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Die Bindungstheorie nach John Bowlby. Mutter-Kind-Beziehung im Säuglingsalter

Título: Die Bindungstheorie nach John Bowlby. Mutter-Kind-Beziehung im Säuglingsalter

Trabajo Escrito , 2016 , 15 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Carlotta Reichert (Autor)

Psicología - General
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Das Thema Bindung begegnet uns im täglich Leben sehr oft. Sei es unbewusst, wenn wir eine Mutter mit ihrem Kind im Bus beobachten, oder bewusst – wie in der gesellschaftspolitischen Debatte über Kitas. Bindung ist etwas, das uns alle betrifft, und jeden von uns in seinen zwischenmenschlichen Beziehungen beeinflusst. Die uns bekannteste, und wohl vertrauteste Bindung, ist die, die der Mensch meist von Geburt an erlebt: Die Bindung zu seiner Mutter.

In diesem Text wird das Modell der Bindungstheorie mit Fokus auf der Mutter-Kind-Beziehung im Säuglingsalter vorgestellt. Der Begründer der Bindungstheorie, John Bowlby (2008), beschreibt „Bindung“ als angeborenes und enorm wichtiges Verhalten eines Menschen, welches klar abgegrenzt werden müsse von sexuellem Verlangen oder etwa dem Nahrungsbedürfnis. Gemeint ist folglich eine Beziehung nur auf der Gefühlsebene. Erst im späteren Verlauf des Lebens wird die meist langjährige Bindung zu einer Hauptperson oft durch partnerschaftliche Beziehungen ergänzt. Das Bindungsverhalten unterscheidet sich dahingehend von der Bindung, dass die Nähe suchende Person aktiv wird, um zur Bindungsfigur Kontakt aufzunehmen. Eine psychisch gesunde Person besitzt immer die Fähigkeit, sich an einen anderen Menschen zu binden. Die Bindungstheorie besagt außerdem, dass ein Kind während seiner Entwicklung immer mehr auf Entdeckungstouren geht, da es ein Interesse an seiner Umwelt entwickelt. Hierzu müssen die Eltern als sichere Basis dienen, zu der das Kind zu jeder Zeit zurückkehren kann und umsorgt wird.

Die Modelle der Bindungstypen sind unterteilt in die Kategorien „sicher“, „unsicherambivalent“ und „unsicher-vermeidend“. Der unsicher-ambivalente sowie unsichervermeidende Bindungstyp werden durch Störungen charakterisiert, die bei den Kindern oftmals durch aggressives oder ängstliches Verhalten gekennzeichnet sind.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I Abstract

II Einleitung

1. Definition: Bindung

2. Die Bindungstheorie

2.1 Die Modelle der Bindungstypen

2.2 Das innere Arbeitsmodell

3. Mutter-Kind-Beziehung im Säuglingsalter

4. Einflussfaktoren auf mütterliches Verhalten

5. Diskussion

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegenden Konzepte der Bindungstheorie nach John Bowlby mit einem speziellen Fokus auf die Mutter-Kind-Beziehung im Säuglingsalter und erörtert deren Relevanz in aktuellen gesellschaftlichen Diskursen, insbesondere im Kontext frühkindlicher Betreuung.

  • Definition und wissenschaftliche Abgrenzung von Bindung und Bindungsverhalten
  • Klassifizierung und Bedeutung der Bindungstypen (sicher, unsicher-ambivalent, unsicher-vermeidend)
  • Die Entwicklung innerer Arbeitsmodelle beim Säugling
  • Faktoren, die die Qualität der mütterlichen Bindung beeinflussen
  • Kritische Diskussion zur Aktualität der Theorie und ihrer Anwendung in der Pädagogik

Auszug aus dem Buch

3. Mutter-Kind-Beziehung im Säuglingsalter

Kinder haben im Laufe ihres Lebens nur wenige konstante Bindungen zu ausgewählten Personen. Meist ist es die Mutter, der das Kind Dinge anvertraut. Das Bindungsverhalten hingegen kann sich auf mehrere Personen ausweiten.

Babys können die eigene Mutter schon kurz nach der Geburt am Geruch und an der Stimme erkennen, obwohl sie diese zu dem Zeitpunkt noch nicht visuell von anderen Menschen unterscheiden können. Das Bindungsmuster selbst festigt sich allerdings erst, wenn der Säugling zwischen sieben und zwölf Monate alt ist (Bowlby, 2008).

Zu Beginn ihres Lebens machen Babys die Mutter nur durch Weinen auf sich aufmerksam. Sobald sie aber zwei Monate alt sind, lächeln sie, um zu zeigen, dass auf bestimmte Aufforderungen richtig reagiert wurde. Fortan erweitert sich der Bestand an emotionalen Verhaltensweisen beim Baby enorm schnell (Izard, 1982; zitiert nach Bowlby, 2008; Emde, 1983; zitiert nach Bowlby, 2008).

Wenn sich ein vier Monate altes Baby im Umfeld seiner Familie befindet, ist bereits erkennbar, dass es die Mutter anders wahrnimmt als andere Familienangehörige. Es lächelt zum Beispiel wesentlich schneller. Besonders ausgeprägt ist das Bindungsverhalten, wenn der Säugling zu weinen beginnt, sobald die Mutter aus dem Raum geht. Manchmal versucht er dann sogar ihr nachzufolgen. Das Bindungsverhalten ist zwischen dem ersten und dritten Lebensjahr gleichermaßen stark und kann somit als ein fortwährender Prozess angesehen werden. Es kommt jedoch zu einer Wandlung der Bedingungen, unter denen es zu Bindungsverhalten kommt. Das Kind lernt mit zunehmendem Alter, genau darauf zu achten, wann die Mutter es verlassen könnte. Wenn es ca. elf Monate alt ist, kann es bereits vorher erkennen, wenn die Mutter vorhat, aus dem Zimmer zu gehen und fängt an, sein Missfallen zu zeigen (Bowlby, 2006).

