Die Stigmata der Sexarbeit


Bachelorarbeit, 2017

67 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Methodik

3. Stigma - Eine Begriffserklärung

4. Sexarbeit in Deutschland

5. Die rechtliche Situation der SexarbeiterInnen: Status Quo und Kritik

6. Die Stigmata der Sexarbeit
6.1 Sexarbeit als Zwangsarbeit/Ausbeutung
6.2 Sexarbeit als Herrschaftsverhältnis
6.3 Sexarbeit ist keine Arbeit
6.4 Sexarbeit ist pervers
6.5 Der„Freier“
6.6 Warum Frauen Sexarbeiterinnen werden
6.7 Hygiene
6.8 Gewaltpotenzial
6.9 Drogen
6.10 Das „Luststigma“

7. „ RapeCulture

8. Die Folgen

9. Schluss

Literaturverzeichnis S.

Ich tröste, ermutige, höre zu. Ich zeige Verständnis, gebe Geborgenheit, nehme Anteil und spiele Verzweiflung. Ich befriedige, schlage, peitsche, fessle. Ich erzeuge Erniedrigung. Ich bin Mutter, Schwester, Kameradin und Hure, Sozialarbeiterin, Traumverkäuferin und Therapeutin und dennoch, ich fuhle mich wie der Seelenverkäufer einer anruchigen Sekte, zu der keiner gehören will, und sich keiner bekennen will. Ich bin Prostituierte.1

1. Einleitung

Das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung haben sich Frauen in Deutschland Mitte des 20. Jahrhunderts erstritten und auch weiterhin bleibt es äußerst umkämpft.2 In der Sexbranche ist dieser Kampf noch heute besonders deutlich. In der Geschichte der Menschheit wurde die weibliche Sexualität oft tot geschwiegen und Frauen entweder auf die Rolle der sittlichen Ehefrau, also als Heilige, Unbefleckte, oder auf ein „sundhaftes“ Sexualobjekt reduziert, wie beispielsweise Kurtisanen oder Dirnen (Sexarbeiterinnen).

Wenn in der medialen Öffentlichkeit explizit uber Sexualität gesprochen wird und insbesondere „promiskuitive“ selbstbestimmte Frauen sich dazu frei äußern, werden auch heute noch die Termini „Nutte“ oder „Hure“ pauschalisierend verwendet. Sexarbeit wird mit Verunreinigung, Ekel und Devianz assoziiert und bedeutet im heteronormativen Patriarchat, am Rande, am bösen Ende des Spektrums des Frauseins zu stehen und gleichzeitig Opfer der Männerwelt zu sein. Dieses Verständnis ändert sich nur schleppend. Fernsehsendungen wie „Sex and the City“ thematisierten Sexualität auch im Kontext normaler menschlicher Beziehungen oder Bucher wie „Feuchtgebiete“ von Charlotte Roche, bei dem die Heldin des Buches offen uber ihre Sexualität redet, sind Teil dieses Prozesses. Auch„Fifty Shades of Grey“stellt ein Werk dar, i n d e m die Hauptprotagonistin offen uber ihre masochistischen sexuellen Neigungen spricht. Das Buch stellte sich als Verkaufsschläger heraus, der die Massen erreichte. Das Bedurfnis, sich selbstbewusst, insbesondere mit weiblicher Sexualität, auseinanderzusetzten, ist vorhanden. Dies zeigen Verkaufs- bzw. Zuschauerzahlen. Lediglich die öffentliche Debatte dazu fehlt.

Sexualität und insbesondere Sexarbeit werden in Deutschlands Öffentlichkeit vor allemdiskutiert als etwas normwidriges, als Problem. „Die zugrundeliegenden Widerspruche im Umgang mit dem Thema liegen bereits im Handeln der Prostitution an sich. Es beruhrt zentrale Fragen von Sexualität, Intimität, ethischen Werten und individuellen Einstellungen im Kontext der Geschlechterverhältnisse.“3 Die vorliegende Bachelorarbeit beschäftigt sich ganz gezielt mit den Stigmata, die die Sexarbeit umgeben. Die Zielsetzung ist, die vorhandenen Stigmata durch Auszuge aus Zeitungsartikeln oder Interviews aus bereits ausgewerteten empirischen Studien oder theoretischen Ansätzen zu belegen, zu hinterfragen und die Leserschaft zu einem Diskurs einzuladen, der dringend gefuhrt werden muss.

Nachdem der Stigmabegriff dieser Arbeit definiert wird, umreißt das erste Kapitel, wie der Wissensstand zur Sexarbei t in Deutschland ist, um in einem zweiten Schritt zur rechtlichen Lage von SexarbeiterInnen uberzuleiten. Anschließend werden in „Die Stigmata der Sexbranche“ verschiedene Stigmata und Vorurteile aufgezeigt. Zwangsarbeit, partriarchalische Herschaftsverhälnisse und die Ansicht warum Sexarbeit keine Arbeit sein soll, werden hier erläutert. Anschließend hinterfragen wir, warum Sexarbeit noch immer als „pervers“ gilt. Die Kunden der Sexarbeiterinnen sollen aus dem Verborgenen an die Oberfläche geholt werden. Auch die Motive, also warum sich eine Frau fur die Sexarbeit entscheidet werden wir näher betrachten. Das Thema Hygiene in der Sexarbeit wird erörtert und erläutert, warum dieses oft mit Ekelgefuhlen verbunden ist und warum gerade dieses Stigma ein in höchstem Maße ausgrenzendes Potential hat. Des Weiteren soll die Sexarbeit und ihr Stigma „Devianz und Kriminalität“ durchleuchtet werden. Es soll aufgezeigt werden, dass durch ein in den Medien erzeugtes Negativbild die Wahrnehmung von Kriminalität gefördert werden kann. Abschließend beschäftigt sich die vorliegende Arbeit mit dem Stigma „vorgespielte Lust und Emotionslosigkeit“. Hierbei wird der allgemeine Vorwurf der SexarbeitsgegnerInnen behandelt, bei Sexarbeit handle es sich grundsätzlich um inszenierte Lust.4 Die Haltung der meisten InterviewpartnerInnen dieser Arbeit impliziert, dass Spaß nur eine untergeordnete Rolle spiele, bzw. ein unterdrucktes und stark stigmatisiertes Gefuhl während der Arbeit der Sexarbeiterinnen darstelle.

