Die Grunderwerbsteuer hat beim Immobilienkauf eine wesentliche Bedeutung. Es gibt viele Aspekte dieser Steuer, die bei falscher Handhabung oder Nicht-Wissen zu Problemen führen können. Wenn zum Beispiel die grunderwerbsteuerlichen Vorschriften missachtet werden, können steuerliche Mehrbelastungen entstehen. Zudem ist die Steuerbehandlung bei Personengesellschaften anders als bei Kapitalgesellschaften. Aber auch im privaten Bereich können steuerliche Doppelbelastungen entstehen. Aufgrund der hohen Bedeutung der Grunderwerbsteuer hinsichtlich ihrer differierenden Besteuerung ist das Ziel dieser Arbeit, die wesentlichen Charakteristika dieser Steuerart im Hinblick auf die allgemeinen und unternehmensspezifischen Erwerbsvorgänge darzustellen.
Dazu wird zunächst die Grunderwerbsteuer und anschließend das Verhältnis der Grunderwerbsteuer zu anderen Steuerarten, wie Umsatzsteuer sowie Erbschaft- und Schenkungsteuer dargestellt. Schließlich werden die Steuerbarkeit, die allgemeinen Ausnahmefälle, sowie die entscheidenden Aspekte der Besteuerung (Bemessungsgrundlage, Steuerberechnung, Steuerschuldnerschaft, Fälligkeit der Steuer) dargestellt. Ferner wird die Grunderwerbsteuer bei Übertragungen von Unternehmensanteilen an grundstückbesitzende Gesellschaften berücksichtigt.
Inhaltsverzeichnis
2. Einleitung
2.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
2.2 Vorgehensweise
3. Grundlagen der Grunderwerbsteuer
3.1 Art der Grunderwerbsteuer
3.2 Verhältnis zu anderen Steuerarten
3.2.1 Umsatzsteuer
3.2.2 Erbschaft- und Schenkungsteuer
3.3 Steuerbarkeit
3.3.1 Grundstück im Sinne des § 2 GrEStG
3.3.2 Rechtsträgerwechsel
3.3.3 Erwerbsvorgänge des § 1 Abs. 1 GrEStG
3.4 Allgemeine Ausnahmen von der Besteuerung
3.5 Bemessungsgrundlage und Steuerberechnung
3.6 Steuerschuldnerschaft und Fälligkeit der Steuer
4. Grunderwerbsteuerliche Aspekte bei der Übertragung von Unternehmensanteilen an grundstückbesitzenden Gesellschaften
4.1 Personengesellschaften
4.1.1 Erwerbsvorgänge im Sinne des § 1 Abs. 2 a GrEStG
4.1.2 Steuerbefreiungen bei Personengesellschaften
4.2 Kapitalgesellschaften
4.2.1 Erwerbsvorgänge im Sinne des § 1 Abs. 3 GrEStG
4.3 Anwendbarkeit personenbezogener Befreiungsvorschriften
4.4 Zielsetzung der Vorschriften § 1 Abs. 2 a und Abs. 3 GrEStG
5. Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel der Arbeit ist es, die Grunderwerbsteuer in ihrer Komplexität zu erläutern und ihre zentralen Charakteristika bei privaten sowie unternehmensspezifischen Erwerbsvorgängen darzustellen, wobei insbesondere Umgehungsmöglichkeiten bei der Übertragung von Unternehmensanteilen an grundstückbesitzenden Gesellschaften untersucht werden.
- Grundlagen und steuerrechtliche Einordnung der Grunderwerbsteuer.
- Verhältnis der Grunderwerbsteuer zu anderen Steuerarten wie Umsatz- und Erbschaftsteuer.
- Steuerbarkeit von Erwerbsvorgängen und die Bestimmung der Bemessungsgrundlage.
- Besonderheiten bei der Übertragung von Anteilen an Personen- und Kapitalgesellschaften.
- Vermeidung von steuerlichen Umgehungsgestaltungen gemäß § 1 Abs. 2a und Abs. 3 GrEStG.
