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Der Begriff "Fehler" im Mathematikunterricht

Title: Der Begriff "Fehler" im Mathematikunterricht

Examination Thesis , 2017 , 65 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Tolga Akyol (Author)

Didactics - Mathematics
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In dieser Arbeit werden Fehler im Mathematikunterricht thematisiert. Es wird der Frage nachgegangen, welches Potential in ihnen steckt und wie im Mathematikunterricht in der Mittelschule damit umgegangen werden sollte.

Für die Bearbeitung dieser Fragestellung wurde vor allem das Werk „Fehleranalysen im Mathematikunterricht“ von Radatz (1980) als theoretischer Grundstock herangezogen. Der Autor prägte den Fehlerbegriff in der Mathematikdidaktik besonders und wird bis heute oft zitiert. Auch bot die Arbeit „Fehlerklima in der Klasse – Zum Umgang mit Fehlern im Mathematikunterricht“ von Steuer (2014) eine wertvolle Grundlage für die Auseinandersetzung mit dieser Thematik, da sie einen sehr umfassenden Überblick dazu gibt.

Der Aufbau dieser Arbeit gliedert sich in zwei Stichpunkte. In einem Theorieteil sollen zunächst die thematisch relevanten Aspekte aufgegriffen werden, um die Grundlage für den darauffolgenden analytischen Teil zu bilden. Im ersten Schritt werden die Kompetenzformulierungen für den Mathematikunterricht an bayerischen Mittelschulen benannt, um die pädagogische Bedeutung dieses Themas, im Rahmen eines kompetenzorientierten Mathematikunterrichts, aufzuzeigen. Die curricularen Vorgaben stützen sich auf die Beschlüsse der Kultusministerkonferenz aus dem Jahre 2005 sowie auf den sich noch in der Entwicklung befindlichen LehrplanPlus für die bayerische Mittelschule. Da es für die Auseinandersetzung mit dieser Thematik einer begrifflichen Eingrenzung bedarf, was überhaupt einen Fehler darstellt, erfolgen im nächsten Schritt Annäherungen an den Begriff.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kompetenzen im Mathematikunterricht der bayerischen Mittelschule

3. Der Fehler

3.1. Annäherungen an den Begriff

3.2. Der Fehler als Hindernis oder Chance ? – Lerntheoretische Ansichten

3.3. Gründe und Fehlerarten im Mathematikunterricht

3.4. Vorgehensweise bei der Fehleranalyse

4. Fehlerklima

5. Analytischer Teil

5.1 Lehrerinterviews

5.1.1 Methodik und Leitfragen

5.1.2 Auswertung der Ergebnisse

5.2 Schülerbefragungen

5.2.1 Vorbereitung

5.2.2 Methodik

5.2.3 Fragebogen

5.2.4 Darstellung der Ergebnisse der sechsten Klasse

5.2.5 Darstellung der Ergebnisse der zehnten Klasse

5.3 Zusammenfassung

6. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Begriff des "Fehlers" im Mathematikunterricht an bayerischen Mittelschulen und analysiert, wie dieser konstruktiv für den Lernprozess genutzt werden kann, wobei sowohl die theoretische Fundierung als auch eine empirische Erhebung im Fokus stehen.

  • Bedeutung von Fehlern in der Lernpsychologie und Mathematikdidaktik
  • Klassifizierung von Fehlerarten und Ursachen
  • Konzept des positiven Fehlerklimas im Unterricht
  • Empirische Untersuchung mittels Lehrerinterviews und Schülerbefragungen

Auszug aus dem Buch

3.2. Der Fehler als Hindernis oder Chance ? – Lerntheoretische Ansichten

Im Zusammenhang mit der Einstellung gegenüber Fehlern im Lernprozess unterscheidet Waasmeier (2009) zwei unterschiedliche lernpsychologische Positionen: den Defizitansatz sowie den konstruktivistischen Ansatz. Nach Schoy – Lutz (2005) handelt es sich bei dem Defizitansatz um eine behavioristische geprägte Sichtweise. „Der Behaviorismus versteht Lernen als beobachtbare Verhaltensänderung, die im Reiz – Reaktionssystem unter anderem mit Konditionierung, Stimuluskontrolle oder Vertärkung gebildet werden kann.“ Ein Unterricht, dem dieses Lernverständnis zugrunde liegt, zeichnet sich vor allem durch eine starke Lehrerzentrierung zu Gunsten der Schüleraktivität aus. Die inneren kognitiven Prozesse des Lernenden werden ausgeklammert und der Organismus wird als eine Blackbox betrachtet. Ausgangspunkt ist lediglich das nach außen sichtbare und von anderen beobachtbare Verhalten bspw. die Meldungen eines Schülers sowie seine schriftlichen und mündlichen Beiträge.

