In diesem Referat soll Helena Hegemanns erster Roman "Axolotl Roadkill" analysiert werden.
Dabei wird auf die Aspekte Form, Sprache und Zuordnung zu einem Genre eingegangen. In den letzten beiden Punkten wird versucht, sowohl die Plagiatsdebatte nachzuzeichnen als auch diese Debatte zu diskutieren.
Der Roman "Axolotl Roadkill", der 2010 veröffentlicht wurde, sorgte zunächst in der Literaturwelt für großes Aufsehen. Mit der Zeit verbreitete sich jedoch der Vorwurf, dass es sich bei diesem Roman um ein Plagiat handeln würde. Dieser Entwicklungsprozess und die Debatte sollen in diesem Referat detaillierter analysiert werden.
Inhaltsverzeichnis
- Helene Hegemann (*1992)
- Axolotl Roadkill
- Form und Sprache
- Genre-Zuordnung
- Verlauf der Debatte
- Hype
- Plagiatsvorwürfe I (Strobo)
- Plagiatsvorwürfe II
- Reaktion und Verteidigung der Vorwürfe
- Durs Grünbein: >>>>Plagiat«<«<
- 'Leipziger Erklärung' und Vergabe des Preises der Buchmesse
- Ehrenrettungsversuche
- An meine Kritiker
- Plagiat?
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Text analysiert den Fall von Helene Hegemann und ihrem Roman „Axolotl Roadkill“ und beleuchtet die kontroverse Debatte um Plagiatsvorwürfe, die sich im Jahr 2010 entwickelte.
- Das Werk und seine literarische Einordnung
- Die Plagiatsdebatte und ihre mediale Inszenierung
- Die Rolle von Intertextualität und Montage in der Literatur
- Der Wandel des Autorbegriffs im digitalen Zeitalter
- Das deutsche Urheberrecht im Spannungsfeld zwischen kreativer Freiheit und geistigem Eigentum
Zusammenfassung der Kapitel
- Axolotl Roadkill: Der Text stellt Helene Hegemann und ihr Werk „Axolotl Roadkill“ vor, beleuchtet die Form, Sprache und Genres des Romans sowie die einleitenden Reaktionen auf dessen Veröffentlichung.
- Verlauf der Debatte: Dieser Abschnitt schildert die Entwicklung der Plagiatsdebatte, beginnend mit dem Hype um Hegemanns Roman, über die ersten Plagiatsvorwürfe, die Reaktion der Autorin und der beteiligten Verlage, bis hin zu den Interventionen von Durs Grünbein und der „Leipziger Erklärung“ prominenter Autoren.
- Ehrenrettungsversuche: Der Text untersucht die Argumente, die Hegemann und ihre Unterstützer im Kontext der Plagiatsvorwürfe vorbringen, insbesondere die Bezüge zur Poststrukturalistischen Theorie, zur Intertextualität und Montageästhetik sowie zum Wandel des Autorbegriffs in der digitalen Kultur.
Schlüsselwörter
Helene Hegemann, Axolotl Roadkill, Plagiat, Intertextualität, Montage, Autorbegriff, Urheberrecht, digitale Kultur, Poststrukturalismus, Mediensprache, Berliner Gegenwartsroman.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Debatte um "Axolotl Roadkill"?
Es geht um den Vorwurf, dass Helene Hegemann in ihrem Debütroman Textpassagen aus anderen Werken (insbesondere "Strobo") ohne Kennzeichnung übernommen hat, was eine bundesweite Plagiatsdebatte auslöste.
Wie verteidigte Helene Hegemann die Vorwürfe?
Die Autorin und ihre Unterstützer argumentierten mit dem Konzept der Intertextualität und Montageästhetik. Sie sahen das Werk als Teil einer digitalen Kultur, in der Kopieren und neu Zusammensetzen legitime künstlerische Mittel sind.
Was ist die "Leipziger Erklärung"?
Die "Leipziger Erklärung" war eine Wortmeldung prominenter Autoren im Zuge der Debatte, die sich mit der Frage des geistigen Eigentums und der Freiheit der Kunst auseinandersetzte.
Welche Rolle spielt das Urheberrecht in diesem Fall?
Der Fall zeigt das Spannungsfeld zwischen dem traditionellen Urheberrecht, das geistiges Eigentum schützt, und modernen literarischen Verfahren wie der Poststrukturalistischen Montage.
Wie wird der Autorbegriff im digitalen Zeitalter hier diskutiert?
Die Debatte thematisiert den Wandel vom "Originalgenie" hin zu einem Autor, der vorhandenes Material kuratiert, sampelt und neu kontextualisiert.
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- Tina Grahl (Author), 2010, "Axolotl Roadkill". Handelt es sich um ein Plagiat?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/455602