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Deutschland-Darstellungen in Anna Seghers' "Transit" und Abbas Khiders "Der falsche Inder"

Entfremdete Heimat. Heimat in der Fremde

Titel: Deutschland-Darstellungen in Anna Seghers' "Transit" und Abbas Khiders "Der falsche Inder"

Hausarbeit , 2016 , 15 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Mara Galinski (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit gibt einen Einblick in zwei Erzählungen der Flucht und verdeutlicht vor allem die literarische Darstellung von Heimat. Was versteht man unter dem Begriff "Heimat", wer hat "Heimat" und wann ist man "heimatlos"? Die beiden Lektüren "Transit" und "Der falsche Inder" werden in Bezug auf die Darstellung von Heimat und Deutschland untersucht und verglichen.

"In der Fremde erfährt man, was die Heimat wert ist, und liebt sie dann um so mehr." (Ernst Wichert)

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist Heimat?

2.1. Heimat in Anna Seghers‘ „Transit“

2.2. Heimat in Abbas Khiders „Der falsche Inder“

2.3. Vergleich der Lektüren im Hinblick auf Heimat

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die komplexe Darstellung von Heimat und Identität in den Fluchterzählungen von Anna Seghers und Abbas Khider, um zu ergründen, wie Exilanten und Emigranten mit dem Verlust ihrer ursprünglichen Lebenswelt umgehen und ob bzw. unter welchen Bedingungen eine neue Heimat in der Fremde gefunden werden kann.

  • Etymologische und psychologische Grundlagen des Heimatbegriffs
  • Analyse von Identitätsverlust und Entfremdung im Exil
  • Die Funktion des Schreibens und der Erzählstrategien als Bewältigung
  • Vergleich der Konzepte von Transitorten und Bleibeorten

Auszug aus dem Buch

2.1. Heimat in Anna Seghers‘ „Transit“

Das von Anna Seghers auf ihrer Flucht von Marseille nach Mexiko im Jahre 1941 verfasste Werk „Transit“ ist ein Spiegel ihrer eigenen Erlebnisse.

Zu Beginn lädt der namenlose Ich-Erzähler Seidler alias Weidel sein Gegenüber dazu ein, ihm Gesellschaft zu leisten und möchte seine Geschichte einmal von Anfang an erzählen. Über seine Flucht aus Deutschland, aus einem französischen Arbeitslager, aus Paris durch Frankreich bis in die Hafenstadt Marseille. Jedoch stellt sich die Frage, ob der Ich-Erzähler, der seine entfremdete Heimat verlassen muss, auch eine neue Heimat in der Fremde finden kann. Um dies zu beantworten, werde ich mich im Folgenden vor allem auf die Textpassagen in Marseille konzentrieren.

Bereits auf der Flucht nach Marseille gerät der Erzähler an keinen Ort, der eine mögliche Bleibe sein könnte, so dass er schließlich bemerkt, dass ihm „irgend etwas […] verloren gegangen [war], so verloren, daß [er] nicht einmal mehr genau wußte, was es gewesen war, daß [er] es nach und nach nicht einmal mehr richtig vermißte […].“ Damit könnte bereits die Heimatlosigkeit – und damit der Verlust der Identität – gemeint sein. Der Verlust der Identität wird unterstrichen durch die Tatsache, dass der namenlose Ich-Erzähler zunächst einen ‚falschen‘ Flüchtlingsschein mit dem Namen „Seidler“ erhält und ihm später die Identität des toten Schriftstellers Weidel zugeschrieben wird.

Der Erzähler gelangt bei seiner Ankunft in Marseille voller Glück an den alten Hafen als Hoffnungs- und Abfahrtsort. „Der Hafen wird zum Hoffnungsort und die Schiffspassage über den Ozean zum letzten Ausweg vieler Exilanten.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Relevanz der beiden Werke im Kontext der aktuellen Flüchtlingssituation dar und führt den theoretischen Rahmen des Heimatbegriffs nach Michael Neumeyer ein.

