Die Kapitalstrukturanalyse. Eine Fallbeispiel


Hausarbeit, 2015
20 Seiten, Note: 1,3
Konrad Beck (Autor)

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1. Einleitung

2. Finanzanalyse

3. Kapitalstrukturanalyse
3.1. Allgemeines zur Kapitalstruktur
3.2. Analyse der Kapitalstruktur

4. Bezug zur Claas Gruppe

5. Fazit

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Eigenkapitalrenditen bei verschiedenen Kapitalstrukturen..6

Tabelle 2: Konzernbilanz CLAAS Gruppe (Kurzfassung)..10

1. Einleitung

In der heutigen Unternehmenswelt hängt viel von Entscheidungen ab. Entscheidungen über Lieferbeziehungen, Kreditbeziehungen, Arbeitsverhältnisse bis hin zu Investitionsentscheidungen und noch mehr. Die Wirtschaft besteht in dieser Hinsicht aus vielen Interessenkreisen. Hier stellt sich allerdings die Frage auf welcher Grundlage die jeweiligen Wirtschaftssubjekte ihre Entscheidung fällen.

Einmal jährlich haben Kapitalgesellschaften den Erfolg ihrer Geschäftstätigkeit und ihre wirtschaftliche Situation, insbesondere die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in einem den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bild zu veröffentlichen (§264 HGB). Dieser Jahresabschluss stellt für viele Entscheidungsträger innerhalb des Wirtschaftslebens eine wichtige Informationsquelle dar. Deshalb ist eine adäquate Analyse eben jener Informationsquelle für die jeweiligen Wirtschaftssubjekte von großer Bedeutung.

Die folgenden Ausführungen befassen sich mit der Finanzwirtschaftlichen Jahresabschlussanalyse, insbesondere mit der Kapitalstrukturanalyse, welche in Gliederungspunkt 2 zunächst in das Feld der Finanzanalyse eingeordnet werden soll. Innerhalb der Analyse der Kapitalstruktur wird in erster Linie das Verhältnis von Eigen- und Fremdkapital eines Unternehmens untersucht. Was dieses Verhältnis für Auswirkungen haben kann, soll in Gliederungspunkt 3.1 anhand eines einfach gewählten Fallbeispiels, in dem zwei Unternehmen mit unterschiedlicher Kapitalstruktur gegenübergestellt werden, aufgezeigt werden. Um Aussagen über die finanzielle Stabilität eines Unternehmens treffen zu können, kann man sich einiger wichtiger Finanzkennzahlen bedienen. In Gliederungspunkt 3.2 werden einige dieser Kennzahlen, beispielsweise Eigenkapitalquote oder verschiedene Liquiditätsgrade, vorgestellt um das Thema der Kapitalstrukturanalyse weiter zu vertiefen. Im vierten und letzten Gliederungspunkt des Hauptteils dieser Arbeit, sollen die vorgestellten Finanzkennzahlen an einem praktischen Beispiel Anwendung finden. Als Beispiel hierfür dient der Geschäftsbericht der CLAAS Gruppe, ein internationaler Landmaschinenhersteller mit Hauptsitz in Nordrhein-Westfalen.

Das Hauptziel dieser Arbeit ist aufzuzeigen, was die Kapitalstrukturanalyse beinhaltet und ob sie ein geeignetes Mittel zur Unternehmensbewertung ist. Im Rahmen dessen seien die Anwendbarkeit sowie die Aussagekraft zu überprüfen.

2. Finanzanalyse

Die Finanzanalyse dient der Beurteilung der gegenwärtigen und zukünftigen finanziellen Lage eines Unternehmens. Hierbei werden verschiedene Kriterien herangezogen und geprüft:

- Zahlungsfähigkeit, Liquidität und Cashflow
- Vermögens-/ Kapitalstruktur
- Rentabilität
- Wertsteigerung/ -minderung

Der Inhalt dieser Analysen ist für bestimmte Zielgruppen mit verschiedenen Interessenlagen äußerst relevant. Man unterscheidet hier zwischen zwei Gruppen:

- Interne Adressaten:

Hierzu zählen Vorstand, Geschäftsführung, Führungsebenen in Holdingstrukturen, Aufsichtsrat und weitere Bereiche des Managements. Bei diesen Interna besteht im Zusammenhang mit der Finanzanalyse das Interesse an Verdichtung von Informationen, zur transparenten Darstellung von Zusammenhängen im Unternehmen, zur Kontrolle von Betriebsabläufen und insbesondere auch zur finanzpolitischen Steuerung des Unternehmens1.

