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Leitbild Mensch - Ein unternehmensbezogener Ansatz für eine innovative Betriebliche Soziale Arbeit

Title: Leitbild Mensch - Ein unternehmensbezogener Ansatz für eine innovative Betriebliche Soziale Arbeit

Diploma Thesis , 2004 , 130 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Vanessa Krings-Sarhan (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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Diese Arbeit gibt einen Einblick darin, was innovative Betriebliche Soziale Arbeit beinhaltet. Der Anreiz, mich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, entstand durch meine Arbeit in einem Beratungsunternehmen für mittelständische Betriebe. Grundsätzlich mag ich die Arbeit mit Menschen. Meine Person und mein professionelles Wissen stelle ich gerne zur Verfügung, um anderen Menschen in ihren Veränderungen und Entscheidungen behilflich zu sein. Die Arbeit im Beratungsunternehmen hat mir folgendes gezeigt: Meine Arbeit als Initiator und Multiplikator in Teams, Workshops und Fortbildungen, kann viele Menschen erreichen und somit auch mehr Menschen nützen. Dementsprechend suchte ich nach einer Verbindung zwischen den Tätigkeiten eines Beratungsunternehmens und der Sozialen Arbeit. Eine mögliche Verbindung ist die Betriebssozialarbeit.

Jedoch befasst sich die klassische Betriebssozialarbeit hauptsächlich mit der Beratung einzelner Personen (personenbezogener Ansatz). Das ist meines Erachtens eine zu einseitige Arbeitsweise für Sozialarbeiter in Unternehmen. Dafür existieren zwei Gründe:
1. wird das professionelle Potential der Sozialarbeiter – im Sinne einer Ressource des Unternehmens – nicht genügend ausgeschöpft.
2. bieten sich in einem Unternehmen andere Aufgabenfelder für Sozialarbeiter, die für den Betrieb wesentlich effektiver sind und die der personenbezogene Ansatz alleine nicht abdecken kann.

Des Weiteren ist die klassische Betriebssozialarbeit problemorientiert und symptombezogen ausgerichtet, mit dem Ziel, die Ursachen des Problems zu beseitigen. Auf diese Weise sollen die Symptome, wie hohe Fehlzeiten, Sucht et cetera, vermindert oder aufgelöst werden, um den jeweiligen Mitarbeiter wieder „funktionsfähig“ für das Unternehmen zu machen. Letztlich kann dies bis zur Entmündigung des Klienten (Mitarbeiters) führen, da der Sozialarbeiter das Problem des Klienten (zum Beispiel, Alkoholabhängigkeit) benennt bzw. diagnostiziert und nicht den Klienten fragt ob, und was er an sich verändern möchte. Damit die Abgrenzung zu diesen älteren Inhalten transparenter wird, habe ich die moderne Betriebssozialarbeit mit der Begrifflichkeit „Betriebliche Soziale Arbeit“ benannt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Die klassische Betriebssozialarbeit

1.1 Die Historie – von der Fabrikpflege zur Betriebssozialarbeit

1.2 Aufgabenfelder der klassischen, symptombezogenen Betriebssozialarbeit

1.3 Soziale Arbeit und Betriebssozialarbeit

1.3.1 Die Zusammenhänge

1.3.2 Kompetenzen professioneller (betrieblicher) Sozialarbeiter

1.3.3 Arbeitsformen der Sozialen Arbeit in der Betriebssozialarbeit

1.3.3.1 Soziale Einzelhilfe

1.3.3.1.1 Case Management

1.3.3.2 Soziale Arbeit mit Einzelnen in der Betriebssozialarbeit

1.3.3.3 Soziale Gruppenarbeit

1.3.3.4 Soziale Arbeit mit Gruppen in der Betriebssozialarbeit

1.3.3.5 Soziale Gemeinwesenarbeit

1.3.3.6 Soziale Arbeit mit Gemeinwesen in der Betriebssozialarbeit

1.3.4 Fazit

2 Weiterentwicklung der Betriebssozialarbeit

2.1 Gesellschaftliche und globale Veränderungen und deren Auswirkungen auf Unternehmen

2.1.1 Individualisierung, Globalisierung, Wertewandel

2.1.2 Auswirkungen auf die Arbeitnehmer

2.1.3 Konsequenzen für Unternehmen

2.1.4 Auswirkungen auf die Betriebssozialarbeit

2.2 Die lernende Organisation

2.2.1 Warum Organisationen lernen müssen

2.2.2 Merkmale der lernenden Organisation

2.2.3 Die Basis der lernenden Organisation – Systemtheorie

2.2.3.1 Eigenschaften lebender Systeme

2.2.3.2 Steuerung von Systemen und Reduzierung von Komplexität

2.2.3.3 Das Emergenz-Prinzip und wie Organisationen lernen

2.2.3.4 Das konstruktivistische Paradigma

2.2.4 Modell einer lernenden Organisation

3 Betriebliche Soziale Arbeit mit Individuen

3.1 Von der problem- und symptombezogenen Betriebssozialarbeit zur Lösungs- und Ressourcenorientierung der Betrieblichen Sozialen Arbeit

3.1.1 Das LOT-Prinzip

3.1.1.1 Die W.A.S.-Technik

3.1.1.2 Ziele, Aufgaben und Komplimente

3.1.2 Fazit

3.2 Coaching – die moderne Form der Mitarbeiterführung

3.2.1 Was ist Führung / Coaching?

3.2.1.1 Führungsstile

3.2.1.1.1 Situative Führung

3.2.2 Anforderungen an einen Coach

3.2.2.1 Menschenbild

3.2.2.2 Der ethische Orientierungsrahmen

3.2.2.3 Emotionale Intelligenz und Soft-Skills

3.2.2.4 Dialogfähigkeit

3.2.3 Aufgaben eines Coachs

3.2.4 Unterstützung des Coachs durch Betriebliche Soziale Arbeit

4 Betriebliche Soziale Arbeit mit Gruppen / Teams

4.1 Was ist Teamberatung?

4.1.1 Anlässe für eine Teamberatung

4.1.1.1 Typische Problemfelder

4.1.2 Vorgehensweise

4.1.2.1 Auftrag

4.1.2.2 Interventionskonzept

4.1.2.3 Interventionsaspekte

4.2 Lösungsorientierte Teamarbeit

4.2.1 Zehn Grundregeln für lösungsorientierte Teamarbeit

4.2.2 Durchführung lösungsorientierter Teamentwicklung

4.2.3 Abgrenzung zur klassischen Teamarbeit

4.3 Fazit

5 Betriebliche Soziale Arbeit mit Gesamtorganisationen

5.1 Organisationsentwicklung

5.2 Modell einer systemisch-evolutionären Organisationsentwicklung

5.2.1 Prinzipien des Modells

5.2.2 Sechs Phasen des Organisationsentwicklungs-Prozesses

5.2.2.1 Orientierungsphase

5.2.2.2 Phase der Situationsklärung

5.2.2.3 Phase der Zielfindung

5.2.2.4 Formieren der systeminternen Steuerungsstruktur für den Organisationsentwicklungs-Prozess

5.2.2.5 Information des Gesamtsystems

5.2.2.6 Arbeit in Teilprojekten

5.2.3 Die Position der Betrieblichen Sozialen Arbeit innerhalb des Organisatonsentwicklungs-Prozesses

6 Resümee

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, einen modernen, innovativen Ansatz der Betrieblichen Sozialen Arbeit zu entwickeln, der über die klassische, symptombezogene Beratung hinausgeht. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, wie Sozialarbeiter Unternehmen im Rahmen einer lernenden Organisation unterstützen können, um deren Veränderungs- und Lernfähigkeit zu verbessern.

  • Verbindung von Beratungsansätzen mit der Sozialen Arbeit in Unternehmen.
  • Implementierung eines systemisch-evolutionären Modells der Organisationsentwicklung.
  • Anwendung von Coaching-Methoden zur modernen Mitarbeiterführung.
  • Integration von lösungs- und ressourcenorientierten Arbeitsweisen (LOT-Prinzip) auf verschiedenen Ebenen.
  • Förderung der Selbstkompetenz und Eigenverantwortung von Mitarbeitern und Führungskräften.

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Was ist Führung / Coaching?

Niemeyer / Postall definieren Führung folgendermaßen: „Unter Führung versteht man die ziel- und ergebnisorientierte Beeinflussung des Verhaltens eines Individuums oder einer Gruppe zur Erfüllung gemeinsamer Aufgaben.“

Es geht daher mit anderen Worten um die Herbeiführung eines gewünschten Verhaltens einer Person oder Gruppe durch Beeinflussung. Diese geschieht bewusst im Sinne von Motivation, Förderung und Unterstützung seitens des Coachs und nicht im Sinne von Manipulation. Dazu ist es natürlich erforderlich, dass der Coach Maßnahmen und Ziele zusammen mit Individuum oder Gruppe ausarbeitet. Er muss seine eigenen Ideen transparent machen, da sonst, seine Art zu führen, doch auf Manipulation und Bevormundung hinausläuft. Des Weiteren geschieht diese Beeinflussung des Individuums / der Gruppe nur zweckmäßig zur Durchführung gemeinsamer Aufgaben und zur Erreichung bestimmter Ziele.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Die klassische Betriebssozialarbeit: Dieses Kapitel erläutert die historischen Anfänge von der Fabrikpflege bis hin zur modernen Betriebssozialarbeit und stellt deren ursprüngliche, symptombezogene Arbeitsweisen dar.