Auszug aus dem Buch
3.3.1 Grundstück im Sinne des § 2 GrEStG
Der Grunderwerbsteuer unterliegen gemäß § 1 GrEStG nur die Erwerbsvorgänge, die sich auf die Grundstücke im Inland beziehen. Nach § 2 Abs. 1 Satz 1 GrEStG sind unter Grundstücken im Sinne des Grunderwerbsteuergesetzes Grundstücke im Sinne des bürgerlichen Rechts zu verstehen. Nicht zu den Grundstücken zählen gemäß § 2 Abs. 1 Satz 2, z.B. Maschinen und sonstige Betriebsvorrichtungen. Im Gegensatz dazu stehen gemäß § 2 Abs. 2 GrEStG Erbbaurechte, Gebäude auf fremden Boden sowie dinglich gesicherte Sondernutzungsrechte im Sinne des § 15 des Wohnungseigentumsgesetzes und des § 1010 des BGB den Grundstücken gleich. Sofern sich der Erwerbsvorgang auf mehrere Grundstücke bezieht, die zu einer wirtschaftlichen Einheit gehören, werden diese Grundstücke gemäß § 2 Abs. 3 Satz 1 GrEStG als ein Grundstück behandelt. Dies gilt nach Satz 2 ebenfalls für Rechtsvorgänge, die sich auf mehrere Teile eines Grundstücks beziehen.
Zusammenfassung der Kapitel
2. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die hohe Bedeutung der Grunderwerbsteuer bei Immobilientransaktionen ein und definiert das Ziel, die Besteuerung in verschiedenen betrieblichen und privaten Kontexten zu untersuchen.
3. Grundlagen der Grunderwerbsteuer: Es werden die steuerrechtlichen Definitionen, das Verhältnis zu anderen Steuerarten, die Voraussetzungen der Steuerbarkeit sowie Fragen der Bemessungsgrundlage und Steuerschuldnerschaft geklärt.
4. Grunderwerbsteuerliche Aspekte bei der Übertragung von Unternehmensanteilen an grundstückbesitzenden Gesellschaften: Dieser Hauptteil analysiert die spezielle steuerliche Behandlung von Anteilsübertragungen bei Personen- und Kapitalgesellschaften sowie die Intention der gesetzlichen Vorschriften zur Verhinderung von Steuerumgehungen.
5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen, insbesondere die Komplexität der Steuer und die Notwendigkeit, steuerliche Mehrbelastungen durch eine korrekte Gestaltung von Erwerbsvorgängen zu vermeiden.
Schlüsselwörter
Grunderwerbsteuer, Immobilienkauf, Grunderwerbsteuergesetz, Rechtsträgerwechsel, Anteilsvereinigung, Personengesellschaft, Kapitalgesellschaft, Bemessungsgrundlage, Steuerbefreiung, Steuerumgehung, Erwerbsvorgang, Steuerschuldnerschaft, Grundstück, Anteilsübertragung, Umsatzsteuer.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der grunderwerbsteuerlichen Behandlung von Grundstückserwerben sowie der Übertragung von Anteilen an grundstückbesitzenden Unternehmen in Deutschland.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentrale Themen sind die gesetzlichen Grundlagen der Grunderwerbsteuer, deren Verhältnis zu anderen Steuerarten, die steuerliche Erfassung von Unternehmenseinheiten und die Vermeidung von Steuergestaltungen.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist es, die Charakteristika der Grunderwerbsteuer bei privaten und betrieblichen Vorgängen zu erläutern und aufzuzeigen, wie komplexe Erwerbsvorgänge steuerlich bewertet werden.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um eine systematische juristisch-steuerliche Analyse unter Berücksichtigung aktueller gesetzlicher Bestimmungen des Grunderwerbsteuergesetzes und einschlägiger Fachliteratur.
Was wird im Hauptteil der Arbeit schwerpunktmäßig behandelt?
Der Hauptteil konzentriert sich auf die grunderwerbsteuerlichen Aspekte bei der Übertragung von Unternehmensanteilen, differenziert nach Personen- und Kapitalgesellschaften sowie deren jeweilige Befreiungsvorschriften.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Grunderwerbsteuer, Immobilienkauf, Anteilsübertragung, Personengesellschaft, Kapitalgesellschaft, Steuerbarkeit und Grundstück.
Wie unterscheidet sich die Besteuerung bei Personen- und Kapitalgesellschaften?
Die Arbeit erläutert, dass bei Personengesellschaften durch die grunderwerbsteuerliche Verselbständigung Besonderheiten gelten, während bei Kapitalgesellschaften spezifische Regeln für Anteilsvereinigungen (§ 1 Abs. 3 GrEStG) greifen.
Warum existieren die Vorschriften in § 1 Abs. 2a und Abs. 3 GrEStG?
Diese Paragraphen dienen der Verhinderung von Steuerumgehungen, bei denen durch Zwischenschaltung von Gesellschaften die Grunderwerbsteuer beim bloßen Verkauf von Anteilen statt des Grundstücks selbst umgangen werden soll.
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- Yeliz Eleman (Author), 2017, Die wesentlichen Charakteristika der Grunderwerbsteuer bei allgemeinen und unternehmensspezifischen Erwerbsvorgängen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/456476