- Externe Adressaten:

Hierzu zählen Gläubiger, bestehende und künftige Anteilseigner, Analysten, Lieferanten, Konkurrenzunternehmen, Arbeitnehmervertreter oder Abschlussprüfer. Aktionäre und Finanzanalysten legen dabei besonderen Wert auf kapitalmarktorientierte Informationen wie z. B. Gewinn je Aktie, Dividendenrendite, Kursverhältnisse zum Gewinn oder zum Cashflow. Für etwaige Kreditgläubiger steht wiederum die kurz- und langfristige Zahlungsfähigkeit im Vordergrund.

Der Jahresabschluss wird folglich nach Informationen zu durchforschen sein, die Hinweise auf die Gewährleistung der ständigen Zahlungsfähigkeit und damit auf die Existenzsicherung der Unternehmung liefern2. Bei den anzustellenden Untersuchungen sind sowohl kurz- und langfristige sowie strukturelle Aspekte zu berücksichtigen.

Kurzfristig ist vor allem zu prüfen, ob das Unternehmen die bisher eingegangenen Verpflichtungen und die Zahlungen bevorstehender Neuverschuldungen, welche aus Kreditaufnahmen und Warenlieferungen resultieren können, erfüllen kann. Innerhalb dieser Betrachtungen sind sämtliche laufende Zahlungen wie Steuern, Miete, Löhne etc. mit einzubeziehen. Besonders Lieferanten und Geber kurzfristiger Darlehen sind an einer solchen Sichtweise interessiert. Um in diesem Fall konkrete Aussagen treffen zu können, müssen die kurzfristigen Schulden den kurzfristigen Forderungen und den Bankguthaben, Kassen- und Wertpapierbeständen gegenübergestellt werden. Zudem wird noch die Liquidierbarkeit des Vermögens betrachtet. Also wie schnell und in welchem Umfang das Unternehmen seine Vermögenswerte im Rahmen des normalen Geschäftsverkehrs verflüssigen kann.

In der langfristigen Betrachtung spielt vor allem die Finanzierungspolitik als Teil der Unternehmenspolitik des zu untersuchenden Unternehmens eine Rolle. In erster Linie liegt hier das Augenmerk auf der Kapitalstruktur. Dieser Sachverhalt wird im nachfolgenden Gliederungspunkt genauer betrachtet und extrahiert.

3. Kapitalstrukturanalyse

3.1. Allgemeines zur Kapitalstruktur

Die Kapitalstruktur gibt Auskunft über die relativen Anteile an Eigenkapital, Fremdkapital und anderen im Umlauf befindlichen Wertpapieren eines Unternehmens. Durch sie können Aussagen über die Zusammensetzung, die Quellen, die Art und Fristigkeit des dem Unternehmen zur Verfügung stehenden Kapitals getroffen werden. Die Analyse dieser Punkte ist für Dritte in vielerlei Hinsicht nützlich. Sie verschafft Einblicke in die Liquidität, sie gibt Aufschluss über die Kreditwürdigkeit des jeweiligen Unternehmens für mögliche Fremdkapitalgeber und sie dient der Abschätzung von Finanzierungsrisiken. Doch zunächst ein genereller Umriss.

Unternehmen bekommen von Kapitalgebern Finanz- oder auch Sachmittel zur Verfügung gestellt. Dies kann in Form von Eigenkapital (zeitlich unbefristet) oder Fremdkapital (zeitlich befristet) geschehen. Die Finanzierung eines Unternehmens ergibt sich in den häufigsten Fällen entweder ausschließlich aus Eigenkapital oder aus einer Kombination aus Fremd- und Eigenkapital3. Im Folgenden sollen diese beiden verschiedenen Strukturen anhand eines einfach gewählten Beispiels verglichen werden. Dabei soll aufgezeigt werden wie sich die Cashflows innerhalb eines Projektes in Abhängigkeit von der Kapitalstruktur verändern.

