Die Selbstwirksamkeitserwartung (self-efficacy) ist die subjektive Überzeugung Anforderungen durch eigene Kompetenzen bewältigen zu können. Sie stellt eine wichtige personale Ressource da und setzt sich nach Bandura aus vier unterschiedlich effektiven Quellen zusammen. Diese sind die psychologischen Zustände, die sozialen Überzeugungen, das Modelllernen und die eigenen Erfahrungen. "Erwartung und Vertrauen in die eigene Kompetenz, auch schwierige leistungsbezogene Anstrengungen lösen zu können."
Inhaltsverzeichnis
- 1 SELBSTWIRKSAMKEITERWARTUNG
- 1.1 Begriffsdefinition „Selbstwirksamkeitserwartung“
- 1.2 Spezifische Selbstwirklichkeitserwartung zu dem Thema „sportliche Aktivität"
- 1.2.1 Ergebnisse
- 1.2.2 Auswertung
- 1.3 Quellenrecherche zum Thema „ Selbstwirksamkeitserwartung“
- 1.3.1 Gegenüberstellung der Studien Dohnke et al.(2006) und Schneider & Rief (2007)
- 1.3.2 Kritischer Vergleich der beiden Studien
- 2 LITERATURRECHERCHE ZUM THEMA CANNABISABHÄNGIGKEIT IM JUGEND- UND ERWACHS- ENENALTER
- 2.1 Definition Drogenabhängigkeit
- 2.2 Theoretische Grundlagen
- 2.3 Entstehung
- 2.4 Überblick über aktuelle Daten und Zahlen
- 2.4.1 Lebenszeitprävalenz des Cannabiskonsums bei 12- bis 17- Jährigen
- 2.4.2 Lebenszeitprävalenz des Cannabiskonsums bei 18- bis 25- Jährigen
- 2.4.3 Zusammenfassung
- 2.5 Präventions- und Interventionsprogramme zur Reduktion von Gesundheitsrisiken
- 2.6 Konsequenzen für eine gesundheitsorientierte Beratung
- 3 DAS BERATUNGSGESPÄCH
- 3.1 Phaseneinordnung mit Erarbeitung der gesundheitspsychologische Ziele mit dem Fallbeispiel 2
- 3.2 Die Beraterrolle
- 3.3 Das Beratungsgespräch
- 4 LITERATURVERZEICHNIS
- 5 ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Zielsetzung & Themen
Diese Einsendeaufgabe der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement zielt darauf ab, zentrale Konzepte der Gesundheitspsychologie – insbesondere die Selbstwirksamkeitserwartung und die Cannabisabhängigkeit im Jugend- und jungen Erwachsenenalter – umfassend darzustellen. Ein weiteres Kernziel ist es, die praktische Anwendung gesundheitspsychologischer Ansätze in einem Beratungsgespräch anhand eines konkreten Fallbeispiels zu illustrieren und dabei die Rolle des Beraters sowie die Bedeutung von Verhaltensänderungsmodellen hervorzuheben.
- Definition und Bedeutung der Selbstwirksamkeitserwartung
- Messung und Einflussfaktoren der Selbstwirksamkeit im Kontext sportlicher Aktivität
- Cannabisabhängigkeit: Definition, Entstehung, theoretische Grundlagen und aktuelle epidemiologische Daten
- Präventions- und Interventionsprogramme zur Reduktion von Gesundheitsrisiken im Zusammenhang mit Drogenkonsum
- Gestaltung und Durchführung von gesundheitspsychologischen Beratungsgesprächen, inklusive Fallbeispiel und Beraterrolle
- Anwendung des Transtheoretischen Modells zur Förderung von Verhaltensänderungen
Auszug aus dem Buch
2.3 Entstehung
Oft entsteht eine Cannabisabhängigkeit in der Pubertät. Jugendliche wollen sich von der erwachsenen Spießergeneration abgränzen und ihre eigene Identität finden. Desweiteren wollen sie rebellieren und somit absichtlich gegen die Norm verstoßen. In vielen Peer groups ist der Cannabiskonsum inzwischen zur Normalität geworden und somit unterstützt der Konsum das Zugehörigkeitsgefühl der Jugendlichen. Das Konsumieren von Cannabis hat somit eine identitätsstiftende Funktion. Der Genuss und Rausch der Cannabispflanze ist für sie etwas aufregendes und angenehmes. Schnell gewöhnen sich Heranwachsende an den Zustand und werden abhängig (Strüber, 2006).
Die Wirkung der Droge ist für viele eine Bereicherung, da sie so vom Alltagsstress loslassen können. Daher wird sie oft als schlafförderndes „Medikament" besonders am Abend benutzt. Durch regelmäßigen Konsum von Cannabis als downer kann der Konsument verlernen ohne Cannabis zu entspannen. Hieraus folgen sehr häufig Abhängigkeiten. Zudem gilt Cannabis auch als typische Einstiegsdroge für härtere Drogen wie Kokain oder Ecstacy (Blaze-Temple & Lo, 1992; Fergusson & Horwood, 2000; Kandel & Yamaguchi, 1985; Kandel et al., 1992; Yu & Williford, 1992). Ergebnisse von Jugendstudien (BZgA, 2004; Sydow et al., 2001) zeigen, dass erste Erfahrungen mit Cannabis bereits im Kindesalter gemacht werden. Knapp die Hälfte von den cannabiserfahrenen 15- bis 16-jährigen Schüler/innen hatten ihren Erstkonsum bereits vor dem 15. Lebensjahr (Kraus et al., 2004).
