Bevor Stress erklärt werden kann, muss darauf geachtet werden, dass Menschen unterschiedlich auf gleiche Arbeitsanforderungen reagieren und es kaum menschliche Reaktionen gibt, die ausschließlich bei Stress auftreten. Um Stress eindeutig erläutern zu können, müssen sowohl die Merkmale der Situationen als auch die Merkmale der betroffenen Person herangezogen werden. Im Allgemeinen lässt sich sagen, dass Stress ein Ungleichgewichtszustand zwischen den Anforderungen aus der Umwelt und den persönlichen Leistungsvoraussetzungen ist. Von der Person wird dieser Ungleichgewichtszustand als unangenehm erlebt und ist somit persönlich bedeutsam.
In der nachfolgenden Hausarbeit wird Stress zunächst definiert und die Bewertung des Stressempfindens anhand des transaktionalen Stressmodells von Lazarus erläutert. Im zweiten Schritt werden auf potentielle Stressoren am Arbeitsplatz eingegangen. Unterschieden wird dabei zwischen der Arbeitsaufgabe
beziehungsweise des Arbeitsinhaltes, der Arbeitsorganisation, der Umgebungsbedingungen, den sozialen Bedingungen am Arbeitsplatz und den betrieblichen Rahmenbedingungen.
Im dritten Kapitel werden unterschiedliche Maßnahmen zur Bewältigung von Stress vorgestellt. Unterteilt werden diese Maßnahmen in das betriebliche Gesundheitsmanagement, verschiedene Stressmanagement-Trainings und bedingungsbezogene Maßnahmen. Im letzten Schritt wird das Stressempfinden und Bewältigungsmaßnahmen anhand eines Praxisbeispiels noch einmal vertieft. Es wird darauf eingegangen, was der gestresste Kollege wahrnimmt und wie ihm mit verschiedenen Strategien geholfen werden kann.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Entstehung von Stress am Arbeitsplatz
- Was ist Stress?
- Das transaktionale Stressmodell von Richard Lazarus
- Belastungsarten / Stressoren am Arbeitsplatz
- Arbeitsaufgabe / Arbeitsinhalt
- Arbeitsorganisation
- Umgebungsbedingungen
- Soziale Bedingungen am Arbeitsplatz
- Betriebliche Rahmenbedingungen
- Maßnahmen zur Bewältigung von Stress
- Erkennung von Stressoren
- Betriebliches Gesundheitsmanagement
- Stressmanagement-Trainings
- Bedingungsbezogene Maßnahmen
- Praxisbeispiel
- Analyse der Ausgangssituation
- Maßnahmen gegen das Stresserleben
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit befasst sich mit dem Thema Stress am Arbeitsplatz und untersucht die Entstehung, verschiedene Belastungsarten und Maßnahmen zur Bewältigung von Stress. Ziel ist es, einen Überblick über die relevanten psychologischen Konzepte und Theorien zu geben sowie praxisnahe Beispiele zu beleuchten.
- Definition von Stress und das transaktionale Stressmodell von Lazarus
- Identifikation verschiedener Stressoren am Arbeitsplatz
- Vorstellung von Bewältigungsstrategien und Interventionen
- Analyse des Stressempfindens am Beispiel eines gestressten Kollegen
- Empfehlungen für die Gestaltung von Arbeitsbedingungen und zur Steigerung der Stressresistenz
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 1: Einleitung - Das Kapitel führt in das Thema Stress am Arbeitsplatz ein und verdeutlicht die Komplexität des Stressempfindens. Es wird betont, dass Stress ein Ungleichgewichtszustand zwischen den Anforderungen der Umwelt und den persönlichen Leistungsvoraussetzungen ist.
- Kapitel 2: Entstehung von Stress am Arbeitsplatz - Dieses Kapitel behandelt die Entstehung von Stress am Arbeitsplatz und beleuchtet verschiedene Stressoren. Das transaktionale Stressmodell von Lazarus, das die subjektive Bewertung von Situationen in den Vordergrund stellt, wird ausführlich erläutert. Außerdem werden verschiedene Belastungsarten wie Arbeitsaufgabe, Arbeitsorganisation, Umgebungsbedingungen, soziale Bedingungen und betriebliche Rahmenbedingungen dargestellt.
- Kapitel 3: Maßnahmen zur Bewältigung von Stress - Das Kapitel stellt unterschiedliche Maßnahmen zur Bewältigung von Stress vor. Es werden das betriebliche Gesundheitsmanagement, verschiedene Stressmanagement-Trainings und bedingungsbezogene Maßnahmen diskutiert.
- Kapitel 4: Praxisbeispiel - Dieses Kapitel verdeutlicht das Stressempfinden und Bewältigungsmaßnahmen anhand eines Praxisbeispiels. Es wird die Situation eines gestressten Kollegen analysiert und verschiedene Strategien zur Stressbewältigung vorgestellt, wie das Stressimpfungstraining und Zeitmanagement-Trainings.
Schlüsselwörter
Stress am Arbeitsplatz, Belastungs-Beanspruchungskonzept, transaktionales Stressmodell, Lazarus, Stressoren, Arbeitsaufgabe, Arbeitsorganisation, Umgebungsbedingungen, soziale Bedingungen, betriebliche Rahmenbedingungen, Stressmanagement, Stressresistenz, Stressimpfungstraining, Zeitmanagement, Arbeitsgestaltung
Häufig gestellte Fragen
Wie wird Stress allgemein definiert?
Stress ist ein Zustand des Ungleichgewichts zwischen den Anforderungen der Umwelt und den persönlichen Leistungsvoraussetzungen, der als unangenehm empfunden wird.
Was besagt das transaktionale Stressmodell von Lazarus?
Nach Lazarus entsteht Stress nicht allein durch einen Reiz, sondern durch die subjektive Bewertung der Situation durch die betroffene Person.
Welche Stressoren am Arbeitsplatz werden unterschieden?
Es wird zwischen Arbeitsaufgaben, Arbeitsorganisation, Umgebungsbedingungen (z. B. Lärm), sozialen Bedingungen und betrieblichen Rahmenbedingungen unterschieden.
Was umfasst das betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM)?
BGM umfasst systematische Maßnahmen im Betrieb, um die Gesundheit der Mitarbeiter zu fördern und Stressfaktoren in der Arbeitsgestaltung zu reduzieren.
Was ist ein Stressimpfungstraining?
Es ist eine Methode des Stressmanagements, bei der Personen lernen, durch Information, Übung und Anwendung besser mit belastenden Situationen umzugehen.
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- Katharina Maletzki (Author), 2017, Stress am Arbeitsplatz. Arbeits- und Gesundheitspsychologie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/457209