Wie kann das Verhalten von Konsumenten bestmöglich beobachtet werden? In der vorliegenden Arbeit wurde ein Instrument zum Durchführen von Verhaltensbeobachtungen zum Konsumverhalten von Personen entwickelt.
Dazu wurde ein Selbstbeobachtungsbogen entworfen, der es den Teilnehmern ermöglicht, während ihres Einkaufs mithilfe ihres Smartphones Feedback zu ihrem Kaufverhalten zu geben. Augenmerk wurde dabei auf mögliche internale und externale Einflussfaktoren gelegt wie Art des Ladengeschäfts, verfügbares Geld, Tageszeit, Produktplatzierung, Einkaufsplanung, Gefühlszustand und Stresslevel. Es konnte ein Zusammenhang zwischen dem Stresslevel und der Anzahl der getätigten Impulskäufe festgestellt werden.
Zudem wurden noch offene Fragen für die Kaufmotive mit in den Selbstbeobachtungsbogen aufgenommen, um Raum für die Optimierung des Fragebogens zu schaffen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Verhaltensbeobachtung und impulsives Kaufverhalten
2.1 Allgemeines zur Verhaltensbeobachtung
2.2 Impulsives Kaufverhalten
3. Methode
3.1 Faktoren und Hypothesen für die Beobachtung
3.2 Selbstbeobachtungsbogen
4. Ergebnisse
5. Diskussion
Zielsetzung & Themen
Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Entwicklung eines Instruments zur Verhaltensbeobachtung von Konsumenten, um Faktoren zu identifizieren, die impulsives Kaufverhalten begünstigen. Dabei soll insbesondere untersucht werden, wie sich interne und externe Einflussfaktoren während eines Einkaufsvorgangs auf das spontane Kaufverhalten auswirken.
- Entwicklung eines digitalen Selbstbeobachtungsbogens für Smartphones
- Analyse von Einflussfaktoren wie Stresslevel, Gefühlszustand und Produktplatzierung
- Erfassung von Impulskäufen durch den Vergleich von geplanten und ungeplanten Einkäufen
- Untersuchung von Zusammenhängen zwischen psychologischen Zuständen und Kaufentscheidungen
Auszug aus dem Buch
3. Methodik
Bei der Art der Methode fiel die Wahl auf die Selbstbeobachtung. Der Teilnehmer sollte während des Einkaufs einen Selbstbeobachtungsbogen bearbeiten und seine Empfindungen sowie Erfahrungen während des Einkaufs darlegen. Somit ist es für den Teilnehmer möglich, sich bewusst dem aktuellen mentalen Zustand zu widmen, in dem er sich gerade befindet (Mick et al, 2012). Würde man ihn erst später befragen (bzw. würde er den Bogen nach dem Einkauf bearbeiten) würden die Ergebnisse durch die Erinnerungen mit größerer Wahrscheinlichkeit gefälscht. Dadurch, dass der Teilnehmer die Beobachtung während dem Einkauf selbst durchführt, bekommt man eine Momentaufnahme seines Gefühlszustandes und seiner Motive.
Um eine Beeinflussung während des Einkaufs durch einen Beobachter zu vermeiden, wurde auf das Verfahren der Selbstbeobachtung gesetzt.
Zudem wurde darauf geachtet, dass die Items zum großen Teil schnell zu beantworten sind. Daher wurden im überwiegenden Teil des Selbstbeobachtungsbogens Items mit Antwortmöglichkeiten ausgewählt, nur in einem Teil bekommt der Teilnehmer die Gelegenheit, seine Kaufgründe in ganzen Sätzen zu kommentieren. So sollte der Beobachtungsbogen einfach während dem Einkaufen anwendbar sein.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Zielsetzung ein, ein Instrument zur Beobachtung des Konsumentenverhaltens im Ladengeschäft zu entwickeln, um impulsives Kaufverhalten zu analysieren.
2. Verhaltensbeobachtung und impulsives Kaufverhalten: Dieses Kapitel definiert die wissenschaftliche Verhaltensbeobachtung sowie die theoretischen Grundlagen und Merkmale von Impulskäufen unter Berücksichtigung von Reizsituationen.
3. Methode: Hier wird das gewählte Verfahren der Selbstbeobachtung mittels eines digitalen Bogens beschrieben und die daraus abgeleiteten Hypothesen zu internen und externen Faktoren erläutert.
4. Ergebnisse: Das Kapitel stellt die statistische Auswertung der durchgeführten Beobachtungen dar, wobei insbesondere der Zusammenhang zwischen Stresslevel und Impulskäufen beleuchtet wird.
5. Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch hinterfragt, die Limitationen der Stichprobe aufgezeigt und Vorschläge für zukünftige Forschungsdesigns unterbreitet.
Schlüsselwörter
Verhaltensbeobachtung, Impulsives Kaufverhalten, Konsumentenverhalten, Selbstbeobachtungsbogen, Point-of-Sale, Marktforschung, Stresslevel, Gefühlszustand, Kaufmotive, Kaufentscheidung, Empirische Sozialforschung, Datenerhebung, Kaufplanung, Externe Reize, Smartphone-Anwendung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung und Erprobung eines Instruments zur Verhaltensbeobachtung, mit dem Konsumenten während eines Einkaufs ihr eigenes Kaufverhalten dokumentieren können.
Welches sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit verknüpft psychologische Aspekte wie den Gefühlszustand und Stresslevel mit ökonomischen Faktoren wie Produktplatzierung und Einkaufsplanung am Point-of-Sale.
Was ist das primäre Ziel der Forschung?
Das Ziel ist es, diejenigen Einflussfaktoren zu identifizieren, die die Entstehung von impulsivem Kaufverhalten begünstigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird die Methode der systematischen Selbstbeobachtung eingesetzt, bei der Probanden mittels eines mobil optimierten Online-Fragebogens während des Einkaufs Daten erfassen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung von Beobachtung und Impulskäufen, die methodische Herleitung des Fragebogens sowie die statistische Auswertung der gesammelten Daten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Verhaltensbeobachtung, Impulskaufverhalten, Marktforschung, Selbstbeobachtung und verschiedene psychologische Einflussfaktoren geprägt.
Gab es signifikante Erkenntnisse bezüglich des Stresslevels?
Ja, die Untersuchung konnte einen statistisch signifikanten Zusammenhang zwischen dem Stresslevel der Probanden und der Anzahl der getätigten Impulskäufe nachweisen.
Warum wird die Stichprobe als nicht repräsentativ eingestuft?
Die Stichprobe bestand aus Personen aus dem privaten Umfeld des Autors und umfasste lediglich 23 Beobachtungen, was eine Verallgemeinerung auf die Gesamtbevölkerung nicht zulässt.
Wie wurde die Beeinflussung der Probanden durch einen externen Beobachter gelöst?
Durch die Wahl des Selbstbeobachtungsverfahrens konnte auf die Anwesenheit eines fremden Beobachters verzichtet werden, wodurch der natürliche Einkaufsprozess weniger gestört wurde.
- Quote paper
- Sven Romann (Author), 2018, Auswertung von Einkaufsverhalten durch Selbstbeobachtungsbögen für Konsumenten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/457216