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Ist der US-Senat im Vergleich zum US-Repräsentantenhaus das aristokratisch(er) determinierte Gremium?

Titre: Ist der US-Senat im Vergleich zum US-Repräsentantenhaus das aristokratisch(er) determinierte Gremium?

Travail d'étude , 2018 , 30 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Andre Bonn (Auteur)

Politique - Systèmes politiques en général et en comparaison
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Die vorliegende Studienarbeit befasst sich mit der Ausgestaltung der beiden Kammern der Legislative der Vereinigten Staaten von Amerika - US-Repräsentantenhaus und US-Senat - im dortigen „bikameralen System“. Schwerpunkte bilden im Besonderen die geschichtliche Entwicklung beider Körperschaften, deren Zusammensetzung sowie das Aufspüren aristokratischer Strukturen.

Im Allgemeinen wird mit Aristokratie vor allem die Herrschaft einer adligen Oberschicht bezeichnet, wenngleich die ursprüngliche Bedeutung „Herrschaft der Besten“ lautet. Historisch betrachtet liegt dies darin begründet, dass die Eigenschaft, zu den Besten zu gehören, in der Regel mit dem Aufwachsen in adligen Kreisen einherging. Wird von „Geldaristokratie“ oder „Herrschaft der Besitzenden/Angesehenen“ – auch Timokratie genannt – gesprochen, so ist gemeint, dass politische Privilegien vom Vermögen des einzelnen Bürgers abhängen.

Im Hinblick auf die Thematik der Studienarbeit wird im Folgenden zum einen analysiert, ob und inwieweit die verfassungsmäßige Ausgestaltung des Kongresses der Vereinigten Staaten von Amerika mit den beiden Kammern US-Repräsentantenhaus und US-Senat die Grundlage für ein System „demokratischer Aristokratie“ bildet.

Extrait


Inhaltsverzeichnis der Studienarbeit

1. Einleitung

2. Analyse der Fragestellung im Hinblick auf Vorläufer des US-Senates – historische Aspekte des Begriffes

2.1 Demokratisierungsprozesse und aristokratische Strukturen im antiken Athen und antiken Rom: Zusammensetzung, Funktionsweise und Rolle des römischen Senates innerhalb der Gesellschaft

2.2 Erkenntnisse, die hinsichtlich der Ausgestaltung des historischen Vorbildes – römischer Senat – abgeleitet wurden und Anpassungen, die in Bezug auf die Ausgestaltung des US-Senates vollzogen wurden

3. Ausgestaltung des US-Senates und des US-Repräsentantenhauses

3.1 US-Senat und US-Repräsentantenhaus: Institutionelle Merkmale und Aufgabenzuweisung der beiden Kammern des Kongresses

3.2 Analyse des US-Kongresses im Hinblick auf dessen Zusammensetzung sowie in Bezug auf Ausgaben und Einnahmen der Mitglieder beider Körperschaften

4. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Studienarbeit untersucht die Forschungsfrage, ob der Senat der Vereinigten Staaten in seiner Funktion als Zweite Kammer der Legislative im Vergleich zum Repräsentantenhaus ein stärker aristokratisch determiniertes Gremium darstellt. Hierbei werden historische antike Vorbilder als Analyseebene herangezogen, die verfassungsmäßige Ausgestaltung des Kongresses beleuchtet sowie der Einfluss von Wahlkampffinanzierungen und ökonomischen Faktoren auf die Zusammensetzung der parlamentarischen Akteure betrachtet.

  • Historische Analyse aristokratischer Strukturen in Athen und Rom als Referenzpunkte
  • Institutioneller Vergleich zwischen US-Senat und US-Repräsentantenhaus
  • Untersuchung der Bedeutung von "Checks and Balances" und Gesetzgebungsverfahren
  • Analyse der sozioökonomischen Zusammensetzung und Berufsstruktur des US-Kongresses
  • Einfluss von Lobbyismus und "Super-PACs" auf die politische Willensbildung

Auszug aus dem Buch

Absatz 63 –The Senate Continued– widmet sich vor allem der Notwendigkeit der Einführung eines Senates in den Vereinigten Staaten und geht auf dessen verfassungsmäßige Ausgestaltung ein.

„[…] All diese Überlegungen gewinnen zusätzlich an Gewicht, wenn man sich vergegenwärtigt, daß die Geschichte uns von keiner langlebigen Republik zu berichten weiß, die nicht über einen Senat verfügte. Sparta, Rom und Karthago sind tatsächlich die einzigen Staaten, auf die diese Kennzeichnung" angewendet werden kann. In den beiden erstgenannten gab es einen Senat auf Lebenszeit. Der Aufbau des Senates in letzterem ist weniger bekannt. Gewisse Indizien lassen es jedoch als wahrscheinlich erscheinen, daß Karthago sich in diesem Punkt von den beiden anderen nicht unterschied. Es ist zumindest sicher, daß der Senat über irgendwelche Qualitäten verfügte, die ihn zu einem Bollwerk gegen die Unbeständigkeit der öffentlichen Meinung machte, und daß ein kleiner, aus dem Senat ausgewählter Rat nicht nur auf Lebenszeit ernannt wurde, sondern auch freigewordene Sitze selbst wieder besetzen konnte. Diese Beispiele sind, auch wenn sie gleichermaßen zur Nachahmung ungeeignet wie mit dem amerikanischen Geist unvereinbar sind, nichtsdestoweniger im Vergleich damit, wie kurzlebig und turbulent die Existenz anderer Republiken war, sehr lehrreiche Zeugnisse für die Notwendigkeit irgendeiner Einrichtung, die Stabilität mit Freiheit zu vereinen weiß.“

