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Sind wir wirklich Schwestern? Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Frauenbewegungen im geteilten Deutschland

Título: Sind wir wirklich Schwestern? Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Frauenbewegungen im geteilten Deutschland

Trabajo Escrito , 2010 , 19 Páginas , Calificación: 2

Autor:in: Franziska Wiesbeck (Autor)

Historia de Europa - Europa desde la Guerra Fría
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Diese Arbeit befasst sich mit der zweiten Welle der Frauenbewegung, die ihren Beginn im Deutschland der 60er Jahre hatte. In beiden Teilen Deutschlands begannen die Frauen sich für ihre Rechte stark zu machen, einmal in der demokratischen Bundesrepublik, zum anderen in der sozialistischen Diktatur der DDR.

Im Folgenden werden die Unterschiede und Gemeinsamkeiten beider Bewegungen herausgearbeitet, die am Beispiel der beiden Feministinnen Alice Schwarzer (BRD) und Irmtraud Morgner (DDR) verdeutlicht werden. Zudem liegt das Augenmerk auf der Frage, inwieweit der Staat, in dem eine Bewegung agiert, Einfluss auf diese hat und sie teilweise auch mitformt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Was ist eigentlich Feminismus? Eine kleine Einführung inklusive Literaturüberblick

2. Frauenbewegung in Ost und West – ein Vergleich

2.1 Die Lage der Frauen nach dem Zweiten Weltkrieg

2.1.1 In Westdeutschland

2.1.2 In Ostdeutschland

2.2 Die Entwicklung der Frauenbewegung von 1968 bis 1990

2.2.1 In Westdeutschland

2.2.2 In Ostdeutschland

2.3 Lauter Protest gegen leise Literatur – ein Vergleich der Autorinnen Alice Schwarzer und Irmtraud Morgner

2.3.1 Biographien beider

2.3.2 Werk und Beziehung zum Staat und zur Öffentlichkeit

2.4. Wenn man Verstärkung erwartet und nur neue Probleme erntet – die Probleme beider Frauenbewegungen nach der Wende 1989 S. 15-16

3. Frauenpolitik als Propagandamittel des Kalten Krieges S. 16-17

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Frauenbewegungen im geteilten Deutschland, wobei der Einfluss der jeweiligen politischen Systeme auf die feministischen Bestrebungen im Mittelpunkt steht. Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen der westdeutschen autonomen Bewegung und der staatlich gelenkten Frauenpolitik in der DDR aufzuzeigen und dabei die Auswirkungen der ideologischen Rahmenbedingungen des Kalten Krieges kritisch zu reflektieren.

  • Vergleich der Ausgangslage der Frauen nach 1945 in Ost und West
  • Analyse der Frauenbewegungen zwischen 1968 und 1990
  • Biografische und werkbasierte Gegenüberstellung von Alice Schwarzer und Irmtraud Morgner
  • Herausforderungen der Frauenbewegungen nach der Wiedervereinigung 1989
  • Frauenpolitik als Instrument der Propaganda während des Kalten Krieges

Auszug aus dem Buch

2.3.2 Werk und Beziehung zum Staat und zur Öffentlichkeit

Es bietet sich ein Vergleich der beiden Autorinnen anhand ihrer wichtigsten und erfolgreichsten Bücher an. Bei Alice Schwarzer handelt es sich um „Der kleine Unterschied und seine großen Folgen“ aus dem Jahre 1975, und bei Irmtraud Morgner um „Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz nach Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura“ von 1974. Zuallererst einmal ist schon die Form in der die Werke erscheinen sehr unterschiedlich, Schwarzers Werk ist als Sachbuch gehalten, Morgners Trobadora ist ein Roman. Hier lässt sich die These aufstellen, dass das schon ein Zeichen dafür ist, in welchem Staat die Autorin lebte. Die BRD-Autorin Schwarzer hatte das Recht zur freien Meinungsäußerung und konnte uneingeschränkt davon Gebrauch machen, also ihre Thesen und Forderungen unverblümt in Form eines Sachbuches herausgeben. Laut der DDR-Verfassung hatte jeder Bürger ebenfalls dieses Recht, allerdings nur auf formaler Ebene, wie beispielsweise der Fall Wolf Biermann zeigte, bei dem die Kritik am SED-Staat bis zur Ausbürgerung führte. In der Romanform konnte Morgner also ihre Botschaft unauffällig miteinflechten.

