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Lernen und Persönlichkeit. Wie kann Schule bedeutungsvolles Lernen unterstützen?

Title: Lernen und Persönlichkeit. Wie kann Schule bedeutungsvolles Lernen unterstützen?

Master's Thesis , 2019 , 169 Pages

Autor:in: Uwe Jungclaus (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Summary Excerpt Details

Diese Masterarbeit zeigt die gegenseitige Beeinflussung von Persönlichkeit und Lernen auf. Als Grundlage zum Verständnis der Handlungs- und Verhaltenssteuerung dient die Persönlichkeits-Interaktions-Theorie von Kuhl. Im Weiteren werden Konzepte der Selbstmotivation, des Selbstkonzepts oder des Selbstbildes vorgestellt. Auf der anderen Seite wird der Lernbegriff ausgeführt.

Diese beiden Stränge werden verknüpft und daraus förderliche Elemente für bedeutungsvolles Lernen in der Schule abgeleitet. Eine Analyse des neuen Volksschullehrplans und des Volksschulgesetzes zeigt auf, inwiefern diese Elemente im vorgegebenen Rahmen umsetzbar sind.

Die als Literaturrecherche konzipierte Arbeit zeigt auf, dass das Lernen an sich (das in engem Verhältnis zur lernenden Person steht) in den Fokus des Unterrichts rücken muss. Deshalb richtet sich die vorliegende Masterarbeit an Personen, die im Unterricht oder in der Schulentwicklung tätig sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Hinweise

