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„Liebesglück per Mausklick?“. Körper und Liebe im Medium Internet

Titre: „Liebesglück per Mausklick?“. Körper und Liebe im Medium Internet

Dossier / Travail , 2012 , 12 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Auteur)

Sociologie - Relations et Famille
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Résumé Extrait Résumé des informations

Mit der Etablierung des Internets und seinen vermeintlich unbeschränkten Möglichkeiten hat auch die Partnersuche eine neue Dimension erhalten. Der Markt der Online-Partnerbörsen, Suchmaschinen und Chatrooms für Singles boomt: in der Fernsehwerbung präsentieren sich diverse Portale, die Regale der Buchhandlungen füllen sich mit Ratgebern zum richtigen Umgang mit dem Netz. Das Prinzip der Partnervermittlung ist dabei nicht neu, in diversen Epochen der Vergangenheit war die Vermittlung von Partnern die Norm – mit dem Internet haben sich jedoch die Möglichkeiten erweitert, so spielen zum Beispiel räumliche und zeitliche Entfernungen keine Rolle mehr.

Neben den Vorzügen des Online-Datings kristallisieren sich auch Gefahren und Nachteile heraus, auf die unterschiedliche Soziologen und Psychologen hinweisen. Eine Kritikerin ist die Soziologin Eva Illouz, die in ihrem Werk „Gefühle in Zeiten des Kapitalismus“ in einem Kapitel die Partnersuche im Internet kritisch hinterfragt. Eine ihrer Hauptthesen bezieht sich auf der Bedeutung des Körpers für die Entstehung von Liebe und Anerkennung, die im Internet - vermeintlich - ausgeklammert wird. Illouz beschreibt das Netz als Technologie der Entkörperlichung, was dazu führt, dass beim Online-Dating Emotionen losgelöst vom Körper stattfinden. Für Illouz ist der Körper jedoch eine wichtige Komponente in zwischenmenschlichen Interaktionen, so dass sie in ihrem Text der Frage nachgeht, wie in der Technologie „Internet“ Körperlichkeit und Emotionen produziert und vermittelt werden.

In dieser Hausarbeit möchte ich den Teilbereich der Online-Partnersuche genauer beleuchten. Dabei orientiere ich mich an Eva Illouz‘ Kapitel „Romantische Netze“ in ihrem Werk „Gefühle in Zeiten des Kapitalismus“. Nach dieser Einleitung werde ich die Hauptthesen aus Eva Illouz‘ Werk darlegen. Das anschließende Kapitel beinhaltet eine kritische Auseinandersetzung mit Illouz‘ Aussagen, in denen es um die Bedeutung des Körpers für die Entstehung von Zuneigung und Liebe geht. Ausgangspunkt soll hierfür die Frage sein, ob eine Entkörperlichung, wie sie es nennt, tatsächlich gegeben ist und wie kritisch diese ggf. zu sehen ist. Anschließend folgt ein Ausblick, der auf den gewonnenen Erkenntnissen beruht und der Frage nachgeht, inwiefern Online-Dating die Vorstellung von Liebe und Partnerschaft prägt. Das letzte Kapitel beinhaltet außerdem ein persönliches Fazit.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Eva Illouz – Romantische Netze

2.1 Virtuelle Begegnungen

2.2 Ontologische Selbstpräsentation

2.3 Standardisierung und Wiederholung

2.4 Phantasie und Enttäuschung

3 „Liebe ohne Körper?“

4 Ausblick und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kritisch die Auswirkungen der Online-Partnersuche auf die moderne Vorstellung von Liebe und zwischenmenschlichen Beziehungen, wobei insbesondere das Konzept der "Entkörperlichung" im Internet beleuchtet wird.

  • Der Einfluss des Internets auf die romantische Partnersuche
  • Die soziologische Perspektive von Eva Illouz auf digitale Emotionen
  • Die Bedeutung des Körpers für die Authentizität und Anziehung
  • Die Ökonomisierung und Standardisierung von Liebesbeziehungen
  • Gefahren wie Enttäuschung durch künstliche Selbstpräsentation

Auszug aus dem Buch

2 Eva Illouz – Romantische Netze

„Die Romanze im Netz ist der Beziehung im echten Leben unvergleichlich überlegen, weil sie den Körper auslöscht und so einen scheinbar vollständigeren Ausdruck des eigenen authentischen Selbst ermöglicht.“ (ebd.: 114). Mit dieser Aussage fasst Eva Illouz eine gängige Auffassung bezüglich des Online-Datings zusammen: losgelöst von körperlichen Empfindungen und Eindrücken von mir selbst und anderen, könne sich das „authentische Selbst“ am besten entfalten und präsentieren. Illouz steht dieser Aussage selbst kritisch gegenüber: ist der Körper tatsächlich unbedeutend? Und wie werden dann Emotionen erzeugt? Diese Fragen bewegt sie in ihrem Text, dessen Hauptthesen ich nun kurz vorstellen möchte.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Partnersuche im digitalen Zeitalter ein und stellt die Relevanz der Untersuchung sowie die theoretische Basis durch Eva Illouz vor.

