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Der Umgang mit dem Schuldproblem in Nathaniel Hawthornes "The Scarlet Letter"

Title: Der Umgang mit dem Schuldproblem in Nathaniel Hawthornes "The Scarlet Letter"

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 31 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Naemi Fast (Author)

American Studies - Literature
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Nathaniel Hawthorne gehört zu den Begründern der spezifisch amerikanischen Literatur. Sein bekanntestes Werk, „The Scarlet Letter“, zuerst erschienen am 16. März 1850 in Boston, beschäftigt sich mit einer Fülle von Einzelheiten aus einem breiten Themenspektrum, das sowohl die spezifisch amerikanische Vergangenheit als auch menschliche Probleme, unter anderem sehr aktuelle, anspricht, hinterfragt und nach Lösungen sucht. Im Zentrum von „The Scarlet Letter“ steht das Problem der Schuld. Der von den beiden Haupthelden begangene Ehebruch liegt zu Beginn der Handlung bereits ein Jahr zurück und wird an sich nicht thematisiert. Es geht in der gesamten „Romance“ um den Umgang der betroffenen Parteien mit dieser Tat und deren Folgen. Die Ehebrecherin, der betrogene Mann, der Liebhaber, die puritanische Gesellschaft, das Kind - ein jeder bewertet und verarbeitet sie unterschiedlich und erlebt dementsprechend unterschiedliche Folgen im Leben. Die vorliegende Arbeit soll sich mit dem Schuldproblem, dessen Verständnis und dessen Auswirkungen auf diese einzelnen Personen bzw. die Gesellschaft beschäftigen, unter Einbeziehung des Hintergrundes des Autors und einiger Thesen aus der Sekundärliteratur. „The Scarlet Letteris an allegory of the Puritan conscience; it is also an historical novel,“ schreibt Douglas Grant in seiner Einleitung zu der Oxforder Ausgabe von 1965. Man geht meistens in der Sekundärliteratur davon aus, dass die Schuldproblematik in diesem Roman auf dem puritanischen Verständnis von Schuld und Sühne basiert. Diese kann man im Einzelnen nicht nachvollziehen, ohne die Grundlagen des puritanischen Glaubens zu kennen. Es ist interessant, diese mit dem Verständnis Hawthornes zu vergleichen, der sich selber nicht zu ihrem Glauben bekannte. Deshalb soll als Grundlage für die Beschäftigung mit der Schuldproblematik der auf der biblischen Lehre basierende puritanische Schuldbegriff dienen. Dieser soll der Aussage von „The Scarlet Letter“ gegenübergestellt werden, die anhand einzelner betroffener Personen in der Handlung untersucht werden soll.
Da über Hawthorne allgemein und vor allem über „The Scarlet Letter“ eine große unübersichtliche Menge an Sekundärliteratur erschienen ist, möchte ich mich auf einige ausgewählte Aufsätze beschränken. Ansonsten soll die Arbeit hauptsächlich aus Textuntersuchung bestehen, in enger Beziehung auf die hinter diesem Text stehende puritanische Bibelinterpretation, aus dem heraus sich ihr Schuldverständnis konzipiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Der biblisch- puritanische Schuldbegriff

1. Schuld und Sühne in der Bibel

a) Das Problem der Schuld

b) Die Lösung des Schuldproblems durch Gott

2. Zum puritanischen Schuldverständnis

a) Die Entstehung der puritanischen Bewegung

b) Theologie und Ethik der Puritaner

3. Das „private“ Problem Hawthornes mit der Schuld

II. Die Schuld in „The Scarlet Letter“

1. Der Tatbestand als Schuld

a) Verstoße gegen Gebote Gottes und daraus resultierende gesellschaftliche Ordnungen

b) Schuld an einzelnen Personen

2. Auswirkungen der Schuld auf die einzelnen Personen

a) Hester Prynne

b) Arthur Dimmesdale

c) Roger Chillingworth

III. Mittel der Verdeutlichung der Schuld- und Sühneproblematik

1. Biblisch begründete Hinweise

a) David, Bathseba und Prophet Nathan

b) Der Pranger als Symbol für das Kreuz Jesu

2. Die Rolle des roten A

a) In den Augen der Gesellschaft

b) Für Hester

c) Für Dimmesdale

d) Für Pearl

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das zentrale Schuldproblem in Nathaniel Hawthornes Roman „The Scarlet Letter“ unter Einbeziehung puritanischer Glaubensgrundlagen, um die Auswirkungen der Schuld auf die einzelnen Protagonisten sowie die Rolle von Sühne und Erlösung kritisch zu analysieren.

