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Ist Europa auf dem Weg zu einem europäischen Staat? Eine Analyse der Denkweise Jürgen Habermas

Title: Ist Europa auf dem Weg zu einem europäischen Staat? Eine Analyse der Denkweise Jürgen Habermas

Research Paper (undergraduate) , 2018 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Maximilian Wieck (Author)

Philosophy - Philosophy of the 20th century
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Die europäische Integration verlief in den letzten zwei Jahrzehnten rasant schnell. Durch historisch bedeutsame Verträge, Maastricht (1993), Amsterdam (1999), Nizza (2003) und Lissabon (2009) konnten enorme Fortschritte in der Zusammenarbeit der europäischen Mitgliedsstaaten erlangt werden. Die Souveränität der einzelnen Mitgliederstaaten litt unter diesen Verträgen, so formulieren es zumindest die Kritiker der Europäischen Union. Deren Befürworter sehen dies allerdings ganz anders. „Europa als Staatenverbund ergibt nicht weniger Souveränität, sondern mehr. Eine starke Europäische Union kann [eine] Mega-Souveränität erreichen [...]“, die Europa neben Amerika und China zu einer Weltmacht werden lassen könne.

Meine zentrale Fragestellung zielt auf diese Thematik und soll sich damit auseinandersetzen, inwieweit Europa nun zu einem „europäischen Staat“ verschmilzt und welche Auswirkungen dies auf uns hat.

Die Beantwortung der zentralen Fragestellung „ Ist Europa auf dem Weg zu einem europäischen Staat? Eine Analyse der Denkweise Jürgen Habermas“ verlangt eine Analyse der Literatur, welche sich zum einen mit der Europäischen Union und deren Institutionen auseinandersetzt. Hier möchte ich mich auf die wichtigsten Institutionen beschränken und deren Funktion, sowie deren Auswirkung auf ein gemeinsames Europa aufzeigen. Zum Anderen möchte ich mich mit dem Philosophen Jürgen Habermas auseinandersetzen, der als großer Befürworter eines gemeinsamen Europas gilt und Deutschland dabei in einer zentralen Rolle sieht.

Die gesammelten Ergebnisse sollen die Auswirkungen der europäischen Institutionen auf ein gemeinsames Europa aufzeigen und anhand mit den Aussagen Jürgen Habermas wird ein abschließendes Resümee gezogen mit der die zentrale Fragestellung beantwortet wird. Zusammengefasst wird das Ergebnis im abschließenden Fazit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Zentrale Fragestellung

1.2. Methodik/Aufbau der Arbeit

1.3. Relevanz/Erkenntnisgewinn

1.4. Glossar der Schlüsselbegriffe

2. Europäische Union

2.1 Das Europäische Parlament

2.2 Der Rat der Europäischen Union

2.3 Die Europäische Kommission

3. Der Europäische Gedanke

4. Jürgen Habermas als Verfechter eines gemeinsamen Europas

4.1. Habermas über die Zukunft der Demokratie

4.2. Habermas über die Rolle der Europäischen Staaten

5. Ist Europa auf dem Weg zu einem Europäischen Staat?

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kritisch die aktuelle europäische Integration und hinterfragt anhand der philosophischen Perspektive von Jürgen Habermas, ob sich die Europäische Union tatsächlich in einen europäischen Staat verwandelt oder ob dies aufgrund nationaler Identitäten und kultureller Vielfalt unrealistisch bleibt.

  • Analyse der zentralen Institutionen der Europäischen Union
  • Historische Entwicklung des europäischen Gedankens
  • Philosophische Positionierung Jürgen Habermas' zur europäischen Integration
  • Untersuchung von Souveränität und demokratischer Legitimation in der EU
  • Diskussion über die Identitätsbildung in einem vereinten Europa

Auszug aus dem Buch

4.1 Habermas über die Zukunft der Demokratie

Die folgende Analyse befasst sich mit der Ansicht Jürgen Habermas über die Zukunft der Demokratie. Diese Analyse stützt sich größtenteils auf den Text „Die postnationale Konstellation und die Zukunft der Demokratie“, veröffentlicht 1998. Nach der Postkriegszeit und Errichtung des Sozialstaates haben sich Politiker jeglicher Herkunft vom demokratischen Denken verleiten lassen. Habermas meint, dass „eine Gesellschaft demokratisch auf sich einwirken kann“. Dies war aber nur im nationalen Rahmen möglich. Der demokratische Prozess wird sich mit Alternativen zum Nationalstaat abfinden müssen. Wir brauchen die bezeichnende „Inklusion“. Nämlich, dass wir „Andere“ in unser System holen, um den demokratischen Prozess zu gewährleisten und um die Integration zu verbessern und eine „veränderte kulturelle Zusammensetzung einer gemeinsamen politischen Kultur hervorbringen können“.