Zusammenfassung der Kapitel

I Abstract: Eine kurze Übersicht über die zentralen Konzepte der Bindungstheorie und die verschiedenen Bindungstypen.

II Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Alltagsrelevanz des Bindungsthemas und führt in die wissenschaftliche Fragestellung bezüglich der Mutter-Kind-Beziehung ein.

1. Definition: Bindung: Dieses Kapitel differenziert zwischen dem umgangssprachlichen Bindungsbegriff und der präzisen psychologischen Definition nach Bowlby.

2. Die Bindungstheorie: Hier werden die theoretischen Grundlagen des angeborenen Bindungsbedürfnisses und die Rolle der Eltern als sichere Basis erläutert.

2.1 Die Modelle der Bindungstypen: Beschreibung der drei Hauptkategorien sicherer und unsicherer Bindungen sowie deren Auswirkungen auf das kindliche Verhalten.

2.2 Das innere Arbeitsmodell: Erläuterung der kognitiven Modelle, die das Kind entwickelt, um auf seine Umwelt und die Bindungsfigur Einfluss zu nehmen.

3. Mutter-Kind-Beziehung im Säuglingsalter: Dieses Kapitel analysiert die spezifische Bindungsentwicklung im ersten Lebensjahr bis zum Kleinkindalter.

4. Einflussfaktoren auf mütterliches Verhalten: Untersuchung unveränderlicher und veränderlicher Faktoren, welche die Qualität der Mutter-Kind-Bindung nachhaltig beeinflussen.

5. Diskussion: Eine Reflexion über die Aktualität der Bindungstheorie in Bezug auf moderne Kitabetreuung und pädagogische Praxis.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Bindungstheorie nach Bowlby und Ausblick auf ihre wissenschaftliche Bedeutung.

Schlüsselwörter

Bindungstheorie, John Bowlby, Mutter-Kind-Beziehung, Bindungsverhalten, Bindungstypen, innere Arbeitsmodelle, sichere Basis, Säuglingsalter, Bindungssicherheit, Mutterentbehrung, pädagogische Praxis, Kleinkindentwicklung, emotionale Bindung, Exploration, Bindungsfigur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Bindungstheorie nach John Bowlby und untersucht dabei besonders die Dynamik der Mutter-Kind-Beziehung im Säuglingsalter sowie deren Bedeutung für die psychische Entwicklung des Kindes.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen gehören die Definition von Bindung, die verschiedenen Bindungstypen, die Entwicklung innerer Arbeitsmodelle und die Einflussfaktoren auf das Verhalten von Müttern.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Bindungstheorie wissenschaftlich fundiert darzustellen und zu diskutieren, wie diese Erkenntnisse in aktuellen Debatten, beispielsweise zur Kitabetreuung, Anwendung finden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf der Analyse zentraler Fachliteratur von John Bowlby sowie ergänzenden Studien und psychologischen Standardwerken basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die spezifische Betrachtung der Mutter-Kind-Interaktion, die Analyse von Einflussfaktoren auf die Bindungsqualität und eine kritische Diskussion zur Aktualität des Themas.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie Bindungstheorie, Mutter-Kind-Beziehung, sichere Basis, Bindungstypen und Bindungssicherheit gekennzeichnet.

Wie unterscheiden sich die Bindungstypen laut der Theorie?

Sie werden in sicher, unsicher-ambivalent und unsicher-vermeidend unterteilt, wobei die Typen durch unterschiedliche Verhaltensmuster bei Nähe und Distanz sowie unterschiedliche emotionale Stabilität charakterisiert sind.

Welche Rolle spielt das "innere Arbeitsmodell" für das Kind?

Es dient als mentale Repräsentation des Kindes, um Ziele wie Nähe zur Bindungsfigur zu planen und das Verhalten der Bindungsperson gezielt zu beeinflussen.

Warum betont die Autorin die "sichere Basis"?

Weil sie dem Kind als stabiler Rückzugsort dient, von dem aus es seine Umwelt gefahrlos erkunden und damit eine gesunde psychische Entwicklung durchlaufen kann.

Inwiefern beeinflussen externe Faktoren die Bindung?

Die Arbeit unterscheidet zwischen vorgeburtlichen (z.B. Persönlichkeit der Mutter) und klinikbedingten Faktoren, die den Bindungsaufbau in der sensiblen Phase nach der Geburt positiv oder negativ beeinflussen können.

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Detalles

Título
Die Bindungstheorie nach John Bowlby. Mutter-Kind-Beziehung im Säuglingsalter
Universidad
University of Bremen
Curso
Seminar "Lernen und Gedächtnis" in Allgemeine Psychologie
Calificación
1,0
Autor
Carlotta Reichert (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
15
No. de catálogo
V455445
ISBN (Ebook)
9783668865181
ISBN (Libro)
9783668865198
Idioma
Alemán
Etiqueta
Bindungstheorie John Bowlby Mutter-Kind-Beziehung Beziehung Säugling Kindheit Baby Bindungsstörung sichere Bindung Bindungstypen Arbeitsmodell
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Carlotta Reichert (Autor), 2016, Die Bindungstheorie nach John Bowlby. Mutter-Kind-Beziehung im Säuglingsalter, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/455445
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