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Thatcherismus. Ein Erfolgskonzept?

Title: Thatcherismus. Ein Erfolgskonzept?

Term Paper , 2010 , 14 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Caroline Kochherr (Author)

World History - Modern History
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Ist die Ära Thatcher tatsächlich von Erfolg geprägt und nahezu einzigartig in Europa? Hat diese Frau als erste Premierministerin Großbritanniens wirklich Außergewöhnliches vollbracht? All dies sind Fragen, mit denen sich diese Arbeit beschäftigt, wobei im Besonderen geklärt werden soll, ob der „Thatcherismus“ nun ein Erfolgskonzept war oder nicht.

Es gibt wohl wenige englische Politiker, die derart polarisieren wie Margaret Thatcher. Die „Eiserne Lady“ war für die konsequente Durchsetzung ihrer politischen Vorstellungen bekannt. Analysiert man ihre politischen Maßnahmen, so sticht vor allem ihre Wirtschaftspolitik, auch unter dem Begriff „Thatcherismus“ bekannt, ins Auge. Dieses nach ihr benannte Konzept prägte ihre Regierungszeit enorm und führte zudem nicht nur bei zeitgenössischen Forschern, sondern auch noch heutzutage zu großen Meinungsverschiedenheiten. Die Diskussion drehte und dreht sich vor allem um die Frage, ob die Politik Thatchers nun eher von Erfolg oder von Misserfolg geprägt war. Zahlreiche Forscher beschäftigten sich bereits während ihrer Zeit als Premierministerin mit dieser Frage und auch noch heute ist diese von großer Präsenz. Einstimmigkeit findet man in der Forschung diesbezüglich kaum. Auch wenn Margaret Thatcher zunächst einmal vor allem durch ihre kompromisslose Persönlichkeit polarisierte, so ist ihr politisches Konzept weitaus interessanter. Um herauszustellen, dass die Politik bzw. die sich daraus ergebenden Diskussionen eben doch weitaus bedeutender als ihre Persönlichkeit sind, ist sich die Frage zu stellen, welche Absichten Thatcher mit ihrer Politik verfolgte und ob ihre zahlreichen Wahlversprechen tatsächlich gehalten wurden oder nicht

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Finanz- und Arbeitsmarktpolitik

2.1 Die Bewertung der Finanz- und Arbeitsmarktpolitik

3. Die Gewerkschaftspolitik

3.1 Die Bewertung der Gewerkschaftspolitik

4. Die Privatisierungspolitik

4.1 Die Bewertung der Privatisierungspolitik

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ära von Margaret Thatcher in Großbritannien und setzt sich kritisch mit der Frage auseinander, ob der sogenannte „Thatcherismus“ als ein Erfolgskonzept betrachtet werden kann oder ob die damit verbundenen Maßnahmen eher als gescheitert einzustufen sind.

  • Analyse der monetaristischen Finanz- und Arbeitsmarktpolitik
  • Untersuchung der gewerkschaftspolitischen Maßnahmen und deren Auswirkungen
  • Bewertung der Privatisierung staatlicher Unternehmen
  • Diskussion über das wirtschaftliche Wachstum und die Inflationsentwicklung
  • Kritische Reflexion der langfristigen Auswirkungen auf den britischen Arbeitsmarkt

Auszug aus dem Buch

3. Die Gewerkschaftspolitik

Die Gewerkschaftspolitik war ein weiterer wichtiger Aspekt der Politik Margaret Thatchers. Ihrer Ansicht nach waren die Gewerkschaften die Hauptursache für die britische Krise, da deren hohe Lohnforderungen ein zu hohes Lohnniveau verursachten und dadurch die internationale Wettbewerbsfähigkeit gefährdeten. Zahlreiche, von der Regierung erlassene Gesetze schränkten die Macht der Gewerkschaften in ihrer Handlungsfreiheit massiv ein. So kam es u.a. zur Reglementierung von Boykottaufrufen. Diese und andere Maßnahmen beeinflussten die Streikaktivitäten der Gewerkschaften und führten, auch aufgrund des deutlichen Anstiegs der Arbeitslosenzahlen, zu sinkenden Mitgliederzahlen. Zudem verloren diese durch den Niedergang jener Industrieteile, in denen sie stark vertreten waren, an Einfluss, was vor allem durch das Bestreben der Regierung hervorgerufen wurde, gerade die gewerkschaftlich unterrepräsentierten Gewerkschaften zu fördern. Ein weiterer großer Eingriff unter vielen war die Abschaffung der closed shops, sprich der Verpflichtung zum Eintritt in eine Gewerkschaft in bestimmten Industriezweigen. Zudem wurden die Gewerkschaften seitens der Regierung öffentlich diskreditiert, indem sie als Wurzel allen Übels dargestellt wurden. Dass die Beschränkung der Anzahl der Streikposten ein Versuch war, die Öffentlichkeitsarbeit der Gewerkschaften einzuschränken, ist offensichtlich.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das polarisierende Wirken von Margaret Thatcher ein und formuliert die zentrale Fragestellung, ob der „Thatcherismus“ als ein historisches Erfolgskonzept bewertet werden kann.

