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Soziale Arbeit in Brasilien

Über Erlebnispädagogik und interkulturelle Kompetenzen

Titel: Soziale Arbeit in Brasilien

Hausarbeit , 2018 , 24 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Henry Kromer (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit untersucht verschiedene Aspekte von Sozialarbeit. Dabei geht es vor allem um die sogenannte Erlebnispädagogik und um interkulturelle Kompetenzen.

Die Erlebnispädagogik wurde ausschließlich für Jugendliche konzipiert. Dies hat sich heute, beinahe ein Jahrhundert später, bedingt geändert. Noch immer nimmt die Arbeit mit Jugendlichen den höchsten Stellenwert ein. Doch die daraus resultierenden und gewinnbringenden Erfahrungen wurden auch von Vorständen und Führungsetagen erkannt. So passiert es durchaus, dass Betriebsausflüge zu erlebnispädagogischen Einrichtungen für ein besseres Arbeitsklima unternommen werden oder ein Erlebnispädagoge angefordert wird. Denn noch immer überwiegen natursportliche Aktivitäten, doch mit der Zeit haben sich auch der urbane Raum und die Stadt als Erlebnisraum etabliert. Prämisse der Erlebnispädagogik ist, dass sich besondere Erlebnisse tief einprägen und lange nachwirken. Lernprozesse sollen angeregt werden. Wichtig ist die Entwicklung in Verhalten, Denken und Fühlen. Damit werden unter anderem individuelle, sachliche und ökologische Lernziele verfolgt. Wichtig ist, dass die zu vermittelnden Inhalte nicht rein theoretisch vom/von der (Erlebnis-)Pädagogen/Pädagogin vorgegeben werden, sondern sich aus einer realen Situation entwickeln. Nur dadurch kann gewährleistet werden, dass die Lerninhalte ganzheitlich erfahrbar sind. Dadurch wird der Sinn des Erlernten unmittelbar ersichtlich, was insbesondere Jugendlichen entgegenkommt. Die Mehrheit der Angebote richtet sich an Gruppen, dabei kann sowohl mit einigen wenigen Teilnehmern als auch mit Großgruppen gearbeitet werden.

Sozialkompetenzen werden bei der Erlebnispädagogik nicht nur vermittelt, sie sind auch Voraussetzung für individuelle Lernerfolge. Zusätzlich zu Angeboten, zu denen keinerlei Hilfsmittel benötigt werden, können auch Sportarten oder Extremsportarten als Mittel fungieren. Im Gegensatz zu einem eher am Spaß orientierten Sportangebot muss ein erlebnispädagogisches Angebot immer mit einer pädagogischen Zielsetzung kombiniert werden. Dabei soll jedoch keineswegs der Sport wegen des Wettkampfs beziehungsweise aus vergnügendem Antrieb in seinem pädagogischen Wert geschmälert werden. Die Erlebnispädagogik versteht sich eher als parallele, gleichwertige Alternative.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Vorstellung der Projekte

2.1 Brasilien

2.1.1 Das Besucherzentrum in Jarqui

2.1.2 Pierre Verger

2.1.3 Die Pierre Verger Stiftung

2.2 Marokko

2.3 Kamerun

3 Die Durchführung des Projekts

4 Soziale Arbeit in Brasilien

5 Erlebnispädagogik mit interkulturellem Schwerpunkt

5.1 Die Ursprünge der Erlebnispädagogik

5.1.1 Kurt Hahn

5.1.2 Pädagogischer Gedanke

5.2 Die Erlebnispädagogik heute

5.3 Praktische Beispiele

5.3.1 Aufwärmspiele und Vertrauen erlernen

5.3.2 Die Derdianer

5.4 Hürden und Mehrwerte der Erlebnispädagogik vor dem Hintergrund der Interkulturalität

5.4.1 Hürden

5.4.2 Mehrwert

5.5 Fazit

6 Schlusswort

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit reflektiert die Durchführung eines studentischen Hilfsprojekts mit Zielen in Brasilien, Marokko und Kamerun. Das primäre Ziel war die Akquise von Spendengeldern zur Unterstützung lokaler sozialer Projekte, wobei der Fokus insbesondere auf der Methode der Erlebnispädagogik als Werkzeug in interkulturellen Kontexten liegt.

