Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Didactics for the subject German - Literature, Works

"Axolotl Roadkill". Handelt es sich um ein Plagiat?

Title: "Axolotl Roadkill". Handelt es sich um ein Plagiat?

Presentation (Handout) , 2010 , 4 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Tina Grahl (Author)

Didactics for the subject German - Literature, Works
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In diesem Referat soll Helena Hegemanns erster Roman "Axolotl Roadkill" analysiert werden.

Dabei wird auf die Aspekte Form, Sprache und Zuordnung zu einem Genre eingegangen. In den letzten beiden Punkten wird versucht, sowohl die Plagiatsdebatte nachzuzeichnen als auch diese Debatte zu diskutieren.

Der Roman "Axolotl Roadkill", der 2010 veröffentlicht wurde, sorgte zunächst in der Literaturwelt für großes Aufsehen. Mit der Zeit verbreitete sich jedoch der Vorwurf, dass es sich bei diesem Roman um ein Plagiat handeln würde. Dieser Entwicklungsprozess und die Debatte sollen in diesem Referat detaillierter analysiert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Helene Hegemann (*1992)

2. Axolotl Roadkill

a) Form und Sprache

b) Genre-Zuordnung

1. Generationsroman

2. Adoleszenzroman/ Coming-of-Age Roman / Roman der 00-Jahre

3. Popliteratur

4. Mix-Roman

3. Verlauf der Debatte

1. Hype

2. Plagiatsvorwürfe I (Strobo)

3. Plagiatsvorwürfe II

4. Reaktion und Verteidigung der Vorwürfe

5. Durs Grünbein: »»Plagiat««

6. 'Leipziger Erklärung' und Vergabe des Preises der Buchmesse

7. Ehrenrettungsversuche

8. An meine Kritiker

4. Plagiat?

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit analysiert die literarischen Strategien und die öffentliche Debatte um den Roman "Axolotl Roadkill" von Helene Hegemann, wobei insbesondere die Frage nach dem Umgang mit Autorschaft, Intertextualität und dem modernen Verständnis von Originalität im digitalen Zeitalter untersucht wird.

  • Literarische Einordnung und Gattungsbestimmung des Werkes.
  • Analyse des "Copy-&-Paste"-Verfahrens als moderne Montageästhetik.
  • Aufarbeitung des öffentlichen Plagiatsstreits und der Reaktionen prominenter Autoren.
  • Diskurs über den Wandel des Autorbegriffs und des Urheberrechts.
  • Theoretische Fundierung durch poststrukturalistische Ansätze.

Auszug aus dem Buch

4. Plagiat?

AR ist eine moderne Form der webbasierten Intertextualität. Das Copy-&-Paste-Verfahrens wird dabei im Roman selbst thematisiert. „Hegemann [...] skizziert ihr ästhetisches Programm in "Axolotl Roadkill" so: "Berlin is here to mix everything with everything", lässt sie einen Protagonisten sagen. "Ich bediene mich überall, wo ich Inspiration finde und beflügelt werde ... Filme, Musik, Bücher, Gemälde, Wurstlyrik, Fotos, Gespräche, Träume ... Licht und Schatten, genau, weil meine Arbeit und mein Diebstahl authentisch werden, sobald etwas meine Seele berührt. Es ist egal, woher ich die Dinge nehme, wichtig ist, wohin ich sie trage." "Es ist also nicht von dir?", wird er gefragt. "Nein. Von so 'nem Blogger." [...] Für die eine ist alles Spiel, ein Text immer Ergebnis einer Versuchsanordnung. Für den anderen begann es ähnlich, aber dann wurde es Ernst. Für die eine ist Heroin eine Metapher für Wahrheit, der andere hat es genommen.“

„Dass sich Helene Hegemann bei Airen (sowie bei Salinger, Kerouac, Rolf Dieter Brinkmann, Rimbaud und anderen poètes maudits) bedient hat, ist klar. Interessant ist nur, was sie aus dem Gefundenen und Gelesenen macht.“„Sie zitiert sogar, wenn es ihr passt, den Kirchenvater Eusebius von Cäsarea“

