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Zum Umgang mit Jugendlichen mit Verhaltensauffälligkeiten. Das Konzept der Outdoorklasse

Titel: Zum Umgang mit Jugendlichen mit Verhaltensauffälligkeiten. Das Konzept der Outdoorklasse

Masterarbeit , 2017 , 111 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Luise Kischel (Autor:in)

Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich damit, auf welche Art und Weise Schülern mit geistiger Behinderung und starken Verhaltensauffälligkeiten begegnet werden kann, ohne ihr Recht auf Bildung einzuschränken. Dafür analysiert sie die praktische Umsetzung der "Outdoorklasse" eines privaten Trägers. Der Fokus liegt dabei auf Jugendlichen und den eben genannten Förderschwerpunkten. Daraus ergibt sich die folgende Fragestellung:

Wie wird in der "Outdoorklasse" mit den Jugendlichen mit Verhaltensauffälligkeiten umgegangen? Und wie sieht das dahinterstehende Konzept aus?

Grundsätzlich ist die Arbeit in zwei Bereiche unterteilt. Zunächst werden die theoretischen Aspekte vorgestellt, auf denen der empirische zweite Teil basiert. Kapitel drei dreht sich um Verhaltensauffälligkeiten, deren Begrifflichkeiten, Erscheinungsformen, Erklärungsansätze und ihr Bezug zu Geistiger Behinderung und Lernschwierigkeiten. Mit dieser Basis können im Folgenden zwei vorhandene Konzepte zum Umgang mit Jugendlichen mit Verhaltensauffälligkeiten vorgestellt werden. Das erste Programm ist die "Positive Verhaltensunterstützung" von Theunissen. Die "Körperliche Aktivierung" nach Markowetz wurde als zweites Konzept ausgewählt. Abgeschlossen wird der theoretische Teil mit einem Zwischenfazit, in dem das bisher zusammengetragene Wissen reflektiert und für die Empirie zusammengefasst wird.

Der zweite Teil beginnt mit den Rahmenbedingungen der Studie, gefolgt von der Methodologie. In dieser werden die ethnografische Feldforschung, die teilnehmende Beobachtung, das Experteninterview und die qualitative Inhaltsanalyse vorgestellt. An die Methodologie anschließend folgt die Ergebnisdarstellung, in der zunächst die Beschreibungen des Gründes der „Outdoorklasse“ und der aktuellen Klassenlehrerin vorgestellt werden. Daran anknüpfend folgen die Ergebnisse der teilnehmenden Beobachtungen sowie des Experteninterviews. Nach der Darstellung werden die Ergebnisse interpretiert, wobei sich deren Struktur an den gebildeten Kategorien orientiert. Das letzte Kapitel bilden die Reflexion und das Fazit, in dem einerseits der Untersuchungsprozess kritisch reflektiert wird und andererseits die neu gewonnenen Einsichten übersichtlich zusammengefasst werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Fragestellung

