"Peregrine" und ihre Stellung in der römischen Marine

Flottendienst zwischen später Republik und früher Kaiserzeit


Hausarbeit, 2012
31 Seiten, Note: 1,7
Lucius Müller (Autor)

Leseprobe

Inhaltsübersicht

1. Einleitung

2. Herausbildung und Etablierung der römischen Marine
2.1 Auswirkungen des politischen Wandels auf die römische Flotte
2.2 Militärische Signifikanz der Hauptstützpunkte Ravenna und Misenum
2.3 Bedeutung der Provinzialflotten für Wirtschaft, Transport und Sicherheit

3. Peregrine im Dienst der römischen Flotte
3.1 Beitrag von Peregrinen bei der Entwicklung zur etablierten Seestreitmacht
3.2 Die Privilegierung von nicht-römischen Soldaten als Integrationsmedium
3.3 Einzelbeispiele zu Sachquellen und Papyri

4. Fazit

5.Abbildungsverzeichnis

6. Quellen- und Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Im Zuge der Vergrößerung der römischen Republik und dem vollzogenen Umsturz der alten Ordnung, der die Kaiserzeit einläutete, wurden vonseiten Roms verschiedene Völker unterworfen oder als politische Verbündete für sich gewonnen. Zahlreiche Männer aus besagten Völkern wurden rekrutiert und in die Reihen des römischen Militärs eingegliedert. Es wurden aus den römischen Provinzen Männer in den militärischen Dienst gestellt, die nicht das römische Bürgerrecht innehatten und von den Römern selbst als „Peregerine“ bezeichnet wurden.

Der lateinische Terminus „peregrinus“ entspricht der deutschen Bezeichnung „der Fremde/ Ausländer“. Es ist hierbei festzuhalten, dass es sich um einen Rechtsbegriff handelte, der juristisch dazu verwendet wurde, einen „freien Bürgerschaftsfremde“1 zu bezeichnen. Ein militärischer Sektor, indem die Partizipation von Peregrinen eine tragende Rolle spielte, war die römische Flotte. In Folgendem soll der Leitfrage nachgegangen werden, welchen Nutzen man vonseiten Roms aus der Integration fremder Völker ziehen konnte und womit ein Anreiz geschaffen wurde, dass Nicht-Römer, sich freiwillig für den Flottendienst meldeten.

Während des politischen Umsturzes von der römischen Republik zum augusteischen Prinzipat, fand innerhalb des Militärs ein gravierender Wandel statt, der insbesondere die Strukturen innerhalb der römischen Marine betraf.2 Die Flotte durchlief im Zuge dessen schrittweise eine Aufrüstung und Umstrukturierung, durch die sie sich zu einer etablierten Seestreitmacht entwickeln konnte.3 Mit den staatspolitischen Veränderungen, die zum Imperium Romanum führten, gewann die Flotte außerdem deutlich an militärischer Bedeutung. Dies betraf einerseits die Durchsetzung der angestrebten Expansionspolitik und des Weiteren war die Festigung und Verteidigung des römischen Imperiums von zentraler Bedeutung.

Zur Betrachtung der hier gesetzten Fragestellung wurde das Augenmerk primär auf die beiden Hauptflotten gelegt, den sogenannten „classes praetoriae“4 die „classis Misenensis“5 mit Stützpunkt in Misenum und die „classis Ravennatis“6 mit Stützpunkt in Ravenna. Diese Eingrenzung bietet sich in mehrerlei Hinsichten an, zum einen aufgrund deren Signifikanz für die Verteidigung Roms und zum anderen aufgrund der erhaltenen Quellenlage.7 Hierbei soll jedoch nicht außer Acht gelassen werden, welches Unterschiede und Gemeinsamkeiten bei den Haupt- und Provinzialflotten bestanden.8

