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Polyzentrische Konstellationen in der öffentlichen Verwaltung. Perspektiven und Potenziale geteilter und verteilter Führung auf kommunaler Ebene

Title: Polyzentrische Konstellationen in der öffentlichen Verwaltung. Perspektiven und Potenziale geteilter und verteilter Führung auf kommunaler Ebene

Master's Thesis , 2016 , 59 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Hartwig Höschen (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Immer mehr Unternehmen setzen auf flache Hierarchien und partizipative Führungskonzepte. Doch in öffentlichen Einrichtungen sind oft noch veraltete monozentrische und stark hierarchisch geprägte Konstellationen zu finden. Sollten auch öffentliche Verwaltungen sich zukünftig auf eine polyzentrische Perspektive einlassen?

Hartwig Höschen beantwortet diese Frage insbesondere im Hinblick auf Kommunalverwaltungen. Denn gerade auf kommunaler Ebene herrscht ein zunehmender Bedarf an Verwaltungs- und politischer Führung. Doch welche konkreten Vorteile hätte ein Perspektivwechsel für die Verwaltungspraxis?

Höschen erklärt die derzeitigen Strukturen und Führungskonstellationen von Kommunalverwaltungen anhand des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Anschließend veranschaulicht er die Potenziale eines polyzentrischen Denkens in der Praxis. Sein Buch gibt wertvolle Anregungen, wie Verwaltungseinrichtungen die richtige Balance zwischen einer rein monozentrischen Mentalität und einem, ebenso wenig angebrachten, "polyzentrischen anything goes" finden.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Kontext der Führung in öffentlichen Verwaltungen

1.2 Kontext von Kommunalverwaltungen in Nordrhein-Westfalen

1.3 Polyzentrik in Organisationen und polyzentrische Führung

1.4 Das Integrale Modell der Führung in/von Organisationen als analytischer Ordnungsrahmen

2 Ausgangslage für das kommunale Verwaltungshandeln heute

2.1 Ebene der Psyche als Selbst und Person: Selbstverständnis und Werteorientierungen von Mitarbeitern und Führungskräften im öffentlichen Dienst

2.2 Ebene der Agenten als Handelnde und Rollenträger: Erwartungshaltungen externer Stakeholder an Verwaltungsmitarbeiter

2.3 Ebene der Gemeinschaft und Kultur: Organisations- und Führungskultur in einem „Weber´schen Korsett“?

2.4 Ebene der Agentur als Struktur und System: Rechtliche Rahmenbedingungen und „Status quo“ der (kommunalen) Verwaltungsmodernisierung

3 Analyse Polyzentrischer Konstellationen und Anknüpfungspunkte für Polyzentrisches Denken

3.1 Ebene der Psyche als Selbst und Person: Wahrnehmung und Erkennen(wollen) polyzentrischer Führungssituationen

3.2 Ebene der Agenten als Handelnde und Rollenträger: Kompetenzen und Kapazitäten für polyzentrisches Denken und polyzentrisches (Re-)Agieren

3.3 Ebene der Gemeinschaft und Kultur: Akzeptanz und Erkennen(dürfen) polyzentrischer Führungskonstellationen

3.4 Ebene der Agentur als Struktur und System: Anlässe und Notwendigkeiten zur Institutionalisierung polyzentrischer Führungskonstellationen

4 Konsequenzen eines polyzentrischen Perspektivwechsels: Erwartungen an und Handlungsempfehlungen für Führungskräfte und Geführte in der Kommunalverwaltung

4.1 Maßnahmen und Potenziale im Bereich der Selbstentwicklung

4.2 Maßnahmen und Potenziale im Bereich der Handlungs- und Kompetenzentwicklung

4.3 Maßnahmen und Potenziale im Bereich der Lebensweltgestaltung

4.4 Maßnahmen und Potenziale im Bereich der Systementwicklung

5 Fazit & Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob und inwiefern Kommunalverwaltungen durch die Integration einer polyzentrischen Führungsperspektive ihre Effektivität und Handlungsfähigkeit in einem zunehmend komplexen Umfeld steigern können, ohne bewährte Strukturen vollständig zu verlassen.

  • Polyzentrische versus monozentrische Führungsmodelle in der öffentlichen Verwaltung
  • Analyse der kommunalen Verwaltungskultur im Kontext des „Weber’schen Korsetts“
  • Anwendung des Integralen Modells der Führung als analytischer Ordnungsrahmen
  • Dokumentation vorhandener Ansätze geteilter und verteilter Führung in Kommunen
  • Entwicklung von Handlungsempfehlungen zur Stärkung der Führungspraxis

Auszug aus dem Buch

3.1 Ebene der Psyche als Selbst und Person: Wahrnehmung und Erkennen(wollen) polyzentrischer Führungssituationen

Ein (verallgemeinertes) Selbstverständnis und die Werteorientierungen von Führungskräften im öffentlichen Dienst konnten im Rahmen der Beschreibung der Ausgangslage für heutiges kommunales Verwaltungshandeln bereits in Kapitel 2, Abschnitt 2.1, zumindest näherungsweise, dokumentiert werden anhand empirischer Daten aus Befragungen (u. a.) von Beamten zum öffentlichen Dienst insgesamt (aus 2016) sowie aus einer Befragung von Spitzenführungskräften in der deutschen Ministerialverwaltung (aus 2010). Führungskräfte in der Verwaltung betrachten „Wertvorstellungen“ im Übrigen selbst als eine wichtige Thematik, noch vor anderen Dingen (vgl. Prümm 2013, S. 30).