2 Forschungsdesign

3 Die Persönlichkeitstheorie PSI von Kuhl

3.1 Intentionsgedächtnis (IG)

3.2 Intuitive Verhaltenssteuerungssystem (IVS)

3.3 Extensionsgedächtnis (EG)

3.3.1 Funktionsmerkmale des Selbst

3.4 Objekterkennungssystem (OES)

3.5 Modulationsannahmen

3.5.1 Positiver Affekt bahnt den Willen

3.5.2 Negativer Affekt hemmt das integrierte Selbst

3.6 Selbstkompetenzen

3.6.1 Selbstmotivierung

3.6.2 Selbstbremsung

3.6.3 Selbstentwicklung, Selbstwachstum

3.6.4 Selbstberuhigung

3.7 Beziehungen

3.8 Selbstkompetenzen und schulisches Lernen

3.8.1 Exekutive Funktionen

4 Lernkompetenz

5 Selbstwirksamkeit

5.1 Quellen der Selbstwirksamkeit

6 Selbstbild und Selbstkonzept

6.1 Begriffsklärung

6.2 Unterscheidung gemäss PSI-Theorie

6.3 Selbstkonzept

6.4 Selbstbild nach C. Dweck

6.4.1 Gegenüberstellung

6.4.2 Attributionen und Selbstwertgefühl

6.4.3 Wie wird das Selbstbild geformt oder beeinflusst?

6.4.4 Bezug zur PSI Theorie

7 Motivation

7.1 Selbstbestimmungstheorie

7.1.1 Grundbedürfnisse

7.1.1.1 Nach Deci und Ryan

7.1.1.2 nach Maslow

7.1.1.3 Im Zusammenhang mit PSI

7.1.2 Intrinsische und extrinsische Motivation

7.1.3 Verbindung zur PSI Theorie

7.1.4 Flow-Theorie

7.1.5 Zielorientierungstheorien

7.1.6 Interessentheorien

7.1.7 Neurologische Erkenntnisse zur Motivation

7.2 Was macht also Lernmotivation aus?

8 Resilienz

9 Was meint ‚bedeutungsvoll‘?

10 Lernen

10.1 Lernen ist persönlich

10.2 Lernen ist aktiv und konstruktiv

10.3 Lernen ist emotional

10.4 Lernen ist Einstellungssache

10.5 Lernen ist Beziehungssache

10.6 Lernen ist anstrengend

10.7 Lernen vernetzt, integriert und erweitert

10.8 Lernen ist speichern

10.9 Übung macht den Meister

10.10 Lernen im Schlaf

10.11 Lernen in der Schule

10.12 Erweiterter Lernbegriff

11 Unterstützende Elemente in der Schule

11.1 Die lernende Person

11.1.1 Autonomie

11.1.2 Selbstbestimmtes Lernen

11.1.3 Interessen

11.1.4 Bedeutung

11.1.5 Reflexion und Metakognition

11.2 Die lehrende Person und ihre Haltung

11.2.1 Paradigmenwechsel

11.2.2 Ressourcen und Stärken

11.2.2.1 Ressourcenorientierte Lernarrangements

11.2.3 Umgang mit Schwierigkeiten

11.2.4 Lernprozesse

11.2.5 Lernberatung, Coaching

11.2.6 Pädagogische Kompetenzen und Haltungen

11.3 Die Personen in der Klasse

11.3.1 Interaktion und Dialog

11.3.2 Anerkennungskultur

11.3.3 Feedback

11.3.4 Sicherheit

11.3.4.1 Klassenklima

11.3.5 Beziehung

11.3.6 Kooperatives Lernen

11.4 Unterricht und Curriculum

11.4.1 Personalisiertes Lernen

11.4.1.1 Formatives Assessment

11.4.2 Transparenz

11.4.3 Orientierung

11.4.4 Lebenswelt und Relevanz

11.4.5 Lernprozess

11.4.5.1 Arbeitstechniken und Lernstrategien

11.4.6 Lerntagebuch

11.4.7 Leistung, Erfolg und Fortschritt

11.4.7.1 Kompetenzraster

11.4.7.2 Lernfortschritte

11.4.7.3 Portfolio

11.4.7.4 Beurteilung

11.4.7.5 Noten

11.4.7.6 Fehlerkultur

11.5 Förderliche Lernumgebungen

12 Schule

12.1 Status Quo

12.1.1 Volksschulgesetz

12.1.2 Lehrplan Volksschule (St.Gallen)

12.1.2.1 Bildungsziele

12.1.2.2 Kompetenzen

12.1.2.3 Lern- und Unterrichtsverständnis

12.1.2.4 Kompetenzorientierter Unterricht

12.1.2.5 Beurteilung

12.1.2.6 Stundentafel

12.2 Fazit

13 Conclusio

14 Schlussbemerkungen

14.1 Rückblick

14.2 Ausblick

15 Summary

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Wechselwirkung zwischen Persönlichkeitsentwicklung und Lernprozessen. Das primäre Ziel ist es, den Sinn schulischen Handelns im Kontext von Schülerpersönlichkeiten zu schärfen und aufzuzeigen, wie bedeutungsvolles Lernen durch eine schülerzentrierte Haltung und unterstützende Lernumgebungen gefördert werden kann.

  • PSI-Theorie von Kuhl zur Handlungssteuerung
  • Bedeutung von Selbstkompetenzen und Selbstwirksamkeit für den Lernerfolg
  • Die Rolle der Beziehungsebene zwischen Lehrenden und Lernenden
  • Einfluss des Selbstbildes (Fixed vs. Growth Mindset) auf die Leistungsbereitschaft
  • Analyse der Umsetzung in aktuellen Lehrplänen und Schulentwicklungsprozessen

Auszug aus dem Buch

3.1 Intentionsgedächtnis (IG)

Im Intentionsgedächtnis sind Vorhaben und Absichten abgelegt, deren Umsetzung aber nicht zu einfach ist, wo Hindernisse überwunden oder Probleme gelöst werden müssen. Deshalb sind Nachdenken und Planen gefragt, also bewusste, analytische, sequentielle, logische Prozesse. Die Ausführung wird also erstmal zurückgestellt und die Intuitive Verhaltenssteuerung gehemmt. Wäre das nicht der Fall, würde man vorschnell und unüberlegt agieren. Das bedeutet also, dass das Intentionsgedächtnis in einem Widerstreit steht zur Intuitiven Verhaltenssteuerung.

Bei hyperaktiven Kindern funktioniert oft genau diese Hemmung nicht. Sie handeln impulsiv und können sich nur schwer selber steuern.

Es gibt aber auch das Gegenteil, dass nämlich die Hemmung nicht aufgehoben werden kann. Man schiebt das Vorhaben vor sich her. Und jeder unerledigte Vorsatz verstärkt die Ausführungshemmung, so dass man sich immer weniger vornimmt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Sinnfrage schulischen Handelns und den Zusammenhang zwischen Lernen, Persönlichkeitsentwicklung und der Rolle des Selbst.

2 Forschungsdesign: Der Autor entscheidet sich für eine Literaturrecherche, um theoretisch fundiert zu klären, wie Schule bedeutungsvolles Lernen unterstützen kann.

3 Die Persönlichkeitstheorie PSI von Kuhl: Einführung in die Persönlichkeits-System-Interaktionen, die vier psychische Systeme beschreibt und das Selbst als Kern der Persönlichkeit betrachtet.

4 Lernkompetenz: Beleuchtung der verschiedenen Kompetenzbereiche (Sach-, Sozial-, Selbst-, Methodenkompetenz) und ihrer Verzahnung für den Lernerfolg.

5 Selbstwirksamkeit: Analyse des Einflusses von subjektiven Überzeugungen und Kompetenzerwartungen auf die Motivation und Ausdauer bei der Bewältigung von Herausforderungen.

