Infolge der vermehrten Nutzung digitaler Geräte wie Smartphone und Co. können viele Menschen in ihrer Freizeit wie auch im Urlaub nicht mehr abschalten und sich entspannen. Der Gegentrend Digital Detox gewinnt immer mehr Aufmerksamkeit. Dessen Bedeutung wurde im Tourismus erkannt und daher entstehen touristische Betriebe, die sich auf Digital Detox spezialisieren.
Wie können touristische Anbieter den Trend der zunehmenden Digitalisierung für sich nutzen, um daraus abgeleitet Digital-Detox-Angebote zu erstellen? In der Arbeit wurden neben einer Literaturrecherche zwei empirische Methoden angewendet. Erstens wurde eine Marktanalyse von Digital-Detox-Angeboten in Österreich dargestellt, zweitens wurden qualitative Experteninterviews von acht touristischen Betrieben durchgeführt.
Aus den Ergebnissen lässt sich schließen, dass einige touristische Betriebe in Österreich mit konkreten Angeboten für Digital Detox auf dem Markt vorhanden sind. In manchen Unterkünften ist dies stark in der Unternehmensphilosophie verankert. Allerdings ist diese Art von Urlaub noch ein Nischenmarkt, der aus Sicht der befragten Experten ein Potenzial für die Anbieter hat, die ihre Philosophie mit dieser beschränkten digitalen Vernetzung vereinbart werden kann. Es gibt unter anderem technische oder bauliche Maßnahmen, die ein Betrieb für ein Digital-Detox-Erlebnis einführen kann.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Hintergrund
1.2 Problemstellung
1.3 Forschungsziel und -limitation
1.4 Forschungsfrage
2. Darstellung der Methodik
2.1 Theoretischer Teil
2.2 Empirischer Teil
2.2.1 Marktanalyse
2.2.2 Qualitative Erhebung
3. Aufbau der Arbeit
4. Theoretischer Teil
4.1 Begriffserklärung
4.2 Digitalisierung und der Mensch
4.3 Betrachtung der Digitalisierung von Gesundheit
4.4 Kritische Ansicht über Detox
4.5 Der Gegentrend Digital Detox
4.6 Zusammenfassung
5. Empirischer Teil
5.1 Marktanalyse
5.2 Experteninterviews
5.3 Auswertung der Interviews
5.4 Zusammenfassung der empirischen Ergebnisse
6. Schluss
6.1. Zusammenfassung
6.2. Beantwortung der Forschungsfrage
6.3. Empfehlungen
6.4. Offene Fragen
6.5. Methoden- und Ergebniskritik
Zielsetzung & Themen
Die Masterarbeit untersucht, wie touristische Anbieter den Trend der zunehmenden Digitalisierung nutzen können, um spezifische Digital-Detox-Angebote zu entwickeln. Ziel ist es, ein besseres Verständnis des Gegentrends zur digitalen Dauerverfügbarkeit zu erlangen und Empfehlungen für die touristische Praxis abzuleiten.
- Auswirkungen der Digitalisierung auf das menschliche Wohlbefinden
- Analyse des Marktes für Digital-Detox-Angebote in Österreich
- Qualitative Befragung touristischer Betriebe zu ihren Digital-Detox-Konzepten
- Strategien für die Vermarktung von "Offline-Urlaub"
Auszug aus dem Buch
1.1 Hintergrund
Die zunehmende Nutzung des Internets und mobiler Technologien durchdringt den Alltag des Menschen und beeinflusst die Tätigkeiten zum großen Teil als unverzichtbares Element. In den letzten Jahren wurden viele Teile des menschlichen Lebens durch den technischen Fortschritt erleichtert. Die Bedienung wurde vereinfacht und verständlicher. (Heitzer, 2013, S. 2). Innovative Lösungen der digitalen Geräte machen den Alltag komfortabler und unterstützen das Leben bei Informationsbedürfnissen in vielen Bereichen. Die digitale Vernetzung verändert jedoch gleichzeitig die Lebensstile sowie die Arbeits- und Konsumwelt. Laut Hopfinger gibt es in der Tourismusbranche zurzeit kein wichtigeres Thema als die zunehmende Digitalisierung aller Technologien, die im Tourismus verwendet werden (2017, S. 55).