  • Vorstellung und Analyse spezifischer internationaler Hilfsprojekte.
  • Evaluation der Gruppenarbeit und praktischer Fundraising-Aktivitäten.
  • Darstellung der Herausforderungen der Sozialen Arbeit in Brasilien.
  • Einführung in die erlebnispädagogische Theorie nach Kurt Hahn.
  • Diskussion interkultureller Erlebnispädagogik anhand praktischer Lernspiele.

Auszug aus dem Buch

5.3.2 Die Derdianer

Die Derdianer ist ein bekanntes, interkulturelles Lernspiel, in dem es durch das Annehmen verschiedener Rollen darum geht, unterschiedliche kulturelle Regeln, Verhaltensweisen und Erwartungen bei der Umsetzung eines gemeinsamen Projektes zu erfahren und hautnah zu erleben. Im üblichen Spielverlauf wird (Innen) gemeinsam eine Brücke aus Papier und Klebstoff konstruiert und erbaut um ein vorgegebenes Hindernis zu überwinden. Diese Aktion kann auch nach außen verlagert werden. Dabei wird eine Seilbrücke über einen Bachlauf oder eine ähnliche „Schlucht“ gebaut. Dadurch ist es einzelnen Mitgliedern oder gar der ganzen Gruppe, möglich die Schlucht zu überqueren und so einen unmittelbaren Erfolg zu überleben und die angewandten und eventuell von anderen übernommenen Strategien in anderen Situationen abzurufen. Darüber hinaus konnte eine aufregende Erfahrung in der Natur gemacht werden. (vgl. Hornig 2002, 8ff.) Dabei geht es um folgende Situation: Nach einem „schweren Erdbeben“ oder einer anderen (Natur-) Katastrophe in dem Land Derdia, wurde eine Verbindungsbrücke zwischen zwei Dörfern zerstört. Durch den Verlust dieser Brücke verloren die Dorfbewohner/innen sowohl ihren sozialen als auch wirtschaftlichen Austausch. Daraufhin entsendet die UNO (oder eine andere humanitäre Institution) ein Expertenteam von X Ingenieuren/innen um mit Hilfe der Dorfbewohner/innen eine neue Brücke zu errichten. Es handelt sich um die erste Zusammenarbeit der beiden Parteien. Zusätzlich sollen X Beobachter/innen das Geschehen analysieren und neue Einblicke für den interkulturellen Austausch gewinnen. Bevor die Brücke genutzt werden darf, muss diese rituell geweiht werden und vom „TÜV“ abgenommen werden. Der interkulturelle Mehrwert kommt durch die verschiedenen Besonderheiten der Rollen und die vorgegebenen Hindernisse statt (vgl. ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Der Autor erläutert seine Motivation zur Teilnahme an dem sozialen Projekt und reflektiert über die Relevanz globaler sozialer Arbeit jenseits der deutschen Bürokratie.

2 Vorstellung der Projekte: Es werden die Ziele der Gruppenarbeit in den drei Ländern Brasilien, Marokko und Kamerun sowie die dortigen sozialen Gegebenheiten skizziert.

3 Die Durchführung des Projekts: Das Kapitel bietet eine kritische Evaluation der selbst organisierten Fundraising-Aktionen, ihrer Erfolge, Misserfolge und Optimierungsmöglichkeiten.

4 Soziale Arbeit in Brasilien: Eine Analyse der schwierigen sozialen Bedingungen, insbesondere in Favelas, und der Ansätze, dort durch direkte Partizipation und Bildung Demokratie zu fördern.