6 Selbstbild und Selbstkonzept: Untersuchung der begrifflichen Unterscheidungen und der psychologischen Bedeutung von statischem versus dynamischem Selbstbild (Growth Mindset).

7 Motivation: Darstellung der Selbstbestimmungstheorie sowie weiterer Konzepte wie Flow und neurologischer Erkenntnisse zur Lernmotivation.

8 Resilienz: Betrachtung der Widerstandsfähigkeit von Kindern angesichts von Herausforderungen und der Rolle schützender Faktoren im Schulalltag.

9 Was meint ‚bedeutungsvoll‘?: Definition eines erweiterten Lernbegriffs, der über reinen Wissenserwerb hinausgeht und die Personwerdung ins Zentrum rückt.

10 Lernen: Eine Zusammenstellung zentraler Lerntheorien, die betonen, dass Lernen ein persönlicher, aktiver und emotionaler Prozess ist.

11 Unterstützende Elemente in der Schule: Konkrete Handlungsmöglichkeiten für Lehrpersonen zur Förderung von Autonomie, Beziehungskultur und Reflexionsfähigkeit.

12 Schule: Überprüfung des aktuellen Bildungssystems (Lehrplan 21) auf seine Möglichkeiten zur Umsetzung eines personorientierten Lernverständnisses.

13 Conclusio: Abschließende Betrachtung, die fordert, den Paradigmenwechsel vom Stoff zum Lernenden konsequent in der Schulkultur zu verankern.

Schlüsselwörter

Selbstkompetenz, PSI-Theorie, Selbstwirksamkeit, Selbstkonzept, Growth Mindset, Motivation, Lernen, Persönlichkeitsentwicklung, Lernberatung, Beziehungskultur, Autonomie, Schulentwicklung, Lehrplan 21, Resilienz, Metakognition

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Schule bedeutungsvolles Lernen unterstützen kann, indem sie die untrennbare Verbindung zwischen Persönlichkeitsentwicklung und Lernprozessen in den Fokus rückt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Persönlichkeitstheorie PSI nach Kuhl, Konzepte zur Motivation und Selbstwirksamkeit sowie die Bedeutung von Beziehung und Haltung in der pädagogischen Arbeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Frage lautet: "Wie kann die Schule bedeutungsvolles Lernen unterstützen?" Ziel ist es, Erkenntnisse für eine personorientierte Schulkultur zu gewinnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine umfassende Literaturrecherche durch, um theoretische Konzepte aus Psychologie und Neurobiologie für die schulische Praxis nutzbar zu machen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (PSI-Theorie, Selbstbild, Motivation) und die Analyse von Möglichkeiten zur praktischen Umsetzung in der Schule (Lernberatung, Lernkultur).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Selbstkompetenz, Selbstwirksamkeit, Growth Mindset, Autonomie, Lernberatung und Beziehungsqualität im Unterricht.

Welchen Einfluss hat das "Growth Mindset" auf das Lernen?

Ein dynamisches Selbstbild ermöglicht es Lernenden, Herausforderungen als Wachstumschancen zu sehen, statt Misserfolge als persönliches Versagen zu interpretieren.

Welche Rolle spielt die Beziehung zwischen Lehrer und Schüler?

Die Beziehungsqualität wird als fundamentale Voraussetzung für Lernprozesse identifiziert; erst wenn sich Lernende als Person ernst genommen fühlen, können sie ihr Selbst für den Lernprozess aktivieren.

Wie bewertet der Autor den Lehrplan 21?

Der Autor sieht im Lehrplan 21 gute Ansätze zur Kompetenzorientierung, mahnt jedoch an, dass die Selektionsfunktion und Notengebung weiterhin Herausforderungen für ein wirklich personorientiertes Lernen darstellen.

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Details

Title
Lernen und Persönlichkeit. Wie kann Schule bedeutungsvolles Lernen unterstützen?
College
University of Applied Sciences Northwestern Switzerland  (pädagogische Hochschule)
Course
Integrative Begabungs- und Begabtenförderung IBBF
Author
Uwe Jungclaus (Author)
Publication Year
2019
Pages
169
Catalog Number
V456232
ISBN (eBook)
9783668889309
ISBN (Book)
9783668889316
Language
German
Tags
Lernen Persönlichkeit Schule personalisiertes Lernen Lernerfolg Selbstbild Selbstwirksamkeit Volksschullehrplan 21
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Uwe Jungclaus (Author), 2019, Lernen und Persönlichkeit. Wie kann Schule bedeutungsvolles Lernen unterstützen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/456232
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