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Psychodiagnostik des Asperger Syndrom im Kindes und Jugendalter

Auffälligkeiten und Ableitungen zur Prävalenz

Titre: Psychodiagnostik des Asperger Syndrom im Kindes und Jugendalter

Thèse de Bachelor , 2017 , 63 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Jens Burmeister (Auteur)

Psychologie - Diagnostiques
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Die von mir verfasste Arbeit untersucht die Störungskategorie des Asperger Syndrom im Zusammenhang ihrer normativen Klassifikation. Dabei ist auffällig, dass in der psychodiagnostischen Praxis folgende vier Diagnostiksysteme breite Anwendung
finden (ICD-10, DSM-IV-TR, Gillberg und Gillberg und Peter Szatmari). Die aufgelisteten Diagnostiksysteme liefern eine Variabilität an diagnostischen Kriterien.

Ziel der nicht-empirischen Arbeit ist es, studienbasierte Erklärungen für ein variables Aufkommen von Krankheitshäufigkeiten bezogen auf das Asperger Syndrom zu identifizieren und diese anhand inkongruenter Diagnostikinstrumente zu begründen.
Ferner sollen Stärken und Schwächen bei der Konstruktion einer kategorialen Erfassung aufgedeckt werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Zusammenfassung

Abstract

Einführung

Zur Geschichte der Entstehung des Asperger Syndrom

Definition, Prävalenz und Besonderheiten zur Erfassung des Asperger Syndrom

Merkmale zur Definition

Variable Prävalenz

Besonderheiten zur Erfassung des Asperger Syndrom

Andere tiefgreifende Entwicklungsstörungen - Differentialdiagnosen zum Asperger Syndrom nach ICD-10: (F84.0, F84.1, F84.2, F84.3 & F84.8/9)

Dimension der Beeinträchtigungen im autistischen Spektrum

Tiefgreifende Entwicklungsstörungen nach ICD-10

Frühkindlicher Autismus (F84.0)

Der atypische Autismus (F84.1)

Das Rett-Syndrom (F84.2)

Die desintegrative Störung des Kindesalters (F84.3)

Die überaktive Störung mit Intelligenzminderung und Bewegungsstereotypien (F84.4)

Sonstige tiefgreifende Entwicklungsstörungen (F 84.8/9)

Screeningverfahren zur Risikoabwägung

Australian Scale of Asperger Syndrome (ASAS)

Psychometrische Eigenschaften & Gütekriterien der deutschen Übersetzung

Bewertung

Marburger Beurteilungsskala für das Asperger Syndrom

Psychometrische Eigenschaften & Gütekriterien

Bewertung

Fragebogen für soziale Kommunikation (FSK)

Psychometrische Eigenschaften & Gütekriterien

Bewertung

Diagnostische Kernkriterien

Diagnosekriterien nach ICD – 10

Diagnosekriterien nach DSM– IV

Diagnosekriterien nach Pater Szatmari

Diagnosekriterien nach Gillberg und Gillberg

Gegenüberstellung und Ableitungen zu den vier Diagnostiksystemen

Inhaltlicher Vergleich der vier Kriteriensätze im Hinblick auf eine diagnostische Zuteilung

Standardisierte Testdiagnostik

Autism Diagnostic Observation Schedule (ADOS)

Psychometrische Eigenschaften der deutschsprachigen Fassung des Autism Diagnostic Observation Schedule (ADOS)

Diagnostisches Interview für Autismus – Revidiert (ADI-R)

Psychometrische Eigenschaften

Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die hohe Variabilität in der Prävalenzerfassung des Asperger Syndroms durch einen detaillierten Vergleich verschiedener international anerkannter Diagnostiksysteme und deren Kriterienkataloge zu analysieren und kritisch zu bewerten.

  • Kategoriale versus dimensionale Psychodiagnostik von Autismus-Spektrum-Störungen.
  • Analyse und Vergleich der diagnostischen Kriterien nach ICD-10, DSM-IV, Szatmari sowie Gillberg & Gillberg.
  • Evaluation entwicklungspsychologischer Screeninginstrumente wie ASAS, MBAS und FSK zur Risikoabschätzung.
  • Diskussion der Auswirkungen restriktiver diagnostischer Vorgaben auf die klinische Diagnosepraxis.
  • Identifikation von Stärken und Schwächen der standardisierten Testdiagnostik (ADI-R, ADOS).