Man kann AR als Montagetext in der Tradition von Elfriede Jelinek, Bertolt Brecht, Walter Kempowski (Aus großer Zeit), Thomas Mann (Doctor Faustus, siehe insbesondere Die Entstehung des Doctor Faustus), Johann Wolfgang Goethe (West-östlicher Divan), Paul Celan (v.a. Büchnerpreisrede Der Meridian), Georg Büchner (Lenz) und als Verweis auf die Montageästhetik des 20. Jahrhunderts (Alfred Döblin) betrachten. AR „bewegt sich in der alten literarischen Tradition des Montagetextes und betritt viel weniger ästhetisches Neuland, als behauptet wird. Wie andere Montageautoren auch greift Hegemann Wörter, Floskeln, Slogans und Sätze aus der Medienwelt heraus und integriert diese Zitate nahtlos in ihren Wortfluss.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Helene Hegemann (*1992): Kurze biografische Übersicht und Auflistung der bisherigen Werke der Autorin.

2. Axolotl Roadkill: Untersuchung der formalen Struktur und genretheoretische Einordnung des Romans zwischen Adoleszenzliteratur und Popliteratur.

3. Verlauf der Debatte: Chronologische Aufarbeitung der öffentlichen Plagiatsvorwürfe, der Verteidigungsstrategien und der kritischen Reaktionen im Literaturbetrieb.

4. Plagiat?: Theoretische Einordnung des Schreibverfahrens als Montageästhetik und webbasierte Intertextualität im Kontext zeitgenössischer Autorschaftsdebatten.

Schlüsselwörter

Helene Hegemann, Axolotl Roadkill, Plagiat, Intertextualität, Montageästhetik, Popliteratur, Adoleszenzroman, Autorschaft, Urheberrecht, digitale Kultur, Poststrukturalismus, Copy-and-Paste, literarische Tradition, Diskurs, Originalität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der literarischen Einordnung des Romans "Axolotl Roadkill" und analysiert den damit verbundenen Plagiatsskandal im Kontext moderner Schreibpraktiken.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Konzepte der Intertextualität, Montageästhetik, der Wandel des Autorbegriffs sowie die Spannungsfelder zwischen künstlerischer Freiheit und Urheberrecht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, ob Hegemanns Vorgehensweise als bloßes Plagiat oder als bewusste Montagekunst im Sinne einer zeitgenössischen Literaturpraxis zu verstehen ist.

Welche wissenschaftlichen Perspektiven werden genutzt?

Die Untersuchung zieht poststrukturalistische Theorien (z.B. Roland Barthes) sowie literaturwissenschaftliche Gattungstheorien heran.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine formal-theoretische Analyse des Romans und eine detaillierte Dokumentation des öffentlichen Diskurses über das Buch.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Montageästhetik, webbasierte Intertextualität, Genie-Begriff, "Scripteur" und die Debatte um die Legitimität von Zitaten ohne explizite Kennzeichnung.

Wie ordnet die Autorin das Werk in die Literaturtradition ein?

Sie verortet den Roman in der Tradition von Montageautoren wie Bertolt Brecht, Alfred Döblin und Elfriede Jelinek.

Welche Rolle spielt die "Leipziger Erklärung" in der Arbeit?

Sie dient als Beispiel für die Ablehnung des Montageverfahrens durch etablierte Autoren, die geistiges Eigentum strikt gegen das hier praktizierte "Abschreiben" verteidigen.

Excerpt out of 4 pages  - scroll top

Details

Title
"Axolotl Roadkill". Handelt es sich um ein Plagiat?
College
Karlsruhe Institute of Technology (KIT)
Grade
1,7
Author
Tina Grahl (Author)
Publication Year
2010
Pages
4
Catalog Number
V455602
ISBN (eBook)
9783668884014
Language
German
Tags
Axolotl Roadkill Helene Hegemann Plagiat literarischer Skandal literarische Debatte Popliteratur Adoleszenzroman Generationenroman Literatur Generation Y Clubroman Gegenwartsliteratur Berlin Roman
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tina Grahl (Author), 2010, "Axolotl Roadkill". Handelt es sich um ein Plagiat?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/455602
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  4  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint