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Welchen Einfluss hat die Ehe auf Sozialkontakte? Eine quantitative Analyse

Título: Welchen Einfluss hat die Ehe auf Sozialkontakte? Eine quantitative Analyse

Trabajo Escrito , 2016 , 18 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Thomas Beer (Autor)

Sociología - Relaciones y Familia
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Inwiefern unterscheidet sich die Anzahl familiärer und nicht-familiärer Kontaktpersonen zwischen Personen, die in einer Ehe bzw. eheähnlichen Partnerschaft leben, und solchen, die sich in einer anderen Lebensform befinden? Wie lassen sich mögliche Unterschiede erklären? Mit diesen Forschungsfragen befasst sich die vorliegende Arbeit.

In der Soziologie besteht allgemein Einigkeit darüber, den Menschen als ein soziales Wesen zu verstehen. Natürlich ist das konkrete Bedürfnis, in Kontakt mit anderen zu treten, individuell verschieden stark ausgeprägt. Es kann jedoch davon ausgegangen werden, dass ein jeder Mensch ein gewisses Grundbedürfnis nach sozialer Interaktion und Intimität besitzt. Sind Sozialkontakte nicht im ausreichenden Maß vorhanden, um dieses Bedürfnis zu stillen, kann dies weitreichende Folgen für Körper und Geist haben. Zahlreiche Studien konstatieren Zusammenhänge zwischen fehlenden Sozialkontakten und einem höheren Risiko an gesundheitlichen Problemen, wie zum Beispiel Herz-Kreislauf Erkrankungen oder depressiven Symptomen, zu leiden.

Die Zahl der Ehepaare ist in Deutschland seit längerem rückläufig. Parallel dazu steigt die Anzahl von Personen, die eine nichteheliche Lebensgemeinschaft führen. Die Frage die sich hierbei stellt ist, inwiefern sich diese gesellschaftliche Veränderung auf soziale Netzwerke auswirkt. In einer Studie von Baas, in der er den Einfluss verschiedener Lebensformen auf die Größe und Struktur sozialer Netzwerke untersucht, gibt es kaum Unterschiede zwischen den verschiedenen Partnerschaftsformen. Es zeigen sich allerdings Unterschiede bezüglich der Größe und Zusammensetzung der sozialen Netze zwischen Personen in einer Partnerschaft und denjenigen ohne eine Partnerschaft.

Die vorliegende Arbeit baut auf diesen Erkenntnissen auf und legt den Fokus der Untersuchung mittels Neudefinition der „Lebensform-Gruppen“ auf den konkreten Unterschied der Netzwerkgröße zwischen Personen in einer Ehe bzw. eheähnlichen Partnerschaft und Personen in anderen Lebensformen. Damit wird gleichzeitig der oben beschriebenen, aktuellen gesellschaftlichen Entwicklung Rechnung getragen, in der die Ehe zunehmend durch nichteheliche Lebensgemeinschaften ersetzt wird. Im Gegensatz zur Studie von Baas wird bei den verschiedenen Formen an Kontaktpersonen nur noch zwischen den Gruppen familiär und nicht-familiär differenziert. Dies ermöglicht eine genügend differenzierende Betrachtung der Effekte, ohne einen zu großen Analyseaufwand zu erzeugen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorie

3. Daten, Operationalisierung und Methoden

3.1 Datengrundlage

3.2 Konzeptspezifikation und Operationalisierung

3.3 Deskriptive Statistik

3.4 Methode

4. Ergebnisse

5. Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss verschiedener Lebensformen, speziell das Zusammenleben in einer Ehe oder eheähnlichen Partnerschaft, auf die Größe und Struktur egozentrierter sozialer Netzwerke. Dabei wird insbesondere analysiert, ob eine Partnerschaft zu einem Rückzug aus nicht-familiären Netzwerken führt und gleichzeitig eine Ausweitung familiärer Kontakte bewirkt, wobei zudem geschlechtsspezifische Unterschiede in diesen Prozessen geprüft werden.

  • Analyse sozialer Netzwerke in Abhängigkeit von der Lebensform
  • Anwendung der Dyadic-Withdrawal-Hypothese auf Partnerschaften
  • Differenzierung zwischen familiären und nicht-familiären Kontaktpersonen
  • Untersuchung geschlechtsspezifischer Konkurrenzsituationen in Netzwerken
  • Empirische Überprüfung mittels Regressionsanalyse auf Basis des Familiensurveys