Anschließend schaue ich mir den Begriff RapeCulture an und warum er fur die Sexarbeit von Bedeutung ist.

Zum Schluss soll aufgezeigt werden, welche negative Wirkmacht die beschriebenen Stigmata haben. Es wird erläutert, weshalb es fur EntscheidungsträgerInnen in unserer Gesellschaft sinnvoll wäre, die negativen Zuschreibungen abzulegen, u m Sexarbeiterinnen die Integration in andere Berufsfelder zu ermöglichen und warum eine Entstigmatisierung auch Empowerment bedeutet. Da Sexarbeit uberwiegend von Frauen zur Befriedigung heterosexueller Männer ausgefuhrt wird, was sich auch in der verwendeten Literatur widerspiegelt, liegt der Schwerpunkt dieser Arbeit auf der heterosexuellen Sexarbeit, welche sexuelle Dienstleistungen von Trans*-Frauen inkludiert. In dieser Bachelorarbeit wird uber Frauen in Bezug auf das „soziale Geschlecht“ (Gender) geschrieben. Der Autor wird jedoch nicht explizit auf die sexuelle Identität dieser Frauen eingehen, denn die Trans*Sexarbeit ebenso wie die männliche Sexarbeit wäre eine gesonderte Bachelorarbeit wert. Die Sexarbeit ist, wie Melissa Grant, freie Journalisten, Autorin und ehemalige Sexarbeiterin, feststellt, kein reines Frauenthema, da „bei weitem nicht alle Menschen die Sexarbeit nachgehen Frauen sind“4.

Teilweise wird der Autor auf Klischees zugreifen mussen. Melissa Grant schreibt in diesem Zusammenhang: „Wir mussen nicht daruber diskutieren, dass Sexarbeit - meist- ein prekärer Beruf ist. Aber liegt das am Sex oder daran, dass Sexarbeit zwar legalisiert, aber immer noch stigmatisiert ist?“5 Die Soziale Arbeit greift meist nur dann ein, wenn es besonders prekär wird und kann deshalb auch kaum als Leitbild fur den Umgang mit ihr dienen, da sie sich als Menschen(-rechts)profession6 darauf spezialisiert hat, das Leid bzw. gesellschaftliche Missstände erträglicher zu machen. In dieser wissenschaftlichen Arbeit ist ausschließlich von „Sexarbeit“ die Rede, außer bei der Verwendung von Zitaten. Der Begriff „Sexarbeit“ impliziert, dass es sich um „Arbeit“ handelt, welche folglich entsprechende gewerkschaftliche Arbeitsrechte fur sich proklamieren kann. „Sexarbeit und nicht Prostitution ist der Begriff, der geeignet ist, die Vielfältigkeit und Widerspruchlichkeit der Arbeits- und Beschäftigungsverhältnisse sowie der Herrschaft-, Ausbeutungs- und Gewaltverhältnisse auf dem Gebiet der sexuellen Dienstleistungen adäquat zum Ausdruck zu bringen.“7 Auch Melissa Grant teilt diese Sichtweise.8 Der „Freier“ soll deshalb hier Kunde genannt werden. Der Annahme, Sexarbeit sei „eine Arbeit wie jede andere auch“ soll allerdings entgegengewirkt werden. Es geht bei der Sexarbeit vielmehr um eine Vielzahl von Arbeiten, die unter teilweise recht prekären Arbeitsbedingungen, zum Beispiel Sexarbeit unter Drogen, teilweise aber auch weniger prekären Arbeitsbedingungen, beispielsweise in privaten Zimmern oder in einem Dominastudio stattfinden.

Der Begriff Empowerment, wörtlich ubersetzt: Selbstbefähigung und Selbstbemächtigung, Stärkung von Eigenmacht und Autonomie9, wird in dieser Arbeit verwendet um biographische Prozesse, in denen Menschen ein Stuck mehr, politische, soziale (Eigen-)Macht fur sich selbst gewinnen, zu bezeichnen. „Empowerment meint den Prozess, innerhalb dessen Menschen sich ermutigt fuhlen, ihre eigenen Angelegenheiten in die Hand zu nehmen, ihre eigenen Kräfte und Kompetenzen zu entdecken und ernst zu nehmen und den Wert selbsterarbeiteter Lösungen schätzen zu lernen“. 10

2. Methodik

Im Mittelpunkt dieser Diskursanalyse steht die wirklichkeitskonstituierende Macht der Medien und deren Wechselwirkungen mit den einzelnen Subjekten.11 Nach Siegfried Jäger ist das Ziel einer Diskursanalyse, einen Diskursstrang „oder auch mehrere miteinander verschränkte Diskursstränge historisch und gegenwartsbezogen zu analysieren“12. Diese Diskursstränge, so Jäger, sind „thematisch einheitliche

Diskursverläufe, die aus einer Vielzahl von Elementen, sogenannten Diskursfragmenten, zusammengesetzt sind“13. Die Diskursfragmente wiederum sind meist auch mit anderen Themen verwoben, dies macht auch diese Bachelorarbeit sichtbar. Ein Diskursstrang dieser Arbeit sind die Stigmata, die die Sexarbeit in unserer modernen Zeit umgeben. Dabei wird der Autor sich einzelner Fragmente dieses Diskurses bedienen, wie zum Beispiel Foucaults Sexualdispositiv. Jäger nennt den Diskurs einen „Fluß von sozialen Wissensvorräten durch die Zeit, der aus der Vergangenheit kommt, die Gegenwart bestimmt und in der Zukunft in wie auch modifizierte Form weiterfließt“14. Die Diskursstränge bewegen sich laut Jäger auf unterschiedlichen Diskursebenen15. Um dieser Einteilung zu folgen, schaut sich diese Abschlussarbeit folgende Ebenen an:

- rechtliche Ebene (Gesetzgebung, Politik)
- mediale Ebene (Wie wird das Thema medial dargestellt, kommentiert und bewertet?)
- wissenschaftliche Ebene (empirische Studien und theoretische Arbeiten zum Thema)
- personelle Ebene (Stimmen von ((ehemaligen) Sexarbeiterinnen)