Beispiel:

Das Unternehmen A ist vollständig durch Eigenkapital finanziert. A wird im Rahmen eines Projektes zum Zeitpunkt t0 eine Anfangsinvestition von EUR 900 tätigen. Im nächsten Jahr (Zeitpunkt t1) können durch dieses Projekt Cashflows in Höhe von EUR 1500 bei guter wirtschaftlicher Lage (Boom) oder EUR 900 bei schlechter wirtschaftlicher Lage (Rezession) erbracht werden. Die Wahrscheinlichkeiten beider Szenarien sind gleich. Außerdem müssen Kapitalkosten berücksichtigt werden, da die Cashflows von der Gesamtwirtschaft beeinflusst werden.

- Kapitalkosten: 15 % (Annahme)
- Erwartete Cashflows zu t1: 0,5* (EUR 1500) + 0,5* (EUR 800) = EUR 1150
- Barwert des Unternehmenskapitals: EUR = EUR 1000

Erwartete Cashflows aus Wahrscheinlichkeiten errechnet, anschließend auf 1 Jahr abgezinst. Der Barwert des Unternehmens- oder auch Eigenkapitals beschreibt die Höhe von Mitteln, die das Unternehmen durch die Aussichten dieses Projektes von Eigenkapitalgebern beschaffen kann (Verkauf von Anteilen des Unternehmens). Somit ist in dieser Rechnung der Anfangswert des Eigenkapitals EUR 1000. Im Falle eines Booms erhalten die Anteilseigner eine Rendite in Höhe von 50%, im Falle einer Rezession würde die Rendite -10% betragen (Verlust). Demnach lässt sich die erwartete Rendite wie folgt ermitteln:

- Erwartete Rendite: 0,5 * (50%) + 0,5 * (-10%) = 20%

Das Risiko des ausschließlich durch Eigenkapital finanzierten Unternehmens entspricht dem Risiko des Projekts. Dieses Risiko wird von den Anteilseignern übernommen und im Gegenzug erhalten sie eine angemessene Rendite. Dieser Fall ist anders gelagert bei einem Unternehmen, welches zum Teil durch Fremdkapital finanziert wird:

Das Unternehmen B nimmt zusätzlich zum Verkauf von Anteilen zum Zeitpunkt t0 einen Kredit in Höhe von EUR 600 auf. Der Kredit ist risikolos, da die zukünftigen Cashflows des Projektes in jedem Fall ausreichen werden um die volle Höhe zurückzuzahlen.

- risikoloser Zinssatz: 5% (Annahme)

Somit schuldet das Unternehmen den Kreditgebern zum Zeitpunkt t1:

- EUR 600 * 1,05 = EUR 630

Der Kredit beeinflusst die Cashflows der Eigenkapitalgeber, da in erster Instanz die Verbindlichkeit getilgt werden muss. Daher ergeben sich folgende Cashflows für die Anteilseigner:

- bei guter wirtschaftlicher Lage: EUR 1500 – EUR 630 = EUR 870

- bei schlechter wirtschaftlicher Lage: EUR 900 – EUR 630 = EUR 270

Als nächster Punkt ist zu klären welchen Wert das Eigenkapital des verschuldeten Unternehmens hat. Hier stellt sich jedoch zunächst die Frage, welchen Einfluss die Kapitalstruktur auf den Gesamtwert des Unternehmens hat. In einer äußerst bedeutenden Veröffentlichung von den Wissenschaftlern Franco Modigliani und Merton Miller wurde eine Antwort auf eben jene Frage gegeben, welche für Fachleute aus Wissenschaft und Praxis gleichermaßen überraschend kam4. In diesem Artikel stellten sie fest, dass die Kapitalstruktur in einem vollkommenen Kapitalmarkt5 keinerlei Einfluss auf den Gesamtwert des Unternehmens hat. Dies untermauern sie mit dem Hinweis darauf, dass die Cashflows des Projektes unverändert bleiben und nach wie vor den Cashflows des Unternehmens entsprechen. Somit haben die Cashflows trotz anderer Kapitalstruktur den zuvor berechneten Barwert von EUR 1000. Diese Cashflows ergeben sich bei dem Unternehmen B aus dem Eigen- und Fremdkapital.