Bei der Vertiefung in die hier beschriebene Thematik stößt man auf gewisse Uneinigkeiten innerhalb der Forschung, sowohl was die Beantwortung einzelner Kernfragen als auch Teilaspekte angeht. Aufgrund dessen soll hier ein einführender Überblick, in die wichtigsten forschungsgeschichtlichen Positionen skizziert werden:

Die hier zu betrachtende Forschungsgrundlage in dem Bereich der römischen Militärgeschichte ist zunächst auf Theodor Mommsen (1817 - 1903) begründet.9 Die Position Mommsens, die vor allem auf die römische Republik aber auch auf die frühe Kaiserzeit Bezug nahm, wurde neben anderen auch durch Dietmar Kienast,10 Lothar Wickert11 und Konrad Kraft12 rezipiert, kritisiert und weiterentwickelt. In der moderneren Forschung sind insbesondere auch die Erkenntnisse durch Stefan Link,13 bezüglich der Veteranenprivilegierung im römischen Militär, Michel Reddé,14 bezüglich des der römischen Herrschaft über den Mittelmeerraum und Yann Le Bohec 15 hinsichtlich der militärischen Entwicklungen unter Augustus (63 v. Chr. - 14 n. Chr.) für die hier vollzogene Fragestellung zu erwähnen.

Der erste Schwerpunkt der vorliegenden Arbeit beschäftigt sich mit der Herausbildung und Etablierung der römischen Marine. Hierbei soll als Erstes die Auswirkungen des politischen Wandels auf die römische Flotte untersucht werden. Als Zweites soll die militärische Signifikanz der Hauptstützpunkte Ravenna und Misenum beleuchtet werden. Als Drittes soll die Bedeutung der Provinzialflotten für Wirtschaft, Transport und Sicherheit untersucht werden.

Der zweite Schwerpunkt wird sich mit der Position der Peregrine in der römischen Marine beschäftigten, um der Frage nachzugehen, welche Bedeutung ihnen dabei zukam. Als erster Punkt soll hierbei betrachtet werden, welchen Beitrag die Peregrinen geleistet haben, bei der Entwicklung der römischen Flotte zur etablierten Seestreitmacht. Als zweiter Punkt soll die Privilegierung von nicht-römischen Soldaten in der Funktion eines Integrationsmediums beleuchtet werden. Als dritter und abschließender Punkt soll anhand von Einzelbeispielen zu Sachquellen und erhalten Papyri ein kleiner Einblick in erhaltene Zeugnisse dieser Zeit gewonnen werden.

2. Herausbildung und Etablierung der römischen Marine

An dieser Stelle soll zunächst eine Untersuchung derjenigen Faktoren erfolgen, die für die Entwicklung der römischen Marine hin zu der Form einer professionalisierten Seestreitmacht ausschlaggebend waren. Die Etablierung festgelegter Strukturen, insbesondere auch was die Besoldung und die Bürgerrechtsverleihung an Peregrinen und die Privilegien von Vertanen angeht sollen im Zuge dessen hierzu herausgearbeitet werden.

2.1 Auswirkungen des politischen Wandels auf die römische Flotte

Hier soll zunächst näher beleuchtet werden, inwiefern die römische Flotte Veränderungen unterlag und geprägt wurde, die der politische Wandel von der späten Republik zur Kaiserzeit mit sich brachte. Bereits während der späten Phase der römischen Republik hatte die Flotte, insbesondere durch deren Einsatz im Rahmen der punischen Kriege, eine tragende Rolle für die Machtverhältnisse im Mittelmeerraum gespielt.16

Neben dem Einsatz im Kriegsgefecht fand die Flotte zu dieser Zeit auch Verwendung, um den Transport, den Handel und die Versorgung mit wirtschaftlichen Gütern sicherzustellen.17 Hierbei diente die Flotte mitunter dazu, den Handelsschiffen sicheres Geleit zu gewährleisten und diese gegen die Übergriffe von Piraten zu schützen.18 Der Politiker und Feldherr Sextus Pompeius (67 - 35 v. Chr) war ein bekannter Gegner zur See, der durch Octavian der Piraterie bezichtigt worden war.19

