Sein eigener Chef sein, alleine über seine Zeit bestimmen– das und vieles mehr verspricht die Selbstständigkeit. Und gerade im Sozialmanagement kann sich dieser Schritt lohnen. Doch was muss man beachten auf dem Weg zur erfolgreichen Gründung?
Christoph Grützmacher erläutert das vor allem für Selbstständige im Nebenerwerb: Neben einer theoretischen Analyse und wertvollem Hintergrundwissen gibt er auch praxisorientierte Tipps. So unterstützt er alle Interessierten, die eine Gründung im Sozial- und Gesundheitswesen erwägen.
Neben bürokratischen, rechtlichen und finanziellen Herausforderungen sollte ein Gründer auch ein gewisses psychisches Grundkapital mitbringen. Vor allem im Social Management ist ein stabiles Persönlichkeitsprofil mit ausgeprägter Selbstkontrolle sehr wichtig. Denn wer selbstständig arbeitet, der muss letztlich auch gut verwalten können.
Aus dem Inhalt:
- Existenzgründung;
- Gründertypen;
- Sozialmanagement;
- Businessplanung;
- Entrepreneurship
Inhaltsverzeichnis
1 Darstellung der Fragestellung und Zielsetzung und Abänderung der Ursprungsidee
1.1 Vorbereitung im Rahmen von Projektstudienarbeit und Studienarbeit
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise
2 Existenzgründungen in Deutschland
2.1 Gründungen in Deutschland im internationalen Vergleich
2.2 Gründungsformen in Deutschland
2.2.1 Gründungen im Nebenerwerb
2.2.2 Gründungen im Nebenerwerb - Definitionsklärung und Charakteristika
2.2.3 Gründungsvorhaben im Nebenerwerb - fördernde und hemmende Faktoren
2.2.3.1 Gründungen im Nebenerwerb - psychologische Ängste
2.2.3.1.1 Psychologische Ängste und die Frage nach dem Gründertypus
2.2.3.1.2 Möglichkeiten zur Analyse eines Persönlichkeitsprofils am Beispiel des 16 PF-R
2.2.3.1.2.1 Extraversion
2.2.3.1.2.2 Ängstlichkeit
2.2.3.1.2.3 Selbstkontrolle
2.2.3.1.2.4 Unabhängigkeit
2.2.3.1.2.5 Unnachgiebigkeit
2.2.3.1.3 Versuch einer Entwicklung eines geeigneten Profils für einen im Nebenerwerb Selbständigen im Bereich sozialer Dienstleistungen
2.2.3.1.4 Umgang mit nicht passendem Persönlichkeitsprofils am Beispiel des eigenen 16 PF-R Profils
2.2.3.1.5 Möglichkeiten der Persönlichkeitsentwicklung
2.2.3.2 Gründungen im Nebenerwerb - Existenzängste
2.2.3.2.1 Bearbeitung finanzieller Existenzängste durch Businessplanung
2.2.3.2.2 Instrumente der Businessplanung am Beispiel der eigenen Gründungsidee
2.2.3.2.2.1 SWOT Analyse: Stärken
2.2.3.2.2.2 SWOT Analyse: Schwächen
2.2.3.2.2.3 SWOT Analyse: Chancen
2.2.3.2.2.4 SWOT Analyse: Gefahren
2.2.3.2.3 Fördermittel und Unterstützung im Gründerprozess
3 Fazit: Identifizierung von fördernden und hemmenden Faktoren im Prozess der Existenzgründung im Nebenerwerb im Bereich sozialer Dienstleistungen
4 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, welche Faktoren das Gelingen oder Scheitern einer Existenzgründung im Bereich sozialer Dienstleistungen speziell in der Form des Nebenerwerbs als Einzelunternehmer beeinflussen. Ziel ist die Entwicklung eines „Fahrplans“ zur Risikominimierung.
- Erfolgsfaktoren und Fallstricke für Solo-Selbständige im sozialen Sektor.
- Analyse psychologischer Barrieren (Existenzängste) und deren Bewältigung.
- Bedeutung der Unternehmerpersönlichkeit und Instrumente zur Potenzialanalyse.
- Rolle von Gründungsberatung, Businessplanung und Förderinstrumenten.
- Praktische Übertragbarkeit auf den konkreten Gründungsprozess.