Zusammenfassung der Kapitel
1 SELBSTWIRKSAMKEITERWARTUNG: Dieses Kapitel definiert die Selbstwirksamkeitserwartung, untersucht ihre spezifische Ausprägung bei sportlicher Aktivität und vergleicht relevante Studien zu diesem Thema.
2 LITERATURRECHERCHE ZUM THEMA CANNABISABHÄNGIGKEIT IM JUGEND- UND ERWACHS- ENENALTER: Hier werden Drogenabhängigkeit definiert, ihre theoretischen Grundlagen und Entstehung beleuchtet, aktuelle Daten zum Cannabiskonsum präsentiert sowie Präventions- und Interventionsprogramme vorgestellt.
3 DAS BERATUNGSGESPÄCH: Dieses Kapitel widmet sich dem Beratungsgespräch, inklusive dessen Phaseneinordnung mittels Fallbeispiel, der Rolle des Beraters und einem exemplarischen Ablauf eines Beratungsgesprächs.
Schlüsselwörter
Selbstwirksamkeitserwartung, Cannabisabhängigkeit, Jugendalter, Gesundheitspsychologie, Beratungsgespräch, Prävention, Drogenabhängigkeit, Verhaltensänderung, Transtheoretisches Modell, Sportliche Aktivität, Peer Group, Risikofaktoren, Suchtprävention, Fallbeispiel
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Diese Einsendeaufgabe behandelt zentrale Themen der Gesundheitspsychologie, darunter die Selbstwirksamkeitserwartung und Cannabisabhängigkeit im Jugendalter, sowie deren Anwendung in einem gesundheitsorientierten Beratungsgespräch.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit konzentriert sich auf die Selbstwirksamkeitserwartung, die Prävention und Behandlung von Cannabisabhängigkeit bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen, sowie die Gestaltung und Durchführung von gesundheitspsychologischen Beratungsgesprächen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, ein fundiertes Verständnis der Konzepte der Selbstwirksamkeitserwartung und der Cannabisabhängigkeit zu demonstrieren und deren praktische Anwendung, insbesondere in einem gesundheitspsychologischen Beratungssetting mit einem Fallbeispiel, aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert hauptsächlich auf einer Literaturrecherche zu den Themen Selbstwirksamkeitserwartung und Cannabisabhängigkeit sowie der exemplarischen Anwendung gesundheitspsychologischer Modelle und Beratungstechniken an einem Fallbeispiel.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine ausführliche Literaturrecherche zur Selbstwirksamkeitserwartung, gefolgt von einer detaillierten Analyse der Cannabisabhängigkeit im Jugend- und jungen Erwachsenenalter hinsichtlich Definition, Entstehung, Datenlage und Präventionsansätzen. Abschließend wird ein Beratungsgespräch anhand eines Fallbeispiels dargestellt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Schlüsselwörter wie Selbstwirksamkeitserwartung, Cannabisabhängigkeit, Jugendalter, Gesundheitspsychologie, Beratungsgespräch, Prävention, Drogenabhängigkeit, Verhaltensänderung, Transtheoretisches Modell und Suchtprävention charakterisiert.
Wie wird Selbstwirksamkeitserwartung in Bezug auf sportliche Aktivität gemessen?
Die Selbstwirksamkeit zur sportlichen Aktivität wurde mithilfe eines 12-Item-Instrumentes, der sogenannten SSA-Skala, gemessen und die Sportbereitschaft der Testpersonen in Zahlen ausgedrückt.
Welche Langzeitschäden sind mit regelmäßigem Cannabiskonsum verbunden?
Regelmäßiger Cannabiskonsum kann zu Beeinträchtigungen des respiratorischen Systems sowie zu psychischen, kognitiven und emotionalen Störungen führen, einschließlich kognitiver Langzeitschäden und schizophrenen Psychosen bei längerem Missbrauch, besonders bei frühem Erstkonsum.
Welche Rolle spielt das Transtheoretische Modell im Beratungsgespräch?
Das Transtheoretische Modell hilft, den Stand einer Person in ihrem Veränderungsprozess zu identifizieren (z.B. Absichtsbildung) und die Beratung entsprechend anzupassen, um Motivation und Verhaltensänderung effektiv zu fördern.
Was sind die vier suchpräventiven Ansätze laut Strüber (2006)?
Laut Strüber (2006) sind die vier nebeneinander fungierenden suchpräventiven Ansätze: die Förderung von Lebenskompetenzstrategien, die Ermöglichung erlebnisorientierter Alternativen, die Förderung der Risikokompetenz und die Früherkennung sowie gezielte Hilfestellung.
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- Claudia Steeger (Author), 2017, Die Psychologie des Gesundheitsverhaltens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/453003