I. Theoretische Aspekte

2. Personenkreis

2.1 Definition Jugendliche

2.2 Geistige Behinderung

2.3 Lernschwierigkeiten

3. Verhaltensauffälligkeiten

3.1 Begrifflichkeiten/ Definition

3.3 Erscheinungsformen

3.4 VA und geistige Behinderung

3.5 VA und Lernschwierigkeiten

3.6 Erklärungsansätze

4. Positive Verhaltensunterstützung nach Georg Theunissen

4.1 Grundannahmen und theoretische Bezugspunkte

4.2 Zielsetzung und Handlungsebenen

4.3 Vorgehensweise der Einzelhilfe

5. Körperliche Aktivierung nach Reinhard Markowetz

5.1 Personenkreis und Ziele

5.2 Theoretische Fundierung und Prinzipien

5.3 Umsetzung

6. Zwischenfazit

II. Empirischer Teil

7. Rahmenbedingungen der Studie

8. Methodologie

8.1 Ethnographische Feldforschung

8.2 Teilnehmende Beobachtung

8.3 Experteninterview

8.4 Qualitative Inhaltsanalyse

9. Ergebnisdarstellung

9.1 Schriftliche Daten

9.2 Teilnehmende Beobachtung

10. Interpretation

10.1 Prävention

10.2 Direkte Reaktion

10.3 Konsequenzen

10.4 Bewertung des Konzepts

11. Reflexion/Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Umgang mit Jugendlichen mit Verhaltensauffälligkeiten an der „Outdoorklasse“ der S. Schule. Ziel ist es, das dahinterstehende Konzept zu analysieren, es in den wissenschaftlichen Kontext der „Positiven Verhaltensunterstützung“ (PVU) und der „Körperlichen Aktivierung“ (KA) einzuordnen und kritisch zu bewerten.

  • Konzeptanalyse einer sonderpädagogischen „Outdoorklasse“
  • Umgang mit Jugendlichen mit Verhaltensauffälligkeiten (VA)
  • Vergleich der Schulpraxis mit theoretischen Modellen (PVU & KA)
  • Einsatz von Natur und Tier als pädagogische Lernumgebung
  • Qualitative Untersuchung mittels Beobachtung und Experteninterview

Auszug aus dem Buch

3. Verhaltensauffälligkeiten

Wird der Begriff „Verhaltensauffälligkeiten“ in einem Gespräch verwendet, so kann zweifelslos davon ausgegangen werden, dass der Gesprächspartner sofort ein Bild eines gewissen Schülers, sei es aus der eigenen Schulzeit, ein Mitschüler der Tochter oder ein Schüler seiner Klasse, im Kopf hat. Dabei können diese Kinder ganz verschiedene VA zeigen, von ADHS über Aggressivität bis zur Depression. Die Frage, ab wann ein Verhalten als auffällig bezeichnet werden kann, ist sehr schwierig zu beantworten, da VA immer mit sozialen Zuschreibungen zusammenhängen. Kulturelle Normen und subjektive Vorstellungen des Beobachters bestimmen, wie ein Verhalten bewertet wird. Dabei kann dieselbe Situation von zwei Betrachtern völlig unterschiedlich eingeschätzt werden. (Theunissen 2011, S. 50) Es gibt folglich keine situationsunabhängigen Kriterien und Definitionen von VA, trotzdem wird nun versucht, ein möglichst umfassendes Bild aufzuzeigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Fragestellung: Diese Einführung begründet die Relevanz des Themas im sonderpädagogischen Kontext und formuliert die zentrale Forschungsfrage zur Konzeptanalyse der „Outdoorklasse“.

2. Personenkreis: Hier werden die Zielgruppen definiert, insbesondere Jugendliche mit geistiger Behinderung und Lernschwierigkeiten, deren heterogene Merkmale für das pädagogische Handeln grundlegend sind.

3. Verhaltensauffälligkeiten: In diesem Kapitel werden Begrifflichkeiten und Erscheinungsformen analysiert sowie der Zusammenhang zwischen Verhaltensauffälligkeiten, geistiger Behinderung und Lernschwierigkeiten erörtert.

4. Positive Verhaltensunterstützung nach Georg Theunissen: Es wird das lerntheoretische Konzept der PVU vorgestellt, welches den Fokus auf die Funktion von Verhalten und die Stärken-Perspektive legt.

5. Körperliche Aktivierung nach Reinhard Markowetz: Dieses Kapitel beschreibt das stresstheoretische Modell der KA, welches durch Bewegung und gezielte Beschäftigung Wohlbefinden und Lernprozesse fördern soll.

6. Zwischenfazit: Eine Synthese der theoretischen Grundlagen, die reflektiert, wie die gewählten Konzepte als Basis für die empirische Konzeptanalyse dienen.

7. Rahmenbedingungen der Studie: Beschreibung der konkreten Untersuchungssituation und des Settings der „Outdoorklasse“.

8. Methodologie: Detaillierte Darstellung der angewandten qualitativen Methoden, bestehend aus ethnographischer Feldforschung, teilnehmender Beobachtung, Experteninterview und qualitativer Inhaltsanalyse.

