Diese Hausarbeit soll einen informativen Einblick zum Thema Controlling in Non Profit Organisationen (im Folgenden NPO) geben. Da das Thema sehr weitreichend ist, habe ich versucht mich auf das Wesentliche zu beschränken. Zunächst wird Controlling im allgemeinen Sinne beschrieben, anschließend folgt das Controlling für die NPO und die gängigen Instrumente eines Controllingsystems in NPOs. Zum Schluss wird der Kreislauf des Controllings in einer NPO beschrieben und abschließend erfolgt eine kritische Würdigung.
Inhaltsverzeichnis
1. Prolog
2. Einführung
3. Nicht gewinnorientierte Organisationen versus gewinnorientierte Organisationen
4. Definition Controlling
5. Controllinginstrumente
5.1. Strategisches Controlling
5.2. Operatives Controlling
6. Die Balanced Scorcard für NPOs
7. Der Kreislauf des Controlling in einer NPO
8. Epilog
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen informativen Einblick in die Anwendung von Controlling-Systemen innerhalb von Non-Profit-Organisationen (NPOs) zu geben. Dabei wird untersucht, wie Controlling als Steuerungsinstrument trotz der Abwesenheit einer rein gewinnorientierten Zielsetzung zur Sicherung der Effektivität und Zielerreichung beitragen kann.
- Grundlagen des Controllings und dessen Übertragbarkeit auf den NPO-Sektor
- Differenzierung zwischen strategischen und operativen Controlling-Instrumenten
- Einsatzmöglichkeiten der Balanced Scorecard für soziale Organisationen
- Prozesshafte Darstellung des Controlling-Kreislaufs in der Praxis
- Kritische Würdigung der Implementierung eines Controllingsystems
Auszug aus dem Buch
5.1 Strategisches Controlling
Auf dem Weg zur Erreichung der Unternehmensziele die letztendlich zum Überleben der Unternehmung von enormer Bedeutung sind, sind einige Hindernisse durch die komplexe Entwicklung der Wirtschaft zu überwinden. An dieser Entwicklung könnte die zunehmende Globalisierung der Märkte, neue Technologien, politische Änderungen und veränderte Werte der Mitarbeiter beteiligt sein. Im Gegensatz zum operativen Controlling umfasst das strategische Controlling sämtliche Maßnahmen des Controlling, die die Organisationsführung und die damit verbundene strategische Planung bei der Suche nach den effektivsten Aktivitäten unterstützen. In diesem Zusammenhang erscheint es notwendig, die im Unternehmen vorhandenen Ressourcen wie z. B. Innovationskraft und Know-how herauszukristallisieren, um sie in entsprechende Instrumente einzuarbeiten und bei der strategischen Planung als Lenkungsrichtung zu berücksichtigen. So wie es beim strategischen Marketing einen Marketing-Mix gibt, so gibt es beim strategischen Controlling einen Strategie-Mix, das bedeutet, dass zwei oder mehr Strategien miteinander kombiniert werden können, um den gewollten Erfolg zu realisieren. Als Beispiel sei hier die Kombination Kostenführerschaft-Qualitätsführerschaft-Leistungsdiversifikation gegeben. Diese Kombination könnte durch ein Beispiel folgendermaßen erläutert werden:
In einer Gerontopsychatrie mit demenzkranken Patienten fortgeschrittenen Stadiums, wird ein neues Pflegekonzept vorgestellt. Die Bewohner dieser Einrichtung dürfen, anders als in anderen vergleichbaren Einrichtungen, ihre Krankheit ausleben. Es wird eine kleine Teeküche eingerichtet, in der die Bewohner sich selbst organisieren können. Während eine Bewohnerin sich gerne bedienen lässt, wird sie von einer anderen Bewohnerein bedient, da diese Patientin das Gefühl des „Gebrauchtwerdens“ benötigt. Ein Patient räumt gerne auf, da er immer ein ordnungsliebender Mensch war und eine andere Patientin organisiert alle Bewohner, die sich in der Teeküche befinden, weil sie in ihrem Arbeitsleben eine Abteilungsleiterin war, u. s. w. Durch die Kombination werden Kosten eingespart, da in der Teeküche nur ab und zu ein Pfleger nach dem rechten sehen muss. Die Lebensqualität der Bewohner nimmt zu und diese Leistung (Pflegekonzept) ist in vergleichbaren Einrichtungen nicht zu finden und besetzt damit eine Vorreiterposition.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Prolog: Vorstellung des Themas und der geplanten inhaltlichen Struktur der Hausarbeit.