2. Die Finanz- und Arbeitsmarktpolitik: Dieses Kapitel erläutert die monetaristische Ausrichtung der Wirtschaftspolitik, die auf eine Kontrolle der Geldmenge und eine Senkung der Inflation abzielte, dabei jedoch einen massiven Anstieg der Arbeitslosigkeit in Kauf nahm.

2.1 Die Bewertung der Finanz- und Arbeitsmarktpolitik: Hier wird kritisch hinterfragt, inwieweit die Inflationssenkung tatsächlich den Maßnahmen der Regierung zuzuschreiben ist und welche negativen sozialen Folgen sowie statistischen Unwägbarkeiten dabei auftraten.

3. Die Gewerkschaftspolitik: Der Fokus liegt auf der gesetzlichen Beschneidung der gewerkschaftlichen Macht und der bewussten Schwächung dieser intermediären Organisationen durch die Thatcher-Regierung.

3.1 Die Bewertung der Gewerkschaftspolitik: Die kritische Analyse zeigt, dass die Maßnahmen zwar die Macht der Gewerkschaften reduzierten, jedoch ihre ökonomischen Ziele in Bezug auf Lohnentwicklungen und Arbeitsmarktstabilität oft nicht nachhaltig erreichten.

4. Die Privatisierungspolitik: Dieses Kapitel beschreibt den Verkauf profitabler Staatsunternehmen und Sozialwohnungen als Mittel zur Sanierung des Staatshaushalts und als Instrument zur Schaffung einer Schicht von Kleineigentümern.

4.1 Die Bewertung der Privatisierungspolitik: Die Diskussion beleuchtet die kurzfristigen finanziellen Gewinne gegenüber der Problematik, dass diese Verkäufe das grundlegende Problem der Staatsverschuldung nicht langfristig lösen konnten.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass der „Thatcherismus“ eine ambivalente Bilanz aus messbaren Erfolgen und signifikanten Misserfolgen aufweist, die maßgeblich durch die Persönlichkeit der Premierministerin geprägt wurde.

Schlüsselwörter

Thatcherismus, Margaret Thatcher, Monetarismus, Gewerkschaftspolitik, Privatisierung, Inflationsrate, Arbeitsmarktpolitik, Staatsschulden, Großbritannien, Wirtschaftspolitik, Arbeitslosigkeit, Eiserne Lady, closed shops, Wirtschaftsreformen, Erfolgsmodell.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die politische Ära von Margaret Thatcher in Großbritannien und prüft den Erfolg ihrer wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Maßnahmen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themenfelder sind die monetaristische Finanz- und Arbeitsmarktpolitik, die systematische Einschränkung der Gewerkschaftsmacht sowie die umfangreiche Privatisierungspolitik.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, zu klären, ob der „Thatcherismus“ objektiv als ein Erfolgskonzept bezeichnet werden kann oder ob die Ziele der Regierung tatsächlich erreicht wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer wissenschaftlichen Literaturanalyse und einer kritischen Auseinandersetzung mit zeitgenössischen sowie historischen Forschungsergebnissen zu den Reformen der Ära Thatcher.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in drei zentrale Säulen: die Finanz- und Arbeitsmarktpolitik, die Gewerkschaftspolitik und die Privatisierungspolitik, wobei jeweils die Maßnahmen und deren kritische Bewertung gegenübergestellt werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Zu den wichtigsten Schlüsselwörtern zählen Thatcherismus, Monetarismus, Privatisierung, Gewerkschaftsverbot, Inflationssenkung und wirtschaftliche Reformen.

Warum stand die Privatisierung staatlicher Unternehmen so stark im Zentrum der Politik?

Privatisierungen dienten sowohl der Reduzierung der Staatsverschuldung als auch der Absicht, den Einfluss des Staates auf die Wirtschaft zurückzudrängen und neue Eigentümerklassen zu schaffen.

Wie bewertet die Arbeit den Erfolg bei der Inflationsbekämpfung?

Die Arbeit ordnet die Senkung der Inflation zwar als Teilerfolg ein, relativiert diesen jedoch durch den Hinweis auf die hohen sozialen Kosten in Form von Massenarbeitslosigkeit und die schwierige Abgrenzung zu globalen wirtschaftlichen Entwicklungen.

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Details

Title
Thatcherismus. Ein Erfolgskonzept?
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Department Geschichte)
Course
Großbritannien nach 1945
Grade
1,3
Author
Caroline Kochherr (Author)
Publication Year
2010
Pages
14
Catalog Number
V458034
ISBN (eBook)
9783668874787
ISBN (Book)
9783668874794
Language
German
Tags
Thatcherismus Großbritannien Politk
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Caroline Kochherr (Author), 2010, Thatcherismus. Ein Erfolgskonzept?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/458034
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