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Widerstand zwischen den Zeilen. Journalismus im "Dritten Reich" nach der "Gleichschaltung"

Titre: Widerstand zwischen den Zeilen. Journalismus im "Dritten Reich" nach der "Gleichschaltung"

Travail d'étude , 2018 , 20 Pages , Note: 1.0

Autor:in: Trixy Freude (Auteur)

Médias / Communication - Journalisme
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die Lenkung der Presse zum Zwecke der Propaganda war ein wichtiges Ziel für die Nationalsozialisten. Mit dem Schriftleitergesetz wurde ab 1933 der Berufsstand der Journalisten völlig neu geregelt. Für den Journalismus waren die Möglichkeiten der Kritik von nun an beschränkt – und mitunter lebensgefährlich. Viele Journalisten bewerteten ihre Rolle während der NS-Zeit in der Rückschau als eine Art Widerstand „zwischen den Zeilen“. Zeitzeugen sahen dies nicht immer so. 1938 notierte die Journalistin und Widerstandskämpferin Ruth Andreas Friedrich in ihren Tagebüchern: „Ich kann mir nicht helfen. Ich lese nichts zwischen den Zeilen.“ Zwischen der Erinnerungsliteratur und der Forschung herrscht mitunter eine gewisse Diskrepanz über den Stellenwert oder die Möglichkeiten versteckter Kritik im Journalismus.

Gab es tatsächlich nennenswerten publizistischen Widerstand der Presse im „Dritten Reich“? Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dieser Frage und konzentriert sich dabei auf Zeitungen, neben dem Rundfunk das wichtigste Massenmedium dieser Zeit. Mit welchen journalistischen Darstellungsformen war versteckte Kritik möglich? Welche Konsequenzen drohten den Autoren? Um diese Fragen zu klären, beleuchtet die Arbeit den journalistischen Alltag und die Arbeitsbedingungen der Journalisten zu dieser Zeit. Anschließend werden beispielhaft drei in der NS-Zeit tätige Journalisten in Kurzportraits vorgestellt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Presse und Journalistenberuf vor 1933

3. Das Schriftleitergesetz

3.1 Zugangsmöglichkeiten zum Beruf des Journalisten

3.2 Journalismus nach 1933

4. „Widerstand zwischen den Zeilen“

4.1 Zeitungen mit publizistischer Opposition

4.1.1 Frankfurter Zeitung

4.1.2 Berliner Tageblatt

4.2 Darstellungsformen und Techniken

4.3 Gefahren und Konsequenzen

5. Kurzportraits

5.1 Fritz Gerlich

5.2 Rudolf Kircher

5.3 Helene Rahms

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen publizistischen Widerstands im Journalismus während der Zeit des Nationalsozialismus nach 1933, mit besonderem Fokus auf die Rolle von Zeitungen als wichtigstes Massenmedium der Ära. Dabei wird analysiert, inwiefern versteckte Kritik durch journalistische Darstellungsformen möglich war und welche persönlichen Konsequenzen den betroffenen Autoren drohten.

  • Regulierung des Journalismus durch das Schriftleitergesetz
  • Analyse oppositioneller Zeitungen wie Frankfurter Zeitung und Berliner Tageblatt
  • Journalistische Strategien der "Camouflage" und "Tarnsprache"
  • Arbeitsbedingungen und Gefahren für Journalisten unter dem NS-Regime
  • Exemplarische Werdegänge durch biographische Kurzportraits

Auszug aus dem Buch

4.2 Darstellungsformen und Techniken

Die informationsorientierten journalistischen Darstellungsformen wie Bericht, Nachricht oder Meldung waren für ein Schreiben „zwischen den Zeilen“ aufgrund der restriktiven Presseanweisungen ungeeignet. Karl Silex' Meinung, es hätte „Möglichkeiten in jedem Ressort“ gegeben, erscheint zweifelhaft. Im Feuilleton mit seinem literarischen, metaphernreichen Stil konnte Kritik relativ unverfänglich untergebracht werden.

