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Das Generationenkonzept Karl Mannheims im Rahmen der soziologischen Jugendtheorien

Title: Das Generationenkonzept Karl Mannheims im Rahmen der soziologischen Jugendtheorien

Seminar Paper , 2002 , 15 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Daniela Weingartz (Author)

Sociology - Children and Youth
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Die vorliegende Arbeit behandelt Das Problem der Generationen von Karl Mannheim und umfasst zwei Teile. Bevor es zur konkreten Darstellung des Konzeptes kommt, soll ein Abriss über Leben und Werk von Mannheim geliefert werden.
Wie bereits erwähnt, befasst sich das Kapitel 1.1. vorab mit der ausführlichen Vorstellung des Generationenproblems, was mir notwendig erschien, die Ausführungen und Vergleiche im Zusammenhang mit den anderen Jugendtheorien dem Leser zugänglicher zu machen. Im Anschluss daran (Kap. 1.2.) erfolgt die Diskussion aus anderen jugendsoziologischen Perspektiven und Theorien, die ebenfalls das Modell von Mannheim aufgreifen bzw. in ihren Erarbeitungen ausfeilen.
Karl Mannheim wurde am 27.3.1893 in Budapest geboren. Er widmete sich dem Studium der Soziologie und Philosophie, das er in Freiburg, Berlin, Paris und Heidelberg fortsetzte. Da Mannheims Arbeit in Heidelberg stark von dem Einfluss Max Webers geprägt ist, wird er in der Literatur als Weber-Schüler bezeichnet. Seit dem Jahre 1926 arbeitete Mannheim als Privatdozent in Heidelberg und erlangte 1930 den Professorentitel für Soziologie und Nationalökonomie in Frankfurt/Main. Mit der Machtübernahme Hitlers im Jahre 1933 sah Mannheim sich gezwungen nach London zu emigrieren, wo er wiederum eine Dozententätigkeit an der London School of Economics and Political Science ausführte. 1942 nahm er abermals eine Professur an und betätigte sich am Institute of Education der Londoner Universität. Am 9.1.1947 verstarb Karl Mannheim in London.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Das Problem der Generationen nach Karl Mannheim

1.1 Vorstellung des Mannheimschen Konzeptes

1.2 Das Problem der Generationen in Bezug zu anderen jugendsoziologischen Theorien

2. Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Generationenkonzept von Karl Mannheim und analysiert dessen Einordnung und Weiterentwicklung im Kontext soziologischer Jugendtheorien.

  • Lebensweg und wissenssoziologischer Hintergrund von Karl Mannheim
  • Die Unterscheidung zwischen positivistischer und romantisch-historischer Fragestellung beim Generationenproblem
  • Die Konzepte der sozialen Lagerung und des Generationszusammenhangs
  • Sozialisationstheoretische Erweiterungen und der Einfluss des sozialen Wandels
  • Die Rolle der Jugend als Kulturträger und Faktor für gesellschaftliche Veränderungen

Auszug aus dem Buch

1. Das Problem der Generationen nach Karl Mannheim

Der erste Teil des Aufsatzes Das Problem der Generationen befasst sich mit der Problemlage, die Mannheim in die positivistische Fragestellung sowie die romantisch-historische Fragestellung unterscheidet. Es handelt sich hierbei um zwei Arten des Welterlebens, die sich gegenüberstehen und sich den Zugang zum Thema von zwei Seiten her verschaffen. Die positivistische Behandlung des Generationenproblems entwickelte sich vorrangig in Frankreich und versucht „die Grenzdaten des Mensch-Seins quantitativ zu erfassen“, während der andere Weg, der sich in Deutschland durchsetzte, „qualitativen Zugriff“ bevorzugt, auf das „mathematische Tageslicht“ verzichtet und stattdessen das Problem verinnerlicht.