Auszug aus dem Buch

2. Theorie

Als theoretische Basis der vorliegenden Arbeit dient eine Verknüpfung des „Konzepts des sozialen Konvois“ mit der „Dyadic Withdrawal-Hypothese“. Das Konzept des sozialen Konvois wurde von Kahn und Antonucci entwickelt und betrachtet die Zusammensetzung egozentrierter Netzwerke aus dem Blickwinkel der Lebensverlaufsperspektive (ebd. 1980). Ein Konvoi wird danach in Anlehnung an Plath (ebd. 1975) als ein dynamisches Netzwerk definiert, das auf direkter sozialer Unterstützung basiert und sich den jeweiligen Lebensumständen entsprechend anpasst (Kahn und Antonucci 1980, S. 269). Der Konvoi wird in drei konzentrische Kreise unterteilt, die die Nähe der Beziehung von Ego zu den jeweiligen Mitgliedern widerspiegeln. Die Grenzen zwischen den Kreisen, sowie des gesamten Konvois nach innen und außen hin, sind durchlässig, wodurch sich die Konvio-Struktur im Lebensverlauf verändern bzw. anpassen kann (ebd., S. 273 ff.). Unter der sozialen Unterstützung versteht man die Transaktion von sozialen Ressourcen, wie z.B. Liebe, Anerkennung, Zustimmung und Zeit, zwischen Personen (ebd., S. 267 f.). Der Grundgedanke des Konzepts ist die Annahme, dass Individuen, während sie verschiedene Phasen des Lebenszyklus durchschreiten und älter werden, von einer veränderlichen Gruppe von Menschen umgeben sind, von denen sie soziale Unterstützung erhalten und/oder denen sie diese zukommen lassen. Dieser soziale Konvoi bildet bei Kahn und Antonucci den Kern eines erklärenden Rahmenmodells, von dem für die vorliegende Arbeit lediglich die zweite Annahme von Relevanz ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung sozialer Netzwerke für den Menschen und führt in die Fragestellung ein, wie der Beziehungsstatus die Netzwerkgröße beeinflusst.

2. Theorie: Dieses Kapitel verknüpft das Konzept des sozialen Konvois mit der Dyadic-Withdrawal-Hypothese, um theoretisch herzuleiten, warum Partnerschaften soziale Netzwerke verändern.

3. Daten, Operationalisierung und Methoden: Hier werden die Datengrundlage des Familiensurveys, die Variablenbildung sowie die statistischen Analyseverfahren, insbesondere die Regressionsanalysen, erläutert.

4. Ergebnisse: Das Kapitel präsentiert die empirischen Befunde der Regressionsanalysen und bewertet die aufgestellten Hypothesen hinsichtlich der Netzwerkveränderungen durch Partnerschaften.

5. Diskussion: Die Diskussion fasst die Ergebnisse zusammen, reflektiert die Bestätigung bzw. Verwerfung der Hypothesen und benennt methodische Einschränkungen sowie Ausblicke für weitere Forschung.

Schlüsselwörter

Soziale Netzwerke, Lebensformen, Dyadic-Withdrawal-Hypothese, Konvoi-Modell, Familiensurvey, Netzwerkgröße, Partnerschaft, familiäre Kontakte, nicht-familiäre Kontakte, soziale Unterstützung, Geschlechtsunterschiede, Regressionsanalyse, soziale Ungleichheit, Familienzusammenführung, soziale Interaktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den Einfluss von Ehe und eheähnlichen Partnerschaften auf die Größe und Struktur der sozialen Netzwerke von Individuen.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind soziale Netzwerke, der Einfluss von Partnerschaften auf diese Netzwerke sowie die Rolle von familiären gegenüber nicht-familiären sozialen Kontakten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, inwiefern sich die Anzahl familiärer und nicht-familiärer Kontakte zwischen Personen in einer Partnerschaft und Personen in anderen Lebensformen unterscheidet und wie sich diese Unterschiede erklären lassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit verwendet eine quantitative Sekundärdatenanalyse basierend auf dem Familiensurvey 2000, wobei multivariate lineare Regressionsanalysen zur Anwendung kommen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen (Konvoi-Modell, Dyadic-Withdrawal-Hypothese), die Datengrundlage, die Operationalisierung der Variablen sowie die statistische Auswertung der Daten und deren Interpretation dargestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie soziale Netzwerke, Partnerschaft, Dyadic-Withdrawal-Hypothese, familiäre und nicht-familiäre Kontakte sowie Regressionsanalyse charakterisiert.

Welche Hypothese stellt die Arbeit bezüglich des Effekts auf nicht-familiäre Kontakte auf?

Es wird postuliert, dass Personen in einer festen Partnerschaft im Durchschnitt über weniger nicht-familiäre Kontaktpersonen verfügen, da der Partner soziale Ressourcen bindet.

Gibt es einen bestätigten Interaktionseffekt zwischen Geschlecht und Lebensform?

Nein, die Analysen zeigen keinen signifikanten Interaktionseffekt zwischen dem Geschlecht und der Lebensform, weshalb die diesbezüglichen Hypothesen verworfen wurden.

Final del extracto de 18 páginas  - subir

Detalles

Título
Welchen Einfluss hat die Ehe auf Sozialkontakte? Eine quantitative Analyse
Universidad
University of Bamberg  (Fakultät für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften)
Curso
Fortgeschrittene Themen der Sozialstrukturanalyse: Netzwerke und soziale Ungleichheiten
Calificación
1,0
Autor
Thomas Beer (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
18
No. de catálogo
V456382
ISBN (Ebook)
9783668881945
ISBN (Libro)
9783668881952
Idioma
Alemán
Etiqueta
soziale Netzwerke Familie Kontaktpersonen Ehe Partnerschaft Lebensform lineare Regression Partnerschaftsformen Netzwerkgröße Anzahl Kontaktpersonen Freunde Familienangehörige Konzept des sozialen Konvois Dyadic Withdrawal-Hypothese Größe des sozialen Umfelds Anzahl Freunde soziales Umfeld
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Thomas Beer (Autor), 2016, Welchen Einfluss hat die Ehe auf Sozialkontakte? Eine quantitative Analyse, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/456382
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