2. Was ist Heimat?: Dieses Kapitel beleuchtet das komplexe, interdisziplinäre Bedeutungsspektrum von Heimat, wobei insbesondere psychologische Aspekte wie Sicherheit, Vertrauen und Geborgenheit sowie der Zustand des Heimwehs diskutiert werden.

2.1. Heimat in Anna Seghers‘ „Transit“: Die Analyse des Romans zeigt auf, wie der namenlose Ich-Erzähler in Marseille durch Identitätsverlust und eine prekäre Transitsituation in einer heimatlosen Schwebe verharrt.

2.2. Heimat in Abbas Khiders „Der falsche Inder“: Dieses Kapitel untersucht die Fluchterfahrungen des Erzählers Rasul Hamid, wobei Schreiben und die aktive Suche nach einer neuen Heimat als zentrale Bewältigungsstrategien identifiziert werden.

2.3. Vergleich der Lektüren im Hinblick auf Heimat: Hier werden die beiden Romane gegenübergestellt, wobei insbesondere Unterschiede im Erzählzeitpunkt, im Status als Emigrant oder Exilierter und in der Bedeutung von Transitorten herausgearbeitet werden.

3. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass aktive Auseinandersetzung und die Suche nach Sinn essenziell sind, um trotz Fluchterfahrung und Identitätsverlust eine neue Heimat in der Fremde aufzubauen.

Schlüsselwörter

Heimat, Flucht, Exil, Emigration, Identität, Transit, Anna Seghers, Abbas Khider, Entfremdung, Heimatlosigkeit, Heimweh, Identitätsverlust, Bewältigungsstrategie, Literaturanalyse, Fremde.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die literarische Darstellung von Heimat und Flucht in den Romanen „Transit“ von Anna Seghers und „Der falsche Inder“ von Abbas Khider.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind der Heimatbegriff, Identitätsbildung im Exil, der Unterschied zwischen Emigration und Exil sowie die Funktion von Orten als Transit- oder Bleibestationen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, die Unterschiede in der Heimatdarstellung und der persönlichen Entwicklung der Protagonisten auf ihrer Flucht wissenschaftlich zu untersuchen und gegenüberzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse unter Heranziehung fachwissenschaftlicher Literatur zum Heimatbegriff, um die Texte in Bezug auf ihre psychologischen und sozialen Aspekte auszuwerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Heimatbegriffs, die textnahe Analyse der beiden Romane und einen direkten Vergleich der Erzählstrategien sowie der Protagonisten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Heimat, Exil, Identität, Flucht, Transit und Entfremdung maßgeblich bestimmt.

Warum ist das Werk „Transit“ laut der Analyse ein „Nicht-Ort“?

Marseille fungiert als Durchgangsstation, an der das Bleiben unmöglich scheint und der Protagonist in einem ständigen, heimatlosen „Noch-Nicht“ verharrt.

Welche Rolle spielt das Schreiben für den Protagonisten in „Der falsche Inder“?

Das Schreiben dient als „Blitzableiter“ zur seelischen Bewältigung der Fluchterlebnisse und ermöglicht es Rasul Hamid, sich selbst besser zu verstehen und Deutschland als neue Heimat zu akzeptieren.

Unterscheiden sich die Protagonisten in ihrem Status als Heimatlose?

Ja, Seidler wird als Exilierter charakterisiert, der orientierungslos umherirrt, während Rasul Hamid als Emigrant gilt, der sein Schicksal aktiver gestaltet.

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Details

Titel
Deutschland-Darstellungen in Anna Seghers' "Transit" und Abbas Khiders "Der falsche Inder"
Untertitel
Entfremdete Heimat. Heimat in der Fremde
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen  (Institut für Germanistische und Allgemeine Literaturwissenschaft)
Note
2,0
Autor
Mara Galinski (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
15
Katalognummer
V456983
ISBN (eBook)
9783668898127
ISBN (Buch)
9783668898134
Sprache
Deutsch
Schlagworte
deutschland-darstellungen anna seghers transit abbas khiders inder entfremdete heimat fremde
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mara Galinski (Autor:in), 2016, Deutschland-Darstellungen in Anna Seghers' "Transit" und Abbas Khiders "Der falsche Inder", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/456983
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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