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Die imperfekte Heldenreise des Howard Hughes

Das bleibende Unheil der Urelemente in Martin Scorseses "The Aviator"

Título: Die imperfekte Heldenreise des Howard Hughes

Trabajo , 2011 , 26 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Marina Küffner (Autor)

Filmología
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Der Kampf mit den inneren und äußeren Dämonen des Helden Howard Hughes in Martin Scorceses "Aviator" steht im Zentrum der vorliegenden Hausarbeit. Anhand des theoretischen Konzepts der Heldenreise wird der Film untersucht, um herauszufinden, inwieweit die Verfilmung dieser historischen Figur einem typischen Hollywoodfilm entspricht. Die Heldenreise stützt sich vor allem auf mythologische Bilder, Archetypen und psychologische Ansätze, die im Film besonders in der Bildgestaltung Ausdruck finden. Anhand der Urelemente, Farben und deren Konnotationen werden diese verbildlicht. Wir werden uns vor allem auf Howard Hughes‘ Zwangsneurose, seine Frauen- und Flugzeugaffinität beschränken und hier sehen, wie die diese Bereiche sowohl heilende als auch zerstörerische Wirkungen auf den Helden ausüben.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Heldenreise im Hollywoodfilm

3. Howard Hughes’ Dämonen

3.1 Die Prägung durch die überängstliche Mutter

3.2 Die Gegner in der Luftfahrtindustrie

3.3 Der Höhenflug des Ikarus

4. Der Kampf gegen das Unheil

4.1 Katherine Hepburn als Seelenverwandte

4.2 Ava Gardner als zeitweilige Heilung der Neurose

4.3 Das Verbarrikadieren im Selbst und der Gerichtsprozess

5. Der Untergang: „The Way to the Future“

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Martin Scorseses Film "The Aviator" unter Anwendung des theoretischen Konzepts der Heldenreise. Dabei soll analysiert werden, inwieweit die filmische Darstellung der historischen Figur Howard Hughes dem klassischen Hollywood-Muster entspricht und wie psychologische sowie mythologische Aspekte, insbesondere die Symbolik der Urelemente, seine innere und äußere Entwicklung beeinflussen.

  • Analyse der Heldenreise als narratives Modell in "The Aviator"
  • Untersuchung von Howard Hughes' Zwangsneurose und deren Ursprüngen
  • Bedeutung der weiblichen Hauptfiguren als Mentoren und Spiegelbilder
  • Konflikt zwischen individuellem Ehrgeiz und äußeren Gegenspielern
  • Symbolik der Urelemente (Feuer, Wasser, Luft, Erde) für die Charakterentwicklung

Auszug aus dem Buch

3.3 Der Höhenflug des Ikarus

Uns ging es nicht um eine allumfassende historische Darstellung. Für mich ist es eher eine Art griechische Tragödie, wie die Geschichte von Ikarus. Leonardo DiCaprio spricht hier eine sehr passende Assoziation an. Denn Ikarus, genau wie Phaeton, sind Gestalten, deren „Begehren nach grenzüberschreitender Erhebung ihre Kraft übersteigt und darum sie abstürzen lässt“ und die sich gut mit der Person Howard Hughes vergleichen lassen. Auch sie trieb es in den Himmel, allerdings hatten sie nicht das Glück zu überleben:

Sie sterben, weil in ihnen, den Menschen, etwas Un- und Übermenschliches lodert: das Feuer, das nach Feuer sich sehnt – die „Himmelsbegier“ … des Ikaros, während Phaeton vom „ewig innern Flammenwurf des Herzens, der zum Allerhöchsten treibt“, zu seinem Himmelsflug gestachelt wird.

Hughes hat schon früh diesen Wunsch verspürt und besitzt mit Anfang 20 schon eine der größten privaten Flugzeugflotten der Welt. In der Luft fühlt er sich frei und unabhängig, die Keime scheinen in weite Ferne gerückt. Edinger beschreibt Aufstiege als großartigere und umfassendere Sichtweisen, die aber auch dazu führen, dass man sich dem wirklichen Leben entfernt und unfähiger wird, auf dieses einzuwirken, sich also eine Distanz aufbaut. So ist man im Himmel ziemlich verloren und verliert den Bezug. Genau das ist auch Ikarus und Phaeton zum Verhängnis geworden: dem einen schmilzt das Wachs an den Flügeln, sodass er hinabstürzt ins Meer, der andere verliert die Kontrolle über den Wagen und stürzt ebenfalls in den Tod. Das Verlangen, Gott zu sein war zu groß: „Die ‚Technik‘ des Phaeton steht im Dienst der Selbsterhöhung. Weil sie ihrer (selbst)destruktiven Dynamik nicht inne ist, wird sie hybrid und geht in einem entfesselten Rausch der Zerstörung unter“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung erläutert das Forschungsinteresse am Kampf Howard Hughes' gegen innere und äußere Dämonen unter Verwendung des Konzepts der Heldenreise.