Auszug aus dem Buch
2.2.3.1.2.1 Extraversion
Das Konzept der Extraversion wurde hauptsächlich von Jung (1972) entwickelt. Auch im bedeutenden Modell der sogenannten Big Five der Persönlichkeiten ist Extraversion eines der fünf Merkmale. Im 16 PF-R beinhaltet Extraversion unterschiedliche Aspekte, die mit den Primärskalen Wärme (A), Dominanz (E), Lebhaftigkeit (F), Soziale Kompetenz (H), Selbstöffnungsbereitschaft (N-) und Soziale Orientierung (Q2-) erhoben werden.61 Kennzeichnend für extravertierte Personen ist eine hohe Kontaktorientierung, der Kontakt zu anderen Menschen und der Austausch mit Ihnen wird gewünscht. Dies geht einher mit einer Bereitschaft, anderen ebenfalls offen gegenüber zu treten. Dies erleichtert Kontaktaufnahmen. Extravertierte Menschen schließen sich gerne an Gruppenaktivitäten oder Vereine an und stehen hier auch lieber im Mittelpunkt, als am Rande. Sie zeichnen sich durch Spontanität und Begeisterungsfähigkeit aus. Im Gegensatz dazu sind introvertierte Menschen eher daran interessiert, Zeit alleine zu verbringen. Sie sind reservierter und zurückhaltender, aus diesem Grund erfolgt eine Öffnung gegenüber Fremden selten und zögerlich.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Darstellung der Fragestellung und Zielsetzung und Abänderung der Ursprungsidee: Der Autor erläutert die Entwicklung seines Forschungsprojekts von einer ursprünglichen Idee zur Berufsbetreuung hin zu einer breiteren Untersuchung von Gründungen im sozialen Dienstleistungssektor.
2 Existenzgründungen in Deutschland: Dieses Kapitel liefert einen umfassenden Überblick über die aktuelle Gründungslage in Deutschland, den internationalen Vergleich sowie eine spezifische Definition und Charakterisierung der Nebenerwerbsgründung.
3 Fazit: Identifizierung von fördernden und hemmenden Faktoren im Prozess der Existenzgründung im Nebenerwerb im Bereich sozialer Dienstleistungen: Es werden die zentralen Erkenntnisse zu Erfolgsfaktoren und Barrieren zusammengefasst und ein prozessorientierter Handlungsleitfaden für Gründer abgeleitet.
4 Ausblick: Der Autor resümiert die Bedeutung einer zielgruppengerechten Gründungsunterstützung und betont die Notwendigkeit, psychologische Coachings stärker in wirtschaftliche Beratungsprogramme zu integrieren.
Schlüsselwörter
Existenzgründung, Nebenerwerb, Social Management, Solo-Selbständigkeit, Soziale Dienstleistungen, Erfolgsfaktoren, Existenzängste, Unternehmerpersönlichkeit, 16 PF-R, Businessplanung, Gründungsförderung, Psychologische Ängste, Selbstkontrolle, Gründungsverlauf, Coaching.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die spezifischen Herausforderungen und Erfolgsfaktoren bei der Existenzgründung im Bereich sozialer Dienstleistungen, speziell in Form eines Nebenerwerbs.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit fokussiert sich auf die wirtschaftliche Planung, die Rolle der Gründerpersönlichkeit sowie psychologische Aspekte wie Existenzängste.
Was ist das primäre Ziel der Bachelor-Thesis?
Ziel ist es, einen „Fahrplan“ für Solo-Unternehmer zu entwickeln, der dazu beiträgt, Gründungsrisiken zu minimieren und ein Gelingen im sozialen Sektor wahrscheinlicher zu machen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Sekundäranalyse existierender Studien sowie auf die Anwendung von Instrumenten zur Persönlichkeitsdiagnostik wie dem 16 PF-R Test.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der Situation von Gründern in Deutschland, der Definition des Nebenerwerbs, der Analyse von hemmenden und fördernden Faktoren und der Bedeutung der Businessplanung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Existenzgründung im Nebenerwerb, soziale Dienstleistungen, Solo-Selbständigkeit, Unternehmerpersönlichkeit und psychologische Faktoren.
Warum ist die Unterscheidung zwischen Haupt- und Nebenerwerb für den Autor so wichtig?
Da der Autor selbst als Nebenerwerbsgründer startet, ist diese Form der Selbständigkeit zentral, um finanzielle Risiken durch das beibehaltene Anstellungsverhältnis zu begrenzen.
Welche Rolle spielt die SWOT-Analyse in diesem Dokument?
Die SWOT-Analyse dient dem Autor als praktisches Instrument, um die Stärken, Schwächen, Chancen und Gefahren seiner eigenen Gründungsidee systematisch zu bewerten.
Welche Bedeutung haben psychologische Aspekte für das Gelingen der Gründung?
Psychologische Faktoren wie die Angst vor dem Scheitern oder die eigene Persönlichkeitsstruktur können laut Autor entscheidend für den Erfolg oder Misserfolg einer Gründung sein.
- Citar trabajo
- Christoph Grützmacher (Autor), 2019, Existenzgründung im Social Management. Perspektiven und Herausforderungen bei Gründungen im Nebengewerbe, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/456809