Es handelt sich um eine literaturbasierte Arbeit. Dabei kommen Stimmen von Sexarbeiterinnen aus Primärtexten wie beispielsweise den Werken von Melissa Grant oder Sonia Rossi zu Wort. Aber auch Presstexte, in denen das Thema medial aufgearbeitet, diskutiert oder kommentiert wurde, zum Beispiel Auszuge aus der BILD,

VGL: Siegfried Jäger / Eine Diskursanalyse: Eine Einfuhrung / Oktober 2012 / Diss Edition Verlag 2012 S.17ff

WELT und andere werden verwendet. Ebenso wissenschaftliche Abhandlungen theoretischer Art, wie Birgit Sauer (2014) und Susanne Koppe (2015) werden einbezogen. Unter anderem werden dabei Auszuge aus Interviews von Martina Löws und Renate Ruhnes Buch „Prostitution - Herstellungsweisen einer anderen Welt“ verwendet. Löw und Ruhne konzentrieren sich darin auf eine von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) initiierte empirische Studie zur ethnografischen Prostitution in Frankfurt am Main. Intention dieser Analyse, so Löw, war es vor allem, Licht in ein bisher wenig erforschtes Gebiet zu bringen. „Mit den Forschungsmethoden der ethnografischen Beobachtung, der Dokumentenanalyse, der Kartografie und des Interviews untersuchen wir die (Re-)Produktion räumlicher (An-)Ordnung der Prostitution unter anderem in ihrer Verwiesenheit auf Geschlechterbeziehungen.“16 Außerdem stutzen sich die Annahmen beider Autorinnen auf eigene Feldforschung und gehen dabei von der Basisannahme aus, „dass Prostitution durch zahlreiche, größtenteils subtile Mechanismen der Ausgrenzung in der öffentlichen Wahrnehmung als ein Feld des Anderen und des Anormalen (re)produziert wird.“17 Dies wurde dadurch erreicht, dass durch eine Art gesellschaftliche Konstruktion „des Normalen“ und „normaler“ Intimität/ Geschlechterbeziehungen die Sexarbeit zum Gegenentwurf dieser Normalität wurde.18 Ähnlich verhält es sich auch beim Rassismus, der Misogynie und der Homophobie. Die Norm stigmatisiert alles, was nicht der Norm entspricht, als „das Andere“.

Intention diese Arbeit ist, die angefuhrten Quellen als Belege fur bereits existierende Stigmata rund um die Sexarbeit anzufuhren. Es geht dabei um die Fragen: Welche Stigmata existieren? Wie kann dies anhand von Beispielen belegt werden? Wie kann man diese Stigmata relativieren und entkräften? In welche Richtung mussen wir uns als Gesellschaft bewegen, damit das Empowerment der Sexarbeiterinnen vorangetrieben wird und weniger soziale Diskriminierung erfolgt?

Der Autor wird sich in seiner Bachelorarbeit allen zugänglichen, medialen, literarischen Quellen offen widmen und sich um Objektivität bemuhen. Dennoch gibt es gerade bei sozialpolitischen Themen wie der Sexarbeit, wie Jäger festgestellt hat, kaum

Werturteilsfreiheit, „da wir der Wirklichkeit keine Wahrheiten entnehmen können, dass wir sie immer nur auf Grundlage unseres eigenen Wissens deuten und es immer einen Kampf um unterschiedliche Deutungen geben wird“19.

3. Stigma: Eine Begriffserklärung

Der Begriff Stigma kommt aus dem Griechischen und bedeutet wortwörtlich Wundoder Brandmal. Im Duden findet man folgende Definition: „Etwas wodurch jemand oder etwas deutlich sichtbar in einer bestimmten, meist negativen Weise gekennzeichnet ist und sich dadurch von anderen unterscheidet.“20

Mit dem Brandmal, also Stigma, wurde fruher der Körper mit einem Zeichen versehen, das Auskunft uber den moralischen und rechtlichen Zustand des Zeichenträgers geben sollte. Erving Goffman, der durch seine Stigma-Theorie bekannt wurde, schreibt dazu: Die Zeichen „taten öffentlich kund, dass der Träger ein Sklave, ein Verbrecher oder ein Verräter war - eine gebrandmarkte, rituell fur unrein erklärte Person“21 und in der Öffentlichkeit gemieden werden sollte. Heute wird der Terminus hauptsächlich als Synonym fur die Zuschreibung von diskreditierenden Merkmalen und Eigenschaften benutzt und bezieht sich im soziokulturellen Gebrauch des Wortes nicht mehr ausschließlich auf die körperliche Ebene. Dies ist eine Entwicklung, die vermutlich auch mit dem Faktum korreliert, dass der Körper in unserem modernen, etablierten Rechtssystem kaum mehr Ziel der Strafe ist. „Zu Beginn des 19. Jahrhunderts geht das große Schauspiel der peinlichen (also körperlichen) Strafe zu Ende, man schafft den gemarterten Körper beiseite; man verbannt die Inszenierung des Leidens aus der Zuchtigung.“23 Michel Foucault zitiert in diesem Zusammenhang den Philosophen und Historiker Gabriel Bonnot de Mably wie folgt: „Die Strafe soll, wenn ich so sagen darf, eher die Seele treffen als den Körper“24. Die ursprunglich auf den Körper bezogenen Siegfried Jäger / Eine Diskursanalyse: Eine Einfuhrung / Oktober 2012 / Diss Edition Verlag 2012 S.10/11 Stigmatisierungen wurden also im Laufe der Zeit durch soziale Stigmatisierungen ausgeweitet, „die man fur die Mitglieder (jeder) dieser Kategorien als gewöhnlich und naturlich empfindet“25. Die „Strafe“ dieser sozialen Stigmata zielt meist auf eine soziale Ebene ab, die alles, was sich jenseits der gewunschten oder akzeptierten Normen der Mehrheitsgesellschaft befindet, diskreditiert, exkludiert oder als das „Andere“ ansieht. Dies betrifft unter anderem Disablism, Bodyshaming, Homophobie, Rassismus und Ageism. Laut Erving Goffman macht sich dies auch in der Verortung bestimmter Personengruppen in fur diese Gruppen typischen Gegenden bemerkbar. Es entstehen sogenannte Subkulturen oder Minoritäten, denen von den Angepassten eine „andere“ imaginierte soziale Identität zugeschrieben wird. Diese Generalisierungen dienen der den Normen entsprechenden Mehrheitsgesellschaft als Abgrenzung und Orientierung und haben nicht zwangsläufig Diskriminierungen zur Folge.26