2. Die Heldenreise im Hollywoodfilm: Dieses Kapitel definiert das Modell der Heldenreise nach Joseph Campbell und Keith Cunningham und diskutiert dessen Anwendung als narratives Fundament.

3. Howard Hughes’ Dämonen: Hier werden die zentralen Faktoren für Hughes' psychische Instabilität untersucht: die Kindheitsprägung durch die Mutter, der geschäftliche Konkurrenzkampf und der mythologische Ikarus-Vergleich.

4. Der Kampf gegen das Unheil: Dieses Kapitel beleuchtet Hughes' Versuche, durch Liebesbeziehungen zu Katherine Hepburn und Ava Gardner sowie durch berufliche Siege seine Neurose zu kompensieren.

5. Der Untergang: „The Way to the Future“: Diese Sektion analysiert das Scheitern des Helden trotz kurzzeitiger Erfolge und die zunehmende Isolation in seiner psychischen Umnachtung.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Howard Hughes trotz der Anwendung mythischer Heldenstrukturen keine dauerhafte Erlösung findet und die Transformation des Charakters unvollendet bleibt.

Schlüsselwörter

Howard Hughes, The Aviator, Martin Scorsese, Heldenreise, Joseph Campbell, Zwangsneurose, Ikarus, Mythologie, Archetypen, Urelemente, Filmpsychologie, Luftfahrtpionier, Charakterentwicklung, Monomythos, Subversionsfilm.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert Martin Scorseses Film "The Aviator" unter dem Aspekt, ob und wie der Lebensweg des Flugpioniers Howard Hughes dem mythologischen Muster der Heldenreise folgt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die psychische Krankheitsgeschichte von Hughes, seine obsessiven Triebkräfte, die symbolische Bedeutung der Elemente sowie die Dynamik von Erfolg und persönlichem Untergang.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu untersuchen, inwieweit die Verfilmung eines historischen Lebens als klassischer Heldenmythos inszeniert ist und wo dieses Modell an die Grenzen der realen Krankheitsgeschichte stößt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt filmwissenschaftliche und psychologische Analysetools, insbesondere das Modell der Heldenreise nach Campbell und Cunningham sowie die Theorie der Urelemente.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Dämonen von Hughes (Mutterkomplex, Konkurrenten, Leistungsdruck), die Rolle seiner Liebesbeziehungen und die metaphorische Deutung seiner Flugleidenschaft als Ikarus-Tragödie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben dem Protagonisten Howard Hughes sind die Begriffe Heldenreise, Zwangsneurose, Archetypen und der mythologische Ikarus-Vergleich zentral.

Wie spielt die Mutterfigur in die Neurose des Protagonisten hinein?

Die Mutter wird als Mentorin beschrieben, die dem jungen Hughes durch ihre überängstliche Art eine Urangst vor Keimen einpflanzt, welche zu einem lebenslangen Waschzwang führt.

Warum endet die Heldenreise von Hughes laut der Autorin nicht erfolgreich?

Obwohl Hughes nach außen hin triumphiert (z. B. Flug der "Hercules"), findet keine innerliche Heilung statt; er bleibt am Ende isoliert in seiner Krankheit gefangen.

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Detalles

Título
Die imperfekte Heldenreise des Howard Hughes
Subtítulo
Das bleibende Unheil der Urelemente in Martin Scorseses "The Aviator"
Universidad
University of Frankfurt (Main)
Calificación
1,7
Autor
Marina Küffner (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
26
No. de catálogo
V452742
ISBN (Ebook)
9783668850842
ISBN (Libro)
9783668850859
Idioma
Alemán
Etiqueta
Heldenreise Howard Hughes Aviator Joseph Campbell cunningham
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Marina Küffner (Autor), 2011, Die imperfekte Heldenreise des Howard Hughes, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/452742
Leer eBook
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