-Gesamtwert des Unternehmens = Eigenkapital + Fremdkapital
-EUR 1000 = EK + EUR 600

- EK = EUR 1000 – EUR 600 = EUR 400

Da die Cashflows des Projektes in erster Linie die Verbindlichkeit decken müssen, bleiben weniger Cashflows für die Eigenkapitalgeber übrig. Daher werden die Anteile beim Unternehmen B zu einem niedrigeren Preis verkauft (EUR 400 gegenüber Unternehmen A mit EUR 1000). Für das Unternehmen B bedeutet diese Konstellation keinen Nachteil, da ebenfalls EUR 1000 Kapital aufgebracht werden wie im Unternehmen A. Der eigentliche Unterschied wird aus Sicht der Eigenkapitalgeber sichtbar. Die Verschuldung durch einen Kredit erhöht das Risiko des Eigenkapitals eines Unternehmens. Dieser Sachverhalt soll in der nachfolgenden Tabelle noch einmal verdeutlicht werden:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Eigenkapitalrenditen bei verschiedenen Kapitalstrukturen

Schlussfolgerungen:

In diesem direkten Vergleich wird ersichtlich, dass sich die Renditen der Anteilseigner in den Unternehmen mit verschiedener Kapitalstruktur deutlich unterscheiden. Im Unternehmen A ergibt sich entweder eine Rendite von 50% oder – 10%, woraus eine erwartete Rendite von 20% resultiert. Die Spannweite der Renditen und somit auch das Risiko im Unternehmen B sind dagegen deutlich größer. Hier kann es entweder zu einer Rendite von 117,50% oder -32,50% kommen. Aufgrund dieses höheren Risikos erhalten die Eigenkapitalgeber eine höhere erwartete Rendite, welche in diesem Fall 42,50% entspricht. Diese fällt bei Unternehmen B so hoch aus, da das Eigenkapital durch die Verschuldung von vornherein weniger wert ist und demnach auch weniger von den Eigenkapitalgebern zur Verfügung gestellt wurde als beim Unternehmen A.

An diesem einfachen Beispiel wird klar, dass die Kapitalstruktur eines Unternehmens für die Kapitalgeber eine wichtige Rolle spielt. Es wurde aufgezeigt, dass Eigenkapitalgeber von der Finanzierung eines verschuldeten Unternehmens sogar mehr Rendite erhalten können als von der Finanzierung eines unverschuldeten Unternehmens. Demnach hat die Kapitalstruktur gerade für Kapitalgeber einen hohen Aussagewert. Aus diesem Grund spielt die Analyse der Kapitalstruktur eine entscheidende Rolle in der Finanzwirtschaft.

3.2. Analyse der Kapitalstruktur

Im Rahmen von Finanzanalysen stützt man sich häufig auf sogenannte Kennzahlen6. Bei der Kapitalstrukturanalyse unterscheidet man zwischen vertikalen und horizontalen Kapitalstrukturkennzahlen:

- Vertikale Kapitalstrukturkennzahlen: Hier geht es vor allem um das Verhältnis zwischen Eigen- und Fremdkapital. Es rücken dementsprechend die Fragen nach der Außenfinanzierung und der Verschuldungspolitik des jeweiligen Unternehmens in den Mittelpunkt. Typische Beispiele dieser Art von Kennzahlen sind die Eigenkapitalquote, die Gearing Ratio oder der Verschuldungsgrad.
- Horizontale Kapitalstrukturkennzahlen: Hier geht es vor allem um Investitionen, Finanzierungen und die Liquidität des jeweiligen Unternehmens. Typische Beispiele dieser Art von Kennzahlen sind verschiedene Liquiditätsgrade, die Working Capital Ratio oder die Fristenkongruenz.

Im Folgenden sollen jeweils zwei der typischen vertikalen und horizontalen Kapitalstrukturkennzahlen beleuchtet werden:

Eigenkapitalquote:

Die Eigenkapitalquote ergibt sich aus dem Eigenkapital im Verhältnis zum Gesamtkapital und wird in Prozenten angegeben.