Um soziales Verhalten der Mitglieder einer sozialen Einheit zu verstehen, greifen wir also zu Generalisierungen. Ohne Generalisierungen ist eine Orientierung in unserer Umwelt weitaus schwieriger. Eine verifizierbare oder objektivierbare Meinung musste im wissenschaftlichen Sinn stets von logisch aufgebauten Argumenten und mit zahlreichen Beispielen untermauert werden; ein oft langwieriger Prozess, der den menschlichen Alltag mit seinen unabwendbaren, teilweise zeitlich begrenzten Entscheidungsnotwendigkeiten unnötig verkomplizieren wurde. Dieser geistige Mechanismus hat also durchaus etwas Positives. Dennoch liegt darin auch sein enormes Gefahrenpotential, das im Folgenden aufgezeigt wird. Denn diese Generalisierungen erschweren vor allem den Lebensalltag von Personengruppen, die von negativen Stigmatisierungen betroffen sind und wirken zudem teils verunsichernd auf Personen die stigmatisieren. Denn viele Stigmatisierungen mögen sich eventuell gut zur Einordnung von Menschen in Personenkategorien eignen, wirken aber im direkten Kontakt mit den Stigmatisierten oft fehlplatziert. Goffmann schreibt dazu „In sozialen Situationen mit einem Individuum, bei dem ein Stigma bekannt ist oder wahrgenommen wird, verwenden wir also wahrscheinlich Kategorisierungen, die nicht p a s s e n und sowohl wir, als auch der Stigmatisierte erfahren wahrscheinlich Unbehagen“.27

Trotz dieses Sachverhalts ist es eine grundmenschliche Eigenschaft, komplexe Sachverhalte zu simplifizieren und auf Stereotype zuruckzugreifen, denn Kategorisierungen fuhren zu einer Informationsbegrenzung gegenuber einer unendlichen Masse an Informationen28. Unbewusst treffen wir so eine Entscheidung uber eine uns fremde Person. Goffman formuliert dies wie folgt „Wenn ein Fremder uns vor Augen tritt, durfte uns der erste Anblick befähigen, seine Kategorie und seine Eigenschaften, seine soziale Identität zu antizipieren.“29 Durch diese Personenkategorisierungen entstehen wiederum soziale Stereotype, wie beispielsweise das der Hausfrau, der Oma oder der Lesbe, die mit einer Erwartungshaltung an die jeweilige Person verbunden sind. Goffman nennt dies eine „Charakterisierung im Effekt, eine virtuelle soziale Identität“ und „die Attribute, deren Besitz dem Individuum tatsächlich bewiesen werde konnte, … aktuale soziale Identität.“30 Im Alltag benutzen wir in den allermeisten Fällen, insbesondere im Umgang mit Fremden die virtuelle soziale Identität, da diese Simplifizierung den Alltag erleichtert. Dies bleibt nicht folgenlos, „wenn solche Generalisierungen (oder Kategorisierungen) resistent gegen Informationszufuhr sind“31. Denn dann entstehen Vorurteile. Vorurteile sind unweigerliche Konsequenz dieser Informationsbegrenzung. Der Soziologe Prof. Dr. Werner Bergmann schreibt dazu:

Im Alltagsverständnis gebrauchen wir den Begriff Vorurteil, um ausgeprägte positive und negative Urteile oder Einstellungen eines Mitmenschen uber ein Vorurteilsobjekt zu bezeichnen, wenn wir sie fur nicht realitätsgerecht halten und der Betreffende trotz Gegenargumenten nicht von seiner Meinung abruckt. Da wir in unseren Urteilen zumeist nur unsere Sichtweise wiedergeben und Urteile fast immer gewisse Verallgemeinerungen enthalten, sind in jedem Urteil Momente des Vorurteilshaften zu finden“32

Vorurteile werden also „durch selektive Wahrnehmung aufrechterhalten“33. Wenn sich diese Vorurteile verfestigen, von einer Mehrheitsgesellschaft ubernommen werden und sich gegen eine Minorität dieser Gesellschaft richten, können wir bereits von einem gesellschaftlichen Stigma sprechen. Die „selektive Wahrnehmung“ der Majorität umfasst dann „also ein Spektrum von falscher Generalisierung bis zu hin zu vollständiger Ausblendung“34 der realen Faktenlage. Die Auswirkungen dieser Stigmata sind weitreichend und manifestieren sich zum Beispiel in Form sozialer Distanzierung und Diskriminierung.35 Diskriminierung liegt besonders vor, wenn die der stigmatisierte Personenkategorie zugeschriebenen Attribute in ihrer dualen Dimension eher schlecht, fehlerhaft, herabwurdigend, delinquent oder als moralisch verkommen bewertet werden. Wir sprechen dann von Stigmatisierungen, die sich uber die jeweiligen gesellschaftlichen Normen definieren und durch sie hierarchisiert sind.

Laut Goffman gibt es drei verschiedene Typen von Stigma

die Physiognomie betreffend (Deformationen)
Individuelle Charakterfehler (Willensschwäche, Unehrenhaftigkeit, Sucht) phylogenetische Stigmata (Rasse, Religion, Nation)

In der vorliegenden Bachelorarbeit geht es, um dieser Einteilung zu folgen, um Charakterfehler , da Sexarbeit noch immer gesellschaftlich als befleckt und unehrenhaft gilt, wie zahlreiche beigefugte Beispiele aufzeigen werden. Allerdings wurde durch die Bezeichnung „Prostituierte“ auch eine gesellschaftliche Identität konstruiert, bei der auch die imaginierte Physiognomie der Sexarbeiterinnen Teil der virtuellen sozialen Identität ist. In einem Artikel der BILD Zeitung uber den Transenstrich in St. Pauli in Hamburg heißt es: „Maxima ist der Star der Schmuckstraße. Sie ist erst 20, das Leben auf dem Strich hat Gesicht und Körper noch nicht gezeichnet“36. Dies impliziert klar, dass Sexarbeiterinnen in der Regel ihr Beruf körperlich angesehen wird. Im Alltag richtet sich das Stigma jedoch meist auf die Kleidung. So können Kleidungsstucke auch mit Attributen wie „nuttig“, „schlampig“ oder „hurenhaft“ versehen werden.