Der Unterrichtsverlauf wird besonders von der Lehrkraft vorgegeben, was sich durch einen hohen Instruktionsanteil demonstriert, sodass der Schüler oft in die Rolle des passiven Rezipienten verfällt. Im Hinblick auf Fehler herrscht eine abwertende Haltung. Sie werden als eine unangenehme, defizitäre Leistung betrachtet, die es absolut zu vermeiden gilt, mit der Begründung, sie zeigen ein Misslingen an und stellen Hindernisse für das Lernen dar. Der Unterricht ist darauf ausgelegt, schon beim ersten Anzeichen einzugreifen, damit sich der Fehler nicht durchzieht oder am besten gar nicht erst entstehen kann. Ziel ist es, dafür zu sorgen, dass sich dieser in Zukunft nicht wiederholt. Die Lehrkraft gibt das Richtige vor, damit die Schüler es sich so einprägen können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Fehlerbegriffs ein und umreißt die Zielsetzung der Arbeit, die Bedeutung von Fehlern im schulischen Kontext zu untersuchen.

2. Kompetenzen im Mathematikunterricht der bayerischen Mittelschule: Hier werden die curricularen Vorgaben und die notwendigen Kompetenzen für den Mathematikunterricht an bayerischen Mittelschulen erläutert.

3. Der Fehler: Dieses Kapitel nähert sich theoretisch dem Fehlerbegriff, beleuchtet lerntheoretische Ansätze, klassifiziert Fehlerursachen und stellt Methoden der Fehleranalyse vor.

4. Fehlerklima: Hier werden die Dimensionen eines positiven Fehlerklimas definiert, das für eine konstruktive Fehlerkultur in der Klasse entscheidend ist.

5. Analytischer Teil: Der analytische Teil präsentiert die Ergebnisse der Lehrerinterviews und Schülerbefragungen, die zur Untersuchung des Fehlerverständnisses und -klimas durchgeführt wurden.

6. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bietet pädagogische Empfehlungen für einen konstruktiven Umgang mit Fehlern.

Schlüsselwörter

Fehler, Fehlerklima, Mathematikunterricht, Fehleranalyse, Mittelschule, Konstruktivismus, Lernprozess, Fehlerkultur, Fehlerursachen, Kompetenzorientierung, Schülerbefragung, Lehrerinterview, Lerngelegenheit, Fehlertoleranz, Leistungsbewertung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit thematisiert den "Fehler" im Mathematikunterricht an Mittelschulen und hinterfragt, ob Fehler eher als Defizit oder als Lernchance verstanden werden sollten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Aspekte sind der Unterschied zwischen Defizitansatz und konstruktivistischem Ansatz, die Analyse von Fehlerursachen, das Konzept des Fehlerklimas sowie empirische Erhebungen zum Status quo in der Schule.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, pädagogische Ansätze aufzuzeigen, wie Lehrkräfte durch ein positives Fehlerklima und eine bewusste Fehleranalyse das mathematische Lernen der Schüler nachhaltig fördern können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es werden qualitative Lehrerinterviews sowie eine quantitative Schülerbefragung mit standardisierten Fragebögen durchgeführt, um ein umfassendes Bild über den Umgang mit Fehlern zu erhalten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung des Fehlerbegriffs und eine anschließende analytische Auswertung der durchgeführten Interviews und Fragebögen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Fehlerklima, Fehlerkultur, Mathematikdidaktik, konstruktives Lernen und Fehleranalyse aus.

Wie unterscheidet sich der konstruktivistische Ansatz vom Defizitansatz?

Während der Defizitansatz Fehler als zu vermeidende Misserfolge sieht, betrachtet der konstruktivistische Ansatz sie als notwendige Schritte im Denkprozess und als Lernchancen.

Warum ist das "Fehlerklima" in der Klasse so wichtig?

Ein positives Fehlerklima nimmt den Schülern die Angst vor Fehlern, was die Bereitschaft erhöht, sich aktiv am Unterricht zu beteiligen und aus Fehlern aktiv zu lernen.

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Details

Title
Der Begriff "Fehler" im Mathematikunterricht
College
University of Augsburg
Grade
2,0
Author
Tolga Akyol (Author)
Publication Year
2017
Pages
65
Catalog Number
V452878
ISBN (eBook)
9783668866768
ISBN (Book)
9783668866775
Language
German
Tags
begriff fehler mathematikunterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tolga Akyol (Author), 2017, Der Begriff "Fehler" im Mathematikunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/452878
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