„...zunehmend mediatisierter Alltag in Nah und Fern ist nicht nur bei Reisen und im Tourismus, aber dort gerade besonders augenscheinlich. (…) So auch die zunehmende Digitalisierung im Tourismus, die für manche nicht nur Segen, sondern gleichzeitig auch Fluch sein kann und die sich deshalb zwar nicht allumfassend und komplett, sondern gezielt, bewusst und zeitlich konzentriert aus dem Netz verabschieden, um gerade in der ’schönsten Zeit des Jahres’ völlig unplugged zu sein und einen Urlaub ohne digitale Hilfsmittel oder Technologien zu verbringen“ (2017, S. 56).
Das Leben ist sehr schnelllebig geworden, dass viele Menschen selbst in Ihrer Freizeit nicht mehr abschalten können. Immer mehr touristische Betriebe fokussieren sich auf Digital Detox. Denn der Offline-Zustand sollte ein „Balsam für die Seele“ sein (Otto, zitiert nach Jagemann, 2017).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Stellt den Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung dar und definiert die Forschungsfrage sowie das Ziel der Arbeit im Kontext des Trends zum Digital Detox.
2. Darstellung der Methodik: Erläutert das methodische Vorgehen, bestehend aus Literaturrecherche, Marktanalyse und qualitativen Experteninterviews.
3. Aufbau der Arbeit: Gibt einen strukturellen Überblick über den theoretischen und empirischen Teil der Untersuchung.
4. Theoretischer Teil: Behandelt die begrifflichen Grundlagen sowie die gesundheitlichen Auswirkungen der digitalen Vernetzung und den Gegentrend Digital Detox.
5. Empirischer Teil: Präsentiert die Ergebnisse der Marktanalyse österreichischer Betriebe und die Erkenntnisse aus den Experteninterviews zur Vermarktung von Offline-Angeboten.
6. Schluss: Fasst die zentralen Ergebnisse zusammen, beantwortet die Forschungsfrage und liefert Empfehlungen für die touristische Praxis sowie eine methodische Kritik.
Schlüsselwörter
Digitale Entgiftung, Digital-Detox-Urlaub, Digital-Detox-Angebot, Offline-Urlaub, Digitalisierung, Gesundheitstourismus, Stressprävention, Mediatisierter Alltag, Elektrosmog, Wellness-Tourismus, Online-Erreichbarkeit, Medienfasten, Digitales Zeitalter, Tourismusmarketing
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den wachsenden Trend des Digital Detox in der Tourismusbranche und analysiert, wie Betriebe auf den Wunsch der Gäste nach einer digitalen Auszeit reagieren.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf den gesundheitlichen Folgen der ständigen digitalen Erreichbarkeit, der Marktsituation für Offline-Angebote in Österreich und der strategischen Vermarktung solcher Nischenprodukte.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Hauptfrage lautet: Wie können touristische Anbieter den Trend der zunehmenden Digitalisierung für sich nutzen, um daraus abgeleitet Digital-Detox-Angebote zu erstellen?
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden eine Literaturrecherche, eine Marktanalyse von 40 touristischen Betrieben sowie qualitative Leitfadeninterviews mit acht Experten aus der Branche durchgeführt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit den gesundheitlichen Risiken der Digitalisierung und einen umfangreichen empirischen Teil, der Angebote, Maßnahmen und Vermarktungsstrategien untersucht.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Digitale Entgiftung, Digital-Detox-Urlaub, Gesundheitstourismus, Offline-Urlaub und Stressprävention.
Wie unterscheiden sich die Digital-Detox-Angebote in der Praxis?
Die Angebote reichen von einem bewussten WLAN-Verzicht über elektrosmogfreie Zimmer bis hin zu organisierten Coachings oder speziellen "Digital Detox"-Packages.
Was sind die größten Herausforderungen für die Anbieter?
Die Experten identifizierten vor allem die Vermarktung der "Stille" als schwierig, da viele Gäste zunächst Angst vor der digitalen Abstinenz haben und die Betriebe eine verantwortungsbewusste Begleitung der Gäste sicherstellen müssen.
- Citar trabajo
- Anna Deák (Autor), 2018, Digital Detox als Gegenbewegung zur Digitalisierung. Mit welchen Angeboten reagiert die gesundheitstouristische Industrie auf den neuen Trend?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/453318