Wenn unsere Personenkategorisierungen und die damit verknupfte Erwartungshaltung durch offenkundige Eigenschaften der Person eine Diskrepanz zwischen der virtualen sozialen Identität und der aktualen sozialen Identität aufweisen, kann dies ebenfalls zu einem Stigma fuhren37. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn die Person im Vergleich zu anderen derselben Kategorie Zugeordneten „Eigenschaften (…) von weniger wunschenswerter Art“38 oder Attribute besitzt, die nicht in diese Kategorisierung passen. Die betreffende Person kann somit nach Goffman im sozialen Gefuge herab- oder heraufgestuft werden, wird folglich stigmatisiert. Gofmann konstatiert, „es sollte gesehen werden, dass es einer Begriffssprache von Relationen, nicht von Eigenschaften bedarf“39. Wird die Abweichung jedoch negativ bewertet, handelt es sich um ein negatives Stigma. Ich werde mich in dieser Bachelorarbeit auf die negativen Stigmata konzentrieren, die die Sexarbeit umgeben.

Negative Stigmata haben nach wie vor eine stark exkludierende Wirkung. So kann „ein Individuum, das leicht in den gewöhnlichen sozialen Verkehr hätte aufgenommen werden können“, im Besitz eines Merkmals sein, welches bewirken kann, „dass wir uns bei der Begegnung mit diesem Individuum vom ihm abwenden.“40 Das Stigma in dieser Form wirkt diskreditierend und suggeriert Abweichungen von der Norm. Goffmann schreibt in diesem Kontext:

Von der Definition her glauben wir, dass eine Person mit einem Stigma nicht ganz menschlich ist. Unter dieser Voraussetzung uben wir eine Vielzahl von Diskrimination aus, durch die wir ihre Lebenschancen wirksam, wenn auch oft gedankenlos, reduzieren.41

Dabei konstruiert der Stigmatisierende uber die stigmatisierte Person „eine Ideologie, die ihre Inferiorität erklären soll“42, die sich einer dafur typischen, oft herabsetzenden Sprachterminologie bedient, wie z.B nuttig als äquivalent fur ordin ä r, billig 43 oder Hurenkind, eine abwertende Bezeichnung fur nicht eheliche Kinder44. Selbst der Begriff „Hure“ ist negativ besetzt und wird oft abwertend benutzt, um beispielsweise eine „Frau, die als moralisch leichtfertig angesehen wird...“45 zu bezeichnen. In diesem Fall zieht Stigmatisierung immer auch Diskriminierung als Folge mit sich. Schlägt man den Begriff „diskriminieren“ im Fremdwörterbuch nach, findet man hierzu folgende Erklärung bzw. Synonyme: jemanden herabsetzen, benachteiligen, zurucksetzen46. Wehrt sich die stigmatisierte Person gegen Diskriminierung oder das auferlegte Stigma, wird das aufruhrerische Verhalten oft paradoxerweise als Bestätigung fur das Stigma betrachtet47. Goffman schreibt, dass die „Normalen“, also die der gesellschaftlichen Norm Entsprechenden, defensive Reaktionen von Stigmatisierten als Vorwand nutzen könnten, um die Art wie Stigmatisierte gesellschaftlich behandelt werden, zu rechtfertigen.48 Empört sich eine Sexarbeiterin z.B uber miserable Arbeitsbedingungen in einem Bordell und tut sie dies in lauter, „vulgärer“ Sprache, so könnte die Ursache der Empörung hintergrundig werden. Der Fokus der „Normalen“ liegt dann nur noch auf der Bestätigung des „Vulgarismus Stigmas“, und dient als Rechtfertigung einer „herabgesetzten“ Person kein Gehör zu schenken und diese weiterhin zu stigmatisieren.

Die klassische Gegenstrategie der Stigmatisierten ist der Versuch, jegliche Unterschiede zu nivellieren. Dies mag bei rassistischem Stigma bezuglich Hautfarbe zum Gebrauch von Bleichcremes fuhren. Bei Sexarbeiterinnen kann es dazu kommen, dass sie verschweigen, ihren finanziellen Lebensunterhalt im Sexgewerbe zu bestreiten. Der Kontakt zwischen Stigmatisierten und „Normalen“ ist durch eine tiefe Unsicherheit geprägt, so Goffman, da der Stigmatisierte „nicht weiß, in welche von (den) verschiedenen Kategorien es platziert wird“49. Auch deshalb, dass wenn die Platzierung „gunstig ist,“ der Stigmatisierte „genau weiß, dass die anderen es innerlich nach seinem Stigma definieren“50. Auch weil jedes Indiz, jede Bestätigung des Klischees als Symptom fur die jeweilige virtuelle soziale Identität betrachtet werden kann. Demnach wurde beispielsweise eine Sexarbeiterin mit Geschlechtskrankheit das auferlegte Stigma bestätigen, unrein zu sein. Bei einer 80-jährigen Frau wurde dieselbe Situation als Ausnahmeerscheinung betrachtet werden, da kein gesellschaftliches Stigma diesbezuglich existiert51. Deshalb, so schlussfolgert Goffman, neigen Stigmatisierte dazu, antizipatorisch zu reagieren, also beispielsweise die Öffentlichkeit zu meiden52.