2 Eva Illouz – Romantische Netze: Dieses Kapitel arbeitet die Kernthesen von Eva Illouz heraus, die das Internet als Technologie der Entkörperlichung beschreibt und die Marktförmigkeit der modernen Liebe analysiert.

2.1 Virtuelle Begegnungen: Hier wird der Prozess der Profilerstellung als psychologischer Vorgang beschrieben, der das Selbst konstruiert und kategorisiert.

2.2 Ontologische Selbstpräsentation: Dieses Kapitel befasst sich mit der bewussten Selbstbearbeitung im Netz und der Spannung zwischen Individualität und Standardisierung durch Profilvorgaben.

2.3 Standardisierung und Wiederholung: Die Analyse konzentriert sich auf die durch das Internet geförderte Ökonomie der Fülle und die Rationalisierung der Partnerwahl.

2.4 Phantasie und Enttäuschung: Es wird die Diskrepanz zwischen digitalen Wunschvorstellungen und der Realität sowie die Bedeutung der körperlichen Intuition erörtert.

3 „Liebe ohne Körper?“: Der Autor setzt sich hier kritisch mit Illouz' Thesen auseinander und reflektiert die Bedeutung des Körpers für echte emotionale Bindungen.

4 Ausblick und Fazit: Das Kapitel reflektiert die gesellschaftlichen Auswirkungen der Digitalisierung auf das menschliche Beziehungsverhalten und appelliert an den Erhalt der Unplanbarkeit der Liebe.

Schlüsselwörter

Online-Dating, Partnersuche, Eva Illouz, Entkörperlichung, Selbstpräsentation, Romantische Liebe, Digitalisierung, Psychologie, Soziologie, Authentizität, Internet, Partnerschaft, Emotionen, soziale Erwünschtheit, Beziehung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die soziologischen und psychologischen Auswirkungen der Online-Partnersuche auf das Konzept der romantischen Liebe, basierend auf der Kritik von Eva Illouz.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Entkörperlichung im Internet, die Kommodifizierung von Beziehungen durch Online-Partnerbörsen und die Diskrepanz zwischen virtueller Selbstdarstellung und realem Erleben.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die kritische Hinterfragung, ob und wie die Technologie "Internet" Körperlichkeit und echte Emotionen in der Partnersuche beeinflusst oder gar ersetzt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, bei der soziologische Fachliteratur, insbesondere das Werk von Eva Illouz, auf das Phänomen Online-Dating angewandt und durch eigene Reflexionen diskutiert wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Thesen von Eva Illouz zu den "Romantischen Netzen" und eine kritische Auseinandersetzung des Autors unter der Überschrift „Liebe ohne Körper?“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Online-Dating, Entkörperlichung, authentisches Selbst, Konsumismus der Liebe und soziale Erwünschtheit charakterisiert.

Inwiefern spielt der Körper laut der Arbeit eine Rolle für die Liebe?

Der Körper wird als essenzielle Komponente für die Authentizität und echte zwischenmenschliche Anziehung angesehen, die im Internet durch eine zu starke Fokussierung auf rationale Kriterien verloren gehen kann.

Warum sieht die Autorin die Partnersuche im Netz kritisch?

Die Kritik richtet sich vor allem gegen die Tendenz, den Partner wie ein Produkt in einem Supermarkt auszusuchen, was eine Kosten-Nutzen-Mentalität fördert und die für die Liebe notwendige Irrationalität gefährdet.

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Résumé des informations

Titre
„Liebesglück per Mausklick?“. Körper und Liebe im Medium Internet
Université
University of Hildesheim  (Soziologie)
Note
1,0
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
12
N° de catalogue
V457997
ISBN (ebook)
9783668896901
ISBN (Livre)
9783668896918
Langue
allemand
mots-clé
Soziologie Beziehungen Internet Online-Dating
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2012, „Liebesglück per Mausklick?“. Körper und Liebe im Medium Internet, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/457997
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Extrait de  12  pages
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