Die Höhe des Eigenkapitals entspricht dem ausgewiesenen Bilanzwert. Gegebenenfalls müssen weitere Bilanzposten hinzugerechnet werden, die einen Eigenkapitalcharakter aufweisen. Beispiele hierfür wären nachrangige Darlehen oder stille Beteiligungen. Da man sich innerhalb dieser Berechnung an Bilanzwerten orientiert, handelt es sich bei der Eigenkapitalquote um eine statische und zeitpunktbezogene Kennzahl zur Beurteilung der finanziellen Stabilität. Durch die Betrachtung von Vorjahren, vom Business Plan und von Branchenvergleichen, werden diese Kennzahlen dynamischer und somit auch aussagekräftiger.

Das Eigenkapital hat eine sogenannte Risikofunktion. Es trägt die Risiken die mit Gewinnen und Verluste des Unternehmens einhergehen. Aus Sicht der Fremdkapitalgeber ist ein hoher Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme attraktiv. Es bildet eine Art Puffer für das Unternehmen gegen Verluste, wodurch es auch in schlechten Zeiten weiterhin zahlungsfähig sein kann. Demnach schätzen Fremdkapitalgeber die Wahrscheinlichkeit von Zahlungsausfällen bei einem Unternehmen mit einer hohen Eigenkapitalquote grundlegend unwahrscheinlicher ein, als bei Unternehmen mit einer niedrigen Eigenkapitalquote.

Gearing Ratio:

Die Gearing Ratio ist eine Form des Verschuldungsgrades eines Unternehmens. Bei der Eigenkapitalquote wurden lediglich Posten auf der Passivseite der Bilanz miteinander verrechnet. Bei der Gearing Ratio werden sowohl relevante Aktiv- als auch Passivposten der Bilanz mit einbezogen. Die Gearing Ratio ergibt sich aus dem Verhältnis von Nettofinanzverschuldung zum Eigenkapital und wird in Prozenten angegeben.

In dieser Formel spielt die Nettofinanzverschuldung eine wichtige Rolle und demnach sollte auch geklärt sein woraus sie sich ergibt. Im Grunde handelt es sich hier um eine Differenz zwischen den gesamten verzinslichen kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten und den verzinslichen Guthaben und Forderungen. Zu ersterem lassen sich unter anderem Darlehen, Anleihen oder Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zählen, zu letzterem zählen beispielsweise Kassenbestand, Bankguthaben sowie Wertpapiere.

Die Gearing Ratio trifft eine Aussage über das noch mögliche zusätzliche Verschuldungspotential eines Unternehmens auf Grundlage seines bestehenden Eigenkapitals.

Je nach Geschäftsmodell und Strategie eines Unternehmens legt das jeweilige Finanzmanagement eine maximale Gearing Ratio fest. Diese besagt in welchem Ausmaß die Aufnahme weiterer Schulden in Verbindung mit der eigenen Wachstumsstrategie noch möglich ist.

[...]


1 Vgl. Guserl/Pernsteiner (2015),

2 Vgl. Gräfer (2010)

3 Berk/DeMarzo (2011),

4 Vgl. Modigliani/Miller, (1958), S. 271-297

5 Im Rahmen der neoklassischen Finanzierungstheorie eine Konstruktion von Annahmen zur Vereinfachung und Anwendung theoretischer Modelle. 3 Bedingungen müssen für einen vollkommenen Kapitalmarkt erfüllt sein: Homogene Erwartungen und Rationalverhalten; Mengenanpassverhalten und perfekter Wettbewerb; Transaktionslosigkeit.

6 Innerhalb der Finanzanalyse werden verschiedene bezifferbare finanzwirtschaftliche Größen in ein Verhältnis gesetzt um Kennzahlen zu errechnen, welche die Datenmenge reduzieren und die Analyse vereinfachen sollen.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Die Kapitalstrukturanalyse. Eine Fallbeispiel
Hochschule
Fachhochschule Erfurt
Note
1,3
Autor
Jahr
2015
Seiten
20
Katalognummer
V454184
ISBN (eBook)
9783668861978
ISBN (Buch)
9783668861985
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Finanzanalyse, Kapitalstruktur, Eigenkapitalquote, Liquiditätsanalyse, Liquiditätsgrad, Liquidität 1. Grades, Working Capital, Working Capital Ratio, CLAAS Gruppe, Jahresabschlussanalyse
Arbeit zitieren
Konrad Beck (Autor), 2015, Die Kapitalstrukturanalyse. Eine Fallbeispiel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/454184

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