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Das Modell der strukturalen Textanalyse nach Roland Barthes

Title: Das Modell der strukturalen Textanalyse nach Roland Barthes

Term Paper , 2010 , 17 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Tina Grahl (Author)

German Studies - Semiotics, Pragmatics, Semantics
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Die Arbeit stellt die Arbeiten von Roland Barthes zur strukturalen Erzählanalyse vor, um die Verschiebung innerhalb dieser Arbeiten zu verdeutlichen. Während die ersten Texte und ihre Konzepte zur strukturalen Analyse einen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erheben, geht dieser zunehmend verloren. Diese Entwicklung von der Wissenschaft zur eher literarisch-assoziativen Auseinandersetzung mit diesem Konzept soll hier gezeigt werden. Die Arbeiten zur strukturalen Analyse sind dabei nur eine Auswahl und beschränken sich auf die zentralen Schriften Einführung in die strukturale Analyse von Erzählungen (1966), S/Z (1970) und die drei Analysen: Die struktuale Erzählanalyse. Zur Apostelgeschichte 10-11 (1971), Der Kampf mit dem Engel. Textanalyse der Genesis 32,23-33 (1972) und Textanalyse einer Erzählung von Edgar Allan Poe (1973).

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einführung in die strukturale Analyse von Erzählungen

3. Die Weiterentwicklung und Verschiebung des Konzepts der strukturalen Erzählanalyse

3.1. S/Z

3.2. Die strukturale Erzählanalyse. Zur Apostelgeschichte 10-11

3.3. Der Kampf mit dem Engel. Textanalyse der Genesis 32,23-33

3.4. Textanalyse einer Erzählung von Edgar Allan Poe

3.5. Verschiebung

4. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Modell der strukturalen Textanalyse nach Roland Barthes und verfolgt dabei insbesondere die Entwicklung von einem wissenschaftlich-objektiven Anspruch hin zu einer poststrukturalistischen, assoziativen Lektürepraxis. Ziel ist es, diese Verschiebung innerhalb seiner zentralen Schriften anhand ausgewählter Textanalysen nachzuzeichnen und die methodischen Konsequenzen zu verdeutlichen.

  • Entwicklung des strukturalistischen Narratologie-Modells von Roland Barthes
  • Gegenüberstellung von wissenschaftlicher Analyse und assoziativer Lektüre
  • Analyse der Ebenenstruktur: Funktion, Handlung und Narration
  • Kritische Bewertung der Anwendbarkeit und Subjektivität von Kodierungen in der Textanalyse

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Roland Barthes nutzt den Strukturalismus in seiner ersten Publikation, den Mythen des Alltags (1957), zunächst als ideologiekritisches Mittel und wendet ihn erst später auf literarische Werke an. Das Modell der strukturalen Analyse von Erzähltexten, dem sich Barthes zuwendet, soll ein rationales, intersubjektives, wissenschaftstheoretischen Normen folgendes Verfahren sein, dass Textinterpretationen hervorbringt, die die bisher eher subjektiv geprägten hermeneutischen Interpretationen ablösen. "Roland Barthes veranschaulicht den Unterschied zwischen hermeneutischer Interpretation und strukturalistisch-semiologischer Analyse metaphorisch durch die Opposition "malen" vs. "graben" [...]. Analyse bedeutet demnach in Abgrenzung von der quasi archäologischen Ausgrabung eines Sinns ein deskriptives Verfahren, das die Vernetzung der sprachlichen Zeichen als das Eigentliche der Aussage nachzeichnet, das Sprache nicht nur als Medium einer inhatlichen Aussage versteht." Grundlage der strukturalen Textanalyse ist die Kenntniss semiotischer Theorien und die Kompetenz für die Sprache des Textes, ihr Ziel ist die Rekonstruktion der logisch-semantischen Ordnung der Terme eines Textes.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, skizziert den Wandel von Barthes’ wissenschaftlichem Anspruch im Strukturalismus zum Poststrukturalismus und legt das Ziel der Arbeit fest.

2. Einführung in die strukturale Analyse von Erzählungen: Dieses Kapitel erläutert Barthes' strukturalistisches Modell, das Narrationen als System begreift und in die Ebenen Funktion, Handlung und Narration unterteilt.

