Jeder Natur-, Geistes-, Sozial- und auch Ingenieurwissenschaftler wird sich zu Beginn einer Forschungs- und Entwicklungsarbeit für eine geeignete Forschungsmethode entscheiden müssen. Eine tragende Rolle spielt diese Entscheidung besonders in den Sozialwissenschaften.
Aber warum ist diese Entscheidung in den Sozialwissenschaften so wichtig? Ist es zum Beispiel wichtig, gut vorbereitete und strukturierte Fragebögen, die für eine quantitative Befragung verwendet werden, zu nutzen? Mit dem Ergebnis, keine tiefgründigen, sondern eher starre und möglicherweise auch erwartete Antworten zu erhalten. Oder ist es für das Forschungsziel wichtiger, über die qualitative Befragung mit geeigneten Gesprächspartnern sehr viel tiefer in das Thema einzusteigen? Möchte der Forscher mit dem quantitativen Ansatz eher in die Breite gehen oder wie in dem qualitativen Ansatz tiefergehende Erkenntnisse, Meinungen oder ggf. auch Stimmungen für die Forschungsarbeit nutzen?
Dementsprechend stehen die empirischen Forschungsmethoden der Sozialwissenschaften im Fokus der vorliegenden Arbeit.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung in das Thema
2. Merkmale quantitativer und qualitativer Forschungsmethoden
2.1 Quantitative Forschung
2.2 Qualitative Forschung
3. Unterschiede quantitativer und qualitativer Forschungsmethoden
4. Fazit & Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Hausarbeit untersucht die methodischen Charakteristika quantitativer und qualitativer Forschung und geht der zentralen Forschungsfrage nach, ob diese beiden Ansätze als Gegensätze zu betrachten sind oder sich im Rahmen eines Forschungsprozesses sinnvoll ergänzen können.
- Methodische Grundlagen der quantitativen und qualitativen Forschung
- Gegenüberstellung und Differenzierung der beiden Forschungsansätze
- Anwendungsszenarien und Gütekriterien empirischer Methoden
- Kombinationsmöglichkeiten durch Mixed Methods und Triangulation
- Nutzen der methodischen Integration für komplexe Forschungsdesigns
Auszug aus dem Buch
2.1 Quantitative Forschung
Quantitative Forschung ist „empirische Forschung, die mit besonderen Datenerhebungsverfahren quantitative Daten erzeugt und statistisch verarbeitet, um dadurch neue Effekte zu entdecken (Exploration), Populationen zu beschreiben und Hypothesen zu prüfen (Explanation)“ (Bortz & Döring 2006, S. 738).
Dieses Zitat wird der Autor entzerren bzw. in seine Eigenschaften auflösen. Er wird in diesem Kapitel erklären, was bei der quantitativen Forschung geschieht und warum sie überhaupt eingesetzt wird. Bevor der Ablauf der quantitativen Forschung dargestellt sowie die Vor- und Nachteile aufgezählt und begründet werden, werden in einem weiteren Abschnitt die Merkmale bzw. die sechs Grundprinzipien der quantitativen Forschung aufgezählt und beschrieben. Bei der quantitativen Methode werden einzelne Merkmale erfasst. Im Vordergrund der quantitativen Forschung stehen Fakten, die gezählt, gemessen und gewogen werden. Diese können im Rahmen von Experimenten oder auch in Form von Umfragen oder Studien ermittelt werden. Die Ergebnisse der quantitativen Daten sind strukturiert, haben statistische Aussagekraft und stützen oder wiederlegen die Schlussfolgerungen aus den ermittelten Forschungsergebnissen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung in das Thema: Das Kapitel erläutert die Relevanz der Methodenwahl in den Sozialwissenschaften und führt in die grundlegenden Unterschiede zwischen quantitativen und qualitativen Ansätzen ein.
2. Merkmale quantitativer und qualitativer Forschungsmethoden: Hier werden die Definitionen, Grundprinzipien und der exemplarische Ablauf beider Forschungsstile detailliert dargelegt.
3. Unterschiede quantitativer und qualitativer Forschungsmethoden: Dieses Kapitel stellt die Divergenzen in den Bereichen Zielsetzung, Logik und Erhebungsmethodik anhand einer tabellarischen Übersicht direkt gegenüber.
4. Fazit & Ausblick: Das Fazit bewertet die Forschungsfrage und argumentiert, dass eine methodische Triangulation den Erkenntnisgewinn maximieren kann, anstatt die Ansätze als unvereinbar zu betrachten.
Schlüsselwörter
Quantitative Forschung, Qualitative Forschung, Empirische Sozialforschung, Datenerhebung, Forschungsmethodik, Triangulation, Mixed Methods, Hypothesenprüfung, Exploration, Objektivität, Validität, Reliabilität, Wissenschaftliches Arbeiten, Statistik, Theoriebildung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der methodischen Gegenüberstellung von quantitativer und qualitativer Forschung in den Sozialwissenschaften.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder umfassen die Merkmale beider Forschungsansätze, deren Unterschiede in der Anwendung sowie die Chancen einer kombinierten Nutzung.
Welches Ziel verfolgt die Forschungsfrage?
Ziel ist es zu klären, ob die beiden Methoden einen unvereinbaren Gegensatz bilden oder sich als ergänzende Werkzeuge in einem Forschungsprojekt einsetzen lassen.
Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Literaturarbeit, die existierende wissenschaftliche Definitionen und Forschungskonzepte analytisch vergleicht.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Methodenmerkmale, eine tabellarische Differenzierung und die theoretische Fundierung des Methodenmixes.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Triangulation, Mixed Methods, Sozialforschung und empirische Methoden gekennzeichnet.
Was versteht man in dieser Arbeit unter Triangulation?
Triangulation bezeichnet die Kombination verschiedener Methoden oder Perspektiven, um eine höhere Validität und ein tieferes Verständnis des Forschungsgegenstandes zu erreichen.
Warum wird im Fazit von einer "Methodentriangulation" gesprochen?
Der Autor führt diesen Begriff ein, um aufzuzeigen, wie durch die Kombination verschiedener methodischer Ansätze die spezifischen Schwächen einzelner Verfahren überwunden werden können.
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- Ulrich Geyer (Autor), 2018, Quantitative und Qualitative Forschungsmethoden. Ergänzung oder Gegensatz?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/453892