Der Beginn der Kaiserzeit war geprägt von Umstrukturierungs- und Optimierungsversuchen in den verschiedensten Sektoren des Reichs, insbesondere was das römische Militär betraf. Dies war notwendig, da zu den Zeiten der römischen Republik, die Streitmacht hauptsächlich aus einfachen „Bauernheeren“ bestand. Es handelte sich dabei hauptsächlich um in der Kampfeskunst unerfahrene Männer, die keine militärische Ausbildung besaßen. Diese wurden lediglich im Kriegsfall zu den Waffen gerufen, gingen ansonsten sie ihrem gewöhnlichen Tagwerk nach.20

Unter der Leitung des Gaius Marius (158/157 – 86 v. Chr.)21 und des Iulius Caesars (100 – 44 v. Chr.), sowie auch infolge der Bürgerkriege (133 – 30 v. Chr.), 22 kam es zu einer Reihe militärischer Reformen. Diese betrafen sowohl die Rekrutierung und Besoldung von Soldaten als auch die Privilegierung und Betreuung von Veteranen.23 Gegen Ende des 2. Jahrhunderts v. Chr. wurde unter Marius das Manipel, als wichtigste taktische Einheit durch die Kohorte ersetzt. Anstatt in 30 Manipel gliederte sich die Legion nun in 10 Kohorten mit je 480 Mann Sollstärke, dies betraf sowohl das Heer zu Land als auch die Soldaten der Flotte.24 Die „marianische Heeresreform“ betraf vor allem die Rekrutierungspraxis, in dem Marius den zu zahlenden Mindest-Zensus für den Militärdienst außer Kraft setzte und vermehrt Freiwillige anwarb.25

Unter Caesar kam es zu intensivierten Übungen in Waffengebrauch und Kampftaktik, wodurch die Trennung zwischen Militär und Zivilbevölkerung zunehmend schärfer wurde und die Effizienz der Truppen dadurch anstieg. Die Bürgerkriege „zwischen Caesar und seinen Gegnern (49 – 45 v. Chr.), zwischen Caesarianer und Caesarmörder (43/42 v. Chr.) und schließlich zwischen Octavian und Marc Antonius (31/30 v. Chr.)“ waren für Rom eine Phase des Umbruchs, die insbesondere auch das Militär einer Transformation unterwarf.26

Octavian hatte im Senat genügend Befürworter für sich gewonnen, um schließlich die Vollmacht erteilt zu bekommen, gegen Marcus Antonius (86/83/82 - 30 v. Chr.) und Königin Kleopatra VII. von Ägypten (69 - 30 v. Chr.) in die Schlacht ziehen zu dürfen. Einen Grund für die Einwilligung des Senats gegen Marcus vorzugehen, lag in der durch Octavian propagierten Auffassung begründet, dass er die ihm aufgetragen Aufgaben vernachlässigte und durch die Verbindung mit Kleopatra nicht im Sinne Roms agiere.27

Mithilfe des römischen Feldherrn Marcus Vipsanius Agrippa (63/64 - 12 v. Chr.) konnte Octavian schließlich den Sieg erringen im Seegefecht gegen Marcus Antonius und Königin Kleopatra VII. von Ägypten. Die entscheidende Auseinandersetzung dieses Gefechts war die Schlacht von Actium 31 v. Chr., am Ambrakischen Golfs vor der Westküste Griechenlands. Nach seinem Sieg verfügte Octavian über eine Streitmacht von 60 Legionen und 400 Kriegsschiffen, sowie zahlreichen Hilfstruppen.28

Zur Ausgabensenkung musste diese immense Heeresgröße verkleinert werden und eine Leistungssteigerung durchlaufen. Am „13. Januar 27 v. Chr . schließlich, dem ersten Tag des Staatsakts, legte Octavian die gesamte außerordentliche Militärgewalt über die Provinzen zurück in die Hände des mehrheitlich von loyalen Anhängern besetzten Senates.“29 Am 16. Januar desselben Jahres, dem letzten Tag seines Staatsakts, ließ er sich durch den Senat den Ehrenname „Augustus“ verleihen.30