Auf dieser Grundlage stellt sich nun die konkrete Frage, ob das Selbstverständnis und die Werteorientierungen kommunaler Verwaltungsmitarbeiter für die Wahrnehmung und für ein Erkennen bzw. Erkennenwollen polyzentrischer Führungssituationen bzw. -notwendigkeiten (vgl. 3.4) förderlich oder eher nachteilig wirken.

Die Unterscheidung in kommunale Führungskräfte und kommunale Mitarbeiter ist und wäre dabei nicht unerheblich, die Auswertung der einschlägigen Literatur fördert hierzu jedoch eher einen empirischen Nachholbedarf der Forschung zutage. Ebenfalls denkbare Unterschiede bei etwaigen Tarifangestellten (im Vergleich zu verbeamtetem Personal) in Kommunalverwaltungen können im Rahmen des begrenzten Umfangs dieser Arbeit keine Berücksichtigung finden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung definiert die Fragestellung zur Relevanz polyzentrischer Führung in Kommunalverwaltungen und erläutert den analytischen Rahmen des Integralen Modells.

2 Ausgangslage für das kommunale Verwaltungshandeln heute: Dieses Kapitel beschreibt das aktuelle Selbstverständnis, Erwartungshaltungen sowie die kulturellen und rechtlichen Rahmenbedingungen kommunaler Verwaltungen in Deutschland.

3 Analyse Polyzentrischer Konstellationen und Anknüpfungspunkte für Polyzentrisches Denken: Hier erfolgt die systematische Untersuchung polyzentrischer Führungselemente in Kommunalverwaltungen basierend auf den vier Ebenen des Integralen Modells.

4 Konsequenzen eines polyzentrischen Perspektivwechsels: Erwartungen an und Handlungsempfehlungen für Führungskräfte und Geführte in der Kommunalverwaltung: Das Kapitel leitet aus der Analyse konkrete Maßnahmen zur Selbst-, Handlungs-, Lebenswelt- und Systementwicklung für Führungskräfte ab.

5 Fazit & Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Potenziale sowie die kulturellen Herausforderungen für einen polyzentrischen Führungsansatz in der Kommunalverwaltung.

Schlüsselwörter

Polyzentrische Führung, Kommunalverwaltung, Verwaltungsmodernisierung, Integrales Modell, Führungskultur, geteilte Führung, verteilte Führung, öffentlicher Dienst, Governance-Ansatz, Organisationsstruktur, Selbstverwaltung, Führungskompetenz, Stakeholder-Management, New Public Management, Dienstleistungsorientierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Übertragbarkeit und das Potenzial von polyzentrischen Führungsmodellen auf kommunale Verwaltungen in Nordrhein-Westfalen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Struktur des öffentlichen Dienstes, das Spannungsfeld zwischen traditionellen Hierarchien und modernen Anforderungen sowie die Rolle von Führung im kommunalen Kontext.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Nutzen polyzentrischer Perspektiven für die Verwaltungsführung aufzuzeigen und praxistaugliche Handlungsempfehlungen für Führungskräfte zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt das „Integrale Modell der Führung“ als analytischen Ordnungsrahmen, um die verschiedenen Ebenen einer Organisation zu systematisieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Ausgangslage in deutschen Kommunen, identifiziert Anknüpfungspunkte für polyzentrisches Denken und diskutiert notwendige Konsequenzen für Führungskräfte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Polyzentrische Führung, Kommunalverwaltung, Verwaltungsmodernisierung, Integrales Modell und Führungskultur.

Inwiefern beeinflusst das „Weber’sche Korsett“ die Modernisierung?

Das Weber’sche Modell prägt als traditionelles bürokratisches Selbstverständnis die Verwaltungsstruktur und wird in der Arbeit als kulturelle Herausforderung diskutiert, der mit neuen Führungsimpulsen begegnet werden muss.

Welche Rolle spielen externe Stakeholder in der polyzentrischen Sichtweise?

Externe Stakeholder, wie Bürger oder politische Gremien, werden als Einflussfaktoren betrachtet, die durch ihre Erwartungen neue Führungsimpulse in die Verwaltungsorganisation hineintragen können.

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Details

Title
Polyzentrische Konstellationen in der öffentlichen Verwaltung. Perspektiven und Potenziale geteilter und verteilter Führung auf kommunaler Ebene
College
University of Hagen  (Fakultät für Wirtschaftswissenschaft, Lehrstuhl Univ.-Prof. Dr. Jürgen Weibler)
Grade
1,7
Author
Hartwig Höschen (Author)
Publication Year
2016
Pages
59
Catalog Number
V455573
ISBN (eBook)
9783668883109
ISBN (Book)
9783668883116
Language
German
Tags
öffentliche Verwaltung Kommunalverwaltung Führung polyzentrische Führung Integrales Modell der Führung Nordrhein-Westfalen Verwaltungsreform New Public Management leadership public sector public leadership Bürokratie Beamte E-Government Führungskultur Verwaltungsmodernisierung Verwaltungsdigitalisierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hartwig Höschen (Author), 2016, Polyzentrische Konstellationen in der öffentlichen Verwaltung. Perspektiven und Potenziale geteilter und verteilter Führung auf kommunaler Ebene, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/455573
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