Die Zahl der Übergewichtigen in Deutschland nimmt weiter zu. Mit der Industrialisierung und der damit verbundenen Automatisierung und dem Maschinisieren des Alltags werden die Menschen in ihrer alltäglichen Bewegung eingeschränkt. Hinzu kommen in diesen Ländern kaum noch Hungersnöte oder Lebensmittelknappheit vor, sondern eher ein Überschuss an hochkalorischen verarbeiteten Produkten. Durch die Tertiärisierung schrumpft der Primärsektor mit den Berufen wie Forst- und Landwirtschaft, in denen körperlich hart gearbeitet wurde. Deshalb verringerte sich die alltägliche Bewegung der Industrieländern, wie etwa Deutschland eines ist. Auch im Bereich der Ernährung hat sich durch die Industrialisierung viel zum körperlichen Leidwesen des Menschen verändert. Früher war Nahrungsbeschaffung noch mühsame Landwirtschaft, verbunden mit Hungersnöten, die durch Faktoren wie Klima, Parasiten oder Kriege ausgelöst wurden. Durch die Industrialisierung wurden diese Probleme weitestgehend ausgemerzt und somit entstanden volle Supermärkte mit einem breiten Angebotsspektrum an jeder Ecke ohne sich teilweise weiter als 500m zu bewegen. Heute sind bereits 59% der Männer und 37% der Frauen betroffen. Die Gründe für Übergewicht sind verschieden, jedoch sind die größten Faktoren, wie zuvor beschrieben, zu wenig Bewegung und eine zu hohe Kalorienmenge beim Essen. Da das Gesundheitssystem nur begrenzt Aufklärung ausüben kann, gibt es kommerzielle Gesundheitseinrichtungen und Fitnessstudios, die neben dem Angebot an Bewegungssteigerung zusätzlich auch noch verschiedene Gewichtsreduktionsprogramme anbieten. Durch ein angepasstes Sport- und Bewegungsprogramm sowie eine angepasste Ernährung kann man den Kampf gegen Übergewicht und Adipositas antreten und die Risiken für Folgeerkrankungen reduzieren. Bei solchen Gewichtsreduktionsprogrammen werden die Teilnehmer über die Historie zur Ernährung aufgeklärt und bekommen daraufhin eine zugeschnittene Maßnahme gegen ihre Gewichtsprobleme. Ein solches Gewichtsreduktionsprogramm wird in dieser Arbeit präsentiert.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG
2 ZIELSETZUNG
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND
3.1 Definition von Übergewicht und Adipositas
3.2 Prävalenz von Übergewicht und Adipositas in der deutschen Bevölkerung
3.3 Einflussfaktoren/ Ursachen und Risikofaktoren für Übergewicht und Adipositas
3.4 Folgeerkrankungen von Übergewicht und Adipositas
3.5 Wissenschaftliche Datenlage zu proteinbetonten, kohlenhydratmoderaten und fettmodifizierten Ernährungsformen
3.6 Überblick zu anderen kommerziellen Gewichtsreduktionsprogrammen und die Auswirkungen auf den Gewichtsverlust
3.7 Darstellung des Ernährungskonzeptes
3.8 Definition der Drop-Out-Quote und der Drop-Out-Quoten anderer Gewichtsreduktionsprogramme aus 3.6
4 METHODIK
4.1 Untersuchungsobjekte
4.1.1 Rekrutierung
4.1.2 Zusammensetzung der Stichprobe
4.1.3 Ein- & Ausschlusskriterien
4.2 Untersuchungsdurchführung
4.2.1 Infoveranstaltung zur Vermittlung des Gewichtsreduktionsprogramms
4.2.2 Prospektive Erhebung der anthropometrischen Daten: Körpergröße, Körpergewicht, BMI, Taillen- und Hüftumfang sowie Körperfettanteil
4.2.3 Zeitliche und räumliche Bedingungen der Datenerhebung
4.3 Statistische Datenauswertung
4.3.1 Datenauswertung der anthropometrischen Daten
4.3.2 Ermittlung der Drop-Out-Quote
5 ERGEBNISSE
5.1 Darstellung der Veränderungen der anthropometrischen Daten
5.2 Grafische Darstellung der Ergebnisse und der statistischen Auswertung
5.3 Darstellung der Ergebnisse der Drop-Out-Quote
6 DISKUSSION
6.1 Kritische Darstellung der Erhebungsmethoden
6.2 Interpretation der Veränderungen der anthropometrischen Daten bei den Teilnehmern im Vergleich zu Daten aus Evaluationen von anderen kommerziellen Gewichtsreduktionsprogrammen
7 ZUSAMMENFASSUNG
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert prospektiv die Auswirkungen des Gewichtsreduktionsprogramms „Abnehmstudie 2.0“ auf anthropometrische Daten bei 43 Teilnehmern, die bereits ein EMS-Training absolvieren, um den Einfluss einer Ernährungsumstellung auf die Körperzusammensetzung zu untersuchen.