9. Ergebnisdarstellung: Zusammenführung und Strukturierung der erhobenen Daten aus den Konzeptbeschreibungen, Interviews und Protokollen.

10. Interpretation: Kritische Analyse und Bewertung der Ergebnisse im Bezug auf die zuvor vorgestellten theoretischen Konzepte.

11. Reflexion/Fazit: Abschluss der Arbeit mit einer kritischen Reflexion des Untersuchungsprozesses und einer Zusammenfassung der zentralen Erkenntnisse.

Schlüsselwörter

Verhaltensauffälligkeiten, Sonderpädagogik, Outdoorklasse, geistige Behinderung, Lernschwierigkeiten, Positive Verhaltensunterstützung, Körperliche Aktivierung, Inklusion, pädagogische Konzeptanalyse, teilnehmende Beobachtung, Schulpraxis, soziale Integration, individuelle Förderung, Selbstkonzept, Resilienz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das praktische Konzept einer „Outdoorklasse“ an einer Schule für Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung oder Lernschwierigkeiten, die aufgrund ihrer Verhaltensauffälligkeiten im regulären Schulalltag kaum integrierbar waren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten, der pädagogischen Konzeptarbeit, der Rolle von Natur und Tier in der Förderung sowie dem Einsatz von Methoden der Positiven Verhaltensunterstützung und Körperlichen Aktivierung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Frage lautet, wie in der „Outdoorklasse“ mit Jugendlichen mit Verhaltensauffälligkeiten umgegangen wird und wie das dahinterstehende Konzept, insbesondere im Vergleich zu wissenschaftlich fundierten Modellen wie der PVU und KA, bewertet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit nutzt einen qualitativen Forschungsansatz, der eine Kombination aus ethnographischer Feldforschung, teilnehmender Beobachtung, einem Experteninterview mit der Klassenlehrerin sowie der Analyse schriftlicher Konzeptionen umfasst.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Block, der Definitionen und Konzepte beleuchtet, und einen empirischen Teil, in dem die konkrete Umsetzung in der S. Schule untersucht, kategorisiert und interpretiert wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Verhaltensauffälligkeiten, Inklusion, Sonderpädagogik, Positive Verhaltensunterstützung (PVU), Körperliche Aktivierung (KA), individuelle Förderung und soziale Integration.

Wie unterscheidet sich die „Outdoorklasse“ von konventionellen schulischen Ansätzen?

Das Konzept legt den Fokus bewusst auf handlungsorientiertes Lernen im Freien, individuelle Tagesstrukturen und den Einsatz von Tieren, anstatt primär auf rein kognitive Wissensvermittlung im Klassenzimmer zu setzen.

Welche kritische Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der Teamarbeit?

Obwohl die multiprofessionelle Teamarbeit als entscheidender Erfolgsfaktor identifiziert wird, kritisiert die Autorin, dass mangelnde zeitliche Ressourcen für Absprachen und eine fehlende regelmäßige Evaluation die Systematik und Professionalität des Konzepts in der Praxis einschränken können.

Ende der Leseprobe aus 111 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zum Umgang mit Jugendlichen mit Verhaltensauffälligkeiten. Das Konzept der Outdoorklasse
Hochschule
Pädagogische Hochschule Heidelberg
Note
1,5
Autor
Luise Kischel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
111
Katalognummer
V455441
ISBN (eBook)
9783346075932
ISBN (Buch)
9783346075949
Sprache
Deutsch
Schlagworte
umgang jugendlichen verhaltensauffälligkeiten konzept outdoorklasse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Luise Kischel (Autor:in), 2017, Zum Umgang mit Jugendlichen mit Verhaltensauffälligkeiten. Das Konzept der Outdoorklasse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/455441
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Leseprobe aus  111  Seiten
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