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Die gesellschaftliche Bedeutung der Mutter in Deutschland

Título: Die gesellschaftliche Bedeutung der Mutter in Deutschland

Tesis (Bachelor) , 2018 , 50 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Alicia Mathes (Autor)

Sociología - Relaciones y Familia
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‚Frauen. Fast eine Liebeserklärung‘ ist das 2017 erschienene Buch des Kabarettisten und Philosophen Florian Schroeder. Bereits im Januar 2016 sprach er in der ‚NDR Talk Show‘ mit Barbara Schöneberger und Hubertus Meyer-Burckhardt über gesellschaftliche Erwartungen an die moderne Frau und Mutter. Binnen 50 Sekunden brachte er mit viel Humor seine Untersuchungen auf den Punkt.
Die Gäste der Talk Show applaudierten, jubelten, nickten zustimmend und waren amüsiert. Schöneberger kommentierte: „Du verstehst uns! Endlich!“ (NDR Talkshow 2016). Auf der Sendereigenen Facebookseite wird das Video mit der Unterschrift „[…] was von Frauen heute alles erwartet wird. So lustig und leider so wahr. […]“ (NDR-Talk Show 2016: Facebook) gepostet. Bis heute (Stand: 13.07.2018) wurde das Video über 16 Millionen Mal angeschaut und über 207.000 Mal geteilt.

Doch woher kommt diese positive Resonanz? Stehen Frauen in der heutigen Zeit wirklich unter diesem enormen und ambivalenten Druck wie Schroeder ihn beschreibt? Müssen Frauen Mütter werden? Wie werden Mütter staatlich unterstützt und was macht eine ‚gute Mutter‘ aus? Diese aufgeworfenen Fragen gilt es in der vorliegenden Arbeit zu beantworten, daher ergibt sich folgende Forschungsfrage:

Welche Auswirkungen hat die familienpolitische Sozialisation auf moderne Mütter in Deutschland und welche Erwartungen werden an sie gestellt?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Gesellschaftliche Relevanz

II. Theoretische Rahmung

2.1. Stereotypisierung

2.2. Gesellschaftliche Sozialisation

2.3. Geschlechtsspezifische Sozialisation und Stereotype

2.4. Wirtschaftliche und politische Maßnahmen

III. Entwicklung des weiblichen Rollen- und Mutterbildes

3.1. Traditionelles Rollenverhältnis

3.2. Modernes Rollenverhältnis

3.3. Sozialer Wandel von Familie

IV. Die moderne Mutter

4.1. Wandel von Elternschaft und Kindheit

4.2. Rückblick: Die ‚gute‘ Mutter

4.3. Institutionelle Absicherung von Müttern

V. Auswirkungen der familienpolitischen und theoretischen Faktoren auf die Mutterrolle

VI. Schlussfolgerung und Beantwortung der Forschungsfrage

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die gesellschaftliche Bedeutung der Mutterrolle in Deutschland unter dem Einfluss von familienpolitischer Sozialisation und gesellschaftlichen Erwartungen. Im Zentrum steht die Analyse des Spannungsfeldes, in dem sich moderne Mütter zwischen dem Wunsch nach beruflicher Selbstverwirklichung und dem tradierten Ideal der "guten Mutter" bewegen.

  • Soziologische Theorien der Stereotypisierung und Sozialisation
  • Historische Entwicklung des weiblichen Rollenbildes
  • Wandel von Familie und Elternschaft in Deutschland
  • Einfluss staatlicher familienpolitischer Maßnahmen (z.B. Elterngeld)
  • Zusammenhang zwischen Arbeitswelt und mütterlicher Lebenszufriedenheit

Auszug aus dem Buch

3.1. Traditionelles Rollenverhältnis

Mit dem Übergang zur bürgerlichen Familie lag der Erziehungsauftrag nicht mehr ausschließlich beim Hausvater und die Betreuung wurde nicht mehr ausschließlich von den Geschwistern, dem Gesinde, den Dienstboten und den Ammen übernommen. In adeligen Familienverhältnissen war die Betreuung auch durch Internate und Pensionate üblich. Mütter bekamen zunehmend Erziehungsaufgaben für ihre Kinder übertragen, sodass ihre Verantwortung nun über die Stillzeit hinausging. Neben den bisher einzigen Aufgaben, für das gesundheitliche Wohl und die Pflege des Kindes zu sorgen, wurde die Mutter nun zur Hauptansprechpartnerin in der allgemeinen Sorge um ihr Kind. Erst im 19. Jahrhundert entstand eine neue Qualität der Mutter-Kind-Beziehung, welche sich vor dem Hintergrund eines propagierten emotional intimisierten Geschlechter- und Mutter-Kind-Verhältnisses im kulturellen Denkhorizont verankerte.