- Analyse anthropometrischer Veränderungen (Gewicht, BMI, Fettanteil, Umfänge)
- Evaluation eines strukturierten, fünf-wöchigen Ernährungskonzeptes
- Vergleich der Ergebnisse mit anderen Gewichtsreduktionsprogrammen
- Untersuchung der Drop-Out-Quote als Qualitätsindikator
- Bewertung der Kombination von EMS-Training und Ernährung
Auszug aus dem Buch
3.7 Darstellung des Ernährungskonzeptes
Das Ernährungskonzept der „Abnehmstudie 2.0“ wurde im Rahmen einer Infoveranstaltung für die Teilnehmer erklärt. Das Konzept startet mit Bildern von früher und heute, um dem Teilnehmer zu verdeutlichen, welche die primären Ursachen für das Übergewicht, nämlich Bewegungsmangel und eine hohe Lebensmitteldichte sind. Anschließend werden die 3 Säulen für ein gesundes Leben erklärt. Hierbei handelt es sich um Ausdauertraining, Krafttraining, und die Ernährung. Die Funktionsweise des Ausdauertrainings wurde ergänzend erklärt. Das Krafttraining besteht in diesem Fall aus Elektro-Myo-Stimulations-Training (EMS-Training).Das Hauptaugenmerk des Konzeptes liegt bei dem Ernährungsteil, welcher verdeutlicht, sich proteinreich, fettmodifiziert und kohlenhydratreduziert für die nächsten fünf Wochen zu ernähren. Hier wird dem Teilnehmer eine priorisierte Reihenfolge der Nährstoffe erläutert. Eiweiße sollen die Mahlzeiten dominieren. Lebensmittel wie beispielsweise Rind- und Geflügelfleisch, verschiedene Fischsorten (z.B. Lachs, Forelle, Hering, Thunfisch), Milchprodukte (Quark, Skyr, Frischkäse, Hüttenkäse, Mozzarella, Milch), sowie auch Nahrungsergänzungsmittel wie Whey Protein oder Proteinriegel, um den Eiweißbedarf von 2g Eiweiß pro Kilogramm fettfreier Körpermasse zu gewährleisten. Anschließend werden fettreiche Lebensmittel mit aufgenommen. Hierzu zählen Avocados, Käse, fettige Fischsorten, Eier, Nüsse & Samen, natives Olivenöl und Kokosöl. Hier merken die Teilnehmer bereits, dass sich proteinreiche und fettreiche Lebensmittel teilweise überschneiden. Zuletzt werden die Kohlenhydrate, welche zur Auswahl stehen, aufgezählt, wie etwa Vollkornprodukte, brauner Reis, Süßkartoffeln, Bohnen, Haferflocken, Obst und Gemüse. Zusätzlich zur Ernährung muss die Trinkmenge beachtet werden, hier soll ausschließlich Wasser getrunken werden. Das Wasser kann mit Zitronen- , Gurkenscheiben, Ingwerstückchen oder frischer Minze ergänzt werden. Alternativ dürfen auch ungesüßte Tees und Kaffees konsumiert werden. Wichtig ist hier, 30 ml Wasser pro Kilogramm Körpergewicht am Tag zu trinken. Abschließend wird erklärt, wie die verschiedenen Lebensmittel optimal über den Tag verteilt werden sollen. Der Tag beginnt bei jedem Teilnehmer individuell mit dem Aufstehen. Hier soll anschließend beachtet werden, Kohlenhydrate eher zwischen dem Aufstehen und dem individuellen Mittag zu verzehren, und ab diesem individuellen Mittag bis hin zum individuellen Abend auf fettreiche Lebensmittel umzusteigen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG: Es wird die Zunahme von Übergewicht in Deutschland infolge von Industrialisierung und Bewegungsmangel thematisiert sowie die Notwendigkeit von Gewichtsreduktionsprogrammen begründet.
2 ZIELSETZUNG: Das Kapitel definiert das Ziel, die Auswirkungen der „Abnehmstudie 2.0“ auf 43 Teilnehmer zu analysieren und entsprechende Hypothesen zum Gewichtsverlust aufzustellen.
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND: Es werden Grundlagen zu Übergewicht, dessen Prävalenz, Ursachen, gesundheitliche Folgen sowie existierende Diätkonzepte und Drop-Out-Quoten dargelegt.
4 METHODIK: Dieses Kapitel beschreibt das Studiendesign, die Rekrutierung, die anthropometrische Datenerhebung und die statistische Auswertung.
5 ERGEBNISSE: Hier werden die messbaren Veränderungen der Probandendaten vor und nach dem Programm sowie die ermittelte Drop-Out-Quote dargestellt.
6 DISKUSSION: Die Ergebnisse werden kritisch hinterfragt, methodische Einschränkungen diskutiert und mit externen Studiendaten verglichen.
7 ZUSAMMENFASSUNG: Dieses Kapitel gibt einen abschließenden Überblick über die Ausgangslage, das Programm und die erzielten Resultate der Untersuchung.
Schlüsselwörter
Gewichtsreduktion, Adipositas, anthropometrische Daten, EMS-Training, Ernährungskonzept, BMI, Körperfettanteil, Stoffwechsel, Bewegungsmangel, Drop-Out-Quote, Ernährungsumstellung, LOGI-Methode, Protein, Insulinresistenz, Prävention.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit?
Die Arbeit untersucht die Effektivität eines fünf-wöchigen Gewichtsreduktionsprogramms („Abnehmstudie 2.0“) bei Teilnehmern, die bereits ein EMS-Training absolvieren.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentrale Themen sind die physiologischen Grundlagen von Übergewicht und Adipositas, Ernährungskonzepte sowie die empirische Messung von Körperveränderungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist der Nachweis, ob durch ein ergänzendes, strukturiertes Ernährungsprogramm signifikante Veränderungen der anthropometrischen Daten erzielt werden können.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um eine prospektive Datenerhebung der anthropometrischen Werte zu Beginn und am Ende des fünfwöchigen Programms bei 39 (bzw. 43) Teilnehmern.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst den theoretischen Kenntnisstand, die detaillierte Beschreibung der Methodik sowie die Auswertung und Diskussion der erzielten Messergebnisse.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind vor allem Gewichtsreduktion, Anthropometrie, EMS-Training und Ernährungsoptimierung.
Warum wurde EMS-Training als ergänzende Maßnahme gewählt?
Das Programm kombiniert das bereits bestehende EMS-Training mit einer gezielten Ernährungsumstellung, um neben dem Sport auch den zweiten Hauptfaktor für Übergewicht, die Ernährung, zu adressieren.
Was sagt die Arbeit über die Drop-Out-Quote aus?
Die Arbeit dokumentiert eine Drop-Out-Quote von 0%, was auf eine erfolgreiche individuelle Betreuung und Motivation der Teilnehmer zurückgeführt wird.
- Citation du texte
- Christian Hölldobler (Auteur), 2018, Veränderungen anthropometrischer Daten bei Teilnehmern/innen des Gewichtsreduktionsprogramms "Abnehmstudie 2.0" im Betrieb "IntegraWell GmbH", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/456841