3. Die Weiterentwicklung und Verschiebung des Konzepts der strukturalen Erzählanalyse: Dieser Abschnitt beschreibt, wie Barthes in späteren Werken den starren wissenschaftlichen Anspruch zugunsten einer assoziativen Lektüre aufgibt.

3.1. S/Z: Hier wird thematisiert, wie Barthes durch die Abkehr vom strukturalen Modell die Einmaligkeit des Textes und den Pluralismus des Sinns in den Vordergrund rückt.

3.2. Die strukturale Erzählanalyse. Zur Apostelgeschichte 10-11: In diesem Kapitel wird die Einsicht dargelegt, dass die strukturale Analyse keine objektive wissenschaftliche Methode sein kann, da sie stark vom individuellen Lektürevorgang abhängt.

3.3. Der Kampf mit dem Engel. Textanalyse der Genesis 32,23-33: Es wird analysiert, wie Barthes hierbei zwar ein Ebenenmodell beibehält, jedoch die Individualität des Textes gegenüber dem strukturellen Raster betont.

3.4. Textanalyse einer Erzählung von Edgar Allan Poe: Das Kapitel behandelt das 'progressive Vorgehen', bei dem der Text über Intertextualität statt über eine interne Struktur definiert wird.

3.5. Verschiebung: Hier werden die methodischen Konsequenzen der Entwicklung zusammengefasst, insbesondere die Zunahme an unklarer Begrifflichkeit und metaphorischer Sprache.

4. Fazit: Das Fazit resümiert die Stärken und Schwächen von Barthes' Ansatz und reflektiert die Problematik der Anwendbarkeit des strukturalen Konzepts auf literarische Texte.

Schlüsselwörter

Strukturalismus, Poststrukturalismus, Roland Barthes, Erzählanalyse, Narration, Funktion, Handlung, Lektüre, Intertextualität, Sinnpluralismus, Semiotik, Textanalyse, Signifikant, Wissenschaftlichkeit, Kodierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die theoretische Entwicklung des strukturalen Textanalysemodells von Roland Barthes und zeigt den Wandel von einem wissenschaftlich-objektiven Anspruch hin zu einer subjektiv geprägten, assoziativen Lektüre auf.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die strukturalistische Narratologie, die Abgrenzung zur hermeneutischen Interpretation, die Anwendung von Ebenenmodellen auf Erzähltexte und die Problematik der methodischen Objektivität.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Verschiebung innerhalb von Barthes' Schriften von der 'wissenschaftlichen' Phase zur literarisch-assoziativen Auseinandersetzung zu verdeutlichen und deren methodische Implikationen kritisch zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die verschiedene Primärschriften von Roland Barthes vergleichend betrachtet und deren methodische Konzepte sowie deren Entwicklung nachzeichnet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des ursprünglichen Ebenenmodells sowie die detaillierte Analyse der späteren Schriften wie S/Z und spezifischer Textanalysen zu religiösen und literarischen Texten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Strukturalismus, Erzählanalyse, Sinnpluralismus, Intertextualität und das Spannungsfeld zwischen wissenschaftlicher Strenge und assoziativer Lektüre.

Inwieweit dekonstruiert Barthes sein eigenes Modell in S/Z?

Barthes dekonstruiert sein früheres Begriffsraster zugunsten literarischer Eingebungen, wobei er die Idee aufgibt, alle Narrationen auf eine einzige, starre Struktur zurückzuführen.

Warum wird die Anwendbarkeit der Barthes’schen Methode kritisch betrachtet?

Die Methode gilt als sehr komplex und wird in der Praxis oft nur ausschnittsweise angewandt, da die willkürliche Segmentierung von Texten und die individuelle Zuweisung von Codes eine objektive Wiederholbarkeit verhindern.

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Details

Title
Das Modell der strukturalen Textanalyse nach Roland Barthes
College
Karlsruhe Institute of Technology (KIT)  (Germanistik)
Course
Roland Barthes
Grade
1,3
Author
Tina Grahl (Author)
Publication Year
2010
Pages
17
Catalog Number
V455581
ISBN (eBook)
9783668866294
ISBN (Book)
9783668866300
Language
German
Tags
Roland Barthes Strukturalismus Textanalyse strukturale Erzählanalyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tina Grahl (Author), 2010, Das Modell der strukturalen Textanalyse nach Roland Barthes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/455581
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