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Die Umweltpolitik der Bundesrepublik Deutschland im Lichte von Art. 20a GG am Beispiel der Energiewende

Title: Die Umweltpolitik der Bundesrepublik Deutschland im Lichte von Art. 20a GG am Beispiel der Energiewende

Seminar Paper , 2018 , 22 Pages , Grade: 1.7

Autor:in: Sarah Diehl (Author)

Law - Public Law / Miscellaneous
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Kein Tag vergeht, ohne dass neue Schreckensmeldungen über die ökologische Krise publik werden: Der voranschreitende Verlust der Artenvielfalt, die Kontamination von Gewässern, die Verunreinigung von Luft und Böden, die Abholzung des Regenwaldes, die Zunahme von Extremwetterlagen und daraus resultierende Massenfluchtbewegungen sind nur einige Aspekte. Insbesondere der durch den Ausstoß von Treibhausgasen verursachte Klimawandel gilt als eine der größten Herausforderungen der Menschheit. Diese, durch das anthropogene Wirken auf der Erde verursachten, Umweltprobleme gefährden zunehmend nicht nur die Existenzgrundlage der gegenwärtig lebenden Menschen, sondern insbesondere auch die künftiger Generationen.

Korrespondierend zum Anstieg der Belastungen und dem Bekanntwerden neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse haben Umweltschutz und -politik seit den 1980er Jahren in der öffentlichen Diskussion immer mehr an Bedeutung gewonnen. Im Zuge dessen setzte sich die Einsicht durch, dass der Staat schon zum Schutz der Menschenwürde zur Gewährleistung eines „ökologisches Existenzminimums“ für künftige und gegenwärtige Generationen verpflichtet sein müsse. Im Jahr 1994 erhielt der Schutz der Umwelt schließlich im Rahmen „einer der umfangreichsten Änderungen seit Bestehen des Grundgesetzes“ durch Art. 20a GG Verfassungsrang. Insbesondere soll dieser Schutz dahingehend ausgestaltet sein, dass die Umwelt auch für nachfolgende Generationen erhalten wird. Dies wurde als große Errungenschaft gefeiert, die zu einer effektiveren Berücksichtigung von Umweltbelangen in der Politik führen sollten.

Fraglich ist jedoch, ob die Umweltpolitik der Bundesrepublik Deutschland der Staatszielbestimmung aus Art. 20a GG auch tatsächlich gerecht wird, also ob sie zum Schutz der Umwelt für künftige Generationen beiträgt. Dies soll in der vorliegenden Arbeit exemplarisch am Beispiel der viel diskutierten Energiewende beleuchtet werden.

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Inhaltsverzeichnis

1. Umwelt und Generationengerechtigkeit

2. Umweltpolitik in Deutschland am Beispiel der Energiewende

2.1 Was ist Umweltpolitik?

2.1.1 Begriff und Aufgaben

2.1.2 Entwicklung der Umweltpolitik in Deutschland

2.1.3 Grundprinzipien der Umweltpolitik

2.2 Verfassungsrechtliche Verpflichtung zum Umweltschutz

2.2.1 Was ist eine Staatszielbestimmung?

2.2.2 Art. 20a GG - Umweltschutz als Staatszielbestimmung

2.2.3 Verhältnis von Art. 20a GG zu anderen Rechtsgütern

2.3 Umweltpolitik in Deutschland am Beispiel der Energiewende

2.3.1 Was ist die Energiewende?

2.3.2 Teilziele zur Umsetzung der Energiewende

2.3.3 Tatsächliche Veränderung bis heute

3. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht, inwieweit die Umweltpolitik der Bundesrepublik Deutschland dem verfassungsrechtlichen Gebot der Generationengerechtigkeit gemäß Art. 20a GG im Kontext der Energiewende tatsächlich gerecht wird. Dabei steht die Analyse der Diskrepanz zwischen politisch proklamierten Zielen und der praktischen Umsetzung im Vordergrund.

  • Grundlagen der Umweltpolitik und ihre Prinzipien
  • Verfassungsrechtliche Einordnung von Art. 20a GG
  • Analyse der Teilziele der deutschen Energiewende
  • Gegenüberstellung von Zielvorgaben und bisherigen tatsächlichen Veränderungen
  • Bewertung der Wirksamkeit nationaler Maßnahmen für künftige Generationen

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Begriff und Aufgaben

„Umweltpolitik ist die Gesamtheit aller Maßnahmen, die notwendig sind, um dem Menschen eine Umwelt zu sichern, wie er sie für seine Gesundheit und für ein menschenwürdiges Dasein braucht und um Boden, Luft und Wasser, Pflanzen- und Tierwelt vor nachteiligen Wirkungen menschlicher Eingriffe zu schützen und um Schäden und Nachteile aus menschlichen Eingriffen zu beseitigen.“

Unter Umwelt versteht man also im Wesentlichen den Boden, die Luft, das Wasser sowie die Flora und Fauna - allerdings nur soweit sie für das menschliche Leben relevant sind. In der Praxis gestaltet es sich allerdings als schwierig bis unmöglich zwischen den, nach diesem anthropozentrischen Ansatz wichtigen, und den nicht darunter fallenden Naturgütern zu unterscheiden. Dies liegt darin begründet, dass jedes Lebewesen in einem komplexen Ökosystem eine wichtige Funktion erfüllt, auch wenn diese dem Menschen nicht direkt ersichtlich ist. Die Konsequenzen von menschlichen Eingriffen in die Natur sind daher im Vorfeld kaum absehbar.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Umwelt und Generationengerechtigkeit: Einführung in die ökologische Krise und die verfassungsrechtliche Verankerung des Umweltschutzes zum Schutz künftiger Generationen.