Unter seiner Herrschaft kam es, als Folge seiner militärpolitischen Absichten und der Unzufriedenheit über die Ineffizienz und Unstetigkeit vorangegangen Reformen, zu einer erneuten weitreichenden Umstrukturierung des Heers und der Kriegsflotte. Diese Veränderungen hatten unter anderem einen großen Einfluss auf verschiedene Gliederungs- und Funktionsebenen in der Marine. Darüber hinaus waren es mitunter auch, die besagten Reformen des Militärwesens und der Provinzen, die innerhalb der Grenzen Roms „zu einem Zustande gemessener Ruhe und Sicherheit“31 führten. Die 200 Jahre anhaltende Friedenszeit im Römischen Reich unter Augustus ging als Pax Romana in die Geschichtsschreibung ein.32

Nachdem der Bürgerkrieg endgültig zerschlagen war, wurde die Flotte unter Augustus für die Etablierung der römischen Macht im Mittelmeer instrumentalisiert, wodurch sich in Rom erstmals eine stehende Seestreitmacht mit professionell ausgebildeten Soldaten etablierte. Die römische Flotte stellte einen der drei entscheidenden Teile des römischen Militärs dar, neben der Auxiliartruppen33 und der Legion.34

Abgesehen von den expansiven Absichten das römische Reich betreffend, wurde die Marine, von Augustus und den ihm folgenden Kaisern, zum Zwecke der Verteidigung des wirtschaftlichen Wohlstands eingesetzt,35 sowie auch um „Erhalt des Friedens“ zu gewehrleisten.36 Augustus entschied sich bewusst, wie an Beschriebenem erkennbar wird, eine aktive Marine beizubehalten und diese wiederrum zu fördern. Des Weiteren bestrebte er die bestehende Mängel zu tilgen, die weitere Operationsmöglichkeiten bis dato eingeschränkt haben.37

Eine stehende und gleichzeitig allzeit bereite Kriegsflotte war ein fester Bestandteil der augusteischen Machtpolitik, und er selbst behielt stets die oberste Befehlsgewalt über die römische Marine. So wurde durch ihn, den Hauptstützpunkten Ravenna und Misenum, eine übergeordnete Priorität zugewiesen, da diese zentral für die Sicherung des italienischen Kernlands waren. Trotz dieser bevorzugten Stellung der italienischen Region, wurde „die Last der Rekrutierung […] auf den Schultern der östlichen Provinzen“ 38 ausgetragen und ein nicht unerheblicher Teil der Flottenbesatzung stammte ebendiesen aus diesen Gebieten.

Die Leistungen der römischen Flotte, als Streitmacht, sind unter anderem bei Publius Cornelius Tacitus39 (58 – 120 n. Chr.) überliefert,40 wobei insbesondere deren Vorstöße nach Germanien,41 sowie ins Schwarze Meer hervorzuheben sind.42 Gemäß Tacitus Ausführungen war die Flotte essenziell für die römische Machtausübung im Mittelmeerraum. Er nennt hierfür insbesondere die „ersten britannischen Feldzügen unter Caesar 55 und 54 v. Chr.“43 als Beispiel.44 Zudem er hebt die Bedeutung der Flotte für die Handelsbeziehungen in der „Friedenszeit unter Augustus“ als zentral hervor.45

Dies sind nur einige Schwerpunkte, die die tragende Rolle der Flotte für die Festigung der römischen Macht im Mittelmeerraum grob umreißt, für den hier betrachteten Zeitraum. Daneben ließe sich beispielsweise noch die Eroberung Dakiens (101 – 106 n. Chr. ),46 sowie die Beteiligung der Flotte in den Markomannenkriegen (166 – 180 n. Chr.)47 nennen.

