründe und die historische Entwicklung der Auswahlverfahren an den drei führenden US-Eliteuniversitäten Harvard, Yale und Princeton.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt Soziale Ungleichheit, Bildungsgerechtigkeit, historische Selektionskriterien, institutionelle Machtstrukturen und Theorien der sozialen Mobilität.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Zulassungskriterien an den „Großen Drei“ im Laufe der Zeit verändert wurden, um die akademische Zusammensetzung der Studierenden zu steuern und welche Folgen dies insbesondere für jüdische Bewerber hatte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer Analyse soziologischer Fachliteratur sowie einem Auszug aus dem Werk von Jerome Karabel basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Umstellung von rein akademischen auf subjektive Zulassungskriterien, die „affirmative action“ und die Machtinteressen der Universitätsleitungen im Kontext soziologischer Mobilitätstheorien.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind soziale Ungleichheit, Zulassung, Elitebildung, soziale Mobilität, affirmative action und strukturelle Macht.

Warum wurde in den 1920er Jahren das Zulassungssystem umgestellt?

Das System wurde umgestellt, um den Zustrom jüdischer Studierender zu begrenzen, da das rein leistungsorientierte Notensystem als inakzeptabel für die institutionellen Interessen der Eliteuniversitäten angesehen wurde.

Was bedeutet der Begriff „gatekeepers“ in diesem Kontext?

Die „gatekeepers“ oder „Pförtner“ waren die Entscheidungsträger in den Universitäten, die durch intransparente Ermessensspielräume bei der Zulassung über die Aufnahme oder Ablehnung von Bewerbern bestimmten.

Welche Rolle spielte der Begriff „Charakter“ bei der Zulassung?

„Charakter“ wurde als subjektives, nicht messbares Kriterium eingeführt, das primär statushohen Protestanten zugeschrieben wurde, um jüdische Studierende indirekt von den Eliteuniversitäten fernzuhalten.

Excerpt out of 11 pages  - scroll top

Details

Title
Welchen Einfluss hat die Bildung auf soziale Ungleichheit? Untersuchung der Zulassungskriterien von amerikanischen Eliteuniversitäten
College
University of Linz
Grade
1,0
Author
Pia Dong (Author)
Publication Year
2018
Pages
11
Catalog Number
V452736
ISBN (eBook)
9783668863583
ISBN (Book)
9783668863590
Language
German
Tags
Soziologie und Bildung Ungleichheit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Pia Dong (Author), 2018, Welchen Einfluss hat die Bildung auf soziale Ungleichheit? Untersuchung der Zulassungskriterien von amerikanischen Eliteuniversitäten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/452736
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  11  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint