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Scheidungsmediation. Die Alternative der außergerichtlichen Konfliktlösung

Titre: Scheidungsmediation. Die Alternative der außergerichtlichen Konfliktlösung

Dossier / Travail , 2012 , 14 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Jennifer Siehms (Auteur)

Travail Social
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„Die Ehe hat nur noch eine Fifty-fifty-Chance“, so lautet der Titel eines Artikels in „Die Welt“ vom 25.11.2012, kontinuierlich steigende Scheidungsraten belegen, dass nahezu jede zweite Ehe in Deutschland scheitert, in etwa der Hälfte aller Scheidungsfälle sind Kinder betroffen. Scheidungen sind heute absolut keine Randerscheinungen mehr, sondern nahezu alltäglich und gesellschaftlich toleriert.

Oftmals bestehen große Konflikte zwischen den beiden Parteien, welche rechtlich ausgetragen werden. Durch diese enorm hohen Scheidungszahlen entsteht in den Gerichten eine starke Überbelastung. Kooperative Vermittlung in Form von Mediation als ein außergerichtliches Konfliktlösungsverfahren stellt zum einen eine große Entlastung für die Justiz dar und bringt zudem auch viele Vorteile für die Konfliktparteien mit sich. Einen Einblick in die Scheidungsmediation soll die vorliegende Hausarbeit geben.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Scheidung und Scheidungsfolgen

2.1 Der gesellschaftliche Wandel im Bereich Familie und Partnerschaft

2.2 Kampf ums Kind und Folgen von Ehescheidung fürs Kind

3. Mediation

3.1 Geschichtlicher Hintergrund der Mediation

3.2 Grundprinzipien und Ziele der Mediation

3.3 Rolle des Mediators

3.4 Anwendungsbereiche

4. Scheidungsmediation

4.1 Warum Mediation bei Scheidung?

4.2 Scheidungsmediation als Ersatz für gerichtliche Verfahren?

5. Resümee

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Scheidungsmediation als eine konstruktive, außergerichtliche Alternative zur Konfliktlösung bei Trennungen. Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch mediative Verfahren eine Entlastung für betroffene Familien und die Justiz erreicht werden kann, indem einvernehmliche und nachhaltige Lösungen gefördert werden.

  • Gesellschaftlicher Wandel in Familie und Partnerschaft
  • Psychologische und strukturelle Folgen der Ehescheidung für Kinder
  • Theoretische Grundlagen, Prinzipien und Geschichte der Mediation
  • Die Rolle und Funktion des Mediators in Konfliktsituationen
  • Vergleich zwischen gerichtlicher Streitbeilegung und Scheidungsmediation

Auszug aus dem Buch

3.2 Grundprinzipien und Ziele der Mediation

„Mediation orientiert sich an den Prinzipien der Freiwilligkeit, Neutralität und Allparteilichkeit, der Eigenverantwortlichkeit, Offenheit, Informiertheit und Gewaltfreiheit“ (Proschk 1998, S. 25).

Die Teilnahme an einer Mediation erfolgt freiwillig und die Konfliktparteien entscheiden selbstverantwortlich. Die Mediatoren haben eine neutrale Haltung, führen das Verfahren und vermitteln eine Kommunikationskultur, die eine Verständigung ermöglicht. Die Vertraulichkeit des Austauschs wird vereinbart, es ist ein wesentliches Merkmal der Mediation, dass alle beteiligten Parteien sich dazu verpflichten, die während der Mediation erhaltenen Informationen vertraulich zu behandeln und hierüber zu schweigen. Ein weiteres Merkmal der Mediation ist, dass diese sich nicht über einen langen Zeitraum erstreckt, sondern möglichst schnell zu einem Ergebnis führen soll. Ein wichtiges Prinzip ist die Offenheit, das bedeutet eine Mediation kann nur dann zum gewünschten Erfolg führen, wenn alle Beteiligten alle relevanten Informationen offenlegen, die sie haben (vgl. Delerue; Reeckmann-Fiedler 2005, S. 24 ff).

Die Erarbeitung einer Vereinbarung zwischen den Streitparteien selbst ist Ziel der Mediation, sie treffen frei und eigenverantwortlich eine Vereinbarung, wie sie den Konflikt beilegen wollen, ohne dass ein Dritter in irgendeiner Form entscheidet. Hierdurch ist jede Vereinbarung, die frei und eigenverantwortlich von den Parteien getroffen wurde, für diese subjektiv gerecht. Man spricht von einer „Win-win-Situation“. Anders als in Entscheidungen Dritter, in denen es Gewinner und Verlierer geben kann (vgl. Montada; Kals 2007, S. 24 ff). „Da Konflikte aus erlebter Ungerechtigkeit resultieren, ist die erlebte subjektive Gerechtigkeit eine Gewähr für die nachhaltige Beilegung des Konflikts, und damit für nachhaltigen Frieden“ (Montada; Kals 2007, S. 25).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigenden Scheidungsraten in Deutschland und stellt die Mediation als eine sinnvolle, die Justiz entlastende Alternative zur gerichtlichen Konfliktregelung vor.

2. Scheidung und Scheidungsfolgen: Dieses Kapitel analysiert den gesellschaftlichen Wandel sowie die gravierenden Auswirkungen von Ehescheidungen auf die familiäre Struktur und das psychische Wohlbefinden von Kindern.

3. Mediation: Hier werden der geschichtliche Hintergrund, die grundlegenden Prinzipien wie Freiwilligkeit und Neutralität sowie die spezifische Rolle des Mediators und verschiedene Anwendungsfelder definiert.

4. Scheidungsmediation: Dieses Kapitel erörtert die spezifischen Vorteile der Mediation im Kontext von Trennungen und prüft, inwiefern sie gerichtliche Verfahren ersetzen kann.

5. Resümee: Die Arbeit schließt mit dem Fazit ab, dass Mediation einen hohen Mehrwert für alle Beteiligten bietet, indem sie nachhaltige Lösungen ermöglicht und elterliche Kooperation stärkt.

Schlüsselwörter

Scheidungsmediation, Mediation, Konfliktlösung, Familienrecht, Trennung, Ehescheidung, Konfliktparteien, Kooperation, Win-win-Situation, Elternschaft, außergerichtliche Einigung, Kindeswohl, Kommunikation, Neutralität, nacheheliche Beziehung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Hausarbeit?

Die Arbeit befasst sich mit dem Konzept der Scheidungsmediation als alternative Methode der Konfliktlösung, um bei Trennungen und Ehescheidungen eine einvernehmliche Einigung anstelle von gerichtlichen Auseinandersetzungen zu erzielen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die gesellschaftlichen Veränderungen von Familie und Partnerschaft, die Belastungen für Kinder bei Trennungen sowie die Funktionsweise und ethischen Grundlagen der Mediation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Mediation die elterliche Kooperation nach der Scheidung fördern und langfristig stabile Lösungen schaffen kann, die für alle Beteiligten – insbesondere die Kinder – vorteilhaft sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse, die verschiedene Fachpublikationen, Dissertationen und gesetzliche Rahmenbedingungen zum Thema Mediation und Familierecht systematisch zusammenführt.

Was ist Inhalt des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Scheidungssituation, die theoretische Herleitung der Mediation als Verfahren sowie eine spezifische Betrachtung der Scheidungsmediation im Vergleich zu gerichtlichen Prozessen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Scheidungsmediation, elterliche Verantwortung, Konfliktregelung, Eigenverantwortlichkeit und Win-win-Situation definiert.

Wie unterscheidet sich die Mediation von einem Urteilsverfahren?

Während bei einem gerichtlichen Urteilsverfahren meist ein Gewinner und ein Verlierer aus dem Konflikt hervorgehen, zielt die Mediation auf eine eigenverantwortliche, konsensuelle Lösung ab, die soziale Befriedung und nachhaltigen Frieden ermöglichen soll.

Welche Bedeutung hat das Kindeswohl in der Scheidungsmediation?

Das Kindeswohl steht im Zentrum, da Mediation helfen kann, Konflikte zwischen den Eltern zu deeskalieren, Schuldgefühle beim Kind zu minimieren und eine kooperative nacheheliche Elternbeziehung aufzubauen, was für die kindliche Entwicklung essentiell ist.

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Résumé des informations

Titre
Scheidungsmediation. Die Alternative der außergerichtlichen Konfliktlösung
Université
Free University of Berlin
Note
1,0
Auteur
Jennifer Siehms (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
14
N° de catalogue
V456955
ISBN (ebook)
9783668870970
ISBN (Livre)
9783668870987
Langue
allemand
mots-clé
scheidungsmediation alternative konfliktlösung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Jennifer Siehms (Auteur), 2012, Scheidungsmediation. Die Alternative der außergerichtlichen Konfliktlösung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/456955
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Extrait de  14  pages
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