Diese Reaktion impliziert das Bewusstsein um die eigene Inferiorität. Womöglich ist dies auch der Grund warum „der gesamte Bereich unubersichtlich und im hohe Maße tabuisiert ist, sodass eine umfassende Analyse kaum möglich ist“53.Viele Sexarbeiterinnen sind deshalb lieber im Verborgenden tätig und bemuht, ihre Anonymität zu wahren. Löw/ Ruhne schreiben dazu, „dass der forschende Zugang zu den Akteurinnen und Akteuren oft als besonders schwierig beschrieben wird: Prostituierte, Freier, BordellbetreiberInnen usw. öffnen sich in der Regel eher zuruckhaltend nach außen, wie auch wir eindeutig feststellen konnten“.54 Den Akteurinnen der Sexarbeit lastet ein gesellschaftliches Stigma an, welches erst durch ein Bekenntnis zur Sexarbeit zum Stigma wird. Da Sexarbeiterinnen in der Regel der mit der Sexarbeit gesellschaftlich verbundenen Geringschätzung entgehen möchten, steht gerade hier der Stigmabeseitigung unter anderem das eigene Stigma im Weg. Dies scheint ein selbsterhaltendes Paradox, das typisch fur das „unsichtbare“, körperlose Stigma ist, welches die Sexarbeit wie ein dichter Nebel umhullt. Löw stellt dabei fest: „In der vertieften Auseinandersetzung mit der Prostitution erkannten wir jedoch bald, dass sich Skepsis und Zuruckhaltung (der Kunden und Sexarbeiterinnen) wesentlich die durch die bis heute andauernde gesamtgesellschaftliche Brisanz des Themas erklären lassen (…), die oft mit Stigmatisierung des Feldes und Stigmatisierungsängsten der im Feld aktiven Personen einhergeht.“55

Somit lässt sich plausibel erklären, warum Anonymität ein äußerst wichtiger Bestandteil dieses Gewerbes ist und ForscherInnen oft auf kleinere qualitative Studien zuruckgreifen mussen. Anonymität ist Bestandteil der Sexarbeit. „Lisa ist der mit Abstand beliebteste Frauenname - zumindest bei Berliner SexarbeiterInnen. Ähnlich attraktiv sind Anna, Maria, Julia und Sara. 20 Prozent, also jede funfte HorizontalGewerblerin in der Hauptstadt, trägt einen dieser Kunstlernamen“56

Martin Albert, Julia Wege / Soziale Arbeit und Prostition /Professionelle Handlungsansätze in Theorie und Praxis. /Springer Verlag /2015/ S. 1

4. Sexarbeit in Deutschland

Das Thema, so scheint es, entzieht sich der öffentlichen Wahrnehmung in besonderem Maße. „Bekannt sind nicht einmal grundlegende Eckdaten, wie zum Beispiel Zahlen zu Prostituierten oder Freiern. Dort wo in Studien und Veröffentlichungen Angaben zu finden sind, beruhen diese auf Schätzungen. Gesicherte Zahlen existieren nicht.“57 Dies liegt vermutlich auch daran, dass viele im Verborgenen arbeiten, letztendlich womöglich auch, um gesellschaftlichen Stigmatisierungen zu entgehen.58 Deshalb variiert diese Schätzung in der vom Autor verwendeten Literatur stark. Man schätzt die Anzahl der Menschen, die sexuelle Handlungen gegen monetäre Gegenleistungen erbringen (männliche Sexarbeiter/ Stricher inkl.) „auf ca. 400.000 deutschlandweit“.59 60 Die seit den achtziger Jahren immer wieder erwähnte Zahl von 400.000 Frauen in der Sexbranche wird auch mit Skepsis betrachtet. Einige wie z.B die Sozialwissenschaftlerin Prof. Dr. Kavemann halten die Zahlen fur deutlich uberhöht und gehen lediglich von 64.000 - 200.000 Sexarbeitenden aus.61 Es wird desweiteren geschätzt, dass wohl etwa 95 Prozent der Sexarbeit nachgehenden Personen weiblich sind.62 In der Fachliteratur wird immer wieder darauf verwiesen, dass „nur geringe fundierte Angaben zu finden sind“63. Weder in Deutschland, noch auf globaler Ebene existiert eine systematische, zusammenhängende Datenerhebung uber das gesamte Spektrum der Sexarbeit, weil viele milieubedingt nichtöffentliche Aspekte der Sexarbeit nur unzureichend erfasst werden können.

Im Brockhaus (1994) wird Sozialarbeit beschrieben als eine „berufliche Tätigkeit, die auf individuelle Hilfen oder gesellschaftspolitische Massnahmen zur Verbesserung der Lebenslage sozial Schwacher und Gefährdeter abzielen“64 Wissenschaftliche

Erhebungen im Rahmen der Sozialarbeit, werden daher meist in Notunterkunften, Krankenhäusern, Beratungsstellen, psychiatrischen Einrichtungen, Fluchtlingslagern etc. erhoben. Sie sind deshalb durch die besonderen sozialen Gegegebenheiten der dort anzutreffenden Personengruppen, den damit typischen Problemen, sowie von den sozialen und kulturellen Hintergrunden beeinflusst.65 Deshalb sind Schlussfolgerungen aus der derzeitigen Datenlage wenig neutral. Zudem gehen viele Männer und Frauen dieser Tätigkeit nur gelegentlich oder in einem kurzen Lebensabschnitt nach.66

Allgemein wird unter Sexarbeit verstanden, dass ein „Individuum fur sexuelle Leistungen eine Bezahlung erhält (...)“.67 Hier bleibt allerdings unklar, was genau mit sexuellen Dienstleistungen gemeint ist.

Zählen Frauen oder Männer, die sich uber eine Service-Agentur fur einen Abend zur Begleitung anbieten - ohne dass es dabei zwangsläufig zum Geschlechtsverkehr mit dem Kunden kommen muss - zum Berufskreis der SexarbeiterInnen? Was ist mit Frauen/Männern, die Telefonsex betreiben oder sich vor Web-Cams den Wunschen von Internet-Freiern beugen? Und wozu zählen Männer und Frauen, die vor der Kamera agieren, sprich im Porno-Geschäft aktiv sind?68.

Zählen attraktive junge Frauen, die sich einen finanziell gut gestellten, bedeutend älteren Partner aus rein monetären Grunden suchen, schon als Sexarbeiterinnen? Ist die Erbringung eines Liebesdienstes in einer solchen Beziehung schon sexuelle Dienstleistung? Das Spektrum der Sexarbeit eröffnet eine sehr breit gefächerte, bunte und vor allem offene Definition der Arbeit, die notgedrungen auf Normen und Tabus zuruckgreift, die jedoch ständig neu ausgehandelt werden mussen. Schrader schreibt, dass „das Feld der Sexarbeit viel zu heterogen ist, als dass mit einer Definition die Rechte aller dort Tätigen erfasst und berucksichtigt werden könnten“.69

[...]