Die in den „Federalist Papers“ aufgegriffenen Punkte verdeutlichen, dass sich deren Verfasser des Spannungsfeldes sowie der Notwendigkeit der Einrichtung einer Institution, die gleichzeitig Stabilität und Freiheit vereint, im Klaren waren. Hierzu merkten sie an, „dass von keiner langlebigen Republik berichtet werden könne, die über keine solche Institution [Senat] verfüge“. Sie stimmten des Weiteren in der Ansicht überein, dass „die im ehemaligen Rom vorgenommene Ausgestaltung [der vorgenannten Körperschaft] nicht mit dem amerikanischen Geist zu vereinbaren sei“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Fragestellung ein, ob der US-Senat als aristokratischeres Gremium als das Repräsentantenhaus zu verstehen ist und definiert den Begriff der Aristokratie im Kontext der Arbeit.

2. Analyse der Fragestellung im Hinblick auf Vorläufer des US-Senates – historische Aspekte des Begriffes: Dieses Kapitel vergleicht demokratische und aristokratische Strukturen der Antike (Athen/Rom) mit der Konzeption des US-Senats.

3. Ausgestaltung des US-Senates und des US-Repräsentantenhauses: Das Kapitel vergleicht die institutionellen Merkmale, Verfahrensweisen und die sozioökonomische Zusammensetzung beider Kammern des Kongresses.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass der Senat aufgrund seiner Struktur und Kompetenzen als das stärker aristokratisch geprägte Element im Vergleich zum Repräsentantenhaus bezeichnet werden kann.

Schlüsselwörter

Aristokratie, US-Senat, US-Repräsentantenhaus, Kongress, Legislative, Demokratisierung, Federalist Papers, Gewaltenteilung, Wahlkampffinanzierung, Super-PACs, Lobbyismus, Verfassung, Politikwissenschaft, Gesetzgebungsverfahren, politische Elite.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, inwiefern der US-Senat aufgrund seiner verfassungsmäßigen Ausgestaltung und Zusammensetzung als eine "aristokratischere" Institution im Vergleich zum Repräsentantenhaus bewertet werden kann.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind historische antike Vorbilder (Athen/Rom), das bikamerale System der USA, institutionelle Unterschiede beider Kammern sowie der Einfluss von Geld auf die politische Zusammensetzung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Forschungsfrage zu klären, ob der US-Senat im Vergleich zum Repräsentantenhaus ein aristokratisch determiniertes Gremium darstellt und wie externe Faktoren diese Struktur beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine vergleichende Analyse durchgeführt, die historische Konzepte mit der aktuellen verfassungsmäßigen und faktischen Ausgestaltung des US-Kongresses abgleicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet historische Hintergründe, vergleicht institutionelle Merkmale wie Amtsdauer und Zuständigkeiten und analysiert die Berufsstruktur sowie Wahlkampffinanzierungen der Kongressabgeordneten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Aristokratie, US-Kongress, Legislative, Gewaltenteilung, Wahlkampffinanzierung und Super-PACs charakterisiert.

Welche Rolle spielen die Federalist Papers in der Untersuchung?

Die Federalist Papers dienen als theoretische Grundlage, um die Intention der Gründerväter bei der Etablierung des Senats als stabilisierendes Element ("ewiges Verfassungsorgan") zu verstehen.

Welche Bedeutung haben Super-PACs für die aktuelle US-Politik?

Super-PACs ermöglichen es, unbegrenzt finanzielle Mittel für oder gegen Kandidaten einzusetzen, was laut Autor die demokratische Grundordnung untergraben und eine "Geldaristokratie" fördern kann.

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Résumé des informations

Titre
Ist der US-Senat im Vergleich zum US-Repräsentantenhaus das aristokratisch(er) determinierte Gremium?
Université
University of Kaiserslautern  (Sozialwissenschaften)
Cours
Federalist Papers
Note
1,7
Auteur
Andre Bonn (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
30
N° de catalogue
V455236
ISBN (ebook)
9783668865846
ISBN (Livre)
9783668865853
Langue
allemand
mots-clé
Kongress Repräsentantenhaus Senat US-Kogress US-Repräsentantenhaus US-Senat Federalist Papers PAC PACs Super-PAC Super PACs Legislative US-Legislative Speaker Minority Leader Majority Leader Political Action Committee unanimous consent Filibuster Filibustering Aristokratie
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Citation du texte
Andre Bonn (Auteur), 2018, Ist der US-Senat im Vergleich zum US-Repräsentantenhaus das aristokratisch(er) determinierte Gremium?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/455236
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Extrait de  30  pages
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