2. Einführung: Definition des Controlling-Begriffs und Erläuterung seiner Grundfunktionen wie Planung, Information und Steuerung.
3. Nicht gewinnorientierte Organisationen versus gewinnorientierte Organisationen: Analyse der Unterschiede in Zielsetzung und Erfolgskontrolle zwischen Profit- und Non-Profit-Organisationen.
4. Definition Controlling: Detaillierte Begriffsbestimmung des Controllings in einem weiteren und engeren Sinne nach Christian Horak.
5. Controllinginstrumente: Überblick über Anforderungen und Auswahl von Instrumenten zur Komplexitätsreduktion im Management.
5.1. Strategisches Controlling: Erläuterung des strategischen Controllings als Instrument der langfristigen Ausrichtung und Effektivitätssteigerung.
5.2. Operatives Controlling: Darstellung des operativen Controllings als kurz- bis mittelfristiges Steuerungsinstrument, inklusive Budgetierung.
6. Die Balanced Scorcard für NPOs: Anpassung des BSC-Konzepts an die vier spezifischen Zielperspektiven innerhalb einer NPO.
7. Der Kreislauf des Controlling in einer NPO: Beschreibung des betriebswirtschaftlichen Regelkreises von der Leistungserbringung bis zum Controlling-Gespräch.
8. Epilog: Kritische Reflexion der Herausforderungen und Widerstände bei der Einführung von Controllingsystemen.
Schlüsselwörter
Controlling, Non-Profit-Organisation, NPO, Sozialmanagement, Strategisches Controlling, Operatives Controlling, Balanced Scorecard, Budgetierung, Kosten- und Leistungsrechnung, Kennzahlen, Zielerreichung, Management, Soll-Ist-Vergleich, Berichtswesen, Organisationssteuerung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Relevanz und Anwendung von Controlling-Systemen in Non-Profit-Organisationen (NPOs) als Werkzeug zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit und Effizienz.
Welche zentralen Themenfelder deckt der Text ab?
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Controlling, die Unterscheidung zwischen strategischen und operativen Instrumenten, den Einsatz der Balanced Scorecard sowie den gesamten Controlling-Kreislauf in einer sozialen Einrichtung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie NPOs betriebswirtschaftliche Steuerungsinstrumente nutzen können, um inhaltliche Ziele effektiver zu erreichen, ohne den gemeinnützigen Charakter zu verlieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf der Literaturanalyse relevanter Standardwerke zum Management und Controlling in sozialen Dienstleistungsbetrieben basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Definition, die Differenzierung der Instrumente, die Anwendung der Balanced Scorecard und die praktische Umsetzung des Controlling-Zyklus.
Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie NPO-Controlling, Zielsteuerung, Instrumenteneinsatz, Strategie-Mix und Erfolgskennzahlen geprägt.
Warum wird die Balanced Scorecard speziell für NPOs thematisiert?
Weil NPOs keine monetäre Gewinnerzielung als alleiniges Ziel haben, hilft die BSC, verschiedene qualitative Zielperspektiven wie Klientenzufriedenheit oder interne Prozesse strukturiert abzubilden.
Welche kritische Haltung nimmt der Autor im Epilog ein?
Der Autor weist auf Risiken wie Machtverschiebungen, Mehrbelastung der Mitarbeiter und den Widerstand gegen etablierte Arbeitsweisen hin, die bei einer Controlling-Einführung auftreten können.
- Quote paper
- Oliver Brinkhus (Author), 2005, Controlling in Non-Profit-Organisationen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/45330