Diese Seminararbeit beschäftigt sich näher mit der Wiederverkaufsmethode. In verschiedenen Literaturen wird diese auch Wiederverkaufspreismethode genannt. Die Arbeit beschäftigt sich als erstes mit der „Definition“ und der „Funktionen und Zielen“ von Verrechnungspreisen um die Thematik von Verrechnungspreisen zu erläutern. Danach wird die Wiederverkaufsmethode intensiv betrachtet und erläutert um einen tiefen Einblick über die Funktionsweise der Methode zu gewähren. Zudem wird die Arbeit den Fremdvergleichsgrundsatz, Einzelfragen der Praktischen Anwendung, Beispiel für die Zusammensetzung der Wiederverkaufspreismethode sowie Vor- und Nachteile der Wiederverkaufsmethode thematisieren und darstellen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau
2. Verrechnungspreise
2.1 Definition
2.2 Funktionen und Ziele
3. Wiederverkaufspreismethode
3.1 Definition
3.2 Fremdvergleich
3.2.1 Beschreibung Fremdvergleichsgrundsatz
3.2.2 Margenbetrachtung
3.2.3 Arten des Fremdvergleichs und Vergleichsfaktoren
3.2.4 Festlegung der Wiederverkaufsmarge
3.3 Einzelfragen der praktischen Anwendung
3.3.1 Kontrolle und Anpassung der Wiederverkaufsmarge
3.3.2 Marktbedingte Mengen- und Preisveränderungen
3.3.3 Währungsschwankungen
3.3.4 Kostenstruktur
3.3.5 Kostenzuordnung bei unterschiedlichen Verkaufsmargen
3.3.6 Flexible Wiederverkaufsmargen
3.3.7 Mehrstufige Wiederverkaufspreissysteme
3.4 Beispiel für die Zusammensetzung der Wiederverkaufspreismethode
3.5 Vor- bzw. Nachteile
4. Schluss
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit untersucht die Wiederverkaufspreismethode als ein zentrales Instrument zur Bestimmung von Verrechnungspreisen innerhalb multinationaler Konzerne. Dabei liegt der Fokus darauf, wie durch diese Methode – unter Einhaltung des Fremdvergleichsgrundsatzes – eine angemessene Vergütung für Vertriebsgesellschaften ermittelt und steuerliche Vergleichbarkeit sichergestellt werden kann.
- Theoretische Grundlagen und Funktionen von Verrechnungspreisen
- Methodische Funktionsweise der Wiederverkaufspreismethode
- Bedeutung des Fremdvergleichsgrundsatzes bei internen Transaktionen
- Herausforderungen in der Praxis (Währungsschwankungen, Kostenstrukturen)
- Ansätze zur Flexibilisierung und Kontrolle der Marge
Auszug aus dem Buch
3.2.2 Margenbetrachtung
„Zentrales Element der Verrechnungspreisbildung bei Anwendung der Wiederverkaufspreismethode ist die Wiederverkaufsmarge. Diese stellt den prozentualen Abschlag auf den Endverkaufspreis dar.“
Der Wiederverkäufer bestreitet daraus seine vertriebsbezogenen und operativen Kosten und erzielt seinen Gewinn. Vom Endpreis wird die Wiederverkaufsmarge abgezogen. Nach Abzug verbleibt der Bezugspreis der Ware. Dies stellt den Verrechnungspreis zwischen Lieferant und Wiederverkäufer. Zur Verdeutlichung, wie sich die Margen zusammensetzten, anbei ein Beispiel:
Die englische Konzerngesellschaft MG und die zum gleichen Konzern gehörende deutsche Vertriebsgesellschaft V haben einen Verrechnungspreis (VP) vereinbart, der sich aus einer Wiederverkaufsmarge von 30 % auf den Endverkaufspreis (EVK) von V an Drittkunden ermittelt. Beispielhaft ermitteln sich daraus der Bruttogewinn und die Bruttogewinnmarge wie folgt:
EVK € 90,00, VP € 63,00, Bruttogew. € 27,00, Marge € 27,00/€ 90,00 = 30 %
EVK € 100,00, VP € 70,00, Bruttogew. € 30,00, Marge € 30,00/€ 90,00 = 30 %
EVK € 115,00, VP € 80,50, Bruttogew. € 34,50, Marge € 34,50/€ 115,00 = 30 %.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung von Verrechnungspreisen aufgrund der Globalisierung dar und gibt einen Überblick über den Aufbau der Arbeit.
2. Verrechnungspreise: Das Kapitel definiert den Begriff der Verrechnungspreise und erläutert deren zentrale Funktionen und Ziele bei der Konzernsteuerung.
3. Wiederverkaufspreismethode: Dieses Hauptkapitel analysiert umfassend die Definition, den Fremdvergleich, praktische Anwendungsfragen, Beispielrechnungen sowie die Vor- und Nachteile der Methode.
4. Schluss: Der abschließende Teil fasst die Bedeutung der Wiederverkaufspreismethode für einen fairen internationalen Handel zusammen und betont die Notwendigkeit einer korrekten Anwendung.
Schlüsselwörter
Verrechnungspreise, Wiederverkaufspreismethode, Resale Price Method, Fremdvergleichsgrundsatz, Wiederverkaufsmarge, Konzern, Transfer Pricing, Vertriebsgesellschaft, Bruttomarge, Nettogewinn, Währungsschwankungen, Kostenstruktur, Gewinnverlagerung, Steuerbelastung, Marktpreis.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Wiederverkaufspreismethode als ein Standardinstrument zur Festlegung von Verrechnungspreisen zwischen verbundenen Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die methodische Bestimmung von Wiederverkaufsmargen, der Fremdvergleichsgrundsatz sowie die praktische Anwendung bei komplexen Lieferketten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Funktionsweise der Methode intensiv zu erläutern und aufzuzeigen, wie damit angemessene Gewinne unter Einhaltung gesetzlicher Anforderungen erzielt werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die durch Fachliteratur gestützt wird und die Funktionsweise anhand von Praxisbeispielen veranschaulicht.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition, den Fremdvergleich, spezifische Anwendungsfragen wie Währungsrisiken oder Kostenstrukturen sowie praktische Beispielrechnungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Verrechnungspreise, Wiederverkaufspreismethode, Fremdvergleichsgrundsatz und Wiederverkaufsmarge.
Wie gehen Konzerne mit der Unvorhersehbarkeit von Endverkaufspreisen um?
Um das Problem unbekannter Endpreise zu lösen, werden periodische Reviews durchgeführt und Anpassungsmechanismen für die Wiederverkaufsmarge vereinbart.
Warum ist die Kostenstruktur bei der Anwendung der Methode relevant?
Da Fixkostenblöcke nicht sofort auf Umsatzveränderungen reagieren, müssen sie bei der Margenplanung berücksichtigt werden, um eine dauerhafte Fehlplanung zu vermeiden.
Welche Rolle spielen Währungsschwankungen in der Arbeit?
Die Arbeit verdeutlicht, dass Währungsschwankungen zu unvorhersehbaren Gewinnen oder Verlusten führen können und empfiehlt vertragliche Regelungen zur Transaktionswährung.
Was ist bei mehrstufigen Vertriebssystemen besonders schwierig?
Die Schwierigkeit besteht in der korrekten Aufteilung der Marge über die gesamte Lieferkette unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Funktionen und Risikoprofile der beteiligten Einheiten.
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- Max Happacher (Author), 2018, Die Wiederverkaufspreismethode als Standardmethode zur Festlegung des Verrechnungspreises, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/456570