2.2 Militärische Signifikanz der Hauptstützpunkte Ravenna und Misenum

Für die Sicherung des Kernlands bediente sich Augustus der Flotten Ravennas und Misenums die beiden sogenannten „classes praetoriae“, die „classis Misenensis“ und „classis Ravennatis“.

Die Relation dieser beiden Hauptflotten war so ausgerichtet, das Misenum im Vergleich zu Ravenna als ranghöher eingestuft wurde. Dies war einerseits aufgrund bestimmter Sonderrechte so gestaltet, andererseits aufgrund der räumlichen Nähe zu dem kaiserlichen Hof.48

Die besondere Wichtigkeit dieser beiden Stützpunkte, basiert unter anderem auf deren strategisch günstiger geografischer Lage,49 von der unter anderem auch Flavius Vegetius Renatus50 berichtete:

„der eine Teil steht bei Ravenna und hat als Operationsgebiet den gesamten Osten von Epirus über Makedonien und Griechenland bis zum Schwarzen Meer und dem als Orient bezeichneten Raum der kleinasiatischen Küste bis Libanon und den Inseln Kreta u. Zypern; der westliche Teil hat seinen Platz bei Misenum und operiert im westlichen Mittelmeer von Gallien über Spanien bis Nordafrika, einschließlich Ägypten und den beiden Hauptinseln Sizilien und Sardinien.“51

Durch diese Lage konnten Ravenna und Misenum ideal für die Sicherung des Mittelraums vonseiten Roms eingesetzt werden, wie auch Publius Cornelius Tacitus52 in seinen „Annalen“53 folgendermaßen betonte:

„Italien schützte in beiden Meeren […] je eine Flotte, bei Misenum und bei Ravenna, die nächstgelegene Küste Galliens deckten die Kriegsschiffe, die Augustus bei seinem Sieg von Actium erbeutet und mit einer tüchtigen Rudermannschaft nach Forum Iulium geschickt hatte.“54

Die Flotten dieser beiden Hauptstützpunkte erhielten die Bezeichnung „prätorische Flotten“, als Verweis auf deren direkte Unterstellung unter das Kommando des Kaisers.55

2.3 Bedeutung der Provinzialflotten für Wirtschaft, Transport und Sicherheit

Neben den zwei Hauptstützpunkten Ravenna und Misenum, gab es über die Kaiserzeit hinweg eine Reihe anderer wichtiger Flottenstützpunkte, die an dieser Stelle erwähnt werden sollen.56 Diese befanden sich in Britannien, Germanien und Alexandria. Des Weiteres waren Flotten in Pannonien,57 Mösien,58 Pontus59 und Syrien60 stationiert.

[...]


1 Max Kaser u. Karl Hackl: Das römische Zivilprozessrecht, München 19962, S. 61.

2 Vgl. Maria H. Dettenhofer: Herrschaft und Widerstand im augusteischen Principat. Die Konkurrenz zwischen res publica und domus Augusta, Stuttgart 2000, S. 23.

3 Vgl. Yann Le Bohec u. Cécile Bertrand-Dagenbach: Die römische Armee. Von Augustus zu Konstantin d. Gr., Stuttgart 1993, S. 112.

4 Peter Herz: Die Römische Kaiserzeit (30 v. Chr. bis 284 n. Chr.), In: August Friedrich von Pauly u. Georg Wissowa: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft, Band 1-2, Stuttgard 1939, S. 353- 428, hier: S. 419.