Der Positivismus, zu deren Vertretern unter anderem Hume, Comte und Mentré gehören, ergründet die Rahmenformen des menschlichen Schicksals darin, „daß es Leben und Tod und eine begrenzte, zahlenmäßig erfaßbare Lebensdauer gibt, daß sich Generationen in bestimmten Abständen ablösen.“ Die Positivisten verfolgen den Gedanken einer Veränderung der menschlichen Grenzdaten und dem damit einhergehenden Tempo des gesellschaftlichen Fortschritts. Comte sieht in der Verlängerung der Lebensdauer eine drastische Verzögerung dieses Fortschrittes. Eine Verkürzung würde eine entsprechende Beschleunigung bedeuten, die wiederum „die Gefahr der Unausgelebtheit und Verflachung der Lebensgehalte“ nach sich zieht.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Die Einleitung gibt einen Überblick über den Aufbau der Arbeit, skizziert den Lebenslauf von Karl Mannheim und ordnet seine wissenssoziologische Theorie ein.

1. Das Problem der Generationen nach Karl Mannheim: Dieses Kapitel erläutert Mannheims Generationenbegriff, unterscheidet zwischen positivistischen und romantisch-historischen Ansätzen und diskutiert die soziologische Einordnung des Generationsphänomens.

1.1 Vorstellung des Mannheimschen Konzeptes: Hier werden die zentralen Kategorien Mannheims, wie die soziale Lagerung und die Bedeutung der ersten Eindrücke für das Weltbild, detailliert dargelegt.

1.2 Das Problem der Generationen in Bezug zu anderen jugendsoziologischen Theorien: Dieser Abschnitt vergleicht Mannheims Modell mit späteren Ansätzen von Autoren wie Buchhofer, Friedrichs, Lüdtke und Abels, insbesondere im Hinblick auf sozialen Wandel und Sozialisationsprozesse.

2. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel resümiert die Bedeutung Mannheims als Wegbereiter der Jugendsoziologie und die Relevanz der untersuchten Erweiterungen für das Verständnis von Generationskonflikten.

Schlüsselwörter

Karl Mannheim, Generationenkonzept, Jugendsoziologie, Wissenssoziologie, Seinsgebundenheit des Denkens, soziale Lagerung, Generationszusammenhang, Sozialisation, sozialer Wandel, Kulturgut, Generationskonflikt, romantisch-historische Fragestellung, positivistische Fragestellung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das theoretische Konzept des „Problems der Generationen“ von Karl Mannheim und dessen Bedeutung für die soziologische Forschung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Wissenssoziologie, der Theoriebildung über Generationen, Sozialisationsprozessen sowie dem Einfluss sozialen Wandels auf Altersgruppen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Mannheims Ansatz darzustellen und diesen in den Kontext der modernen jugendsoziologischen Theorien einzuordnen und zu erweitern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die primär auf der Literaturanalyse und -rekonstruktion soziologischer Schriften basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung von Mannheims Konzepten, wie der „Seinsgebundenheit des Denkens“ und der „Generationenlagerung“, sowie die Diskussion dieser Ansätze durch spätere Soziologen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Generationenkonzept, Wissenssoziologie, Sozialisation und kulturelle Inhalte geprägt.

Wie unterscheidet Mannheim zwischen positivistischen und romantisch-historischen Ansätzen?

Mannheim trennt zwischen einer quantitativen Erfassung von Lebensdaten (Positivismus) und einem qualitativen Zugriff, der das Generationserlebnis verinnerlicht (romantisch-historisch).

Welche Rolle spielt die „gestreckte Pubertät“ in der Arbeit?

Dieser Begriff wird von Bernfeld eingeführt, um die kulturelle Funktion der Jugend als Träger neuer Lebensformen und als Vermittler akkumulierten Kulturguts zu beschreiben.

Warum ist das Generationenproblem laut Mannheim ein „Führer“ der Soziologie?

Mannheim betrachtet es als essenziell, um soziale und geistige Bewegungen in beschleunigten Umwälzungsphasen der Gegenwart besser verstehen zu können.

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Details

Title
Das Generationenkonzept Karl Mannheims im Rahmen der soziologischen Jugendtheorien
College
Ruhr-University of Bochum
Grade
2,0
Author
Daniela Weingartz (Author)
Publication Year
2002
Pages
15
Catalog Number
V45304
ISBN (eBook)
9783638427272
Language
German
Tags
Generationenkonzept Karl Mannheims Rahmen Jugendtheorien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniela Weingartz (Author), 2002, Das Generationenkonzept Karl Mannheims im Rahmen der soziologischen Jugendtheorien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/45304
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