Diese Arbeit untersucht die Veränderungen in der Wertschöpfung zukünftiger Mobilität im Individualverkehr. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Elektromobilität der deutschen Automobilindustrie im internationalen Wettbewerb.
Individualverkehr ist weltweit ein hohes Gut: Mobilität ist eine große Herausforderung, insbesondere für die Industrieländer, in denen die Mehrheit der Bevölkerung Autos besitzt. Die durch Ölkraftfahrzeuge verursachte Verschmutzung hat dazu geführt, dass weltweit nach besseren Wegen gesucht wird, Autos anzutreiben. Eine der Lösungen für den Individualverkehr ist der Einsatz von Elektrofahrzeugen. Von Asien über Europa bis nach Nordamerika wagen sich die meisten Automobilhersteller an dieses Konzept heran, das die Zukunft der individuellen Mobilität zu werden verspricht. Das deutsche Auto scheint jedoch nicht nur in puncto Fahrzeugbau im Hintertreffen zu sein, sondern auch im Hinblick auf die Anpassung an Elektrofahrzeuge. Jüngste Studien über den beobachtbaren Megatrend in der Automobilindustrie deuten darauf hin, dass die meisten deutschen Autohersteller sich noch nicht vollständig auf Elektrofahrzeuge einlassen. Dies wiederum bedeutet, dass das Land den Anschluss verlieren könnte, da die meisten Länder Elektrofahrzeuge weiterhin vollständig übernehmen. Das langsame Tempo, mit dem sich die deutsche Automobilindustrie an die moderne Technologie anpasst, lässt vermuten, dass sich die Branche in Bezug auf die Elektromobilität im internationalen Wettbewerb mit einer unsicheren Zukunft konfrontiert sieht.
Es macht den Eindruck, dass Länder wie China oder die USA die Pionierrolle einnehmen werden. Es scheint, dass der Erfolg des Elektroautos unter anderem davon abhängt, ob leistungsstarke Batterien entwickelt werden können. Diesem Problem sehen sich alle Industrienationen gleichermaßen gegenüber. Weltweit wird in der Branche auf Hochtouren geforscht. Deutschland bleibt weiterhin zurück, da die meisten großen Länder Elektrofahrzeuge bereits einführen. Das langsame Tempo, mit dem sich die deutsche Automobilindustrie an die moderne Technologie anpasst, lässt vermuten, dass sich die Branche in Bezug auf Elektromobilität im internationalen Wettbewerb mit einer ungewissen Zukunft konfrontiert sieht.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Hintergrund der Studie
1.3 Forschungsfragen
1.4 Methodik
1.4.1 Datenquellen
1.4.2 Vorgehensweise
1.4.3 Experteninterviews
2 Die Automobilindustrie im Wandel der Zeit
2.1 Entwicklungen in der Automobilindustrie
2.1.1 Die politische Entwicklung
2.1.2 Die gesellschaftliche Entwicklung
2.1.3 Der Wettbewerbsmarkt
2.2 Die drei Phasen des Wandels
3 Die deutsche Automobilindustrie im internationalen Wettbewerb
3.1 Elektromobilität in Deutschland
3.2 Elektromobilität in den USA
3.3 Elektromobilität in China
4 Die Veränderungen in der Wertschöpfungskette
4.1 Aktuelle Wertschöpfungskette
4.2 Die veränderte Wertschöpfungskette durch Elektromobilität
4.2.1 Wegfall von Komponenten im Upstreambereich
4.2.2 Neue Komponenten im Upstreambereich
4.2.3 Veränderungen Im Downstreambereich
4.3 Ziele und Strategien der Automobilhersteller
5 Deutschland bleibt Autonation
5.1 Interpretation der Ergebnisse
5.2 Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Ziel dieser Arbeit ist die Potenzialanalyse der deutschen Automobilindustrie im Kontext des internationalen Wettbewerbs, insbesondere im Hinblick auf den Transformationsprozess hin zur Elektromobilität. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie sich die Strategien deutscher Automobilhersteller im internationalen Vergleich gestalten und wie sich die Verschiebung der Wertschöpfungskette durch neue Technologien und Marktakteure auf die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit auswirkt.