5 Ebd.

6 Ebd.

7 Vgl. Friedhelm L. Müller: Vegetius. Abriss des Militärwesens. lateinisch und deutsch, Stuttgart 1997, S. 314.

8 Vgl. Karl Christ: Die Römische Kaiserzeit. Von Augustus bis Diokletian, München 20164, S. 109.

9 Theodor Mommsen befasste sich mit der Geschichte und dem Rechtswesen des Römischen Reiches von der Frühzeit bis in die ausgehende Spätantike in seinem dreibändigen Werk „Römisches Staatsrecht“ (1871–1888). Die von ihm verfasste ebenfalls mehrbändige „Römische Geschichte“ (1854-1856), thematisiert in den ersten drei Bänden die Geschichte Roms bis zum Ende der römischen Republik. Der 1885 erschienene Band 5 der „Römischen Geschichte“ liefert zudem eine Darstellung der römischen Provinzen in der frühen Kaiserzeit. Des Weiteren verfasste er 1899 das Werk „Römisches Strafrecht“. Mitschriften seiner Vorlesungen über die römische Kaisergeschichte wurden sozusagen als Fortsetzung seiner Ausführungen 1992 veröffentlicht: Vgl. Josef Wiesenhöfer: Einleitung. In: Josef Wiesenhöfer (Hg.): Theodor Mommsen: Gelehrter, Politiker und Literat. S. 9- 14, hier 14.

10 Dietmar Kienast: Augustus. Prinzeps und Monarch, Wien 1999.3; Dietmar Kienast, Untersuchungen zu den Kriegsflotten der römischen Kaiserzeit. Antiquitas, Reihe 1, Band 13, Bonn 1966.; Dietmar Kienast: Die politische Emanzipation der Plebs und die Entwicklung des Heerwesens im frühen Rom, Freiburg i. B.,1975.

11 Lothar Wickert: Theodor Mommsen. Eine Biographie in vier Bänden, Leipzig 1964. Lothar Wickert: Der Prinzipat und die Freiheit, Darmstadt 1969; Lothar Wickert u. Michael Rostovtzeff: Gesellschaft und Wirtschaft im römischen Kaiserreich, Leipzig 1930.

12 Konrad Kraft: Zur Rekrutierung der Alen und Kohorten an Rhein und Donau, Bern 1951; Konrad Kraft: Der goldene Kranz Caesars und der Kampf um die Entlarvung des Tyrannen, Darmstadt 19692; Konrad Kraft: Das System der kaiserzeitlichen Münzprägung in Kleinasien. Materialien und Entwürfe, Berlin 1972.

13 Stefan Link: Konzepte der Privilegierung römischer Veteranen, Stuttgart 1989.

14 Michel Reddé: Mare Nostrum. Les infrastructures, le dispositif et I'bistoire de la marine militaire sous I'Empire romain, Rom 1989.

15 Yann Le Bohec: Die Armee eines Weltreiches Von Augustus zu Konstantin d. Gr., Stuttgart 1993.

16 Vgl. Meyer Isler: Vom ersten punischen Kriege bis zu Pompejus' erstem Consulat, Berlin 1847, S. 174.

17 Vgl. Heinz Malangré: Blicke auf Europa. Seine Wurzeln, sein Stamm, seine Äste, seine Krone, Hamburg 2012, S. 72.

18 Vgl. Raimund Schulz: Roms Griff nach dem Meer. In: Theodora Hantos u. Gustav Adolf Lehmann (Hg.): Althistorisches Kolloquium aus Anlass des 70. Geburtstags von Jochen Bleicken. 29.-30. November 1996 in Göttingen, Stuttgart 1998, S. 121-134, hier S. 133.

19 Die politisch motivierte „Abstemplung der generischen Bürgerkriegspartei des Sextus Pompeius und der Reste seiner Flotte als "Seeräuber" im Tatenbericht des Kaisers“, wurde von dem antiken Geschichtsschreiber Strabon kritiklos übernommen, da dieser mit seiner Überlieferung ein glorifizierendes Augustusbild intendierte: Vgl. Johannes Engels: Augusteische Oikumenegeographie und Universalhistorie im Werk Strabons von Amaseia, Stuttgart 1999, S. 338.

