In dieser Arbeit soll die Frage geklärt werden, ob und inwiefern der WhatsApp Messenger aufgrund der gegebenen Umstände und der temporären Probleme als eine disruptive Technologie fungiert und somit eine potenzielle Gefahr für die Nutzung der SMS darstellt. Mithilfe verschiedener Leitfragen wird versucht, den Umgang mit WhatsApp auf den Grund zu gehen und genauer zu betrachten.
Zentrale Punkte der Hausarbeit sind einerseits die Häufigkeit der Nutzung, das heißt herauszufinden wie oft, warum und wie viele Menschen WhatsApp nutzen. Daraus wird die Schlussfolgerung gezogen, ob und inwiefern WhatsApp eine Disruptive Technologie gegenüber der SMS sein kann.
Längst werden Mobiltelefone nicht mehr nur zum Telefonieren verwendet. Die Mobiltelefone werden als Terminplaner, Wecker und zum Fotografieren und verschicken komplexer Bilder genutzt. Besonders beliebt ist auch der Versand von Kurzmitteilungen. Ob bei Gewinnspielen, Televotings, Infodiensten, ob im Beruf oder Privat, aus der multimedialen Gesellschaft sind SMS (Short Message Service) kaum mehr wegzudenken.
Doch unlängst sucht man billigere und praktischere Möglichkeiten eine Kurzmitteilung zu versenden. Vor ein paar Jahren noch völlig unbekannt, hat die SMS-Alternative WhatsApp in kürzester Zeit Kultstatus bei den Smartphone-Nutzern erreicht und ist mittlerweile weltbekannt. Die Nutzung des Messengers wird immer populärer. Millionen von Menschen auf der ganzen Welt nutzen die App Tag für Tag. Doch die wenigsten denken darüber nach, was für Folgen und Auswirkungen ihre Nutzung haben kann. Bereits in der Vergangenheit waren immer wieder schwere Sicherheitslücken bei dem Nachrichtendienst aufgedeckt worden und auch in letzter Zeit sind viele Schlagzeilen über WhatsApp in den Medien zu verfolgen – die Meldungen sind zumeist negativer Natur.
Die Tatsache, dass WhatsApp sehr modern und ein erst seit einigen Jahren wachsendes Medium ist, hat zur Folge, dass die Literatur noch recht überschaubar ist. Es liegt erst wenig Fachliteratur vor, daher ist beinahe der gesamte Forschungsstand im Internet angesiedelt. Folglich ist dieses Thema dynamisch und spannend für die Zukunft. Die Nutzung von WhatsApp kann möglicherweise in der Zukunft zunehmen und damit verbunden ist ebenfalls der Einfluss der Applikation auf die Nutzung der SMS.
Inhaltsverzeichnis
2. Einleitung
3. Definition
3.1 Die klassische SMS
3.2 WhatsApp Messenger
3.3 Disruptive Technologien
4. Unternehmensanalyse von WhatsApp Inc.
4.1 Finanzierung und Werbung
4.2 Gefahren und Sicherheit
4.2.1 Interview
5. Perspektiven der Entwicklung
5.1 Fakten und Statistiken
5.2 Funktionen im Vergleich
5.3 Entwicklung in der Zukunft
6. Fazit
7. Verzeichnis
7.1 Abbildungs- und Statistikenverzeichnis
7.2 Quellenverzeichnis
7.3 Anhang: Interview mit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit der WhatsApp Messenger aufgrund seiner technologischen und funktionalen Vorteile sowie der aktuellen Marktentwicklung als disruptive Technologie gegenüber der klassischen SMS eingestuft werden kann und welche Sicherheitsrisiken dies für die Nutzer birgt.
- Analyse der Funktionsweise und Evolution des SMS-Dienstes im Vergleich zu modernen Messengern.
- Untersuchung des Unternehmensmodells von WhatsApp Inc. unter besonderer Berücksichtigung von Finanzierung und Sicherheitsaspekten.
- Empirische Betrachtung der Marktzahlen und Nutzungsstatistiken mobiler Kommunikationsdienste.
- Diskussion der Marktverdrängung durch disruptive Innovationen im Bereich der mobilen Kommunikation.
Auszug aus dem Buch
3.3 Disruptive Technologien
Die Entwicklung der modernen Zivilisation erlaubt dem Menschen, das eigene Umfeld zu gestalten und kontinuierlich zu verbessern. Die Erkenntnis, dass ein Stein mehr als ein einfaches Wurfobjekt darstellt, kann als erste nennenswerte Innovation der Menschheit gesehen werden. Auch weit über 800.000 Jahre später bestimmen Innovationen den Alltag.