In dieser Zeit wird die ‚Natur des Kindes‘ erfunden. Hierzu gehören zum einen die Vorstellungen Pestalozzis und Fröbels zur mütterlichen Ausbildung und zum anderen die Vorstellungen der Ärzte über Disziplinen der Schwangerenbehandlung, Geburtskunde und Kinderheilkunde. Ammen und Kinderkrankenpfleger werden in ihrer Position zunehmend abgewertet, da sich nun ausschließlich Mütter um die Sorge des kindlichen Wohls zu kümmern hatten. Die neuen Anforderungen beinhalteten, dass Kinder verstärkt als Ressource für die Bevölkerung angesehen wurden. Damit etablierte sich ein neues normatives Selbstverständnis der Mutter, die, begründet durch ihr Geschlecht, für die Fürsorge ihrer Kinder, ihres Ehemannes und das Heim zuständig sein sollte. Das Frausein sollte nun mit Mütterlichkeit gleichgesetzt werden und wurde im 20. Jahrhundert inhaltlich weiter ausdifferenziert.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Gesellschaftliche Relevanz: Einführung in die widersprüchlichen gesellschaftlichen Erwartungen an moderne Mütter und Formulierung der Forschungsfrage.

II. Theoretische Rahmung: Darstellung soziologischer Konzepte wie Stereotypisierung und Sozialisation, um gesellschaftliche Erwartungen und Rollenbilder erklärbar zu machen.

III. Entwicklung des weiblichen Rollen- und Mutterbildes: Historischer Rückblick auf den Wandel von der patriarchalischen Hausgemeinschaft hin zur modernen Familie.

IV. Die moderne Mutter: Analyse des modernen Mutterbildes sowie der Auswirkungen veränderter Kindheitsvorstellungen und staatlicher Absicherung.

V. Auswirkungen der familienpolitischen und theoretischen Faktoren auf die Mutterrolle: Zusammenführung der theoretischen und politischen Faktoren zur Beantwortung der Forschungsfrage hinsichtlich der heutigen Mutterrolle.

VI. Schlussfolgerung und Beantwortung der Forschungsfrage: Resümee über das Spannungsfeld zwischen Beruf und Familie sowie die Bedeutung des gesellschaftlichen Drucks auf Mütter.

Schlüsselwörter

Mutterrolle, Sozialisation, Geschlechterstereotype, Familienpolitik, Vereinbarkeit, Mutterschutz, Elternzeit, Erwerbstätigkeit, Rollenbild, Gender-Pay-Gap, Kindheit, Lebenszufriedenheit, Tradition, Moderne, Gesellschaftsform.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die gesellschaftliche Bedeutung der Mutterrolle in Deutschland und untersucht, wie staatliche familienpolitische Maßnahmen und soziologische Sozialisationsprozesse diese Rolle prägen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit fokussiert auf die historische Entwicklung des Mutterbildes, theoretische Konzepte wie Gender-Stereotype sowie die Auswirkungen staatlicher Förderungen wie Elterngeld und Mutterschutz auf die Lebensrealität von Müttern.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Ziel ist es, die Auswirkungen der familienpolitischen Sozialisation auf moderne Mütter in Deutschland zu identifizieren und aufzuzeigen, welche Erwartungen und Anforderungen gesellschaftlich an sie gestellt werden.

Welche wissenschaftlichen Theorien werden zur Analyse verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf die Rollentheorie nach Eagly, das Stereotypinhaltsmodell nach Fiske sowie Butler’s Konzept der "Heterosexuellen Matrix", ergänzt durch aktuelle familienpolitische Studien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, einen historischen Abriss zum Rollenwandel und eine detaillierte Analyse familienpolitischer Maßnahmen sowie deren Einfluss auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Welche zentralen Erkenntnisse liefert die Arbeit?

Es wird aufgezeigt, dass Mütter heute in einem Spannungsfeld zwischen ökonomischer Notwendigkeit zur Erwerbsarbeit und der gesellschaftlich verankerten Erwartung hoher Zuwendungsbereitschaft ("gute Mutter") stehen.

Wie beeinflusst die familienpolitische Sozialisation das Berufsleben von Müttern?

Staatliche Maßnahmen wie das Ehegatten-Splitting oder geringfügige Beschäftigungsverhältnisse können unbewusst dazu beitragen, traditionelle Rollenmuster zu stabilisieren, da sie finanzielle Anreize für Mütter setzen, die Hauptverantwortung für die Kindererziehung zu übernehmen.

Welche Rolle spielt die Lebenszufriedenheit bei der Rollenwahl?

Die Arbeit verweist auf Studien von Prof. Dr. Martin Schröder, die nahelegen, dass die Lebenszufriedenheit von Paaren steigt, wenn sie traditionelle Arbeitszeitmodelle wählen, was zur sogenannten "Retraditionalisierung" bei der Familiengründung beitragen kann.

Final del extracto de 50 páginas  - subir

Detalles

Título
Die gesellschaftliche Bedeutung der Mutter in Deutschland
Universidad
University of Marburg  (Soziologie)
Calificación
2,3
Autor
Alicia Mathes (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
50
No. de catálogo
V456730
ISBN (Ebook)
9783668869639
ISBN (Libro)
9783668869646
Idioma
Alemán
Etiqueta
bedeutung mutter deutschland
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Alicia Mathes (Autor), 2018, Die gesellschaftliche Bedeutung der Mutter in Deutschland, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/456730
Leer eBook
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