2 Weiterentwicklung der Betriebssozialarbeit: Hier wird der Zusammenhang zwischen ökonomisch-gesellschaftlichem Wandel und der Notwendigkeit für Unternehmen, sich zu einer lernenden Organisation zu entwickeln, aufgezeigt.

3 Betriebliche Soziale Arbeit mit Individuen: Der Fokus liegt auf dem Übergang zu einer lösungs- und ressourcenorientierten Beratung nach dem LOT-Prinzip sowie dem Coaching als moderner Führungsform.

4 Betriebliche Soziale Arbeit mit Gruppen / Teams: Das Kapitel behandelt die Teamberatung und lösungsorientierte Teamarbeit als Mittel zur Steigerung von Produktivität und Kreativität in Gruppen.

5 Betriebliche Soziale Arbeit mit Gesamtorganisationen: Diese Einheit beschreibt Organisationsentwicklung als systemisch-evolutionären Prozess und die Rolle der Sozialen Arbeit darin.

6 Resümee: Die Arbeit fasst zusammen, dass eine moderne Betriebliche Soziale Arbeit systemisch ausgerichtet sein muss, um Unternehmen im Wandel zu unterstützen und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.

Schlüsselwörter

Betriebliche Soziale Arbeit, Lernende Organisation, Coaching, Systemtheorie, Organisationsentwicklung, LOT-Prinzip, Lösungsorientierung, Ressourcenorientierung, Mitarbeiterführung, Teamberatung, Sozialpädagogik, Change Management, Systemisches Denken, Betriebsklima, Veränderungsfähigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit entwickelt einen innovativen, unternehmensbezogenen Ansatz der Sozialen Arbeit, um Unternehmen in Zeiten des Wandels besser zu unterstützen.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Weiterentwicklung der klassischen Betriebssozialarbeit hin zu einer lösungs- und ressourcenorientierten Praxis, der Implementierung einer lernenden Organisation und dem Coaching als Instrument moderner Führung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Veränderungs- und Lernfähigkeit in Unternehmen zu fördern, indem der Sozialarbeiter als Initiator und Moderator auf verschiedenen Systemebenen (Individuum, Gruppe, Organisation) agiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt systemtheoretische Ansätze und integriert insbesondere das lösungsorientierte LOT-Prinzip nach Mehlmann / Röse sowie Modelle zur Organisationsentwicklung nach Häfele.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in drei Ebenen: Die Arbeit mit Individuen (Beratung, Coaching), mit Gruppen (Teamberatung) und mit Gesamtorganisationen (Organisationsentwicklung).

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben der Betrieblichen Sozialen Arbeit, das LOT-Prinzip, Systemtheorie, Coaching, Empowerment, Ressourcenorientierung und die lernende Organisation.

Inwiefern unterscheidet sich der hier vorgestellte Ansatz von der klassischen Betriebssozialarbeit?

Während klassische Ansätze primär problemorientiert und symptombezogen agieren, setzt der hier vorgeschlagene Ansatz auf eine konsequente Lösungs- und Ressourcenorientierung, die den Klienten als Experten seiner selbst betrachtet.

Welche Rolle spielt die Führungskraft als „Coach“ im Modell der lernenden Organisation?

Die Führungskraft fungiert als „Primus inter pares“ (Erster unter Gleichen), der seine Mitarbeiter begleitet, fördert und anleitet, statt sie autoritär zu führen, um gemeinsam Unternehmensziele zu erreichen.

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Details

Title
Leitbild Mensch - Ein unternehmensbezogener Ansatz für eine innovative Betriebliche Soziale Arbeit
College
University of Applied Sciences North Rhine-Westphalia Köln
Grade
1,0
Author
Vanessa Krings-Sarhan (Author)
Publication Year
2004
Pages
130
Catalog Number
V45492
ISBN (eBook)
9783638428866
Language
German
Tags
Leitbild Mensch Ansatz Betriebliche Soziale Arbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Vanessa Krings-Sarhan (Author), 2004, Leitbild Mensch - Ein unternehmensbezogener Ansatz für eine innovative Betriebliche Soziale Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/45492
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