Nun zum Inhalt der Bücher. Eva Kaufmann und Irmtraud Morgner haben den Inhalt und die Intension des Buches im Metzler-Autorinnen-Lexikon zusammengefasst: „Mit dem Roman „Leben und Abenteuer der Trabodora Beatriz nach Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura“ legte sie 1974 ein Buch vor, das die Gleichberechtigungspolitik in der DDR aus weitem historischem Blickwinkel bilanziert - ein Buch, das für die Ausbildung weiblichen Selbstbewußtseins große Bedeutung erlang und auch im Westen Aufsehen erregt hatte. Die verzweigte Romankonstruktion beruht auf dem überaus tragfähigen Fabelansatz: 1968 wird eine provenzalische Minnesängerin nach 800 Jahren Dornröschenschlaf aufgeweckt und versucht herauszufinden, ob sich die Lage der Frauen zum Besseren gewendet habe, namentlich im 'gelobten Lande' DDR. In Umkehr männlich geprägter Motive gesellt M. der Trobadora eine Spielfrau zu, im Normalalltag eine S-Bahn-Triebwagenführerin [...]. In diesem vor Witz und phantastischen Einfällen funkelnden Roman wird die Analyse gegenwärtiger Kämpfe um Emanzipation verbunden mit der ungeschriebenen bzw. in Mythen aufgehobenen Geschichte von Frauen. Dokumente der Zeitgeschichte werden in reicher Zahl einmontiert.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Was ist eigentlich Feminismus? Eine kleine Einführung inklusive Literaturüberblick: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Begriffe der Frauenbewegung und beleuchtet die historische Entwicklung sowie die wesentliche Literatur zur Thematik.

2. Frauenbewegung in Ost und West – ein Vergleich: Dieser Hauptteil vergleicht die unterschiedlichen Entwicklungen der Frauenemanzipation in der BRD und der DDR unter Berücksichtigung politischer und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen.

3. Frauenpolitik als Propagandamittel des Kalten Krieges S. 16-17: Das Fazit ordnet die Frauenpolitik in den Kontext des Systemkonflikts ein und stellt fest, dass beide Seiten die Gleichstellungsfrage zur Profilierung und zur Etablierung von Feindbildern nutzten.

Schlüsselwörter

Frauenbewegung, Feminismus, BRD, DDR, Kalter Krieg, Alice Schwarzer, Irmtraud Morgner, Gleichberechtigung, Emanzipation, Propaganda, § 218, Autonomie, Frauenbild, Systemkonflikt, SED.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Entwicklung und die Unterschiede der Frauenbewegungen in der Bundesrepublik Deutschland und der DDR während der Zeit der deutschen Teilung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die soziale Lage der Frau nach 1945, die feministischen Bewegungen ab 1968, der Vergleich zweier prominenter Autorinnen und die Instrumentalisierung der Frauenpolitik im Systemwettbewerb.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Die Autorin untersucht, wie der jeweilige Staat (BRD vs. DDR) die Frauenbewegung beeinflusste und ob und wie politische Vorgaben die Möglichkeiten der Emanzipation prägten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und einen komparativen Vergleich der Bedingungen, Lebensläufe und Werke der Protagonistinnen sowie der staatlichen Rahmenbedingungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Entwicklung der Frauenbewegung in West- und Ostdeutschland, einem detaillierten Vergleich von Alice Schwarzer und Irmtraud Morgner sowie den Problemen, die durch die Wiedervereinigung im Jahr 1989 entstanden sind.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Feminismus, Frauenbewegung, BRD, DDR, Systemkonflikt und die ideologische Einordnung der Geschlechterpolitik.

Wie unterscheidet sich die Rolle von Alice Schwarzer von der von Irmtraud Morgner?

Während Schwarzer in der BRD in einer oppositionellen Rolle als Feministin offen auftrat und eine Zeitschrift gründete, musste Morgner in der DDR ihre Kritik an den gesellschaftlichen Zuständen eher subtil in Romanform verpacken.

Warum wird die Frauenpolitik der DDR in der Arbeit als "Propagandamittel" bezeichnet?

Die Arbeit argumentiert, dass die DDR die staatlich forcierte Gleichstellung der Frau nutzte, um sich sozialistisch als überlegen gegenüber dem Westen darzustellen und den Feminismus so faktisch zu einem Instrument der SED-Ideologie machte.

Welche Schwierigkeiten ergaben sich für die Frauenbewegungen nach der Wiedervereinigung 1989?

Neben Sprachproblemen und dem Aufeinandertreffen unterschiedlicher politischer Kulturen führte die Ernüchterung darüber, dass man keine gemeinsame Basis oder Verstärkung fand, zu Enttäuschungen und Differenzen zwischen den Frauen aus Ost und West.

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Detalles

Título
Sind wir wirklich Schwestern? Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Frauenbewegungen im geteilten Deutschland
Universidad
University of Regensburg  (Lehrstuhl für Geschichte Südost- und Osteuropas)
Calificación
2
Autor
Franziska Wiesbeck (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
19
No. de catálogo
V455262
ISBN (Ebook)
9783668878938
ISBN (Libro)
9783668878945
Idioma
Alemán
Etiqueta
Frauenbewegung emanzipation Osteuropa ddr brd irmtraud morgner alice schwarzer feminismus
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Franziska Wiesbeck (Autor), 2010, Sind wir wirklich Schwestern? Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Frauenbewegungen im geteilten Deutschland, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/455262
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