5 Erlebnispädagogik mit interkulturellem Schwerpunkt: Eine theoretische und praktische Einführung in die Erlebnispädagogik, ihre Wurzeln bei Kurt Hahn und ihr Potenzial für die Arbeit mit internationalen Gruppen.

6 Schlusswort: Ein persönlicher Rückblick auf die Lernprozesse während des Projekts und die Bedeutung dieser Erfahrungen für den zukünftigen beruflichen Werdegang.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Erlebnispädagogik, Interkulturalität, Fundraising, Projektarbeit, Brasilien, Kurt Hahn, Empowerment, Partizipation, Gruppenprozesse, Soziale Gerechtigkeit, Entwicklungszusammenarbeit, Bildung, Sozialpädagogik, Derdianer

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Projektarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit dokumentiert ein studentisches Projekt zur Unterstützung sozialer Vorhaben in Brasilien, Marokko und Kamerun sowie die theoretische Auseinandersetzung mit erlebnispädagogischen Methoden im interkulturellen Kontext.

Welche zentralen Themenfelder behandelt das Dokument?

Die Themen umfassen Fundraising-Strategien für soziale Zwecke, die Analyse sozialer Notlagen in Brasilien und die Anwendung erlebnispädagogischer Ansätze als Mittel zur Förderung kulturellen Verständnisses.

Was ist das primäre Ziel der beschriebenen Projekte?

Das Hauptziel bestand in der Akquise von Spendengeldern durch verschiedene Aktionen, um diese persönlich an die Zielorte zu bringen und damit lokale soziale Einrichtungen wie die Pierre Verger Stiftung zu unterstützen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär zur Reflexion verwendet?

Der Autor nutzt eine Kombination aus Projektreflexion (Evaluation der eigenen Gruppenarbeit) und die theoretische Fundierung durch Literaturrecherche zur Erlebnispädagogik nach Kurt Hahn.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die praktischen Erfahrungen der studentischen Gruppen bei verschiedenen Fundraising-Aktionen bewertet. Anschließend folgt eine tiefgehende Analyse der sozialen Probleme in Brasilien und eine umfassende Einführung in die erlebnispädagogische Methode.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist gekennzeichnet durch Begriffe wie Soziale Arbeit, Erlebnispädagogik, Interkulturalität, Fundraising und Empowerment.

Was ist die spezifische Rolle der "Derdianer" im Text?

Die "Derdianer" dienen als praxisnahes Beispiel für ein interkulturelles Lernspiel, mit dem komplexe zwischenmenschliche Dynamiken und kulturelle Missverständnisse in einer Trainingssituation erlebbar gemacht werden.

Welchen Bezug stellt der Autor zwischen Kurt Hahn und der modernen Sozialarbeit her?

Der Autor greift Hahns Reformpädagogik auf und überträgt seine Grundprinzipien – wie das Gefühl des "gebraucht Werdens" – auf die heutige Erlebnispädagogik, um deren Mehrwert in modernen, interkulturellen Settings zu belegen.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Soziale Arbeit in Brasilien
Untertitel
Über Erlebnispädagogik und interkulturelle Kompetenzen
Hochschule
Hochschule Zittau/Görlitz; Standort Görlitz  (Fakultät Sozialwissenschaften)
Note
1,0
Autor
Henry Kromer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
24
Katalognummer
V454218
ISBN (eBook)
9783668875050
ISBN (Buch)
9783668875067
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sozialarbeit Soziale Arbeit Grenzenlose Sozialarbeit Interkulturelle Kompetenzen Soziale Arbeit in Brasilien Soziale Arbeit im Ausland internationaler Vergleich Interkulturalität Sozialpädagogik Projektarbeit Reise Brasilien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Henry Kromer (Autor:in), 2018, Soziale Arbeit in Brasilien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/454218
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  24  Seiten
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