20 Vgl. Wolfgang S. Kissel: Dreitausend Jahre Europa - Konstellation des kulturellen Gedächtnisses. In: Ulrike Liebert (Hg.): Interdisziplinäre Europastudien. Eine Einführung, Berlin 2014, S. 27-52, hier S. 37.

21 Vgl. Susanne Hähnchen: Rechtsgeschichte. Von der Römischen Antike bis zur Neuzeit, Heidelberg 20165, S. 38.

22 Vgl. Henning Börm: Hellenistische Poleis und römischer Bürgerkrieg. Stasis im griechischen Osten nach den Iden des März (44 bis 39 v. Chr.). In: Henning Börm, Marco Mattheis u. Johannes Wienand (Hg.): Civil War in Ancient Greece and Rome, Stuttgart 2016, S. 99-100.

23 Vgl. Dieter Flach: Römische Agrargeschichte, München 1990, S. 60.

24 Vgl. Christian Mann: Militär und Kriegführung in der Antike, Berlin 2013, S. 38.

25 Vgl., Ebd.

26 Ebd. S. 39.

27 Vgl. Ebd.

28 Vgl. Ebd. S. 40.

29 Dagmar Klose: Die Grundlegung der modernen Welt in der Antike, Potsdam 2008, S. 181.

30 Dt. „der Erhabene“; Vgl. Ebd., S. 182.

31 Karl Hoeck: Römische Geschichte vom Verfall der Republik bis zur Vollendung der Monarchie unter Constantin. Mit vorzüglicher Rücksicht auf Verfassung und Verwaltung des Reichs, Braunschweig 1850, S. 172.

32 Vgl. Ebd.

33 Vgl. Ian Haynes: Blood of the Provinces. The Roman Auxilia and the Making of Provincial Society from Augustus to the Severans, Oxford 2013, S. 39.

34 Vgl. Gabriele Wesch-Klein: Soziale Aspekte des römischen Heerwesens in der Kaiserzeit, Stuttgart 1998, S. 157.

35 Die Tragweite der augusteischen Reformen ist nicht zu vernachlässigen. „Die Reformen des Augustus beschränkten sich nicht auf die nötigen Maßnahmen zur militärischen, administrativen und wirtschaftlichen Konsolidierung des Imperiums“.: Vgl. Ludwig Bieler: Geschichte der römischen Literatur. Die Literatur der Kaiserzeit, Berlin 19723, S. III-

36 Vgl. Michel Reddé: Mare nostrum, Rom 1986, S. 486-487.

37 Dies lagen in der Praxis der „Improvisation (erst auf eine Krise reagieren, keine ausreichenden finanziellen Mittel, daher kein qualifiziert ausgebildetes Personal) sowie“ im geographischen „Ungleichgewicht (Truppen im Orient massiert)“; Benedikt Hensellek: Bürgerrechtsverleihungen an römische Flottensoldaten, Wien 2011, S. 10.

38 Ebd.

39 Tacitus gilt als der Verfasser der Werke: „Germania“, „Dialogus de oratoribus“, „Agricola“, „Historiae“ und „Annales“: Vgl. Lieven Danckaert: Variation and change in Latin BE-peripharases: empirical and methodological considerations. In: J. N. Adams u. Nigel Vincent: Early and Late Latin. Continuity or change?, Cambridge 2016, S. 132-162, hier: S. 137.

40 Vgl. Cornelius Tacitus u. Kurt Sprengel: Germanien, Halle 1819, S. 89.

41 Vgl. Tac . ann . 1, 50-52.

42 Vgl. Theodor Mommsen: Römische Geschichte, Berlin 1874, S. 272.

43 Vgl. Cornelius Tacitus u. Wilhelm Sieveking: Die Römer in England. Originaltexte mit deutscher Übertragung, Berlin 1943. S. 7.