1 Herausgeber: Madonna e.V Beruf Hure: Tipps von Frauen fur Frauen die anschaffen gehen. PDF: www.sexworker.at/phpBB2/download.php?id=98 (Zuletzt abgerufen am: 09.11.2016)

2 Nina Degele/ Gender Queer Studies/ UTB Verlag/2008/S. 28 ff und S. 70f

3 Martin Albert, Julia Wege / Soziale Arbeit und Prostitution /Professionelle Handlungsansätze in Theorie und Praxis. /Springer Verlag 2015/ S. 1

4 Alice Schwarzer:Liebe Befurworterinnen der freiwilligen Prostitution! http://www.aliceschwarzer.de/artikel/liebe-befuerworterinnen-der-freiwilligen-prostitution-317539 Zuletzt aufgerufen am 08.11.2016

5 Melissa Gira Grant, Hure spielen : Die Arbeit der Sexarbeit / Nautilus Flugschrift / 2014 S. 48

6 Melissa Gira Grant/Hure spielen - Die Arbeit der Sexarbeit / Nautilus Flugschrift / 2014 S. 5

7 VGL: Martin Albert, Julia Wege / Soziale Arbeit und Prostition /Professionelle Handlungsansätze in Theorie und Praxis. /Springer Verlag 2015/ / Regula Rother / Die beiden Hauptausrichtungen der Sozialen Arbeit S. 136

8 Martin Albert, Julia Wege / Soziale Arbeit und Prostition /Professionelle Handlungsansätze in Theorie und Praxis. /Springer Verlag 2015/ Drogengebrauchende Sexarbeiterinnen (..) Kathrin Schrader S. 69

9 VGL: Melissa Gira Grant, Hure spielen : Die Arbeit der Sexarbeit / Nautilus Flugschrift /2014 /S.49

10 Duden / Deutsches Universal Wörterbuch /Funfte uberarbeite Ausgabe /2003 / Dudenverlag/ S. 577

11 Galuske. M. /Methoden der Sozialen Arbeit. Eine Einfuhrung (7. ergänzte Auflage). Weinheim: Juventa /2011/S.262

12 VGL: Reiner Keller: Diskursforschung. Eine Einfuhrung fur SozialwissenschaftlerInnen. 4. Auflage. Wiesbaden 2011. S. 8

13 Siegfried Jäger /Bemerkungen zur Durchfuhrung von Diskursanalysen/Vortrag auf der Tagung „Das große Wuchern des Diskurses / 1997 http://www.diss-duisburg.de/Internetbibliothek/Artikel/Durchfuehrung_Diskursanalyse.htm VGL: Siegfried Jäger / Eine Diskursanalyse: Eine Einfuhrung / Oktober 2012 / Diss Edition Verlag 2012 S.17ff

14 Bemerkungen zur Durchfuhrung von Diskursanalysen / Siegfried Jäger/ Vortrag auf der Tagung „Das große Wuchern des Diskurses.1997 http://www.diss-duisburg.de/Internetbibliothek/Artikel/Durchfuehrung_Diskursanalyse.htm VGL: Siegfried Jäger / Eine Diskursanalyse: Eine Einfuhrung / Oktober 2012 / Diss Edition Verlag 2012 S.17ff

15 Bemerkungen zur Durchfuhrung von Diskursanalysen / Siegfried Jäger/ Vortrag auf der Tagung „Das große Wuchern des Diskurses / 1997 http://www.diss-duisburg.de/Internetbibliothek/Artikel/Durchfuehrung_Diskursanalyse.htm VGL: Siegfried Jäger / Eine Diskursanalyse: Eine Einfuhrung / Oktober 2012 / Diss Edition Verlag 2012 S.17ff

16 Bemerkungen zur Durchfuhrung von Diskursanalysen / Siegfried Jäger/ Vortrag auf der Tagung „Das große Wuchern des Diskurses /1997http://www.diss-duisburg.de/Internetbibliothek/Artikel/Durchfuehrung_Diskursanalyse.htm VGL: Siegfried Jäger / Eine Diskursanalyse: Eine Einfuhrung / Oktober 2012 / Diss Edition Verlag 2012 S.17ff

17 Prostituion: Herstellungsweisen einer anderen Welt; Martina Löw, Renate Ruhne / Suhrkamp Verlag / 2011 S.10 ff

18 Prostituion: Herstellungsweisen einer anderen Welt; Martina Löw, Renate Ruhne /Suhrkamp Verlag / 2011 S.11

19 VGL: Prostituion: Herstellungsweisen einer anderen Welt; Martina Löw, Renate Ruhne /Suhrkamp Verlag / 2011/ S.11, 12

20 Siegfried Jäger / Eine Diskursanalyse: Eine Einfuhrung / Oktober 2012 / Diss Edition Verlag 2012 S.10/11

21 Duden / Deutsches Universal Wörterbuch /Funfte uberarbeite Ausgabe /2003 / Dudenverlag/ S. 1521

22 Erving Goffmann / Stigma / Suhrkamp Verlag / 2014 / S. 9

23 Michel Foucault / Überwachen und Strafen - Die Geburt des Gefängnisses / Suhrkamp Verlag/ 2015/S. 22ff

24 Michel Foucault / Überwachen und Strafen - Die Geburt des Gefängnisses / Suhrkamp Verlag/ 2015/S. 26

25 Erving Goffmann / Stigma / Suhrkamp Verlag / 2014 / S. 9/10

26 Hans Joas/ Lehrbuch der Soziologie. Campus-Verlag / 2012 / S.280-281

27 Erving Goffmann / Stigma / Suhrkamp Verlag / 2014 / S. 30

28 Hans Joas/ Lehrbuch der Soziologie / Campus-Verlag / 2012/ S.280-281

29 Erving Goffmann / Stigma / Suhrkamp Verlag / 2014/ S. 9f

30 Erving Goffmann / Stigma / Suhrkamp Verlag / 2014/ S. 10

31 Lehrbuch der Soziologie. Hans Joas. Campus-Verlag / 2012/ S.280f

32 Werner Bergmann: Was sind Vorurteile? In: Vorurteile - Stereotype - Feindbilder. (= Informationen zur politischen Bildung. Heft 271/ 1999