2. Umweltpolitik in Deutschland am Beispiel der Energiewende: Detaillierte theoretische Erläuterung der Umweltpolitik, der rechtlichen Grundlagen durch Art. 20a GG und eine kritische Untersuchung der Energiewende.

2.1 Was ist Umweltpolitik?: Erläuterung der Definition, der historischen Entwicklung sowie der drei Grundprinzipien der deutschen Umweltpolitik.

2.2 Verfassungsrechtliche Verpflichtung zum Umweltschutz: Analyse des Konzepts der Staatszielbestimmung und der spezifischen Bedeutung sowie Reichweite von Art. 20a GG.

2.3 Umweltpolitik in Deutschland am Beispiel der Energiewende: Analyse des Energiewende-Projekts, der formulierten Teilziele und ein Abgleich mit den bisher erreichten Ergebnissen.

3. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Diskrepanz zwischen Zielvorgaben und Realität sowie Ausblick auf die internationale Dimension der Verantwortung für künftige Generationen.

Schlüsselwörter

Umweltpolitik, Generationengerechtigkeit, Art. 20a GG, Energiewende, Klimawandel, Nachhaltigkeit, Staatszielbestimmung, Vorsorgeprinzip, Verursacherprinzip, Kooperationsprinzip, Treibhausgasemissionen, Energieeffizienz, Erneuerbare Energien, Atomausstieg, Umweltschutz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Umweltpolitik der Bundesrepublik Deutschland vor dem Hintergrund der verfassungsrechtlichen Verpflichtung aus Art. 20a GG, die natürlichen Lebensgrundlagen für künftige Generationen zu bewahren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die theoretischen Grundlagen der Umweltpolitik, die rechtliche Einordnung von Staatszielbestimmungen im Grundgesetz sowie die praktische Umsetzung der Energiewende in Deutschland.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist zu untersuchen, ob die Umweltpolitik Deutschlands der Staatszielbestimmung aus Art. 20a GG in der Praxis tatsächlich gerecht wird und ob sie zum Schutz der Umwelt für künftige Generationen beiträgt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin wendet die Methode der angewandten Fallstudie an, indem sie theoretische Konzepte des Umweltrechts mit der praktischen Umsetzung und den bisherigen Ergebnissen der deutschen Energiewende abgleicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Umweltpolitik, die Analyse der verfassungsrechtlichen Verankerung in Art. 20a GG und eine detaillierte Gegenüberstellung der Ziele der Energiewende mit den tatsächlichen Veränderungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Generationengerechtigkeit, Art. 20a GG, Energiewende, Klimaschutz und staatliche Staatszielbestimmung charakterisiert.

Warum wird gerade das Beispiel der Energiewende gewählt?

Die Energiewende dient als exemplarische Fallstudie, da sie eines der prominentesten und komplexesten Projekte der deutschen Umweltpolitik darstellt, das eine direkte Relevanz für die in Art. 20a GG formulierte Forderung aufweist.

Wie bewertet die Autorin den Fortschritt der Energiewende?

Die Autorin stellt eine Diskrepanz zwischen den proklamierten Zielen und den bisherigen Ergebnissen fest, insbesondere bei der Energieeffizienz, dem Treibhausgas-Ausstoß und der nachhaltigen Mobilität, wo erheblicher Nachbesserungsbedarf besteht.

Kann die Verantwortung für künftige Generationen nur national gelöst werden?

Nein, die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die Problematik, insbesondere beim Klimawandel, nicht durch Deutschland allein gelöst werden kann, weshalb eine internationale Vorbildfunktion des Staates von hoher Bedeutung ist.

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Details

Title
Die Umweltpolitik der Bundesrepublik Deutschland im Lichte von Art. 20a GG am Beispiel der Energiewende
College
University of Applied Sciences Essen
Grade
1.7
Author
Sarah Diehl (Author)
Publication Year
2018
Pages
22
Catalog Number
V456987
ISBN (eBook)
9783668889873
ISBN (Book)
9783668889880
Language
German
Tags
Umweltpolitik Artikel 20a GG Umweltschutz Energiewende
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sarah Diehl (Author), 2018, Die Umweltpolitik der Bundesrepublik Deutschland im Lichte von Art. 20a GG am Beispiel der Energiewende, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/456987
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