Auszug aus dem Buch

Definition, Prävalenz und Besonderheiten zur Erfassung des Asperger Syndrom

Der folgende Absatz berücksichtigt zunächst die Merkmale zur Definition, variable Kennziffern bei der Erfassung der absoluten Krankheitshäufigkeiten durch die Angabe der Prävalenz sowie einzelne Besonderheiten bei der Erfassung des Asperger Syndroms. Die Kennziffer der Prävalenz bezeichnet die Häufigkeit einer Erkrankung in ihrer absoluten Gesamtheit zu einem bestimmten Zeitpunkt (Bölte, 2009, S. 65).

Merkmale zur Definition

Um das Phänomen der Asperger Autismusform näher beschreiben zu können, bedarf es im folgenden Kapitel der reduzierten Beschreibung einer normativen Zuordnung von Symptomen durch das Manual der International Classification of Diseases in ihrer zehnten Ausgabe (ICD-10) und dem DSM-IV-TR (American Psychiatric Association, Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders). In der klinischen und wissenschaftlichen Praxis wird zur Operationalisierung von psychischen Störungen anhand der Festsetzung von Definitionsmerkmalen die Klassifikation einer Störung durch Schlüsselnummern codiert. Das ICD-10 sowie das DSM-IV-TR (American Psychiatric Association, Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders) beinhalten somit systematisiert prototypische Beschreibungen von psychischen Störungen (Bölte, 2009, S. 35). In der aktuellen Ausgabe des ICD-10 wird das Asperger Syndrom mit dem Schlüssel ICD:F84.5 aufgeführt (Bölte, 2009, S. 37).

Die Phänomenologie der Ausprägungsdimension des Asperger Syndroms wird grundsätzlich aus einem normativen Verständnis als eine tiefgreifende Entwicklungsstörung mit Beginn in der frühen Kindheit beschrieben. Der Zusatz tiefgreifend indiziert, dass wesentliche Funktionsbereiche betroffen sind, sodass das Verhalten einer Person praktisch durchgehend auffällig ist (Bölte, 2009, S. 75). In seiner Kernsymptomatik ist diese Störungsart insbesondere durch eine Beeinträchtigung im sozialen Verhalten und der sozialen, intersubjektiven Interaktion gekennzeichnet. Die normative Erfassung für die Grundlage pädagogischer und therapeutischer Folgeförderung erfasst das klinische Bild des Asperger Autismus innerhalb der Kernspezifik symptombezogener Beeinträchtigungen „als eine Störung von unsicherer, nosologischer Validität“ (Dilling, Mombour, & Schmidt & Schulte Markwort, 2004, S. 182), welche durch dieselbe Form qualitativer Beeinträchtigungen der gegenseitigen sozialen Interaktion gekennzeichnet ist, die für diese Autismusausprägung symptomspezifisch sind. Fernerhin ist ein Repertoire eingeschränkter, stereotyper Interessen und Aktivitäten beobachtbar (Dilling et al., 2004, S.182).

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung: Die Einleitung erläutert die Relevanz der normativen Klassifikationssysteme bei der Psychodiagnostik von Kindern und Jugendlichen mit Asperger Syndrom.

Zur Geschichte der Entstehung des Asperger Syndrom: Dieses Kapitel skizziert die historische Entwicklung und die initiale Beobachtung des Syndroms durch Hans Asperger sowie die spätere Aufnahme in internationale Klassifikationssysteme.

Definition, Prävalenz und Besonderheiten zur Erfassung des Asperger Syndrom: Hier werden zentrale Definitionsmerkmale, die Bedeutung der Prävalenz sowie methodische Herausforderungen bei der Erfassung des Asperger Syndroms erörtert.

Andere tiefgreifende Entwicklungsstörungen - Differentialdiagnosen zum Asperger Syndrom nach ICD-10: (F84.0, F84.1, F84.2, F84.3 & F84.8/9): Es erfolgt eine differenzierte Abgrenzung des Asperger Syndroms zu anderen autistischen Störungsbildern innerhalb der ICD-10-Kategorien.

Screeningverfahren zur Risikoabwägung: In diesem Teil werden gängige Instrumente wie ASAS, MBAS und FSK vorgestellt, die zur frühen Identifikation potenzieller Risikoprofile dienen.

Diagnostische Kernkriterien: Dieses Kapitel vergleicht kritisch die Kriterienkataloge von ICD-10, DSM-IV, Szatmari und Gillberg & Gillberg und untersucht deren Einfluss auf die diagnostische Variabilität.