44 Vgl. Tac. ann . 12, 27.

45 Vgl. Ebd., S.63.

46 Die Flotte war später ebenfalls wichtig bei der bei der Eroberung Dakiens durch Trajan (101 - 106 n. Chr.) Vgl. Marcelo Tilman Schmitt: Die römische Außenpolitik des 2. Jahrhunderts n. Chr.. Friedenssicherung oder Expansion?, Stuttgart 1997, S. 50.

47 Die Flotte kam insbesondere auch im Zuge der Markomannenkriegen (166 - 180n. Chr.) zum Einsatz, die unter der Herrschaft des Kaisers Mark Aurel (121 - 180 n. Chr.) bestritten wurden. Als die Markomannenkriege werden die Auseinandersetzungen Roms mit den germanischen und sarmatischen Stämmen bezeichnet, welche sich hauptsächlich im Bereich der mittleren Donau zutrugen. Vgl. Adolf Lippold u. Gerhard H. Waldherr: Die Historia Augusta. Eine Sammlung römischer Kaiserbiographien aus der Zeit Konstantins, Stuttgart 1998, S. 72.

48 Vgl. Dorothea Rohde: Zwischen Individuum und Stadtgemeinde. Die Integration von Collegia in Hafenstädten, Berlin 2012, S. 80.

49 Vgl. Veg . mil . 4,33,2.

50 Flavius Vegetius Renatus verfasste ein erhaltenes militärhistorisches Hauptwerk, mit dem Titel „Epitoma rei militaris“, oftmals auch als „De re militaris“ angeführt. Es ist bekannt, dass er zwischen 383 und 450 n. Chr. schriftstellerisch aktiv war, sein genaues Geburts- und Sterbedatum sind hingegen unbekannt.: Vgl. Oliver Stoll: Römisches Heer und Gesellschaft. Gesammelte Beiträge 1991-1999, Stuttgart 2001, S. 85.

51 Flavius Vegetius Renatus u. Friedhelm L. Müller: Abriss des Militärwesens, Stuttgart 1997, S. 314.

52 Die Annalen des Tacitus, schildern das Regierungssystem und den Niedergang des augusteischen Prinzipats aus einer vergleichsweise kritischen Perspektive.

53 Vgl. Tac. ann. 4, 3-5.

54 Erich Heller (Hg.), Manfred Fuhrmann u. Publius C. Tacitus: Annalen. Lateinisch - Deutsch, S. 293

55 Vergleichbar mit der Benennung der „Prätorianertruppen“ zu Land.: Vgl. Gerold Walser: Römische Inschriftkunst. Römische Inschriften für den akademischen Unterricht und als Einführung in die lateinische Epigraphik, Stuttgart 19932, S. 58.

56 Vgl. Yann Le Bohec u. Cécile Bertrand-Dagenbach: Die römische Armee. Von Augustus zu Konstantin d. Gr.; Stuttgart 1993, S. 30-31.

57 Vgl. Claude Lepelley: Die Regionen des Reiches, 2001 Berlin, S. 276.

58 Vgl. Joseph Arneth: Zwölf römische Militär-Diplome beschrieben von Joseph Arneth, Wien 1843, S. 47.

59 Vgl. Wolfram Letzner: Lucius Cornelius Sulla. Versuch einer Biographie, Münster 2000, S. 157.

60 Vgl. Yann Le Bohec u. Cécile Bertrand-Dagenbach: Die römische Armee. Von Augustus zu Konstantin d. Gr.; Stuttgart 1993, S. 195

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Details

Titel
"Peregrine" und ihre Stellung in der römischen Marine
Untertitel
Flottendienst zwischen später Republik und früher Kaiserzeit
Hochschule
Universität Konstanz
Note
1,7
Autor
Jahr
2012
Seiten
31
Katalognummer
V458088
ISBN (eBook)
9783668898462
ISBN (Buch)
9783668898479
Sprache
Deutsch
Schlagworte
peregrine, stellung, marine, flottendienst, republik, kaiserzeit
Arbeit zitieren
Lucius Müller (Autor), 2012, "Peregrine" und ihre Stellung in der römischen Marine, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/458088

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