Die Glosse mit ihren Überzeichnungen und Übertreibungen gehört zu den schwierigsten journalistischen Darstellungsformen. Neben Dolf Sternberger lieferte auch Erich Hunger in der „Neuen Mannheimer Zeitung“ ein respektables Beispiel. Das „schmutzige Grau“, das „Diktator“ geworden ist und „Ruß regnen“ lassen wird, ist nur oberflächlich die Betrachtung eines Novembermorgens – in Wahrheit geht es hier um die vorausgegangene „Reichskristallnacht“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Pressemanipulation im „Dritten Reich“ ein und erläutert die Forschungsfrage hinsichtlich des publizistischen Widerstands.

2. Presse und Journalistenberuf vor 1933: Hier werden der Zustand der Presselandschaft und die Arbeitsbedingungen für Journalisten in der Weimarer Republik vor der Machtübernahme dargestellt.

3. Das Schriftleitergesetz: Dieses Kapitel behandelt die rechtliche Gleichschaltung des Berufsstandes durch das Gesetz von 1933 und dessen drastische Auswirkungen auf die journalistische Freiheit.

4. „Widerstand zwischen den Zeilen“: Das Kernkapitel analysiert ausgewählte Zeitungen, ihre oppositionellen Ansätze sowie die rhetorischen Techniken und persönlichen Gefahren der Journalisten.

5. Kurzportraits: Anhand von Fritz Gerlich, Rudolf Kircher und Helene Rahms werden drei exemplarische, sehr unterschiedliche Lebensläufe im Kontext der NS-Pressepolitik nachgezeichnet.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass echter publizistischer Widerstand nach 1933 kaum möglich war und die Rolle der Journalisten oft ambivalent blieb.

Schlüsselwörter

Journalismus, NS-Zeit, Widerstand, Gleichschaltung, Schriftleitergesetz, Pressefreiheit, Propaganda, Feuilleton, Tarnsprache, Presseanweisungen, Fritz Gerlich, Rudolf Kircher, Helene Rahms, Frankfurter Zeitung, Diktatur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten des journalistischen Handelns und publizistischen Widerstands unter den Bedingungen der NS-Diktatur nach der sogenannten „Gleichschaltung“ 1933.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Mittelpunkt stehen die staatliche Lenkung der Presse, die biographische Aufarbeitung von Journalistenleben sowie die Analyse journalistischer Stilmittel als Form der verdeckten Kritik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob und mit welchen journalistischen Mitteln nennenswerter publizistischer Widerstand gegen den Nationalsozialismus möglich war und wie die betroffenen Journalisten reagierten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer deskriptiven Auswertung von Zeitzeugenberichten sowie historischen Quellen und Presseerzeugnissen der Ära.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen (Schriftleitergesetz), die Untersuchung von Zeitungen mit publizistischer Opposition und eine biografische Betrachtung von drei ausgewählten Journalisten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wesentliche Begriffe sind Journalismus, Widerstand, Gleichschaltung, Schriftleitergesetz, Presseanweisungen, Tarnsprache und der Umgang mit der NS-Diktatur.

Welche Rolle spielte die Frankfurter Zeitung in diesem Kontext?

Die Frankfurter Zeitung wird als eine der liberalen Zeitungen dargestellt, die versuchten, durch "Tarnsprache" im Feuilleton eine gewisse Distanz zum NS-Regime zu wahren, wobei sie jedoch in einem ständigen Spannungsfeld zwischen Anpassung und Opposition agierte.

Was unterscheidet die Biografie von Fritz Gerlich von anderen Journalisten?

Fritz Gerlich ist ein Beispiel für einen Journalisten, der früh und kompromisslos gegen den Nationalsozialismus kämpfte, dafür inhaftiert wurde und letztlich im KZ Dachau ermordet wurde, was ihn von den eher angepassten Kollegen unterscheidet.

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Résumé des informations

Titre
Widerstand zwischen den Zeilen. Journalismus im "Dritten Reich" nach der "Gleichschaltung"
Université
Freie Journalistenschule
Note
1.0
Auteur
Trixy Freude (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
20
N° de catalogue
V453344
ISBN (ebook)
9783668853911
ISBN (Livre)
9783668853928
Langue
allemand
mots-clé
Journalismus Presse Drittes Reich Widerstand
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Trixy Freude (Auteur), 2018, Widerstand zwischen den Zeilen. Journalismus im "Dritten Reich" nach der "Gleichschaltung", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/453344
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Extrait de  20  pages
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