  • Der biblisch-puritanische Schuldbegriff als theoretisches Fundament
  • Die Darstellung und Verarbeitung von Schuld bei Hester Prynne, Arthur Dimmesdale und Roger Chillingworth
  • Die symbolische Bedeutung des roten Buchstaben A
  • Die Funktion der Figur Pearl als Bindeglied und Gewissensinstanz
  • Die kritische Auseinandersetzung mit der puritanischen Gesellschaft durch den Autor

Auszug aus dem Buch

c) Für Dimmesdale

Auch der schuldige Partner Dimmesdale trägt ein Zeichen seiner Schuld, allerdings ein verborgenes. Niemand erkennt die Verbindung zwischen den beiden Schuldigen und ihrer Stigmatisierung: „The sainted minister in the church! The woman of the scarlet letter in the market-place! What imagination would have been irreverent enough to surmise that the same scorching stigma was on them both!” Außer Chillingworth, der Dimmesdale gezielt beobachtet, ist Pearl die einzige, die hier die Zusammenhänge erkennt: „And, mother, he has his hand over his heart! Is it because, when the minister wrote his name in the book, the Black Man set his mark in that place? But why does he not wear it outside his bosom, as thou dost, mother?“ Sie versteht somit auch, dass der Buchstabe ein Zeichen des Teufels ist und dass der von allen als nahezu heilig verehrte „Minister“ in Wirklichkeit nicht von Gott sondern von dem Bösen gezeichnet ist. Erst am Ende des Romans, kurz vor seinem Tod, fasst Dimmesdale den folgenschweren Entschluss, das verborgene Mal seiner verborgenen Schuld öffentlich zu enthüllen. Es steht nun nicht mehr nur für seinen Ehebruch, sondern auch für seine Heuchelei, die durch die ihm entgegengebrachte große Verehrung noch gravierender ist.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Der biblisch- puritanische Schuldbegriff: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen von Schuld und Sühne aus biblischer und puritanischer Perspektive und beleuchtet das ambivalente Verhältnis Hawthornes zu seinem puritanischen Erbe.

II. Die Schuld in „The Scarlet Letter“: Hier werden die Vergehen der Hauptfiguren analysiert, wobei der Fokus auf dem Tatbestand des Ehebruchs, der persönlichen Schuld am Mitmenschen und den individuellen psychologischen Auswirkungen liegt.

III. Mittel der Verdeutlichung der Schuld- und Sühneproblematik: Dieses Kapitel untersucht zentrale Symbole wie den Pranger und den roten Buchstaben sowie biblische Referenzen, um die komplexe Schuldverarbeitung im Roman zu verdeutlichen.

Schlüsselwörter

Nathaniel Hawthorne, The Scarlet Letter, puritanischer Schuldbegriff, Sühne, Ehebruch, Hester Prynne, Arthur Dimmesdale, Roger Chillingworth, Pearl, Symbolik, biblische Interpretation, puritanische Gesellschaft, psychologische Auswirkungen, moralische Verantwortung, Errettung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Thematik der Schuld in Nathaniel Hawthornes „The Scarlet Letter“ und setzt diese in Beziehung zum puritanischen Verständnis von Glaube, Sünde und Erlösung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das biblische Verständnis von Schuld, die Stigmatisierung durch den roten Buchstaben, das Handeln der drei Hauptfiguren unter moralischem Druck sowie die Kritik an der puritanischen Lebensweise.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Hawthornes Schuldverständnis herauszuarbeiten und der biblisch-puritanischen Lehre gegenüberzustellen, um zu zeigen, wie der Autor das universale Problem der Schuld literarisch verarbeitet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Textanalyse des Romans unter Einbeziehung ausgewählter Sekundärliteratur und eines Vergleichs mit relevanten biblischen Grundlagen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil erfolgt eine detaillierte Untersuchung der Schuld von Hester, Dimmesdale und Chillingworth sowie eine Analyse der Symbolik des Prangers und des roten Buchstaben A.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe wie Schuld, Sühne, puritanische Ethik, Erlösung, Ehebruch, Symbolik und die spezifische psychologische Entwicklung der Charaktere prägen die Untersuchung.

Warum spielt die Figur Pearl eine so bedeutende Rolle im Roman?

Pearl fungiert als „Stimme der Wahrheit“ und lebendiges Symbol der Schuld, das seine Eltern zur Konfrontation mit ihrer Tat und zur moralischen Wahrhaftigkeit zwingt.

Wie unterscheidet sich die Schuldverarbeitung von Dimmesdale und Hester?

Während Hester ihre Strafe äußerlich annimmt und zu einer Art Wohltäterin wird, leidet Dimmesdale unter innerer Heuchelei, bis er sich durch ein öffentliches Bekenntnis von seiner Last befreien kann.

Weshalb beurteilt der Autor die puritanische Gesellschaft kritisch?

Hawthorne kritisiert die Härte und Selbstgerechtigkeit der puritanischen Gemeinschaft, wobei er jedoch selbst kein reiner Vertreter ihres Glaubens ist, was zu einer distanzierten, teils modernen psychologischen Darstellung der Figuren führt.

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Details

Title
Der Umgang mit dem Schuldproblem in Nathaniel Hawthornes "The Scarlet Letter"
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft)
Course
Hauptseminar
Grade
1,0
Author
Naemi Fast (Author)
Publication Year
2005
Pages
31
Catalog Number
V45318
ISBN (eBook)
9783638427401
Language
German
Tags
Umgang Schuldproblem Nathaniel Hawthornes Scarlet Letter Hauptseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Naemi Fast (Author), 2005, Der Umgang mit dem Schuldproblem in Nathaniel Hawthornes "The Scarlet Letter", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/45318
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