Im ersten Teil dieser Arbeit wird ein Überblick über Teams, ihre Entwicklung und Zusammensetzung sowie über Teamentwicklung an sich gegeben. Im zweiten Teil geht es schließlich um Outdoor-Training an sich, seine Prinzipien und seine Methoden. Darauf folgt die Darstellung des von uns gewählten Fallbeispieles der Adam Opel AG und schlussendlich die Reflexion über die Bearbeitung und Durchführung des Referates.
Outdoor-Training ist eine relativ junge Form der Weiterbildung, wird jedoch schon seit einigen Jahrzehnten im angloamerikanischen Raum zur Team- und Organisationsentwicklung eingesetzt. In Deutschland hat das Outdoor-Training seit 1990 Fuß gefasst und gewinnt zunehmend an Bedeutung als Instrument der Teamentwicklung. Es wird bereits von einigen namhaften Firmen eingesetzt und daher hat sich auch eine große Vielfalt an Anbietern herausgebildet.
Outdoor-Training ist ein großes und vielfältiges Feld und konnte daher aus Zeitgründen im Referat nicht in seiner vollen Breite erläutert werden; in diesem Reflexionsschreiben verhält es sich aus Platzgründen genauso. Um ein vollständiges Bild zu zeigen, müsste hier noch die Rolle des Trainers und auch Aufbau und Ablauf eines Outdoor-Trainings genauer erläutert werden. Auch auf eine explizite Erklärung der einzelnen Methoden wird verzichtet. Dennoch soll dieses Reflexionsschreiben einen ersten Einblick in das Outdoor-Training geben, sodass klar wird, warum Outdoor-Training im Rahmen von Teamentwicklungsmaßnahmen eingesetzt wird und welche Möglichkeiten sich dabei bieten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Teams und Teamentwicklung
2.1 Was ist ein Team?
2.2 Teamphasen
2.3 Rollen im Team
2.4 Teamentwicklung
3. Outdoortraining als Teamentwicklungsmaßnahme
3.1 Definition ‚Outdoortraining‘
3.2 Methoden
3.3 Prinzipien
3.4 Fallbeispiel Opel
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit reflektiert die theoretischen Grundlagen der Teamarbeit und Teamentwicklung und setzt diese in Bezug zur praktischen Anwendung von Outdoortrainings als Instrument der Personal- und Organisationsentwicklung.
- Grundbegriffe und Dynamiken von Teams
- Teamphasen nach Tuckman
- Teamrollen nach Belbin
- Methodik und Prinzipien des Outdoortrainings
- Praxisbeispiel: Outdoortraining bei der Adam Opel AG
Auszug aus dem Buch
3.3 Prinzipien
König und König definieren sechs Prinzipien, die einem Outdoortraining zugrunde liegen sollten, um Lernerfolg und Sicherheit zu gewährleisten.
Das erste Prinzip ist Herausforderung und Grenzerfahrung. Erlebnispädagogische Übungen bieten den TeilnehmerInnen die Möglichkeit, sich neuen Herausforderungen und ungewohnten Situationen zu stellen, also ihre alltäglichen Handlungs- und Erfahrungsspielräume zu verlassen und vielleicht auch persönliche Grenzen zu überschreiten. Sie werden im Training dazu aufgefordert, sich diesen Herausforderungen selbst und aktiv zu stellen.
Ein weiteres Prinzip lautet Challenge by choice, also Selbstverantwortung und Selbstbestimmung. Dieses Prinzip sollte bei jedem Training gegeben und den TeilnehmerInnen auch bewusst sein. Jede Person entscheidet selbst, ob die Herausforderung angenommen wird und hat ebenso die Möglichkeit, zu jedem Punkt der Übung eine Pause zu verlangen oder die Übung abzubrechen. In diesem Fall ist es Aufgabe des Trainers, dafür zu sorgen, dass diese Entscheidung von der Gruppe akzeptiert und toleriert wird.
Das dritte Prinzip betont Ernstcharakter und Authentizität des Outdoor-Trainings. Es handelt sich zwar um pädagogisch zielgerichtet arrangierte Situationen, sie sind jedoch ebenso echt und besitzen Ernstcharakter. Dies zeigt sich besonders bei Bergtouren, beim Klettern oder bei einer Schluchtüberquerung, da diese Situationen keine Fluchtmöglichkeiten zulassen und von den TeilnehmerInnen Entscheidungen und aktives, verantwortungsvolles Handeln verlangen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit gibt einen Überblick über Teams und Teamentwicklung, führt in die Methodik des Outdoortrainings ein und reflektiert das Fallbeispiel der Adam Opel AG.
2. Teams und Teamentwicklung: Dieses Kapitel definiert Teamarbeit, erläutert das Phasenmodell der Teamentwicklung nach Tuckman sowie die verschiedenen Teamrollen nach Belbin.
3. Outdoortraining als Teamentwicklungsmaßnahme: Der Abschnitt definiert Outdoortraining, beschreibt dessen methodische Ansätze und Prinzipien und verdeutlicht diese anhand eines Fallbeispiels aus der Unternehmenspraxis.
Schlüsselwörter
Outdoortraining, Teamentwicklung, Teamphasen, Teamrollen, Personalentwicklung, Erlebnispädagogik, Gruppendynamik, Kooperation, Selbstverantwortung, Adam Opel AG, Organisationsentwicklung, Führungskräfte, Reflexion, Transfer, Kommunikation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Einsatz von Outdoortrainings als Instrument zur Förderung der Teamentwicklung und Effizienzsteigerung in Organisationen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Teams, die Phasen der Teamentwicklung, die Belbin-Teamrollen sowie die Prinzipien und Methoden erlebnispädagogisch orientierter Trainings.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, einen Einblick zu geben, warum Outdoortraining im Rahmen von Teamentwicklungsmaßnahmen eingesetzt wird und welche Potenziale sich daraus für Teams ergeben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um ein Reflexionsschreiben, das auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung eines spezifischen Fallbeispiels basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Teamstrukturen und einen praktischen Teil über Methoden, Prinzipien und die Anwendung des Outdoortrainings.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Teamentwicklung, Outdoortraining, Gruppendynamik, Rollenverteilung und Reflexion.
Wie definiert das Buch ein "Team"?
Ein Team wird als eine Gruppe von Menschen definiert, die längerfristig an einem gemeinsamen Ziel arbeiten und sich durch Kohäsion, Kooperation und gegenseitige Verantwortungsübernahme auszeichnen.
Was besagt das Prinzip "Challenge by choice"?
Es steht für Selbstverantwortung und Selbstbestimmung; jeder Teilnehmer entscheidet selbst, ob er eine Herausforderung annimmt, und darf Übungen jederzeit unterbrechen.
Was lernt man aus dem Fallbeispiel der Adam Opel AG?
Das Beispiel zeigt, wie großflächige Outdoortrainings bei tausenden Mitarbeitern zur Verbesserung der Kommunikation und der Zusammenarbeit zwischen Händlern und Werk beitragen können.
- Arbeit zitieren
- Anna W. (Autor:in), 2014, Outdoor-Training als Teamentwicklungsmaßnahme bei Adam Opel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/456024