33 Lehrbuch der Soziologie. Hans Joas. Campus-Verlag/ 2012/ S.280ff

34 Lehrbuch der Soziologie. Hans Joas. Campus-Verlag/ 2012 /S. 281

35 VGL: Lehrbch der Soziologie. ans Joas. Campus-Verlag/ 2012/ S. 281

36 Abrufbar unter : http://www.bild.de/regional/hamburg/auf-dem-transenstrich-5107170.bild.html zuletzt geöffnet am: 26.10.2016

37 VGL: Erving Goffmann / Stigma / Suhrkamp Verlag / 2014/ S. 10

38 VGL: Erving Goffmann / Stigma / Suhrkamp Verlag / 2014/ S. 10f

39 VGL: Erving Goffmann / Stigma / Suhrkamp Verlag / 2014/ S. 11

40 VGL: Erving Goffmann / Stigma / Suhrkamp Verlag / 2014/ S. 13

41 VGL: Erving Goffmann / Stigma / Suhrkamp Verlag / 2014/ S. 13

42 VGL: Erving Goffmann / Stigma / Suhrkamp Verlag / 2014/ S. 14

43 Duden / Deutsches Universal Wörterbuch /Funfte uberarbeite Ausgabe /2003 / Dudenverlag/ S. 1151

44 Duden / Deutsches Universal Wörterbuch /Funfte uberarbeite Ausgabe /2003 / Dudenverlag/ S. 809

45 Duden / Deutsches Universal Wörterbuch /Funfte uberarbeite Ausgabe /2003 / Dudenverlag/ S. 809

46 Hans Schulz/Otto Basler u.a., Deutsches Fremdwörterbuch, Bd. IV, 2. Au flage, Walter de Gruyter, Berlin [u.a.], Art. „diskriminieren“, / 1999 / S. 666-669

47 VGL: Erving Goffmann / Stigma / Suhrkamp Verlag /2014/ S. 15

48 Erving Goffmann / Stigma / Suhrkamp Verlag / 2014/ S. 14f

49 Erving Goffmann / Stigma / Suhrkamp Verlag / 2014/ S. 24

50 Erving Goffmann / Stigma / Suhrkamp Verlag / 2014/ S. 24

51 VGL: Erving Goffmann / Stigma / Suhrkamp Verlag / 2014/ S. 18ff VGL:

52 Erving Goffmann / Stigma / Suhrkamp Verlag / 2014/ S. 26ff

53 Martina Löw, Renate Ruhne Prostituion: Herstellungsweisen einer anderen Welt; Suhrkamp Verlag/2011/S.10

54 Martina Löw, Renate Ruhne/Prostituion: Herstellungsweisen einer anderen Welt; Suhrkamp Verlag/ 2011/S.11

55 Abrufbar unter: http://www.bz-berlin.de/artikel-archiv/warum-heien-in-berlin-die-meisten-huren-lisa zuletzt aufgerufen am 11.09.2016

56 Bruckner/Oppenheimer/ Freiers Wille: Wie Prostuierte Leben / Königstein. Helmer/ 2006/ S. 12

57 VGL:Bruckner/Oppenheimer/ Freiers Wille: Wie Prostuierte Leben / Königstein. Helmer/ 2006/ S. 12

58 Der Runde Tisch Prostitution Nordrhein-Westfalen Abschlussbericht Auftrag, Herausforderungen und Ergebnisse verabschiedet am 08.10.2014 https://www.bmb.gv.at/frauen/prostitution/2014.10._Bericht_des_Runden_Tisches_Prostitution_Nordrhei n-W.pdf?4wlw2a

59 VGL: Martina Löw, Renate Ruhne/Prostituion: Herstellungsweisen einer anderen Welt; Suhrkamp Verlag/ 2011/S.21f

60 Martin Albert, Julia Wege / Soziale Arbeit und Prostition /Professionelle Handlungsansätze in Theorie und Praxis. /Springer Verlag /2015/ S. 9

61 Bundesministerium fur Familie, Senioren, Frauen und Jugend: https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/gleichstellung/frauen-vor-gewalt-schuetzen/prostitution/prostitution/80646?view=DEFAULT Zuletzt aufgerufen am: 23.10.2016

62 Martin Albert, Julia Wege / Soziale Arbeit und Prostition /Professionelle Handlungsansätze in Theorie und Praxis. /Springer Verlag 2015/ S. 3

63 Brockhaus, Der/. 6. Auflage. Leipzig, Mannheim: Brockhaus. / 2016/ S.921

64 VGL:Martina Löw, Renate Ruhne/Prostituion: Herstellungsweisen einer anderen Welt; Suhrkamp Verlag/ 2011/S. 34f

65 Bundesministerium fur Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Vgl: https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/gleichstellung/frauen-vor-gewalt-schuetzen/prostitution/prostitution/80646?view=DEFAULT Zuletzt aufgerufen am: 21.10.2016

66 Hubbard P/B, Sex and the city: Geographics of prostitution in the urban west/ Alderhot Ashgate/ 1998/S. 269

67 Feige Marcel/ Das Lexikon der Prostituion / Schwarzkopf & Schwarzkopf /2003/ S.8

68 Martin Albert, Julia Wege / Soziale Arbeit und Prostition /Professionelle Handlungsansätze in Theorie und Praxis. /Springer Verlag 2015/ S. 70

Ende der Leseprobe aus 67 Seiten

Details

Titel
Die Stigmata der Sexarbeit
Hochschule
Alice-Salomon Hochschule Berlin
Note
1,7
Autor
Jahr
2017
Seiten
67
Katalognummer
V455785
ISBN (eBook)
9783668867895
ISBN (Buch)
9783668867901
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sex, Sexarbeit, Prostitution, Sexarbeit ist Arbeit, die hure, Escort, Sexarbeit ist legal, Huren, Stigmata der Sexarbeit, Diskursanalyse Sexarbeit
Arbeit zitieren
Jan-Christoph Müller (Autor), 2017, Die Stigmata der Sexarbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/455785

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