Die IT-Branche ist ständigen Veränderungen ausgesetzt. Software wird mittlerweile in allen Lebensbereichen eingesetzt und ist nicht mehr wegzudenken. Dementsprechend steigen auch die Anforderungen an die Ersteller von Software. Diese stehen verschiedenen gesteigerten Anforderungen gegenüber, wie zum einen der Anspruch hinsichtlich einer hohen Zuverlässigkeit sowie gleichzeitig die Sicherstellung der Verfügbarkeit der Systeme, welche innerhalb kürzester Zeit erstellt werden müssen. Deshalb erfolgt die Erstellung neuer Software meist innerhalb eines Projektes.
Doch es gibt genügend Beispiele, bei denen IT-Projekte nicht erfolgreich verlaufen sind. So hat Ford 200 Mio. US-Dollar in ein Projekt zur Erneuerung der vorhandenen Software investiert, um nach drei Jahren zum Altbewährten zurückzukehren. Da es noch viele weitere dieser Beispiele gibt, stellt sich die Frage, wie Projekte erfolgreich gestaltet werden können. Einen Ansatz dafür sind die Vorgehensmodelle im Projekt. Hier wird nach klassischen und agilen Vorgehensmodellen unterschieden. Seit Jahren steigen die Bedeutung und der Einsatz von agilen Vorgehensmodellen gerade auch in der IT-Branche und der Einsatz der klassischen Vorgehensmodelle wird geringer.
Diese Ausarbeitung befasst sich genau mit diesen zwei Vorgehensmodellen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Zielsetzung
1.3. Aufbau und Methodik
2. Grundlagen
2.1. Definition und Entwicklung der Vorgehensmodelle
2.2. Klassische Vorgehensmodelle
2.3. Das Wasserfallmodell
2.4. Agile Vorgehensmodelle
2.5. Scrum
2.5.1.1. Projektrollen
2.5.1.2. Sprints
2.5.1.3. Artefakte
3. Vergleich der klassischen und agilen Vorgehensmodelle in der IT-Branche
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, ein fundiertes Verständnis für die Unterschiede, Vor- und Nachteile von klassischen sowie agilen Vorgehensmodellen innerhalb der IT-Branche zu vermitteln und anhand der Forschungsfrage zu klären, welches Modell für IT-Projekte besser geeignet ist.
- Grundlegende Definition und historische Entwicklung von Vorgehensmodellen
- Detaillierte Analyse klassischer Ansätze am Beispiel des Wasserfallmodells
- Eingehende Untersuchung agiler Vorgehensweisen am Beispiel von Scrum
- Vergleichende Gegenüberstellung der Modelle hinsichtlich Einsatzgebieten und Eignung
- Diskussion von Erfolgskriterien für IT-Projekte in modernen Softwareentwicklungsumgebungen
Auszug aus dem Buch
2.4. Agile Vorgehensmodelle
Im Gegensatz zu den klassischen Vorgehensmodellen steht bei den agilen Vorgehensmodellen nicht die Dokumentation im Vordergrund, sondern die abschließende Funktionalität. Allerdings ist die Dokumentation nicht verboten, sondern hat lediglich eine geringere Gewichtung als bei den klassischen Vorgehensmodellen und soll in möglichst geringem Umfang erfolgen. Bei den agilen Modellen sollen schnelle Entwicklungsergebnisse erzielt werden, um die Zeit bis zur Markteinführung so gering wie möglich zu halten. Im Gegensatz zu den klassischen Vorgehensmodellen kommt es innerhalb der Entwicklungszeit noch zu Änderungen der Anforderungen, welche jederzeit berücksichtigt werden. So gibt es zu Beginn des Projektes keinen standardisierten Prozess, der strikt eingehalten wird, sondern dieser wird ständig an die aktuellen Anforderungen angepasst. Die Vorgehensweise ist trotzdem nicht chaotisch. Die Anforderungen an das Projekt sollen in enger Abstimmung, am besten in persönlichen Treffen, zwischen Auftraggeber und Projektleiter erfolgen. Weiterhin sollte in relativ kleinen Teams von weniger als zehn Mitarbeitern gearbeitet werden. Im Jahr 2001 wurden von 17 Vertretern der bis dahin bekanntesten agilen Vorgehensmodelle vier Leitsätze im Manifest für agile Softwareentwicklung festgehalten. Diese vier Leitsätze beinhalten, dass Individuen und Interaktionen höher wertgeschätzt werden als Prozesse und Werkzeuge, dass funktionierende Software wichtiger ist als eine umfassende Dokumentation, dass die Zusammenarbeit mit dem Kunden wichtiger ist als eine Vertragsverhandlung und dass das Reagieren auf Veränderungen wichtiger ist, als das Befolgen eines Plans. Neben den vier Leitsätzen wurden noch weitere zwölf Prinzipien erstellt, die das Vorgehen bei agilen Vorgehensmodellen detaillierter beschreiben.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die zunehmende Komplexität und die hohen Anforderungen in der IT-Branche, führt die Problemstellung misslungener IT-Projekte ein und definiert die Zielsetzung sowie das methodische Vorgehen der Arbeit.
2. Grundlagen: Hier werden zentrale Begriffe wie das IT-Projekt und das Vorgehensmodell definiert, die historische Entwicklung bis zur Entstehung der agilen Methoden nachgezeichnet und die beispielhaften Vorgehensmodelle (Wasserfallmodell und Scrum) im Detail vorgestellt.
3. Vergleich der klassischen und agilen Vorgehensmodelle in der IT-Branche: In diesem Kapitel werden die Vor- und Nachteile der Modelle gegenübergestellt, Kriterien für die Auswahl des geeigneten Modells definiert und die Eignung basierend auf Rahmenbedingungen und Erfolgsquoten analysiert.
4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass agile Modelle für die IT-Branche oft erfolgreicher sind, betont jedoch die Notwendigkeit, das Vorgehensmodell stets an die individuellen Anforderungen und Rahmenbedingungen des Projektes anzupassen.
Schlüsselwörter
IT-Projektmanagement, Softwareentwicklung, Vorgehensmodelle, Wasserfallmodell, Agiles Manifest, Scrum, Product Owner, Sprint, Projektrollen, Anforderungsmanagement, Prozessoptimierung, IT-Branche, Fehlerkorrektur, Flexibilität, Projektorganisation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Vergleich von klassischen und agilen Vorgehensmodellen, die in der IT-Branche für die Softwareentwicklung eingesetzt werden.
Welche zentralen Themenfelder werden untersucht?
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des Projektmanagements, die spezifischen Abläufe klassischer Modelle (am Beispiel Wasserfallmodell) und agiler Ansätze (am Beispiel Scrum) sowie deren Eignung für IT-Projekte.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, ein Verständnis für beide Ansätze zu schaffen, ihre Stärken und Schwächen zu beleuchten und eine Antwort auf die Frage zu geben, welches Modell besser für die IT-Branche geeignet ist.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für diese Arbeit verwendet?
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse, um die verschiedenen Vorgehensmodelle zu definieren, gegenüberzustellen und ihre Praxistauglichkeit anhand von Studien wie dem Chaos Report zu bewerten.
Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine detaillierte Erläuterung von Wasserfallmodell und Scrum (inklusive Rollen, Sprints und Artefakten) sowie einen Vergleich basierend auf Auswahlkriterien wie Projektgröße und Dynamik.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Wichtige Begriffe sind unter anderem IT-Projektmanagement, agile Softwareentwicklung, Wasserfallmodell, Scrum, Flexibilität und Anforderungsmanagement.
Wie unterscheidet sich die Rolle des Product Owners von klassischen Rollen?
Im Gegensatz zu klassischen Rollen trägt der Product Owner bei Scrum die alleinige Verantwortung für die fachlichen Anforderungen, die Priorisierung im Product Backlog und die Kommunikation mit den Stakeholdern.
Warum spielt die Unternehmenskultur bei der Modellauswahl eine Rolle?
Die Kultur ist entscheidend, da agile Modelle ein hohes Maß an Selbstbestimmung und Eigenverantwortung der Mitarbeiter erfordern, während klassische Modelle eher klare hierarchische Strukturen und definierte Rollenzuweisungen voraussetzen.
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- Anonym (Autor), 2019, Vergleich der klassischen und agilen Vorgehensmodelle in der IT Branche, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/456975