- Analyse der Einflussfaktoren auf den Wandel zur Elektromobilität (Politik, Gesellschaft, Wettbewerb)
- Vergleichende Untersuchung der Elektromobilitäts-Entwicklung in Deutschland, USA und China
- Untersuchung der strukturellen Veränderungen in der klassischen Wertschöpfungskette
- Evaluation neuer Geschäftsmodelle und Herausforderungen für etablierte Automobilhersteller
Auszug aus dem Buch
Die erste Phase: Das „Auftauen“ (unfreezing)
„Veränderungen sind zunächst Übergänge, die von einem Anfangszustand (Ist-Zustand) über einen (noch unbekannten) Weg einen idealen wünschenswerten Zielzustand (Soll-Zustand) anstreben.“
In dieser ersten Phase wird der Ist-Zustand „aufgetaut“ und das Kräftegleichgewicht soll zugunsten der antreibenden Kräfte verschoben werden. Der Verbrennungsmotor ist seit Jahrzehnten die Antriebstechnologie für das Auto, und einen alternativen Antrieb konnte man sich nur schwer vorstellen. Steigende Kraftstoffpreise, strengere Emissionsvorschriften und ein Konkurrenzkampf mit Automobilherstellen aus den USA und China sind Startsignale für die Vorbereitung einer Veränderung.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die aktuelle Lage des Automobilsektors ein und verdeutlicht die Problematik sowie die Relevanz der Elektromobilität für die deutsche Volkswirtschaft.
2 Die Automobilindustrie im Wandel der Zeit: Dieses Kapitel analysiert die treibenden Faktoren für den Wandel, wie politische Rahmenbedingungen, gesellschaftliche Trends und den Wettbewerbsdruck, und wendet das Drei-Phasen-Modell auf den Veränderungsprozess an.
3 Die deutsche Automobilindustrie im internationalen Wettbewerb: Das Kapitel bietet einen Ländervergleich zwischen Deutschland, den USA und China, um den aktuellen Stand und die spezifische Marktsituation in den Kernregionen der Elektromobilität zu beleuchten.
4 Die Veränderungen in der Wertschöpfungskette: Hier wird die Transformation der klassischen Upstream- und Downstream-Wertschöpfungskette durch die Elektromobilität detailliert untersucht und die strategische Ausrichtung der Automobilhersteller analysiert.
5 Deutschland bleibt Autonation: Das Abschlusskapitel fasst die Ergebnisse der Studie zusammen, bewertet die Zukunftsfähigkeit der deutschen Industrie und zieht ein Fazit hinsichtlich der notwendigen Transformationsschritte.
Schlüsselwörter
Elektromobilität, deutsche Automobilindustrie, Wertschöpfungskette, Verbrennungsmotor, Innovationsstärke, internationaler Wettbewerb, Batterietechnik, Sharing Economy, Digitalisierung, Transformationsprozess, autonome Fahrzeuge, industrielle Produktion, Marktwandel, Nachhaltigkeit, Strategie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die tiefgreifenden Veränderungen der Wertschöpfungskette in der deutschen Automobilindustrie infolge der Elektromobilität und analysiert deren Wettbewerbsposition im internationalen Vergleich mit den USA und China.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder umfassen die technologische Transformation durch Elektromobilität, gesellschaftliche Trends wie die Sharing Economy, politische Emissionsvorgaben sowie die Verschiebung von Wertschöpfungsanteilen innerhalb der Zuliefererkette.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Das primäre Ziel ist zu ermitteln, wie sich die deutsche Automobilindustrie im internationalen Wettbewerb in Bezug auf die Elektromobilität positioniert und welche Strategien für den Erhalt ihrer Wettbewerbsfähigkeit notwendig sind.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?
Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Forschungsmethode, die eine umfangreiche Literaturanalyse (Datenbanken, Berichte, Studien) mit einer qualitativen Erhebung in Form von Experteninterviews zur internen Validierung der Ergebnisse kombiniert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?
Im Hauptteil erfolgt eine Analyse der Einflussfaktoren auf den Branchenwandel, ein Ländervergleich zwischen den führenden Märkten, eine detaillierte Untersuchung der Wertschöpfungskette (Upstream/Downstream) sowie die Bewertung der Strategien führender Automobilhersteller.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Elektromobilität, Transformation der Wertschöpfungskette, internationaler Wettbewerb, Innovationsstärke und Strategisches Management geprägt.
Wie bewerten die befragten Experten die Innovationsgeschwindigkeit der deutschen Automobilindustrie im Vergleich zu internationalen Wettbewerbern?
Die Experten kritisieren, dass deutsche Unternehmen den Wandel teilweise unterschätzt haben und durch das Festhalten an alten Geschäftsmodellen langsamer agieren als aggressive neue Akteure wie Tesla oder chinesische Technologieunternehmen.
Welche spezifische Schlussfolgerung zieht der Autor in Bezug auf die Zukunft der Wertschöpfungskette?
Der Autor schlussfolgert, dass die Automobilindustrie vor einer Verlagerung der Wertschöpfung Richtung Downstream-Aktivitäten steht und die Hersteller Gefahr laufen, durch den Wegfall komplexer Verbrenner-Komponenten ihre Fertigungstiefe und Alleinstellungsmerkmale zu verlieren, sofern sie ihre Strategien nicht schnell anpassen.
- Citation du texte
- Recep Yilmaz (Auteur), 2018, Veränderungen in der Wertschöpfung zukünftiger Mobilität im Individualverkehr, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/458098