Um Identifikation mit Kultur zu erreichen müssten sich die „Mehrheitskultur“ und die allgemeine politische Kultur trennen. Habermas beschreibt ein Szenario, wo „das Gemeinwesen in Subkulturen zu zerfallen drohe“, sollt der Trennungsprozess um die politische Kultur scheitern. Die großen Parteien machen es den Protestparteien wie der AfD viel zu leicht. Diese können durch stumpfen (Rechts-)Populismus ohne große Probleme 10% der Wähler für sich begeistern. Dennoch bezeichnet er eine „Weltgesellschaft“ als unwahrscheinlich, die „postnationale Demokratie“ beschreibt er mit vier Positionen: Euroskeptiker, Markteuropäer, Euroförderlisten und Anhänger einer „global governance“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der europäischen Integration, Vorstellung der zentralen Fragestellung und Erläuterung des methodischen Vorgehens.

2. Europäische Union: Darstellung der wichtigsten Institutionen wie Europäisches Parlament, Rat der Europäischen Union und Europäische Kommission sowie deren Funktionsweise.

3. Der Europäische Gedanke: Historischer Rückblick auf die Visionen eines vereinten Europas von der Antike bis nach dem Zweiten Weltkrieg.

4. Jürgen Habermas als Verfechter eines gemeinsamen Europas: Vertiefende Analyse der philosophischen Ansätze Habermas' hinsichtlich Demokratie, Souveränität und der Rolle von Nationalstaaten.

5. Ist Europa auf dem Weg zu einem Europäischen Staat?: Zusammenführende Diskussion über die Entwicklungstendenzen der EU im Kontext der Habermas'schen Theorie.

6. Fazit: Abschließende Beantwortung der Forschungsfrage mit dem Ergebnis, dass ein europäischer Staat aufgrund kultureller und nationaler Identitäten derzeit nicht absehbar ist.

Schlüsselwörter

Europäische Union, Jürgen Habermas, Nationalstaat, Europäische Integration, Demokratie, Souveränität, Vereinigte Staaten von Europa, Politische Kultur, Identität, Postnationale Konstellation, Europäisches Parlament, EU-Institutionen, Weltinnenpolitik, Eurokrise, Politische Philosophie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch die europäische Integration und stellt die Frage, ob sich die EU in Richtung eines europäischen Staates entwickelt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind die Institutionen der EU, die Geschichte des europäischen Einigungsgedankens und die philosophische Bewertung dieses Prozesses durch Jürgen Habermas.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu untersuchen, inwieweit Europa zu einem „europäischen Staat“ verschmilzt und welche Auswirkungen dies auf die Nationalstaaten hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine Literaturanalyse durchgeführt, die sich mit den EU-Institutionen sowie dem philosophischen Werk von Jürgen Habermas befasst.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Vorstellung der EU-Organe, eine historische Herleitung des europäischen Gedankens und eine detaillierte Auseinandersetzung mit Habermas' Thesen zur Zukunft der Demokratie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Europäische Integration, Nationalstaat, Demokratie, Souveränität, Politische Kultur und Jürgen Habermas.

Wie bewertet Habermas das Verhältnis von Demokratie und Nationalstaat?

Habermas sieht den Nationalstaat in seiner bisherigen Form durch die Globalisierung und europäische Verflechtung unter Druck und fordert eine „supernationale“ Demokratie, ohne dabei die nationalen Identitäten komplett einzuebnen.

Warum kommt der Autor zu dem Schluss, dass kein „vereinigtes Europa“ in Sicht ist?

Der Autor argumentiert, dass die Vielfalt der Sprachen, Kulturen und nationalen Geschichten zu stark identitätsstiftend wirkt, als dass eine Verschmelzung zu einem einzigen Staat aktuell möglich wäre.

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Details

Title
Ist Europa auf dem Weg zu einem europäischen Staat? Eine Analyse der Denkweise Jürgen Habermas
College
Leuphana Universität Lüneburg
Course
Die philosophischen Voraussetzungen der Agenda 2030: der Begriff „eine Welt“ auf die Aufhebung der Nationalstaaten in einen Weltstaat
Grade
1,0
Author
Maximilian Wieck (Author)
Publication Year
2018
Pages
18
Catalog Number
V457895
ISBN (eBook)
9783668875463
ISBN (Book)
9783668875470
Language
German
Tags
Europäische Union Philosophie Europäischer Staat
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maximilian Wieck (Author), 2018, Ist Europa auf dem Weg zu einem europäischen Staat? Eine Analyse der Denkweise Jürgen Habermas, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/457895
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