Der Begriff disruptive Technologien wurde von Clayton M. Christensen in seinem Artikel ‚Disruptive Technologies: Catching the Wave‘ (1995) definiert. In dieser Arbeit entwickelt er sowohl eine Theorie über die disruptiven Innovationen, als auch Grundlagen und unterschiedlichste Merkmale von Innovationen.
Eine disruptive Technologie ist eine Innovation, die eine bestehende Technologie, ein bestehendes Produkt oder eine bestehende Dienstleistung möglicherweise vollständig oder teilweise verdrängt. Die disruptive Innovation ist ein Synonym für die disruptive Technologie.
Diese Technologien sind bei der Markteinführung gegenüber den etablierten Produkten unterlegen, da die Produktleistung als schlechter beurteilt wird. Parallel bieten sie jedoch modernere und andersartige Leistungsmerkmale gegenüber bestehenden Produkten , was speziellen Kundengruppen zu Gunsten kommt. Produkte, die auf einer disruptiven Technologie basieren, sind typischerweise günstiger, einfacher zu handhaben und häufig komfortabler zu nutzen. Sie können im Zeitverlauf ein starkes Wachstum aufweisen und vorhandene Märkte bzw. Produkte und Dienstleistungen teilweise oder komplett verdrängen. Sowohl die Ansprüche der Kunden im Markt, als auch die Qualität der angebotenen Produkte erhöhen sich im Zeitablauf.
Zusammenfassung der Kapitel
2. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Verbreitung der mobilen Kommunikation und stellt die zentrale Forschungsfrage, ob WhatsApp als disruptive Technologie die klassische SMS verdrängen kann.
3. Definition: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen wie die klassische SMS, der WhatsApp Messenger und das Konzept der disruptiven Innovation definiert.
4. Unternehmensanalyse von WhatsApp Inc.: Das Kapitel analysiert das Geschäftsmodell von WhatsApp, insbesondere Finanzierung und Sicherheitsrisiken, und beinhaltet ein Experteninterview.
5. Perspektiven der Entwicklung: Hier werden Marktstatistiken ausgewertet, Funktionen verglichen und die zukünftigen Entwicklungsszenarien für SMS und WhatsApp gegenübergestellt.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass WhatsApp eine teilweise disruptive Technologie darstellt, wobei zukünftige Entwicklungen abzuwarten bleiben.
Schlüsselwörter
WhatsApp, SMS, disruptive Technologien, mobile Kommunikation, Messenger, Datensicherheit, Unternehmensanalyse, Marktanteile, Smartphone, Innovation, digitale Transformation, Internet-Messaging, Applikation, Telekommunikation, Nutzerverhalten
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Konkurrenzverhältnis zwischen der klassischen SMS und dem WhatsApp Messenger im Kontext medienökonomischer Entwicklungen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der technologischen Definition disruptiver Innovationen, dem Funktionsvergleich von Messaging-Diensten und einer Analyse von Sicherheitsaspekten.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Es wird geklärt, ob und inwiefern der WhatsApp Messenger aufgrund seiner Eigenschaften und der Marktsituation als disruptive Technologie fungiert, die die SMS verdrängt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, der Auswertung aktueller Marktstatistiken sowie einem Experteninterview mit einem IT-Sicherheitsexperten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Unternehmensanalyse von WhatsApp, eine Untersuchung von Sicherheitslücken und eine Analyse der Entwicklungsperspektiven basierend auf Nutzerstatistiken.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe umfassen WhatsApp, SMS, disruptive Technologien, mobile Kommunikation, Datensicherheit und Smartphone-Nutzung.
Welches Sicherheitsrisiko sieht der Experte bei WhatsApp?
Der Experte kritisiert insbesondere die unverschlüsselte Übertragung von Adressbüchern und die mangelnde Identifikationssicherheit auf den Servern.
Warum wird WhatsApp als disruptive Technologie eingestuft?
Aufgrund des größeren Funktionsumfangs bei geringeren Kosten und der stetig wachsenden Nutzerzahlen erfüllt der Messenger die klassischen Merkmale einer disruptiven Innovation.
- Arbeit zitieren
- Else Kunze (Autor:in), 2012, WhatsApp. Disruptive Technologie der klassischen SMS?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/454679