Standardisierte Testdiagnostik: Abschließend werden die gängigen Verfahren ADOS und ADI-R als Kombinationsdiagnostik zur strukturierten Diagnosestellung detailliert beschrieben und bewertet.

Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse über die diagnostische Inkongruenz zusammen und gibt einen Ausblick auf die Bedeutung künftiger dimensionaler Ansätze.

Schlüsselwörter

Asperger Syndrom, Psychodiagnostik, ICD-10, DSM-IV, Autismus-Spektrum-Störung, Prävalenz, Screeningverfahren, ADOS, ADI-R, Differentialdiagnose, Kriterienkatalog, Verhaltensauffälligkeit, klinische Validität, Testdiagnostik, soziale Interaktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kategorialen Psychodiagnostik des Asperger Syndroms im Kindes- und Jugendalter, insbesondere mit der Untersuchung der Ursachen für stark variierende Prävalenzzahlen in der Forschung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentral sind der Vergleich verschiedener internationaler Diagnosesysteme (wie ICD-10 und DSM-IV), die Evaluierung von Screeninginstrumenten zur Risikoabschätzung sowie die differentialdiagnostische Abgrenzung zu anderen tiefgreifenden Entwicklungsstörungen.

Welches ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, studienbasierte Erklärungen für die beobachtbare hohe Variabilität in Krankheitshäufigkeiten zu identifizieren und die Unterschiede in der Kriterienselektion verschiedener Diagnostikmanuale aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine nicht-empirische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse wissenschaftlicher Datenbanken sowie dem systematischen Vergleich diagnostischer Kriterienkataloge und Testinstrumente basiert.

Was deckt der Hauptteil der Arbeit ab?

Der Hauptteil behandelt die historische Entwicklung, die Definition, die Abgrenzung von Differentialdiagnosen, die Vorstellung von Screeningverfahren (ASAS, MBAS, FSK) sowie die detaillierte Gegenüberstellung der diagnostischen Kernkriterien und Standard-Testdiagnostiken (ADOS, ADI-R).

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit am besten?

Neben dem Asperger Syndrom stehen Begriffe wie diagnostische Validität, kategoriale Erfassung, Prävalenzvariabilität, ICD-10 und differentielle Diagnostik im Fokus.

Warum spielt die motorische Ungeschicklichkeit eine Rolle in der Diskussion?

In der Arbeit wird kritisch angemerkt, dass die motorische Ungeschicklichkeit in einigen Manualen wie der ICD-10 nicht als notwendiges Kernkriterium gilt, obwohl sie klinisch bei vielen Betroffenen als relevantes Merkmal beobachtet wird.

Was ist das Ergebnis der Gegenüberstellung der vier Diagnostiksysteme?

Die Untersuchung zeigt, dass die vier weltweit anerkannten Kriteriensätze inhaltlich stark variieren, was zu einer geringen Kongruenz führt und die Vergleichbarkeit von Studien zur Prävalenz des Asperger Syndroms erheblich erschwert.

Welche Bedeutung haben Screeningverfahren wie der Fragebogen für soziale Kommunikation (FSK)?

Sie dienen der initialen Vorselektion und Risikoabwägung. Der FSK wird aufgrund seiner hohen Vorhersagequalität als effektives Instrument hervorgehoben, ersetzt jedoch keine abschließende klinische Testdiagnostik.

Warum wird die "normbasierte Sprachentwicklung" als Kritikpunkt angeführt?

Die Anforderung einer bis zum dritten Lebensjahr unauffälligen Sprachentwicklung im ICD-10 kann laut Arbeit dazu führen, dass Kinder mit tatsächlichem Asperger-Profil fälschlicherweise in andere Kategorien (z. B. frühkindlicher Autismus) eingeordnet werden.

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Résumé des informations

Titre
Psychodiagnostik des Asperger Syndrom im Kindes und Jugendalter
Sous-titre
Auffälligkeiten und Ableitungen zur Prävalenz
Université
Humboldt-University of Berlin  (Rehabilitationspsychologie)
Cours
Diagnostik
Note
1,7
Auteur
Jens Burmeister (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
63
N° de catalogue
V454147
ISBN (ebook)
9783668867635
ISBN (Livre)
9783668867642
Langue
allemand
mots-clé
Asperger Syndrom Autismusdiagnostik Autismus Spektrum
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Jens Burmeister (Auteur), 2017, Psychodiagnostik des Asperger Syndrom im Kindes und Jugendalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/454147
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Extrait de  63  pages
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